• Orient Express, Buchs
    Jack, Gina und Gianna - die unschlagbare Kowalski-Truppe.  (Tatjana Schnalzger)

Ein mords-lustiger Streifzug durch Europa

Am Samstag feierte die zehnte Uraufführung der Music Production Werdenberg mit «Orient Express» Premiere. Eine runde Geschichte, die amüsiert und unterhält.
Fotostrecke: Premiere Orient Express in Buchs
Premiere Orient Express in Buchs
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«Wie spät ist es eigentlich?» Oder: «Wo befinden wir uns gerade?» Oder: «Können Sie mir bitte mit meinem Gepäck helfen?» Eine Zugfahrt bietet viel Gesprächsstoff. Lädt zu Begegnungen ein. Gibt Zeit, um sich vielleicht gar zu verlieben. Und für noch etwas bietet eine Zugfahrt die perfekte Option, geht es nach dem psychologischen Thriller «Zwei Fremde im Zug» der Krimiautorin Patricia Highsmith: Für den perfekten Mord. Und genau diesen Plan hat auch Bruno Di Abolo, als er gemeinsam mit seiner Frau Charlotte in Paris den «Orient Express» besteigt. Verliebt ist er bereits – nur eher in das Böse als in seine Ehegattin. Deshalb möchte er sie umbringen lassen. Sang- und klanglos. So, wie auch er im Gegenzug gefällig morden will. Letztendlich gestaltet sich diese Geschichte eher bunt als düster. Skurril anstatt unheimlich. Lebensfroh anstatt ernst. Aber erst einmal alles von vorne ...

Mehr Haare auf den Zähnen als auf dem Kopf

«Herzlich willkommen im Orient Express auf der Fahrt von Paris nach Kopenhagen!», begrüsst Zugführer Teddy die Passagiere. Nach einer kurzen Pause erklingt sein Lachen durch die Lautsprecher: «Ha, wollte nur testen, ob alle schon wach sind – natürlich geht es nicht nach Kopenhagen, sondern nach Istanbul!» Die Gäste sind amüsiert, einer gemütlichen dreitätigen Zugfahrt scheint nichts im Wege zu stehen. Mit an Bord im «Orient Express» ist die Musical-Truppe «Les Formidables Folies Kowalski», die in Istanbul ein wichtiges Gastspiel erwartet. Zur Truppe gehören neben den Darstellern auch Jack Russel, quasi der «Dompteur» des munteren Musical-Völkchens – und seine Schwiegermutter Angelique Kowalski, die zwar eine ansehliche Haarpracht auf dem Kopf hat, weitaus mehr Haare aber auf den Zähnen zu haben scheint. Ebenso unter den Passagieren: Bruno Di Abolo und seine Frau Charlotte Di Abolo. Nicht zu vergessen: Der Zugschaffner Anton Lamm. Immer für ein Spässchen zu haben, stets zuvorkommend, im Speziellen Frauen gegenüber. 

Nicht gegensätzlicher könnte die erste Begegnung zwischen Jack Russel und Bruno Di Abolo kurz vor dem nächsten Halt in Basel sein. Jack: Eine gute Seele ohne Ecken und Kanten. Bruno: Ein Bösewicht, der es faustdick hinter den Ohren hat. «Haben Sie schon mal jemals daran gedacht, jemanden umzubringen?», fragt sodann Bruno den entgeisterten Jack. «Jeder kann morden– und Jack, stell dir vor, wie schön dein Leben ohne Schwiegermutter wäre? Genau so schön wie meines ohne meine Frau Charlotte....»
Jack Russel gibt zwar zu, mit seiner verbitterten Schwiegermutter tatsächlich nicht immer happy zu sein. Nicht nur weil sie ihn gerne bevormundest und ihn als Amerikaner eigentlich gar nicht akzeptiert. Sie macht ihn für den Tod ihrer Tochter verantwortlich, mit der Jack verheiratet war. Jack hätte den Autounfall verhindern können, so ihr Vorwurf. Seine Schwiegermutter deswegen aber umzubringen, erscheint Jack dann doch etwas zu übertrieben. Bruno hingegen hält an dem Plan fest... Und so gestaltet sich die Reise mit dem «Orient Express» unvergesslich abenteuerlich. (bfs)

19. Mai 2019 / 13:59
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