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Besucherzahlen erholen sich

Von den angeordneten Schliessungen im März und April waren auch die hiesigen Museen betroffen.
Landesmuseum, Vaduz
Die Schutzmassnahmen in den hiesigen Museen haben sich bewährt. (Bild: Tatjana Schnalzger)

Nach den fast drei Monate dauernden Geschäftsschliessungen war die Unsicherheit gross, ob man wieder normal einkaufen, in Restaurants oder ins Museum gehen soll. Dies stellte neben dem Kunstraum Engländerbau auch das Kunstmuseum in Vaduz fest: «Nach der Wiedereröffnung am 15. Mai stie­gen die Besucherzahlen im Kunstmuseum anfangs sehr langsam.» Im Juli konnte das Kunstmuseum jedoch bereits wieder Besucherzahlen verzeichnen, die nahe an den Wert vom Juli 2019 heranreichen. «Das ist sehr erfreulich – umso mehr, wenn man bedenkt, dass Führungen und Veranstaltungen derzeit noch in beschränktem Rahmen stattfinden», heisst es vonseiten des Museums. Das Landesmuseum wie auch der Kunstraum Engländerbau hingegen stellten in letzter Zeit generell geringere Besucherzahlen fest. «Die Besucherzahlen sind zu dieser Jahreszeit nicht auf dem gleichen Stand wie in den Jahren davor. Sie sind niedriger, auch aufgrund des Ausbleiben des asiatischen Publikums», sagt Kunstraum-Geschäftsführerin Brigitte Raos. Angesprochen darauf, ob das beschränkte Kulturangebot vielleicht eine Steigerung der Besucherzahlen auslöse, heisst es vonseiten des Landesmuseums: «In der Kulturszene ist es immer besser, mehr Kulturangebote anbieten zu können. Davon profitieren alle.» 

Mehr Besucher aus Europa
Bei allen drei Museen hat sich eine Verschiebung der Klientel abgezeichnet. Besucherinnen und Besucher aus Übersee würden aufgrund der Reisebeschränkungen derzeit komplett wegfallen. «Dafür stellen wir fest, dass erstaunlich viele Touristinnen und Touristen aus europäischen Ländern wie Deutschland, Belgien und den Niederlanden ins Museum kommen – neben denjenigen aus den Nachbarländern Schweiz und Österreich», so das Kunstmuseum. Auch im Kunstraum stammen ein Grossteil der Besucher aus der Region und vor allem auch aus den angrenzenden deutschsprachigen Staaten. Dass derzeit mehr Einheimische ins Museum kämen als gewöhnlich, liesse sich bei beiden nicht beobachten. «Aber natürlich sind sie herzlich zum Besuch im Kunstmuseum eingeladen – nicht nur am Staatsfeiertag, wenn der Eintritt frei ist.»  

Keine Probleme mit Massnahmen
Verunsicherungen seien bei den Gästen keine zu spüren. «Für einen unbekümmerten Museumsbesuch haben wir ein Schutzkonzept erarbeitet und dank der grosszügigen Architektur können die Sicherheitsmassnahmen und der vorgegebene Personenabstand im ganzen Museum gut gewährleistet werden», sagt Pressesprecherin Franzsika Hilbe. Einige Besucher würden beim Betreten des Museums eine Schutzmaske tragen, da sie sich nicht sicher seien, ob auch in Liechtenstein eine Maskenpflicht gelte. «Wenn also eine Unsicherheit besteht, dann in Bezug auf unterschiedliche Vorgaben in den einzelnen Ländern», so Hilbe. Auch im Landesmuseum gäbe es keine Probleme, wie Pressesprecherin Alexandra Tichy sagt: «Die Besucher halten sich an die vom Landesmuseum vorgegebenen Coronaschutzmassnahmen. Zum Beispiel tragen sie häufig den Mundschutz, der ihnen von uns als Möglichkeit offeriert wird.» Die Situation werde von allen genau beobachtet, um allenfalls frühzeitig reagieren zu können. (mk)

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