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Der längste Fackelzug am Fürstensteig

Die Höhenfeuer und der Fackelzug stehen dieses Jahr im Mittelpunkt des Staatsfeiertags. Die Bevölkerung ist eingeladen mitzuwandern. Heute, Donnerstag, ist Anmeldeschluss.
Ein besonderes Erlebnis: Mit den Fackeln über den Fürstensteig. Die Anmeldung ist nur noch heute möglich. (Bild: E. Gstöhl)

Das traditionelle Volksfest und der Staatsakt auf der Schlosswiese sind für dieses Jahr aufgrund der Coronapandemie abgesagt. Doch die traditionellen Höhenfeuer auf den Liechtensteiner Gipfeln und der Fackelzug über den Fürstensteig sollen hingegen grösser als sonst ausfallen. Die Bevölkerung ist dazu eingeladen, am Fackelzug teilzunehmen. Bis jetzt gingen rund 80 Anmeldungen ein. Wer ebenfalls an diesem besonderen Erlebnis teilnehmen will, hat heute noch die Möglichkeit, sich anzumelden. Die Teilnehmerzahl ist aus Sicherheitsgründen auf 140 Personen beschränkt.

Treffpunkt ist in Triesenberg
Dass die Bevölkerung am Fackelzug teilnehmen kann, ist nicht neu. Erstmals wurde der Fackelzug 1939 von den Pfadfindern durchgeführt. Seit 1950 ist die Bergrettung für die Organisation verantwortlich. Wie Remo Gstöhl, Verantwortlicher für den Fackelzug, sagt, nehmen normalerweise zwischen 40 und 50 Personen an der abendlichen Wanderung über den Fürstensteig teil. «Wir erwarten für dieses Jahr mehr Teilnehmer. Der einte oder andere, der immer schon mal mitgehen wollte, nutzt vielleicht nun die Chance, da es kein Volksfest gibt.» Deshalb ist es gut möglich, dass der Fackelzug der längste in Liechtensteins Geschichte sein wird.

Für die Teilnahme ist ein Mindestalter von zehn Jahren – bis 18 Jahre nur mit Begleitung – erforderlich. Zur Ausrüstung sollten gutes Schuhwerk, Stirnlampe und ein Regenschutz gehören. Von Vorteil ist, wenn der Fürstensteig vor dem Staatsfeiertag schon einmal durchwandert wurde. «Grundsätzlich ist der Fürstensteig nicht gefährlich. Aber man sollte auf jeden Fall trittsicher und schwindelfrei sein», so Gstöhl. Ausserdem ist der Fürstensteig bei schlechtem Wetter steinschlaggefährdet. Es wird deshalb empfohlen, einen Helm zu tragen.

Start der Fackelwanderung ist auf Gaflei. Da es dort allerdings nur wenige Parkplätze gibt, ist der Treffpunkt um 18 Uhr beim Sportplatz Leitawis in Triesenberg. Von da aus fahren um 18.15 und 18.45 Uhr Shuttlebusse nach Gaflei. Auch für den Rücktransport ist gesorgt. Die Fackelübergabe und das Briefing findet direkt beim Parkplatz Gaflei durch die Bergretter statt. Die Wanderung dauert rund eine bis anderthalb  Stunden. Wieder zurück auf Gaflei, gibt es bei der Klinik ein Feuer und Verpflegung, bevor der Shuttle wieder nach Triesenberg fährt.

Höhenfeuer vom ganzen Land aus zu beobachten
Doch nicht nur der Fackelzug verspricht, ein Highlight zu werden – auch die Höhenfeuer sollen von rund 60 auf 90 ausgeweitet werden. Beleuchtet werden alle Hauptgipfel sowie erstmals auch die Gipfel rund ums Malbuntal. Hinzu kommt die Krone auf Tuass, die zu einem Symbol des Staatsfeiertags geworden ist und die seit 80 Jahren besteht.

Somit haben alle Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner die Möglichkeit, das Spektakel zu beobachten. Der Blick nach oben zwischen 21.30 und 22 Uhr wird sich bestimmt lohnen. Eindrücklich wird vor allem die Aussicht von der Schweizer Seite aus sein. Einen Strich durch die Rechnung kann nur noch Petrus machen. Zumindest der Fackelzug muss bei schlechtem Wetter aus Sicherheitsgründen abgesagt werden. (manu)

Anmeldung Fackelzug
Bis zum 6. August unter staatsfeiertag.li oder Tel. +423 239 63 63.

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