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Einradfahrer Markus Büchel aus Vaduz

Unterwegs im Gleichgewicht

Seit mehr als 20 Jahren erkundet Markus Büchel die Alpen auf einem Einrad. Für ihn zählen dabei vor allem Natur, Bewegung und unvergessliche Augenblicke.
von Bianca Cortese
Mit Balance, Ausdauer und Leidenschaft erkundet Markus Büchel die Alpen auf einem Einrad. (Bild: eingesandt)
Zwischen Konzentration und Freiheit: Markus Büchel ist seit über 20 Jahren mit dem Einrad in den Alpen unterwegs. (Bild: eingesandt)
«In den vergangenen Jahren habe ich mit dem Einrad viele Teile der Alpen bekundet», sagt Markus Büchel. (Bild: eingesandt)

Wo bist du mit dem Einrad unterwegs? 
Markus Büchel: In den gut 20 Jahren, in denen ich dieses Hobby betreibe, habe ich viele Teile der Alpen damit erkundet. Jetzt zieht es mich am liebsten dorthin, wo ich den Ausgangspunkt mit dem E-Bike erreiche: Staubern, Guscha, Platta, Naafkopf, Alvier …

Was reizt dich daran besonders? 
Das Erleben der Berge und der Natur, technische Strecken ohne abzusteigen zu schaffen und die weltweite Gemeinschaft.

Wie fühlt sich ein Hochgefühl für dich dabei an? 
Das ist ganz unterschiedlich: Mal ist es eine tolle Aussicht, eine besondere Stimmung durch die Wetterlage und das Licht oder eine technische Passage, die ich endlich fahrend geschafft habe. All das löst bei mir grosse Glücksgefühle und eine Zufriedenheit aus.

Gibt es einen Moment oder eine Strecke, die dir besonders in Erinnerung geblieben ist? 
Ja, da gibt es einige. Die Signalkuppe auf 4553 Metern über Meer war ein ganz besonderes Erlebnis. Ebenso die Abfahrt über die Felsplatten unterhalb des Basodino-Gletschers gemeinsam mit unserem Sohn. Unvergesslich sind aber auch die einwöchigen Touren von Hütte zu Hütte. Letztes Jahr war ich im Wallis unterwegs – mit dem Matterhorn stets im Blick und jeden Tag auf einem Dreitausender. Das war sehr schön.

Spielt Risiko für dich eine Rolle oder geht es eher um etwas anderes? 
Als ich jünger war, wollte ich schon möglichst «extreme» Befahrungen und Drops machen, was mir gelungen ist, wie etwa mit dem Fürstensteig oder dem Lisengrat. Heute hat das keine Bedeutung mehr, nun geht es mir um das Unterwegssein in der Natur und die Bewegung. In meinem Alter zähle ich das schon zur «Sturzprävention».

Was braucht es, um die Balance zu halten – körperlich und mental? 
Für mich bedeutet das, Menschen um mich zu haben, denen ich guttue und die mir guttun. Dazu kommen eine Arbeit und Tätigkeiten zu haben, die ich als sinnstiftend erlebe und gerne mache. Und natürlich gehört auch dazu, regelmässig in die Berge zu gehen.

Artikel: http://www.vaterland.li/liechtenstein/gesellschaft/unterwegs-im-gleichgewicht-art-740736

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