• Schaaner Aktivwoche 2019
    Kinder im Landweibels-Huus, Teil des Schaaner Kulturwegs.  (Brigitt Risch)

Schüler-Projektwoche im Domus

Während des Stillstands wurde im Domus in Schaan eine Projektwoche für die Sommerferien vorbereitet. Auch ein Buchprojekt steht an.

Von Tag zu Tag wurden mehr Anlässe abgesagt, bis auch alle Führungen im Landweibels-Huus  und auf dem Kulturweg nicht mehr stattfinden konnten. 

Projektwoche in Sommerferien
Da die Gemeinde Schaan auch die beliebte Aktivwoche absagen musste, plant das Team Freizeit und Kultur, dem auch das Domus angehört, für die Schaaner Schulkinder eine Projektwoche in der letzten Woche der Sommerferien. «Mit dem Angebot wollen wir die Eltern etwas entlasten», erklärt Domus-Leiter Albert Eberle. Während dieser Woche können die Kinder im GZ Resch ein Bänklein bauen, eine Aktivität im Jugendtreff erleben, an einer Führung durch das Landweibels-Huus und den Kulturweg teilnehmen und mit Georg Schierscher die Schaaner Kupferschmiede anschauen. «Da können wir auch Programmpunkte des Reiseziel Museums nutzen, da auch dieses abgesagt wurde», so Eberle. Ein solcher Programmpunkt ist der Besuch der Ausstellung im Domus über Erwin Dattendorfer. «Dattendorfer hatte starke psychische Probleme und hat sich schliesslich umgebracht», erklärt Albert Eberle. Daher wird in der Ausstellung auch thematisiert, wie es ist, mit einer psychischen Krankheit zu leben. Um diesen Programmpunkt kindergerecht aufzubereiten, stand die Psychologin Lukrezia Gassner vom Abenteuerspielplatz Drägg­spatz dem Domus-Team beratend zur Seite. Um in die Gefühlswelt von Menschen mit psychischen Erkrankungen eintauchen zu können, hat das ­Domus-Team als Vorlage zum Nachbasteln ein spezielles Kaleidoskop wie auch besondere Brillen angeschafft, die die Kinder ausprobieren können. Albert Eberle selbst nutzte die frei gewordene Zeit, um am Schaaner Buchprojekt «Specki» weiterzuarbeiten. «Im Laufe der letzten zwei Jahre habe ich zahlreiche Leute zur Specki befragt, woraus 18 Geschichten entstanden sind», so Eberle. Jede dieser Geschichte basiert auf Erzählungen von mehreren Personen. Das Verschriftlichen ist nun fertig. Doch die Veröffentlichung plant Albert Eberle aufgrund der Corona-Krise erst auf Ende Jahr. 

«Stille» Eröffnungen
Seit Mitte Mai ist das Domus wieder zu den normalen Öffnungszeiten zugänglich. Zu sehen gibt es weiterhin die Ausstellung von Gerlinde Zech, die aufgrund der Schliessung des Domus bis Ende Juni verlängert wurde. Anfang August wird die von Arno Egger ko-kuratierte Ausstellung über Erwin Dattendorfer im Domus still, das heisst ohne Vernissage, eröffnet. Dattendorfer war ein Freund von Martin Frommelt, der viele Jahre in Schaan gelebt und bei der Zimmerei Frommelt gearbeitet hat. «Aufgrund seiner Erkrankung hat er viele gemalte Werke wieder zerstört», erklärt Albert Eberle.  Im Rahmen dieser Ausstellung über den Expressionisten ist auch eine Publikation geplant. Die Ausstellung läuft bis Ende September. «Vielleicht können wir eine kleine Finissage machen», zeigt sich Eberle zuversichtlich. Anfang Oktober startet die Ausstellung «150 Jahre Männerchor Schaan», die derzeit vorbereitet wird. «Vor Kurzem haben wir entschieden, dass wir die Ausstellung auch machen, wenn wir sie nicht mit einer Vernissage eröffnen können», sagt Albert Eberle und grinst: «Jetzt habe ich wieder Arbeit und kann anfangen, vorzubereiten.»  Konkret auf die Wiedereröffnung vorbereitet hat sich das Domus-Team mit einem eigenen Sicherheitskonzept. Neu wird der Eingang und Ausgang getrennt sein und die Türklinken werden häufiger desinfiziert. «Um nicht allzu zwanghaft aufzutreten, bitten wir die Gäste, ­ihren Namen und Wohnort ins Gästebuch einzutragen. Damit können wir nachverfolgen, wer da war», so Albert Eberle. (mk)

Offen: Fr: 14 bis 20 Uhr, Sa/So 14 bis 18 Uhr

28. Mai 2020 / 23:32
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