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Verkehrsschilder «Achtung Biber» bleiben stehen

Wegen der Biber ist ganzes Jahr über Vorsicht geboten. Vor allem zwischen Triesen und Balzers, wo entsprechende Verkehrsschilder stehen.
Verkehrsschild in Triesen
Die Verkehrsschilder «Achtung Biber» sollen Autofahrer daran erinnern, aufmerksam zu sein. (Bild: Daniel Schwendener)

Mitte März dieses Jahres hat das Amt für Umwelt in Zusammenarbeit mit dem Amt für Bau und Infrastruktur auf dem Strassenabschnitt zwischen dem Garnetschhof in Triesen und dem Balzner Gewerbe- und Industriegebiet Neugrüt die Verkehrsschilder «Achtung Biber» aufgestellt. Immer wieder war es in den vergangenen Jahren auf diesem Abschnitt zu Kollisionen zwischen Autos und den Nagetieren gekommen, welche für die Biber jeweils tödlich endeten. Die Schilder sollen die Verkehrsteilnehmer daher daran erinnern, aufmerksam zu sein. Wie Cathérine Frick vom Amt für Umwelt erklärt, habe sie seit dem Aufstellen der Warnschilder keine Meldung über einen Zusammenstoss erhalten und es hätte auch kein Biber auf dieser Strecke sein Leben lassen müssen.

Die Verkehrsschilder werden laut dem Amt für Umwelt auf unbestimmte Zeit stehen bleiben. «Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass immer mal wieder Biber die Strasse vom Binnenkanal her kommend überqueren», erklärt Frick. Daher sei auch das ganze Jahr über Vorsicht geboten.

Schilder scheinen erste Wirkung zu zeigen

In Liechtenstein sind mittlerweile mehr als 50 Biber heimisch. Mindestens eine Familie lebt in Teilen von Balzers und Triesen. Die Gründe, weshalb die Tiere immer wieder die Strasse queren, sind unterschiedlich. So läuft zwischen Januar und März beispielsweise die Paarungszeit der Tiere. Gleichzeitig müssen die zweijährigen Biber das elterliche Revier verlassen und sich ein eigenes suchen. Dies sorgt jährlich für eine grosse Abwanderung. Ebenfalls die Suche nach Nahrung verleitet die Tiere das ganze Jahr hindurch dazu, den für sie gefährlichen Weg über die Landstrasse auf sich zu nehmen.

Bisher sind die Verkehrsschilder «Achtung Biber» ausschliesslich zwischen Triesen und Balzers zu finden. Wie Cathérine Frick erklärt, würden solche Signalisationen jeweils gezielt aufgestellt. «Sie kommen ausschliesslich dort zum Einsatz, wo es wirklich Probleme gibt.» Selbiges gelte auch für die Wildwarner, die ansonsten am Strassenrand zu finden sind.

Querungshilfen sind noch Zukunftsmusik

Gemäss dem Amt für Umwelt sollen auf diesem Abschnitt der Landstrasse auf langfristige Sicht Querungshilfen für Wildtiere wie Gewässerdurchlässe oder Unterführungen geplant und realisiert werden. Laut Frick ist das bis anhin allerdings noch Zukunftsmusik. Es hänge stark davon ab, wann die nächsten grossen Unterhaltsarbeiten auf der Landstrasse durchgeführt werden. (jka)

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