• Werner Büchel, Stephan Stark und Tom Büchel (v. l.) führten durch die Sonderausstellung im Lawena Museum.

Spielerischer Start in die Museumsnacht

Als Auftakt zur Langen Nacht der Museen wurde im Lawena Museum Triesen die neue Sonderausstellung eröffnet.

Nun schon zum zwanzigsten Mal ging am Samstagabend die Lange Nacht der Museen, eine Veranstaltung des österreichischen Rundfunks ORF, die bereits seit Längerem auch in die Nachbarländer expandiert hat, über die Bühne. Vor allem für kleinere Museen und Kulturinstitutionen ist sie ein Fixpunkt im jährlichen Kalender, den sie gerne nutzen, um sich einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren. 
Auch das Lawena Museum in Triesen entschied sich, die neue Sonderausstellung «Elektrische Spielzeuge» an diesem Tag zu eröffnen und so die zusätzliche Aufmerksamkeit zu nutzen. Seit acht Jahren gibt es das Museum im Kraftwerkshaus Lawena in Triesen bereits, das sich der Geschichte der Elektrifizierung Liechtensteins widmet, aber auch eine sehenswerte Sammlung von verschiedensten Elektro- und Messgeräten beherbergt. Betrieben wird es vom ehrenamtlichen Verein Pro Lawena Museum, der aus ehemaligen LKW-
Mitarbeitern besteht und auch die aktuelle Sonderausstellung konzipiert hat.

Für kleine und grosse Kinder attraktiv
Nach der Begrüssung durch Vereinspräsident Werner Büchel war Tom Büchel, Leiter des Amts für Kultur, an der Reihe, um die Vernissagerede zu halten. Er begann seine Ausführungen, indem er von einem Ausflug zur «Light Ragaz» erzählte, die ihn durch die Kombination von Licht, Bewegung und Technik fasziniert habe. «Und dieselbe Faszination ist auch in diesem Raum spürbar», spannte er den Bogen zu den elektronischen Spielzeugen der Ausstellung. Zusätzlich hob er noch den Faktor Nostalgie hervor, welcher durch die teils über 50 Jahre alten Exponate geweckt wird. «Heute ist die Bedürfnispyramide wohl etwas anders», meinte er. Statt stundenlangem Spielen mit der Eisenbahn im Keller stehen Computerspiele und soziale Medien beim Nachwuchs schon früh im Fokus. Eben deshalb gelte es, «Orte des Erinnerns» wie das Lawena Museum zu fördern und das kulturelle Erbe, zu dem auch die Alltagskultur der vergangenen Jahrzehnte zählt, zu bewahren. Gerade für Familien biete sich ein Besuch der Ausstellung an, denn «Spielen ist Lernen».

Überall blinkt, piepst und rattert es
Was es alles für Jung und Alt in der Ausstellung zu entdecken gibt, demonstrierte im Anschluss Stephan Stark, der die Ausstellung kuratiert hat. Es begann mit dem grossen beleuchteten Riesenrad, das im Zentrum der Ausstellung steht und sich ähnlich gemächlich dreht wie sein Vorbild im Wiener Prater. Ein Opa baute es einst für seine Enkelkinder, aus einem Velo-Rad und Blechteilen. Ähnlich imposant ist auch ein Modell des Eiffelturms – gebaut aus Tausenden Metallteilen von den Enkeln eines Vereinsmitgliedes –, an dem eine elektrische Seilbahn aufgehängt ist. 
Weiter ging es mit einer Motorrad-Rennbahn und auch eine Drehstrom-Eisenbahn mit Signal und beweglichem Ladekran durfte nicht fehlen. Haushaltsgeräte wie Staubsauger, Bügeleisen und Kochherd standen da in Kleinausgabe, ebenso Elektrobaukästen, selbst gebaute Radios, nebenan surrten die Motörchen der ferngesteuerten Autos um die Wette. Ein Roboter blinkte und drehte sich zwar, wollte aber nicht so recht marschieren. «Er hat es wohl etwas in der Hüfte», wie Stefan Stark augenzwinkernd meinte. Überall blinkte, piepste und ratterte etwas und man merkte den älteren Herren die kindliche Freude von früher sichtlich an, wenn sie die Spielzeuge in Betrieb nahmen.

Kraftwerksturbinen laufen noch immer
Neben der Sonderausstellung standen natürlich auch die anderen Museumsräume offen, ebenso der Kraftwerksraum, in dem zwei Turbinen noch immer auf Hochtouren laufen und Strom produzieren, wie manch erstaunter Besucher feststellte. Zu entdecken gab es also vieles, was das Lawena Museum zu einem perfekten Ausgangspunkt für eine spannende Museumstour macht. (jk)

06. Okt 2019 / 22:39
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