• Soiree der Operette Balzers
    Mit der Soiree gewährt die Operettenbühne Balzers jeweils einen ersten Einblick in die neue Produktion.  (Daniel Schwendener)

«Ich verspreche euch einen schönen Rausch»

Morgen, Kinder, wird’s was geben – so beginnt ein bekanntes Weihnachtslied. Für die Balzner Operettenfreunde heisst es: Am 25. Januar wird’s was geben – und nicht nur für Kinder, sondern für die ganze Familie.

Denn das „Weisse Rössl“ von Ralph Benatzky ist ein Werk, das alle anspricht, vor allem in der Ur-Version, die sich die Verantwortlichen der Balzner Operette vorgenommen haben. Im Rahmen einer Soiree stellte der Präsident der Operette, Toni Bürzle, Werk und Mitarbeitende vor. Dabei dankte er auch den Sponsoren, allen voran der Liechtensteinischen Landesbank LLB. Deren Vertreter, Eduard Zorc, Leiter Retail & Corporate Banking, erläuterte was eine Bank und eine Operette gemeinsam haben: „Es braucht ein Team vor und hinter den Kulissen, das gut zusammenschafft.“ Ausserdem sei es wichtig, frische Ideen zu haben und den Mut, diese auch umzusetzen. Als Beispiel nannte er die Neugestaltung der LLB in Balzers, die Bank-Kunden nun auf einer emotionalen Ebene abholt. 

Fotostrecke: Soirée der Operettenbühne Balzers
Soirée der Operettenbühne Balzers
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In den Bergen geht das Herz auf
Für Regisseur Anatol Preisler ist die Operette „Im Weissen Rössl“ kein Neuland, er hat sie bereits zweimal inszeniert. Aber Balzers ist für den gebürtigen Österreicher Neuland. “Wenn ich am Morgen die Berge sehe, geht mir das Herz auf“, meinte er und betonte, dass das Team sehr unterschiedlich sei. Es werde nicht einfach sein, alle auf eine Ebene zu bringen, meinte er und zitierte den Schriftsteller Aldous Huxley: „Kultur ist ein dünner Lack, der sich leicht in Alkohol auflöst“. In diesem Sinne versprach der Regisseur dem Publikum „einen schönen Rausch“. 

Musik mit Witz und Charme
Der musikalische Leiter Willi Büchel sprach über den Komponisten des „Weissen Rössl“ Ralph Benatzky, der 1957 in Zürich gestorben ist. „Vielleicht hat man die Urfassung seines Werkes ja in Zürich und nicht in Zagreb gefunden“, meinte er und betonte die Verwandtschaft von Benatzkys Musik mit derjenigen von Kurt Weill. „Ralph Benatzky hat sich der Operette vom Kabarett her genähert, nicht von der Oper“, so Büchel. Entstanden sei dadurch eine Art Schlagermusik mit frechen Texten: „Die Musik hat Witz, Charme, Ironie und viel Charisma.“ Nach all den Worten sprach die Musik. In einem ersten Teil erklangen einige der Schlager aus dem „Weissen Rössl“, in einem zweiten Teil stellten sich die SolistInnen mit Opernarien und Songs vor.

Es muss was Wunderbares sein
Ein Klassiker ist sicher „Esamusawasawundabares sein“ – wie es sehr oft gesungen tönt – aber nicht so von Mark Weigel, der als Zahlkellner Leopold seine Chefin anhimmelt. Er tut dies sehr exakt und so tönt denn „Es muss was Wunderbares sein“ sehr gradlinig. Mark Weigel ist ebenfalls ein Debütant in Balzers und so quicklebendig, wie er sich bei der Soireee präsentierte, dürfte sein Leopold ein Vergnügen werden. Bereits zum vierten Mal steht Nicola Maria Becht in Balzers auf der Bühne, ihre Josepha Vogelhuber wird ein wunderbares Pendant zu dem quirligen Zahlkellner. „Der Herrgott hat den Wein gemacht“ behauptete Christian Nipp, der als Sigismund Sülzheimer zu sehen und zu hören sein wird und auch seine Figur verspricht viel Spass und Hörgenuss. Und dass man im „Salzkammergut gut lustig sein kann“, das zeigte die Ballettgruppe, deren Choreografien von Tamara Kaufmann schon nach dieser kurzer Probenzeit viel Abwechslung versprachen. Auch der Chor, der an dieser Soiree das berühmte „Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist“ unter der straffen Führung von Willi Büchel vorstellte, sang mit sichtbarer Freude und so wurde dieser Schlager zum Hörgenuss.

Vorgestellt haben sich auch die SolistInnen Christine Schneider (Ottilie), Michael Nigg (Piccolo), Miriam Dey (Reiseführerin) und die Werdenbergerin Judith Dürr, die mit ihrer voluminösen und sicher geführten Stimme in der Doppelrolle als Zenzi und Kathi zu hören sein wird. Und so frech und unbekümmert, wie Dagmar Bernhard (Klärchen) das Lied „Schütt die Sorgen in ein Gläschen Wein“ vorstellte, dabei die ganze Flasche leerte und dann von Christian Nipp schulterrücks hinaustransportiert wurde – so dürfte die ganze Operette „Im Weissen Rössl“ werden. Naja, Regisseur Anatol Preisler hat dem Publikum ja auch einen „schönen Rausch“ versprochen. (agr)

01. Dez 2019 / 13:30
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