• Operettenbühne Vaduz
    Der Operettenchor überzeugt nicht nur gesanglich, sondern auch durch effektvolle Kostüme.  (Paul Trummer)

«Ein Ohren- und Augenschmaus zugleich»

Die Proben der Operettenbühne Vaduz für den «Bettelstudenten» befinden sich im Endspurt. Die 14 Solisten sowie die rund 40 Mitglieder des Operettenchors sind bereit für die Premiere am kommenden Freitag.

Seit Anfang Dezember proben die 14 Solisten der diesjährigen Operettenproduktion «Der Bettelstudent» von Carl Millöcker fast täglich. Unter den überregional besetzten Rollen finden sich mit Nadja Nigg und Miriam Dey auch zwei Liechtensteinerinnen, mit Anna Gschwend und Christian Büchel aus Buchs, Pascal Weder aus Gams sowie Mattias Müller-Arpagaus aus Chur auch einige Talente aus der Ostschweiz. Mit Jonas Eckenfels und André Sesgör sind auch zwei Vorarlberger im Ensemble vertreten.

Harmonierendes, energievolles Ensemble
Bereits nach einer der ersten Proben schwärmte die Balznerin Nadja Nigg, die die Rolle der Bronislawa (Palmaticas zweiter Tochter) verkörpert, von der guten Stimmung zwischen den Schauspielern. «Das Ensemble harmoniert sehr gut. Man merkt, dass wir das Heu auf der gleichen Bühne haben.» Besonders ihr Bühnenpartner Mindaugas Jankauskas sei von Natur aus so quirlig, dass er sie regelrecht mitreisse.

«Das beste Libretto der Welt»
Der Bettelstudent besticht durch eingängige Melodien, träumerische Duette und eine spannende Geschichte. Dabei wurde die Operettevon Regisseurin Astrid Keller auf die heutige Zeit umgemünzt, wodurch der Bettelstudent erfrischend entstaubt wirkt, aber gleichzeitig seinem traditionellen Charme treu bleibt. «Die Geschichte der sexuellen Belästigung und einer Frau, die sich wehrt, ist für die Zeit Anfang des 18. Jahrhunderts nicht ohne», so Astrid Keller. Wenn man heute Trumps Aussagen höre, wisse man, dass Macht immer wieder bis in die heutige Zeit - missbraucht wird. Nicht umsonst werde gesagt, dass der Bettelstudent das beste Libretto der Welt habe, so Keller: «Diese Operette könnte man auch fast ohne Musik spielen, da die Geschichte so kurzweilig ist.» Neben der spannenden Geschichte überzeuge die Vaduzer Interpretation nicht nur als Ohrenschmaus mit vielen eingängigen Ohrwürmern, sondern aufgrund der aufwendigen Kostüme auch als Augenschmaus. «Durchs Band haben wir tolle Sängerinnen und Sänger mit wunderbaren Stimmen», freut sich die Regisseurin. Auch schauspielerisch hätten die professionellen Sänger grosse Entwicklungen durchgemacht. «Wir sind sehr weit gekommen», folgert die gelernte Schauspielerin.

Pompöse Kostüme vor eindrücklichem Bühnenbild
Nicht untätig war in dieser Zeit auch der Operettenchor unter der Leitung von William Maxfield, der bereits im September mit der Einübung der Stücke begann. Seit Dezember wird auf der Bühne geprobt. «Dieses Jahr hat der Chor sehr viel Bühnenpräsenz», freut sich Simona Koller, die seit zehn Jahren beim Operettenchor dabei ist. Die 40 Sängerinnen und Sänger schlüpfen dabei in die Rolle von Gefängnisinsassen, in die eines Bauernvolks und später in die von Adligen. Dabei überzeugt der Chor nicht nur gesanglich, sondern auch optisch mit teils sehr pompösen Kostümen. «Damit ging für viele von uns ein Mädchentraum in Erfüllung», so Koller.

Ebenso eindrücklich wie die Kostüme zeigt sich das aufwendige Bühnenbild, das von Leopold Huber gestaltet wurde und sich über zwei Stockwerke erstreckt. Zusammen mit der musikalischen Leistung der Solisten, des Chors wie auch dem Sinfonieorchester Liechtenstein lohnt sich ein Besuch der diesjährigen Operettenproduktion also mehrfach. (mk)

Aufführungen und Vorverkauf: 

25.1. (Premiere), 19.30 Uhr;
2./9./15./16.2., 19.30 Uhr
27.1., 3./10./17.2., 14.30 Uhr
Vaduzer Saal

Tickets sind unter www.operette.li und +423 388 15 65 erhältlich.

22. Jan 2019 / 11:59
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