• Operette Balzers 2020
    Mirjam Dey mimt im «weissen Rössl» die Rolle der Reiseführerin.  (Daniel Schwendener)

Liechtenstein-Power im Salzkammergut

Die Produktion der Operette Balzers «Im weissen Rössl» brilliert unter anderem mit starken Künstlern aus Liechtenstein und der Region.

Bereits zwei weitere male ist die Operette «Im weissen Rössl» seit der Premiere am 25. Januar im Balzner Saal aufgeführt worden. Insgesamt dreimal und dies mit grossem Erfolg. Für die Operette Balzers gilt die Redewendung «Aller guter Dinge sind drei» allerdings nicht – denn noch sechs weitere Aufführungen werden folgen, die nächste bereits morgen, Samstag, 8. Februar.   

Fotostrecke: Im weissen Rössl der Operette Balzers
Im weissen Rössl  der Operette Balzers
Im weissen Rössl  der Operette Balzers
Im weissen Rössl  der Operette Balzers
Im weissen Rössl  der Operette Balzers
Im weissen Rössl  der Operette Balzers
Im weissen Rössl  der Operette Balzers
Im weissen Rössl  der Operette Balzers
Im weissen Rössl  der Operette Balzers
Im weissen Rössl  der Operette Balzers
Im weissen Rössl  der Operette Balzers

Bemerkenswert ist die Leistung aller Darsteller, die mit Ralph Benatzkys Stück «Im weissen Rössl» auf eine Reise in die wilden 20er-Jahre einladen. Ebenso bemerkenswert: Die starke Leistung der Künstler insbesondere aus Liechtenstein und der Region. Eine von ihnen ist die Liechtensteinerin Miriam Dey, die im Stück unter anderem eine Reiseführerin spielt und in ihrer Rolle vollends überzeugt. «Da die Rolle mit ihrem extrem schnellen und akzentuierten Sprechgesang eigentlich als Männerpart angelegt ist, musste ich zunächst einen Weg finden, sie mir zu eigen zu machen», sagt Miriam Dey. «Im Arbeitsprozess mit unserem Regisseur Anatol Preissler ist schliesslich eine schrille, hysterische Persönlichkeit entstanden, die mir immer wieder aufs Neue Freude bereitet.» Mit der Operetten-Crew fühle sie sich wohl – «besonders sind immer die Menschen», sagt sie. «Es sind verschiedene Begegnungen auf und hinter der Bühne, die mich in irgendeiner Form inspirieren, motivieren herausfordern und mir etwas mitgeben.»

Hohes Niveau, das inspiriert
Auf alle Fälle erwähnenswert ist auch der Liechtensteiner Michael Nigg in der sehr facettenreichen Rolle als Piccolo, sozusagen der Hotelpage. Neben den Dialogen und dem Tanz hat Michael Nigg in dieser Rolle auch eine starke Bühnenpräsenz, mit der er talentiert umzugehen weiss. «Es war eine intensive Probenzeit bis all die Abläufe reibungslos funktionierten», erinnert er sich an die vergangenen Monate zurück. Was ihm am meisten inspirierte, sei das hohe Niveau über das gesamte Stück hinweg. Dies sei dem Regisseur ein besonderes Anliegen gewesen – «er hat die Messlatte von Anfang an sehr hoch angesetzt und auch die nötige Geduld mitgebracht, um möglichst alle Darsteller auf das selbe Level zu bringen», sagt Michael Nigg. 

Einsatz, Kameradschaft und Freude
Eröffnet wird das Stück «Im weissen Rössl» von Jodlerin Judith Dürr aus Haag: «Eine grosse Ehre für mich», sagt sie. «Gleichzeitig ist es für mich aber auch eine Herausforderung, komplett die Ruhe zu bewahren, die ich für den Erzherzog-Johann-Jodler benötige.» Dies sei nicht immer einfach, was ihre Begeisterung für das Stück keineswegs schmälert. «Es gibt Vieles, was diese Produktion für mich speziell macht», sagt sie. Sie finde die Inszenierung «toll» – sie vereine Monderne und Tradition auf perfekte Weise. «Ein weiteres grosses Glück ist aer auch das hervorragende Orchester und überhaupt das ganze Team, das sich auch hinter den Kulissen gut versteht», sagt Judith Dürr. 

Den Liechtensteiner Thomas Hassler kennt man als Theater-Schauspieler, in der Operettenwelt war er bis anhin eher unbekannt. Mit Erfolg hat er sich nun in der Rolle von Dr. Prof. Hinzelmann auch auf die Operettenbühne gewagt – «ich wusste gar nicht so genau, was auf mich zukommt.» Da er eine kleine Rolle spiele, sei er auch nur an wenigen Proben dabei gewesen. «Die vielen Personen auf und hinter der Bühne waren schon eine Herausforderung.» Die meisten seien ja erfahrene Hasen und kennen alles und alle. «Ich war von Anfang an beeindruckt vom grossen Aufwand, von der Professionalität und vom Einsatz, Kameradschaft und Freude aller Beteiligten.» Er fühle sich sehr wohl in dieser Produktion und freue sich, wenn er etwas zum guten Gelingen beitragen könne. «An Professor Hinzelmann gefällt mir der beiläufige Humor, ohne lustig sein zu wollen», sagt Thomas Hassler. Er denke, das ist sei ganz gut gelungen. Der schwäbische Dialekt habe sich mit der Zeit entwickelt. «Ich hatte zu Beginn schon einen gewissen Sound im Kopf, doch Dank den Rückmeldungen aus dem Ensemble konnte ich mein Schwäbisch stetig verbessern, so dass es heute für einen Nichtschwaben durchaus selbstverständlich und überzeugend rüberkommt», freut sich der Schauspieler. 

Das Stück von Ralph Bentzky «Im weissen Rössl»besicht also nicht nur durch seinen unterhaltsamen Charakter, sondern auch durch Qualität. Dafür steht natürlich auch Nicola Becht, die temperamentvolle «Rössl»-Wirtin Josepha Vogelhuber. Ebenso Mark Weigel, der den Kellner Leopold Brandmeyer spielt. Toni Bürzle schlüpfte in die Rolle des Berliner Geschäftsmannes Wilhelm Giesecke und beweist in seiner perfekt gespielten Rolle einmal mehr viel Witz und Humor. 
Seine Tochter Ottilie, gespielt von Christine Schneider, bietet mit ihrer Stimme musikalischen Hochgenuss. In der Rolle von Rechtsanwalt Erich Siedler spielt Christoph Waltle, der sich nach der Operette «Die lustige Witwe» erneut erfolgreich feiern lassen darf. Humorvoll spielt Christian Nipp den Sigismund Sülzheimer und besticht zudem mit seiner Stimmgewalt. Dagmar Bernhard, in der Rolle als Klärchen, sorgt mit schauspielerischem Talent für gelungene Schmunzler und überzeugt gesanglich ohnehin. (bfs)

Aufführungen: 8., 9., 15., 16., 29. Februar, 1. und 7. März. Weitere Infos und Tickets gibt es unter www.operette-balzers.li

06. Feb 2020 / 17:47
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