• Weihnachtskonzert, Eschen
    In der Eschner Pfarrkirche spielten Schüler sowie Lehrer der Musikschule Liechtenstein Weihnachtslieder aus aller Welt.  (Tatjana Schnalzger)

Weihnachtslieder aus aller Welt in Eschen

Anlässlich des verspäteten Weihnachtskonzerts der Liechtensteinischen Musikschule bekam das Publikum nicht nur Evergreens rund ums frohe Fest, sondern auch diverse fremde Töne vorgesetzt, die zu überraschen und begeistern vermochten.
Eschen. 

Während viele sich noch erholen von den Familienzusammenkünften inklusive üppiger Kulinarik, wurde in Eschen bereits wieder musiziert. Die Musikschule lud ein zu einer Reise durch das Weihnachtsrepertoire einmal rund um den Globus und viele Musikbegeisterte fanden den Weg in die prunkvoll geschmückte Pfarrkirche im Unterland.

«Ein Applaus am Schluss reicht»
In der stressigen Zeit zwischen Weihnachten undSilvester reiche ihnen ein grosser, herzlicherApplaus am Schluss, anstatt dass das Publikum nach jedem Stück in die Hände klatsche, erklärte der Musiklehrer Michael Burtscher zu Beginn des Konzerts und überliess nach ein paar netten Begrüssungsworten den Klängen die Führung durch den Abend. Auch wenn es zwischen den Kompositionen leicht gespenstig ruhig in der Kirche wurde, konnte dieMusikschule so ihre 24 Stücke inklusive einer Zugabe doch recht zügig über die Bühne bringen, was das Publikum aber nicht davon abhielt, zur Ruhe zu kommen. Denn noch einmal flog der Weihnachtszauber durch die Luft der altenKirche und setzte sich erneut tief in den Ohrmuscheln fest. Durch das Austeilen von Gesangsblättern wurde bei drei Nummern so-gar zur Interaktion aufgerufen, was mit Handkuss angenommen wurde, sodass sich neben den tollen elf Musikerinnen und Musikern vorne bei der Empore zusätzlich ein ambitionierter Chor bildete.

Ein Lied geht auf Reise
Zwischen den Weihnachtsklassikern aus dem deutschsprachigen Raum streute die Formation, welche einen interessanten Mix aus Schülern und Lehrern bereithielt, immer wieder besinnliche Lieder aus der Ferne. So waren zum Beispiel die russischen Lieder ziemlich lüpfig und es machte hin und wieder den Eindruck, als wären da vorne Jenische am Werk. Das Publikum freute sich, dass neben den obligatorischen Weihnachtsschunklern auch eher unbekannte Nummern angeboten wurden, welche durch die Instrumentierung mit Harfen, Geigen und Flöten einen nicht gerade alltäglichen Anstrich erhielten, der sehr zu gefallen vermochte. In kleinen Intermezzos wurde noch die Geschichte des Liedes «Stille Nacht», wie es in Salzburg geschrieben wurde und dann Schritt für Schritt die ganze Welt eroberte, nacherzählt. Diese kleine Geschichtskunde, vorgetragen von Brigitta Hutter, brachte den Anwesenden etwas zusätzliches Wissen zum 200-Jahr-Jubiläum des Stückes und lockerte die sonst bei Weihnachtskonzerten oftmals so besinnliche Stimmung weiter auf. Gegen den Schluss des Konzerts gab es ausserdem noch einen kleinen Sprachkurs mit dem Stück «Hambani Kahle», bei dem alle ein paar Worte Afrikanisch lernen konnten, worauf mehrere dann inbrünstig mitsangen. Die Musikschule Liechtenstein hat nicht nur mit dem Einbinden des Publikums ein warmes Zusammengehörigkeitsgefühl geschaffen, auch auf der Bühne wurde im Kollektiv zusammen gespielt, sodass bei geschlossenen Augen nicht wirklich herausgehört werden konnte, wer denn jetzt Unterricht gibt und wer ihn nimmt. Dieses Wir-Gefühl kann heute Abend erneut in der Friedenskapelle in Malbun erlebt werden. Wenn die Musikschule dort oben mit ihren fetzigen Liedern loslegt, könnte der Schnee ja bald auch ins Tal tanzen, oder nicht? (ci)

 
28. Dez 2018 / 15:57
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