• Nach Bregenz werden Anne Marie Jehles Kunstwerke bald auch in Bregenz zu sehen sein.  (Markus Tretter)

Werke Anne Marie Jehles bald in Wien

Die Liechtensteinisch-vorarlbergerische Künstlerin Anne Marie Jehle (†) wird an einer Ausstellung in der Kunsthalle Wien vertreten sein.

Das neue kuratorische Kollektiv «What, How & for Whom» (WHW) der Kunsthalle Wien startet ihr Programm mit einer internationalen Gruppenausstellung, die mehr als 30 Künstlerinnen und Künstler zeigt und sich über alle Räumlichkeiten der Kunsthalle Wien erstreckt. Mit dabei wird auch die liechtensteinisch-vorarlbergerische Künstlerin Anne Marie Jehle (1937–2000) sein, die von der in Vaduz ansässigen Anne Marie Jehle Stiftung vertreten wird.

1628 Werke im Nachlass erfasst
Stiftungspräsidentin Dorothea Goop-Jehle und Konservatorin Dagmar Streckel haben in den vergangenen Jahren ganze Arbeit geleistet, um das Werk der im Jahr 2000 verstorbenen Künstlerin bekannter zu machen. Nach dem Tod Anne Marie Jehles steckten die Nachkommen – allen voran Doro­thea Goop-Jehle – viel Aufwand und Zeit in die Beurteilung und Erhaltung der Kunst ihrer Tante. Bis dato wurden insgesamt 1628 Werke im künstlerischen Nachlass erfasst: Objekte, Malereien, Grafiken (Zeichnun­gen, Scherenschnitte, Collagen, Monotypien), Polaroidarbeiten, Fotografien, Rauminszenierungen. 

2007 gab die Stiftung mit der Veröffentlichung des Buches «A.M.Jehle» erstmals einen umfassenden Einblick in die vielschichtigen Werkgruppen von Anne Marie Jehle. Auch ausstellungstechnisch war die Stiftung aktiv: Nach einer kleinen Retrospektive 2003 im Bildungshaus Batschuns waren Werke von A. M. Jehle bereits mehr­fach im Kunstmuseum Liechten­stein zu sehen (2004, 2005, 2008, 2011, 2012, 2015, 2017, 2018), das auch einige Werke in seine Sammlung aufnahm.  Auch im Palais Liechtenstein in Feldkirch war der lange Zeit in Tisis wohnhaften Künstlerin eine Ausstellung gewid­met (2009). 2013 und 2014 waren Werke Jehles im Frauenmuseum Hittisau zu sehen. 2016 stand Anne Marie Jehle bei der Schlossmediale mit einer Sonderausstellung im Fokus der Öffentlichkeit. 

Ab 8. März in der Kunsthalle Wien
Vergangenes Jahr gelang es der Anne Marie Jehle Stiftung, auch im etwas weiteren Ausland Aufmerksamkeit für Anne Marie Jehle zu generieren. So ziert seit dem 9. Dezember ein Selbstporträt Jehles die Fassade des Kunsthauses Bregenz. Und nun, ein halbes Jahr später, werden ab dem 8. März in der Gruppenausstellung «von Brot, Wein, Autos, Sicherheit und Frieden» in der Kunsthalle Wien 20 Werke der Liechtensteiner Künstlerin zu sehen sein. 

Dass die Vernissage auf den Internationalen Tag der Frau fällt, dürfte kein Zufall sein, denn wie das kuratorische Kollektiv «What, How & for Whom» (WHW) setzte sich auch Anne Marie Jehle Zeit ihres Lebens für die Rechte der Frauen ein und kämpfte gegen die Unterdrückung des Patriarchats an. So prägen ihre Werke eine formale wie inhaltliche Auseinandersetzung mit Aspekten des Alltags und Din­gen des alltäglichen Lebens (Gesellschaftskritik), mit Rol­lenbildern (Gender) und Phänomenen der Macht, mit Fragen der Identität, später mit Grenzbereichen und Grenz­erfahrungen. (mk)

26. Feb 2020 / 00:45
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