• Stein Egerta Vernissage
    Vernissage zur Ausstellung «Allerlei Eyes» in der Stein Egerta.  (Elma Korac)

«Allerlei Eyes»: Vlado Franjevic in der Stein Egerta

Daniel Quaderer, Leiter des Hauses Stein Egerta, begrüsste zu Beginn Vlado Franjevic und die Gäste und wies darauf hin, dass man sich gefreut habe, eine Ausstellung organisieren zu können, die inhaltlich überzeuge und zum Haus passe. Bei dieser Gelegenheit machte er auch auf die Begleitveranstaltung vom 11. September aufmerksam, bei der Vlado Franjevic im Stein-Egerta-Salon über seine Teilnahme an der Kunstbiennale in Al Ain in den Vereinigten Arabischen Emiraten berichten wird.
Schaan. 

Vanessa Klöpping aus Buchs, Klarinette, und Camilo Sanchez Gomez aus Kolumbien, Violine, beeindruckten und erfreuten die Vernissagegäste mit ihren Fähigkeiten auf den genannten Instrumenten an dieser Ausstellungseröffnung. Anschliessend waren die Gäste zum Apero eingeladen. 

Mit einem Auge experimentieren

«Mit einem Auge experimentieren», so betitelte Vernissageredner Wieslaw Piechocki seine Rede. Vlado Franjevic überrasche mit dem Ausstellungstitel «Allerlei – Eye». Er folge seinem Wortspiel, sagte der Redner, und es führe in die Wüste: Das englische «the eye», also «das Auge» existiere ebenfalls auf Arabisch. In dieser Sprache heisse «el Ain» eben «das Auge». Man treffe auf dieses Wort überall in der Wüste, weil es dort «ein Wasserauge, eine Oase, eine Wasserstelle» bedeute. Piechocki: «Damit hätten wir eine Kunstoase vor Augen.» Der Künstler habe im Mai 2016 an der 1. Kunstbiennale teil genommen, welche die Kulturbehörden der Vereinigten Arabischen Emirate etwa 150 Kilometer von Dubai entfernt in der Ortschaft «el-Ain», also im «Auge» organisiert haben. «Der Künstler pilgerte also mit seinen Augen ganz weit, um Liechtenstein dort zu repräsentieren. In den Emiraten konnte ich nicht über ihn sprechen, aber die Vernissagereden durfte ich über ihn im April 1994 in Vaduz und später auch im schweizerischen Herisau halten. Hier stehen wir vor ein paar Bildern, die ein Auge darstellen. Dieses Auge irritiert mich zumindest wegen seiner reduzierten Bildsprache und Emotionslosigkeit. Klassisch sehen wir oft in der Kunst viele Augen, aber eher paarweise. Nicht fast abstrakt, radikal, naturalistisch auf dem weissen Feld, wie aus einem Anatomieatlas herausgezogen – ein Auge. Dieses Auge löst folglich eine Irritation aus, entrüstet, entpuppt sich nicht nur als Organ, bohrt direkt die unsichtbare Fläche vor sich, sondern verlangt nach einer Antwort, sieht ihr entgegen.» (vv)

Mehr in der Print- und ePaper-Ausgabe des «Liechtensteiner Vaterlands» von Montag. 

 

21. Aug 2016 / 21:02
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