• Konzert Schaan «Friends of Cello»
    Die Grösse des Cello-Ensembles überragte dieses Jahr sogar die bisherigen Projekte der «Friends of Cello» – entsprechend waren die Klänge kraftvoll und gingen unter die Haut.  (SVEN BEHAM)

112 Cellos und 6 Solisten auf einer Bühne

Die «Friends of Cello» erfreuten am Sonntagmorgen im Schaaner SAL Jung und Alt – sie beeindruckten mit ihrer stimmungsvollen Musik.

Das Ensemble der Cellofreunde der Liechtensteinischen Musikschule hat sich dieses Jahr wieder für ein Projekt unter der Leitung von Pepi Hofer vereint und begeisterte unter dem Motto «Cello ? 120» mit einem ausgezeichneten Auftritt. Unter den Cellistinnen und Cellisten aus Liechtenstein, der Schweiz, 
Österreich und Deutschland befanden sich Berufscellis­ten, hauptberufliche Ärztinnen, Leh­rerinnen und Ingenieure bis hin zu Studenten und Schülern. Sie alle vereint die Begeisterung für das Cellospielen, welche sie im zweistündigen Konzert im grossen SAL in Schaan lebhaft zum Ausdruck brachten. 

Junge Solisten beeindrucken mit Talent 

Nach dem Auftakt mit der «Capriol Suite» von Peter Warlock verzauberte das junge Gitarrentalent Ulrich Huemer aus Mauren zusammen mit dem Streichorchester das Publikum mit der romantischen «Cava­tine» von Stanley Myers. Als er dieses Stück vor sechs Jahren erstmals mit den «Friends of Cello» performte, war Huemer gerade einmal elf Jahre alt. 

Genauso alt war auch die zweite Solistin des gestrigen Konzerts. Die talentierte Léanne von Sury aus Azmoos, das jüngste Mitglied des Konzerts, brachte mit ihrem auswendig gespielten, fast zehnminütigen Cellosolo aus der «Ungarischen Rhapsodie» von David Popper die Zuhörerinnen und Zuhörer zum Staunen. Mal sehr flink und mal ganz sanft liess sie ihre Finger mit Leichtigkeit über das Instrument gleiten. Das Orchester habe für dieses Cello­solo die «reifste und erfahrenste Spielerin» gesucht und sich deshalb für sie entschieden, schmunzelte Hofer bei der Ansage des Stücks. Ein weiteres dieser Nachwuchstalente ist Klaviersolist Gabriel Meloni aus Feldkirch, den der Dirigent «zufällig» aus dem Publikum ausgewählt hatte, um das letzte Lied zu begleiten. 

Im vielfältigen Programm war etwas für alle dabei 
Neben diesen anspruchsvollen klassischen Stücken – darunter auch der berühmte Bolero von Maurice Ravel – glänzten Pepi Hofer und das Ensemble auch mit erstklassigen Arrange­ments der populären Musikgeschichte: Klassiker wie «My Way» von Frank Sinatra, «That’s Amore» von Dean Martin und «Always Look On The Bright Side Of Life» von Eric Idle brachten das Publikum zum Mitsummen und Mitpfeifen, wozu Hofer sogar ausdrücklich einlud. Unterstützt und geführt wurden die Streicher dabei von Matthias Zindel am Cajón. 
In der zweiten Hälfte des Konzerts bereicherten auch Tenor Florian Glaus und Sopranistin Anna Gschwend aus Winterthur mit ihrem Gesang das Orchester.

Die Rechnung «Cello x 120» ging auf
Die Grösse des Cello-Ensembles überragte dieses Jahr sogar die bisherigen Projekte der «Friends of Cello». «Mit 112 Cellisten auf der Bühne hätten vielleicht noch höchstens zehn mehr Platz gehabt, doch dann wäre es knapp geworden und wir hätten mit dem Publikum die Plätze tauschen müssen», scherzte Hofer zu Beginn des Konzerts. Doch auch die so zahlreich erschienenen Besucher füllten alle Plätze des grossen Saals in Schaan aus und es hätte kaum Platz für noch mehr gehabt. Mit lautstarkem Applaus und Standing Ovations beendeten die Cellofreunde nach zwei Zugaben das Konzert und hinterliessen das Publikum begeistert und mit Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen. (ank)

03. Nov 2019 / 20:44
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