• Buchbar, Vaduz
    Wilfried Oehry (Leiter Landesbibliothek), Roland Marxer (Präsident Kulturstiftung), Bernadette Kubik-Risch (Projektleitung Buchbar), Tom Büchel (Leiter Amt für Kultur), Barbara Ospelt-Geiger (Pädagogische Mitarbeiterin Schulamt) und Elisabeth Stöckler (Geschäftsleiterin Kulturstiftung) an der neuen Buchbar.  (Tatjana Schnalzger)

Liechtensteiner Buchtage neu mit «Buchbar»

Die Liechtensteiner Buchtage werden in den nächsten drei Jahren mit einem schlankeren und freieren Konzept fortgeführt. Die Neuheit, eine ausleihbare «Buchbar», soll von Veranstaltung zu Veranstaltung wandern.
Vaduz. 

1995 hat die UNESCO den Welttag des Buches (23. April) ins Leben gerufen. Zwanzig Jahre später ist die Aktion mit einer Veranstaltung auch hierzulande offiziell ­angekommen. Aus der harmonischen Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten haben sich die «Liechtensteiner Buchtage» entwickelt, welche das Amt für Kultur, die Kulturstiftung Liechtenstein, die Landesbibliothek und das Schulamt gemeinsam stemmen. Vergangenes Jahr endete das dreijährige Konzept, welches die Mottos «Liechtenstein liest» (2016), «Liechtenstein schreibt» (2017) sowie «Liechtenstein gestaltet» (2018) beinhaltete.

Wie das Viergespann gestern in der Landesbibliothek informierte, wird es die Buchtage mit einem frischen Konzept bis 2021 fortsetzen. «Trotz der digitalen Medien bleibt das Buch ein zentrales Kultur- und Bildungsgut. Wir möchten ihre Inhalte, Botschaften und Werte vermitteln», nennt Tom Büchel, Leiter Amt für Kultur, das Hauptanliegen. Insofern soll das gedruckte Medium in all seinen Formen im Zentrum der Veranstaltungen bleiben. Allerdings wird das neue Konzept schlanker und gewährt den Veranstaltungen sowohl in ihrer zeitlichen Anordnung als auch Quantität mehr Freiheiten. Die Nachlese zur Frankfurter Buchmesse und der Wettbewerb «schönste Bücher aus Liechtenstein» werden deshalb als eigenständige Veranstaltungen durchgeführt.

«Buchbar» kann gebucht werden

Im Fokus des dreijährigen Projekts steht die von der Grafikerin Michèle Steffen konstruierte «Buchbar», die mit einer zi­tronengelben Theke und einem pechschwarzen Bücherregal hervorsticht. Als Markenobjekt  verleiht sie den Veranstaltungen der «Liechtensteiner Buchtage» einen Wiedererkennungswert. Die Trägerschaft plant pro Jahr drei bis vier Veranstaltungen mit der mobilen Bar, wobei sie von «Fachbüchern bis zur Belletristik» ein breites Angebot anstreben. Um so viele Leute wie möglich zu erreichen, gibt Büchel ein sportliches Ziel vor: In jeder Gemeinde soll eine Veranstaltung stattfinden. Mit der «Buchbar» strebt die Trägerschaft eine Atmosphäre an, die Diskussionen rund um die Literatur und den Alltag anregt. Der Amtsleiter erläutert die Idee dahinter: «Früher trafen sich die Einwohner am Stammtisch, heute spielt sich das Geschehen an der Theke einer Bar ab. Wir schenken lieber Bücher als Getränke aus, aber die Kombination passt.»

Im ersten Jahr steht die «Buchbar» an Veranstaltungen des kulturellen Viergespanns. Damit neue Akteure mitwirken, sollen sie anschliessend andere Organisationen für Veranstaltungen ausleihen können, bei denen Wörter im Vordergrund stehen. Hierin sehen sie ein zusätzliches Angebot für die einheimische Literaturszene. «Wir hätten die grösste Freude daran, wenn die ‹Buchbar› an weiteren Orten steht», betont Büchel. Laut Projektleiterin Bernadette Kubik-Risch lassen sich beide Aufsteller falten, sodass sie in einen Personenwagen passen. Das schwarze Bücherregal kann mit Kreide beschriftet werden, die gelbe Theke bietet sich für Beleuchtungen sowie Verzierungen an. Was für Getränke serviert und welche Bücher präsentiert werden, steht den jeweiligen Veranstaltern frei.

Lesemarathon: 30 Personen an drei Standorten

Barbara Ospelt-Geiger, Pädagogische Mitarbeiterin Schulamt, stellte die «einzelnen Perlen» vor, welche die Buchtage 2019 zu einer Kette verknüpfen. Den Auftakt macht der Lesemarathon, welcher – pünktlich zum Welttag des Buches – am 23. April in der Landesbibliothek startet. An drei Terminen werden insgesamt 30 Personen jeweils drei Minuten einen Auszug aus ihrem Lieblingsbuch präsentieren. Die «Strecke» führt weiter zur Ruggeller Schulbibliothek (8. Mai) und schliesst im Pflegeheim Balzers (16. Mai) ab. «Der Lesemarathon deckt den Anfang und den Abschluss des Lebens ab», so Ospelt-Geiger. Zudem lädt das Schulamt am 13. Mai in Planken zur Erzählstube in der Kleinschule ein. Der ehemalige Gemeindeschulratsvorsitzende Josef Biedermann wird sich mit einer Lesung aus einem Kinderbuch verabschieden.

Die Kulturstiftung Liechtenstein organisiert am 14. Dezember ein alpenländisches Weihnachtskonzert im Kulturhaus Rössle in Mauren. Dort werden regionale Texte und Musik aus Liechtenstein, Appenzell sowie Vorarlberg einen Streifzug durch den Alpenraum offerieren. Mit Werken aus anderen Kontinenten erwarte die Besucher ebenfalls ­einen Blick darüber hinaus, ganz nach dem gewählten Titel «Fremd ist der Fremde nur in der in der Fremde» – ein Zitat des deutschen Komikers Karl Valentin. Die Geschäftsleiterin Elisabeth Stöckler beschreibt das Konzert als «Verbindung mit Liechtenstein und der ganzen Welt». Das Erkennungsmerkmal von allen Veranstaltungen der Liechtensteiner Buchtage 2019: die gelb-schwarze «Buchbar». (gk)

16. Apr 2019 / 11:10
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