• Marco Schädler
    Portrait von Komponist Marco Schädler, Bild aufgenommen im Fumoir (Raucherraum) bei der Raststätte Rheintal West in Buchs / Sevelen am 17.08.2018 FOTO & COPYRIGHT: DANIEL SCHWENDENER  (Daniel Schwendener)

«Ruhe ist der beste Nährboden für Inspirationen»

Musiker und Komponist Marco Schädler bewahrt Ruhe und möchte diese nutzen für anstehende Projekte.

Wer Marco Schädler kennt, weiss, dass den Triesenberger nichts so schnell aus der Ruhe bringt. Auch in Zeiten des Coronavirus nicht. «Ich erlebe die derzeitige Situation in Liechtenstein als sehr vielseitig», sagt er in besonnener Manier. Auf sozialen Medien zwar als aufkeimenden Bürgerkrieg, im realen Leben aber sehr «entspannt, solidarisch und unaufgeregt».

Dass sämtliche Aktivitäten eingestellt wurden, bedeutet auch für ihn, dass derzeit kein Geld hereinkommt. «Das ist natürlich unangenehm.» Und das fehlende Einkommen macht allen zu schaffen. Doch sein Optimismus ist stärker: «Gerade diese Tiefe der Ruhe ist der beste Nährboden für Inspirationen.» 

Geplante Fortbildungsreise verschoben

Derzeit arbeitet Marco Schäd­ler an einem Projekt, das in Bern und Zürich seinen Anfang nehmen soll. Die Durch­führung stehe jetzt aber in den Sternen. Für ein geplantes Gospel-Gemeinschaftskonzert mit dem «We are family»-Chor Triesen und dem Männerchor Mauren arrangiert Marco Schädler zurzeit das Konzertprogramm. «Im Moment sind aber alle Proben abgesagt und je mehr Proben nicht abgehalten werden können, desto wahrscheinlicher wird es, dass das Konzert ins Wasser fällt.» Weiters hätte er von Mitte April bis Mitte Mai eine Fortbildungsreise in die USA geplant, die er nun allerdings absagen musste. Doch auch hier bleibt der Künstler gelassen und optimistisch: «Aufgeschoben ist bekanntlich ja nicht aufgehoben.» 

Beruhigend, in Liechtenstein zu leben

«Allen freischaffenden Künstlern wie auch allen anderen Berufsleuten würde ich einen traumhaften Salär wünschen und damit die Polster, die nötig wären, um eine derartige Situation gegebenenfalls lange durchstehen zu können», so Marco Schädler. «Es ist aber gut und beruhigend, in einem kleinen, reichen und unbürokratischen Land zu leben.» 

Auch wenn das Kulturleben derzeit etwas langsamer und verhaltener läuft, langweilig wird es Marco Schädler nicht. Auf seinem Plan steht unter anderem eine Musikkomposition für eine Produktion in Nürnberg. Für eine Weihnachts­revue in Chur hat er die musikalische Leitung übernommen und ebenfalls in Chur wirkt der Musiker an einer Vier-Personen-Stück-Bearbeitung von «Die Zauberflöte» mit. 

28. Mär 2020 / 00:56
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