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Pfadfinder verbreiten Symbol des Friedens

Am Donnerstagabend haben die Pfadfinder das Friedenslicht in Liechtenstein verteilt.
Friedenslicht Übergabe in Vaduz
Die Pfadfinder haben das Friedenslicht unter anderem dem Erbprinzenpaar überreicht. (Bild: Daniel Schwendener)
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Für die Pfadfinder stellt die Übergabe des Friedenslichts aus Bethlehem ein besinnlicher Abschluss für ihr Vereinsjahr dar. Dieses wird immer vor Weihnachten in der Geburtsgrotte Christi entzündet und von dort aus in die Welt verteilt. Seit 1993 kommen Pfadfinder aus allen Abteilungen des Landes an einen Ort zusammen, um die Flamme – welche einen fast 4000 Kilometer langen Reiseweg auf sich hat – von den Bregenzer Pfadfindern entgegenzunehmen. Am Donnerstagabend fand die Übergabe im Pfadfinderheim Letzi in Vaduz statt. Die Aktion geht auf die österreichische Künstlerin Ada Brandstetter zurück und wurde erstmals 1986 vom oberösterreichischen Landesstudio des ORF umgesetzt. 

Um das Lagerfeuer herum stimmte der eigens für diese Veranstaltung zusammengestellte Pfadfinderchor mit Liedern wie «Merry Christmas Everyone» des walisischen Sängers Shakin' Stevens und dem irischen Weihnachtslied «Christmas in the old man's hat» in die bevorstehenden Festtage ein. Nach einer Suppe und einem Heissgetränk transportierten die Pfadfinder das Friedenslicht in ihre Gemeinden. Sturmsichere Lampen sorgen dafür, dass es – wie die olympische Flamme – niemals ausgeht. Der Pfadfinderchor überbrachte das Friedenslicht währenddessen auf Schloss Vaduz, dem Landtag, dem Regierungsgebäude und der Landespolizei, wo die Gesangseinlage jeweils wiederholt wurde. 

Spende geht dieses Jahr nach Papua-Neuguinea

Die Aktion der Pfadfinder erfüllt nicht nur eine symbolische Funktion. Im Rahmen des Friedenslichts werden jeweils freiwillige Spenden für Menschen in Not gesammelt. Dieses Mal wird ein Projekt von Schwester Lorena Jenal unterstützt, die sich seit 40 Jahren in Papua-Neuguinea um von Hexenverfolgungen betroffene Frauen kümmert, die mit glühenden Eisenstanden gefoltert werden und mit dem Tod rechnen müssen. Solche Hetzen gehören auf der Pazifikinsel keineswegs der Vergangenheit an, berichtet die in Graubünden aufgewachsene Schwester. Vielmehr seien mit der «Moderne» etwa Alkohol, Drogen und Pornografie auf die bis vor Kurzem fast unberührte Pazifikinsel gelangt. «Dies sind die Hauptgründe dafür, dass die Zahl der Hexenverbrennungen stark ansteigt», wird Lorena Jenal auf der Homepage ihres Vereins «Karmela Papua-Neuguinea» zitiert. 

Als Vizepräsident und Rechtskonsulent des Vereins agiert der gestern ebenfalls anwesende Roman Jenal, ein ehemaliges Mitglied der Pfadfinder Ruggell. Dadurch ist die Verbandsleitung der Pfadfinder und Pfadfinderinnen Liechtensteins auf das Projekt aufmerksam geworden.  «Weil wir wissen, wer dahintersteckt, sind wir überzeugt davon, dass das Geld an die richtige Stelle kommt und für den vorgesehenen Zweck eingesetzt wird», erklärte die Internationale Kommissärin Carmen Heeb-Kindle zur Projektwahl. Wie sie weiter ausführte, wird mit der diesjährigen Friedenslichtspende die Theatergruppe von Schwester Lorena Jenal unterstützt, die zur Aufklärung in den Dörfern Papua-Neuguineas eingesetzt wird. (gk)

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