• Hanno Pinter, Vaduz
    Hanno Pinter erzählt von seinem Leben als «Wochenend-Rock-'n'-Roller».  (Tatjana Schnalzger)

Zum 20-Jährigen eine eigene Radio-Show

Mit der Veröffentlichung ihres zweiten Studio-Albums «The Monroes Rock 'n' Roll Radio Show» mit Eigenkompositionen hat sich die Vorarlberger Band um Sänger Hanno Pinter einen langersehnten Traum erfüllt: Eine CD im Stil einer Radio-Show aus den 50ern.

Erst kürzlich legten die Monroes aus Vorarlberg einen unvergesslichen Auftritt im LLB-Innenhof in Vaduz hin, bei dem innert weniger Minuten die ganze Menschenmenge tanzte. In Österreich und Teilen Deutschlands schon längst über den Geheimtipp-Status hinausgewachsen, weitet sich ihre Bekanntheit stetig auch über die Liechtensteiner und Schweizer Grenze hinweg aus. Verantwortlich für den Erfolg ist auch der Monroes-Sänger Hanno Pinter, der neben seiner Rock-'n'-Roll-Karriere seit 15 Jahren in Mauren als Jugendarbeiter tätig ist.

20 Jahre in der gleichen Besetzung
Die Monroes sind seit 20 Jahren gemeinsam unterwegs, und dies immer noch in der gleichen Besetzung. 40 bis 50 Auftritte pro Jahr bestreitet die Band, vom kleinen Wohnzimmerkonzert bis zu Shows in Stadien. «Wir haben unglaublich Spass daran, gemeinsam Musik zu machen», so Hanno Pinter im Gespräch. Mittlerweile sind die «vier Krawatten» auch beste Freunde geworden, denn «anders ginge das auch gar nicht», ist sich Pinter sicher. Ihre Jobs an den Nagel zu hängen und voll auf die Musik zu setzen, kam für die Monroes nie in Frage. «Unsere Väter waren Profimusiker und da haben wir gesehen, wie hart dieser Job ist», erklärt Pinter. Er möge seinen Job viel zu sehr, um ihn aufzugeben und sieht seine Arbeit mit Jugendlichen als guten Ausgleich zum Rock-'n'-Roll-Leben.

Mit Andreas Gabalier auf Tour
Dass die Monroes die letzten Jahre gemeinsam mit Andreas Gabalier tourten, kommt nicht von ungefähr: Noch bevor der Volks-Rock-'n'-Roller ein Superstar wurde, waren die beiden Acts auf dem Programm des gleichen Festival. Im Backstage-Bereich hätten sie «eine Riesen-Gaudi» gehabt und sind sich auch danach bei Festivals immer wieder über den Weg gelaufen. Seitdem verbindet sie eine enge Freundschaft. Irgendwann habe er sie angerufen und gefragt, ob sie ihn als Support-Act begleiten möchten. Und so kam es, dass die Monroes nicht nur im ausverkauften Kybunpark in St. Gallen spielten, sondern auch zwei Mal im Olympiastadion in München vor 75 000 Besuchern. Doch nicht nur die Monroes spielten für Gabalier, er rockte auch schon mit ihnen. Bei der legendären Weisswurstparty in Kitzbühl sprang der Volks-Rock-'n'-Roller während eines Monroes-Konzerts spontan auf die Bühne und spielte ein paar Lieder mit. «Daran erkennt man, dass Andi ein richtiger Musiker ist und seine Konzerte nicht nur des Geldes wegen macht», sagt Pinter.

«Wir wurden immer gefragt»
Doch auch ohne Gabalier ist die Vorarlberger Rock-'n'-Roll-Band erfolgreich. Innert Minuten reissen sie das Publikum mit und haben sich so in der ganzen Region einen guten Ruf als Liveband erarbeitet. «Uns ist es wichtig, dass die Leute mitmachen», so Pinter. So schafft es die Band immer wie- der, innert kürzester Zeit eine gute Stimmung aufzubauen. «Dies liegt sicher auch an der Musik selbst. Dem Beat der 50er und 60er kann keiner ausweichen», erklärt der Sänger. Dass die Band so viele Auftritte im Jahr hat, liegt einzig und allein an ihrem guten Ruf. Sie selbst mussten sich nie aktiv um Auftritte kümmern: «Wir wurden immer angefragt», freut sich Pinter. «Wir sind ja auch nur Wochenend-Rock-'n'-Roller». Lange haben sie deshalb als Geheimtipp gegolten, bevor sie richtig erfolgreich wurden. Mehrere Jahre spielten sie an der Aftershow der Starnacht, bis sie es in die Show selbst schafften. Nach diesem ersten Fernsehauftritt 2010 hätten sich ihre Facebook-Fans verzehnfacht.

Neues Album erscheint am 17. August
Nach zwei Alben mit Coversongs begannen The Monroes vor fünf Jahren, eigene Songs zu schreiben. Die erste CD, die 2013 herauskam, schlug ein wie eine Bombe undstieg direkt auf Platz 8 der österreichischen Charts ein. Am 17. August erscheint nun das zweite Album «The Monroes Rock 'n' Roll Radio Show», das wie eine richtige Radio-Show der 1950er-Jahre aufgebaut ist. «Das Album ist eine Hommage an das Radio, ohne das es den Rock 'n' Roll so nicht gäbe», so Pinter. Dabei hätten sie nicht auf einzelne Hits gesetzt, sondern darauf geachtet, dass vom ersten bis zum letzten Song die Qualität hoch sei: «No Fillers just Killers!», meint der Jugendarbeiter dazu. Das Album wird in den nächsten Wochen mit zahlreichen Konzerten in fast allen Bundesländern live vorgestellt. Ob ihnen das nicht zu viel wird und sie manchmal ans Aufhören denken? Keineswegs: «Ich hoffe, dass wir irgendwann mit dem Rollator auf die Bühne geführt werden müssen und unser Hobby noch ewig weitermachen können», so der Sänger. (mk)

17. Aug 2018 / 16:09
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