Prominentes Herzblut für Kinder im Elend

Für ein ungewöhnliches Adventskonzert war die Schaaner Kirche am Samstag besonders gut besucht. Es ging um Musik – und Soziales.

Das diesjährige Benefizkonzert zugunsten des Sozialprojektes «Elijah» vom aus Feldkirch stammenden Pater Georg Sporschill SJ und «The Mark Obama Foundation» von Mark Obama Ndesandjo am Samstagnachmittag in der Kirche St. Laurentius basierte auf der Bitte um weitere Spenden, indem der Reinerlös des Konzerts dem Sozialprojekt «Elijah» und dem Obama-Projekt zugutekommt. Das Konzert stand unter der Schirmherrschaft der ebenfalls gekommenen Erbprinzessin So­phie von und zu Liechtenstein.

Die Interpreten: prominent. In den Dienst der guten Sache gestellt hatten sich der weltweit wirkende Organist Hannfried Lucke, die Harfenistin Lisa Maria Hilti und der Pianist Mark Obama Ndesandjo, Bruder des vormaligen US-Präsidenten Barack Obama. Mark Obama, ein begnadeter Pianist, hatte vorn am Flügel Platz genommen, im Kirchenschiff hinten stand die Harfe von der aus Feldkirch stammenden Harfenistin Lisa Marie Hilti, berührend im Spiel, und an der Orgel sass Prof. Hannfried Lucke. Nach einer Begrüssung sprach Obama kurz zum Publikum, einleitend sogar einige Worte auf Deutsch.

Anspruchsvolles Programm im Zusammenspiel
Frederic Chopins Nocturne op. 27 Nr. 1 und von Franz Schubert die Wanderer-Fantasie C-Dur D 760 – Allegro con fuoco ma non tropo – Adagio – Presto – Allegro – waren anfangs in begeisterndem Spiel am Flügel zu hören, dann ergriff Pater Sporschill das Wort und stellte sein Projekt «Elijah» vor, mit dem er seit 2012 Roma-Kinder und ihre Familien im rumänischen Siebenbürgen unterstützt und die Roma-Familien damit vom Rand in die Mitte der Gesellschaft bringt. Die Angebote in den Sozialzentren, der sozialpädagogischen Musikschule sowie den Ausbildungswerkstätten und Arbeitsprojekten geben Kindern und Jugendlichen eine Lebensperspektive und stärken die benachteiligte Roma-Gemeinschaft. Statt zu betteln, besuchen sie Schulen, gehen einer Beschäftigung nach und durchbrechen den Armutskreislauf früherer Generationen. Solches Engagement konnte auch die Gäste beeindrucken, sodass sich dieses Projekt in den abschliessend gesammelten Spen­den niederschlug. 

Ein mitreissender Appell, wirksam Gutes zu tun
Es folgten Benjamin Brittens «A Ceremony of Carols op. 28 Nr. 7: Interlude» und Leon Boëllmanns «Suite Gothique» sowie von Mikhail Glinka die «Nocturne Es-Dur». Mark Obama wandte sich dann in einer halbstündigen illustrierten Erläuterung an das Publikum, um anhand seines eigenen Lebenslaufs zu erläutern, was ihn dazu bewogen hat, eine Stif­tung für Kinder ins Leben zu rufen, und zwar ihrem Leben am Rande der Gesellschaft durch die Kunst, die Musik Impulse für ein Leben in der Gesellschaft zu geben. Eine sichtlich von Erfolg gekrönte Idee, für die er sympathisch wirbt und auch in Liechtenstein Menschen, z. B. Lehrer sucht, die mitmachen möchten. Im Ori­ginal wird das Ziel wie folgt ­umrissen: «The Mark Obama Foundation Ltd’s goal is to foster cultural exchanges between Asia, America and Africa, with an emphasis on helping young people appreciate art.»

Weiter zu hören waren von Gabriel Fauré «Berceuse aus der Dolly-Suite» und im fulminanten Zusammenspiel am Schluss Obama und Lucke mit «Shenzen-Schaan Rondo». (vv)

01. Dez 2019 / 18:33
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