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«Wir konnten 5100 Mal Freude schenken»

Die Aktion «Freude schenken» der liechtensteinischen Banken und des Amts für Soziale Dienste war ein voller Erfolg.
Jugendcamp in Ruggell
Über 5100 Kinder sind in diesem Sommer in den Genuss eines kostenlosen Ferienangebots gekommen. Die Kosten für 181 Angebote wurden von den liechtensteinischen Banken übernommen. (Bild: Daniel Schwendener)

Um ein Zeichen der Solidarität zu setzen, hat der Liechtensteiner Bankenverband und das Amt für Soziale Dienste in den vergangenen Sommerferien die Aktion «Freude schenken» lanciert. Ziel war es Kindern zwischen 3 und 12 Jahren ein kostenloses Ferienangebot zu bieten. Primäres Ziel war es, die in der Coronakrise stark geforderten Familien zu entlasten. Die Projektleiterinnen Claudia Guntli und Sarah Frick ziehen ein positives Fazit über die Aktion.

Was zieht der Bankenverband für eine Bilanz über die Aktion «Freude schenken»?
Claudia Guntli: Wir sind sehr zufrieden. Die Aktion hat unsere Erwartungen bei Weitem übertroffen. Dies machen zwei Zahlen deutlich. Von den insgesamt offerierten 184 Ferienangeboten mussten lediglich drei wegen zu geringen Anmeldungen abgesagt werden. Mit diesen 184 Ferienangeboten konnten wir über 5100 Mal Freude schenken.

Die Aktion wurde gemeinsam mit dem Amt für Soziale Dienste durchgeführt. Gab es bei Ihnen oder beim Bankenverband auch Rückmeldungen zur Aktion von Familien welche beschenkt wurden?
Sarah Frick: Die Rückmeldungen, die wir erhalten haben, waren durchgehend positiv. Einige Eltern haben sich die Zeit genommen, uns direkt eine Dankes-E-Mail zusenden Viele haben sich aber auch einfach direkt bei den Anbietern bedankt, welche diese uns dann wieder weitergeleitet haben.

Die Aktion «Freude schenken» war aber indirekt auch eine Unterstützung der verschiedenen Anbieter von Ferienangeboten. Wie war von dieser Seite das Echo und lässt sich abschätzen, wie viele zusätzliche Kinder an den Angeboten teilgenommen haben?
Sarah Frick: Die Coronakrise war für den gesamten Kultur-, Freizeit- und Veranstaltungsbereich sehr schwierig und führte dazu, dass einerseits die Einnahmen komplett ausblieben und andererseits mit viel Herzblut geplante Veranstaltungen abgesagt werden mussten. Mit der Aktion «Freude schenken» konnte den Anbietern, die grösstenteils aus dem Kultur-, Freizeit- und Veranstaltungsbereich stammen, eine finanzielle Unterstützung geleistet werden, die zwar nicht die ausgefallenen Kosten entschädigte, aber zumindest etwas Zuversicht geschenkt hat. Dementsprechend positiv waren auch die Rückmeldungen der Anbieter an uns. Das Internetportal Ferienspass.li auf dem die Ferienangebote veröffentlicht wurden, wird schon seit mehreren Jahren vom «aha – Tipps und Infos» betrieben. Ein Vergleich mit den Vorjahren ist insofern schwierig, als dass in diesem Jahr viel mehr und vielfältigere Ferienangebote gab als sonst. Da die Angebote grösstenteils ausgebucht waren, haben sicher deutlich mehr Kinder als üblich teilgenommen.

Lässt sich das Engagement des Bankenverbandes schon finanziell beziffern?
Claudia Guntli: Dem Bankenverband und dem Amt für Soziale Dienste ging es von Anfang an nicht darum, Geld zu schenken. Viel wichtiger war es uns, den Liechtensteinischen Familien Freude zu schenken und ihnen dadurch einen abwechslungs- und ereignisreichen Sommer in Liechtenstein zu ermöglichen. Der Erfolg der Aktion wird daher von uns auch in Freude und nicht in Geld gemessen und kann auch nicht mit Geld alleine aufgewogen werden.

Wenn eine Aktion so erfolgreich war, dann drängt sich die Frage nach einer Wiederholung auf. Ist es denkbar, dass der Bankenverband auch im nächsten Sommer «Freude schenkt»?
Claudia Guntli:  Es freut uns natürlich, wenn die Aktion auch von Dritten als Erfolg wahrgenommen wird. Wie es mit dem Schenken so ist, möchte man nicht immer das gleiche geschenkt erhalten, daher wird die Aktion in der diesjährigen Form so nicht mehr stattfinden, was aber nicht heisst, dass es nicht andere Aktionen gibt. Wie es bei allen anderen Geschenken auch der Fall ist, darf man sich hier einfach überraschen lassen.

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