• 2. Triennale in Liechtenstein
    Auf verschiedene Weisen wurde das Thema Grenzen aufgegriffen.  (Tatjana Schnalzger)

Grenzen im Küefer-Martis-Huus

Bis zum 6. Oktober zeigen acht Kulturhäuser des Landes aktuelle Arbeiten von 40 Visarte-Mitgliedern. Drei von ihnen, Barbara Bühler, Adam Glinsky und Hanni Schierscher, stellen im Küefer-Martis-Huus in Ruggell aus.
Ruggell. 

Die Idee der alle drei Jahre stattfindenden Gemeinschaftsausstellung von Visarte Liechtenstein ist es, das aktuelle Kunstschaffen der in Liechtenstein tätigen Künstlerinnen und Künstler vorzustellen. Dieses Jahr sind 40 von 45 Visarte-Mitgliedern mit Werken in acht Kulturhäusern vertreten. Das Küefer-Martis-Huus in Ruggell zeigt Arbeiten von Barbara Bühler, Adam Glinsky und Hanni Schierscher. Als nördlichste Gemeinde Liechtensteins und damit als Grenzgemeinde lag es nahe, dass die Künstler im Küefer-Martis-Huus als übergeordnetes Thema das «Innen und Aussen» sowie «Schwellen und Grenzen» wählten.

Fotostrecke: Triennale in Liechtenstein
2. Triennale in Liechtenstein
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Triennale 2018
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Verwischen und Überschreiten von Grenzen
Nach dem Überschreiten der ersten Schwelle in die ehemalige Werkstatt trifft der Besucher auf einen Haufen aus Sägemehl, der mit einer grellen Glühbirne erhellt wird. Zusammen mit dem Zirpen von Grillen und einem Bild eines verbrannten Lastwagens von Barbara Bühler symbolisiert diese Installation die Hitze der Wüste und damit auch eine grenzenlos weite Landschaft. Eine weitere Assoziation zum Überschreiten von Landesgrenzen und damit Menschen auf der Flucht schafft Bühler mit einer Klanginstallation in einem dunklen Raum im Obergeschoss, die an eine Reise in einem dunklen Schiffsbauch erinnern soll. Mit ihren Fotograf ien im Tenn des Kulturhauses greift die Künstlerin eine weitere Dimension von Grenzen auf; indem sie durch Nebel, einen Vorhang oder einen verwucherten Wald verschiedene Blicke nach aussen aufzeigt und damit ursprünglich klare Grenzen verwischt.

Experimente mit dem Verfliessen von Grenzen
Bereits im Vorgespräch erzählte Hanni Schierschervon ihren Arbeiten, bei denen die Grenzen oftverfliessen. Eine Trennung von innen und aussen sei ihr deshalb immer schon schwer gefallen. Die Künstlerin griff daher das Thema auch vorwiegend anhand des formalen Aspekts auf. Für die oberen Zimmer des Küefer-Martis-Huus bearbeitete sie ganz unterschiedliche Papiere mit Naturfarben, die sie selbst mischte. Dabei experimentierte sie sowohl mit den na- türlichen Strukturen des Papiers wie auch dem Zerfliessen der Farben. Zudem reagierte sie auf die Situation in alten Dachböden, wo man früher Sachen zum Trocknen aufgehängt hat. Deshalb präsentierte sie einige ihrer Werke auf dem Boden auf alten Leintüchern aus ihrem Familienbesitz.

Ein- und Ausschliessen aus Gruppen
Adam Glinsky bespielte nicht nur mehrere Räume im Erdgeschoss, sondern auch den kleinen Platz hinter dem Haus. Dort schrieb er in grossen Lettern «An ein Team glauben» in die Wiese, die langsam verblassen. Drinnen stellte er dem Herrgottswinkel wie auch der bäuerlichen Einrichtung des Wohnmuseums theologische Fragestellungen einem Teamgedanken gegenüber, die er auf A4-Fotografien festhielt und im ganzen Erdgeschoss verteilte. Auf weiteren Bildern definiert Glinsky die göttliche Dreifaltigkeit als Team. Somit setzt er sich auf verschiedene Weise mit dem Einschliessen in eine Gruppe sowie dem Ausschliessen aus einer Gruppe auseinander. (mk)

Öffnungszeiten Küefer-Martis-Huus: Fr, 16-20 Uhr, Sa/So, 14-18 Uhr

28. Sep 2018 / 17:04
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