• Literaturprojekt Megapixel mit Lesungen, Schaan
    Benjamin Quaderer brachte ein spannendes Literaturprojekt nach Schaan.  (Elma Korac)

Schnappschüsse werden zu Geschichten

Auf ein doch recht unkonventionelles Experiment haben sich drei junge Schriftsteller eingelassen. Ihre Texte, die beim Projekt Megapixel entstanden sind, wurden am Samstag in einer Lesung vom Literaturhaus Liechtenstein in Stein Egerta präsentiert.
SCHAAN. 

Das Versuchsprinzip des Projekts Megapixel, das vom deutschen Kuratoren-Duo „Ehrenwerth & Kümel“ erfunden wurde, und von Benjamin Quaderer nach Liechtenstein geholt wurde, kurz erklärt: Drei freiwillige Personen dokumentieren einen Tag im Leben mithilfe einer Mini-Kamera, die alle 30 Sekunden ein Foto macht, und drei Autoren erarbeiten mit diesem Bildmaterial als Ausgangspunkt jeweils einen Text. Insgesamt 4.531 Bilder hatten die Organisatoren von den drei Teilnehmern des Projekts erhalten, die im Juli den drei Autoren übergeben wurden. Was für erzählerische Möglichkeiten sich dabei ergaben, und wie unterschiedlich ihre Herangehensweisen waren, machte die Lesung auf Stein Egerta deutlich.

Fotostrecke: Literaturprojekt Megapixel
Literaturprojekt Megapixel mit Lesungen, Schaan
Literaturprojekt Megapixel mit Lesungen, Schaan
Literaturprojekt Megapixel mit Lesungen, Schaan
Literaturprojekt Megapixel mit Lesungen, Schaan
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Literaturprojekt Megapixel mit Lesungen, Schaan
Literaturprojekt Megapixel mit Lesungen, Schaan
Literaturprojekt Megapixel mit Lesungen, Schaan
Literaturprojekt Megapixel mit Lesungen, Schaan

Fiktives Theaterstück

Heike Geißler, die als Schriftstellerin in Leipzig lebt und aktuell ein Stipendium in Rom absolviert, wählte einen dramaturgischen Ansatz für ihren Text „Welt und Bühne“. Die Bilder werden bei ihr zu Schauplätzen eines Theaterstücks um einen namenlosen Helden und eine Heldin, die von einem Regisseur Anweisungen über das Smartphone bekommen. Der Text steht im Spannungsfeld zwischen Intimität und Inszenierung des Alltags. Schlussendlich verzweifelt auch der Regisseur am Eigensinn seiner Protagonisten, und ergreift die Flucht. „Woanders geht es anders weiter“, beschließt die Autorin mit einem ihrer pointierten, kurzen Sätze den Text. Zu ihrer Herangehensweise befragt, sagte Geißler dass es eine enorme Aufgabe sei, so viele Bilder einer unbekannten Person zu bekommen, und dass sie manchmal mit den vielen intimen Einblicken ins Privatleben etwas ratlos war. (jk)

Mehr in der Print- und ePaper-Ausgabe des «Liechtensteiner Vaterlands» von Montag, 12. September 2016.

11. Sep 2016 / 18:09
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