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Marktflair ohne Staugefahr

Die Organisatoren des Vaduzer Weihnachtsmarkts haben auf die letztjährige Kritik reagiert.
2018 herrschte zwischen den Marktständen des Weihnachtsdorfs bisweilen sehr dichter Verkehr. An  diesem Wochenende soll das spürbar besser sein.	Bild: Julian Konrad
2018 herrschte zwischen den Marktständen des Weihnachtsdorfs bisweilen sehr dichter Verkehr. An diesem Wochenende soll das spürbar besser sein. Bild: Julian Konrad (Bild: Julian Konrad)

Mit einem Weihnachtsdorf auf dem Peter-Kaiser-Platz hatten die Organisatoren des Weihnachtsmarkts ihrer Veranstaltung im vergangenen Jahr ein noch spezielleres Ambiente verpassen wollen. Doch die gut gemeinte Neuerung sorgte vor allem für zahlreiche Engpässe zwischen den dicht gestaffelten Ständen und Unmut bei den Besuchern. Diesen stiess – damit zusammenhängend – zudem sauer auf, dass der Rest des Vaduzer Städtles gegenüber früher nicht mehr in gleicher Weise ins vorweihnachtliche Treiben integriert war.
Der Verein Standortmarketing Vaduz versicherte in Person von Vize-Präsident Daniel Real umgehend, sich die Kritik zu Herzen nehmen zu wollen. Entsprechend gewissenhaft fielen die Nachbesprechung sowie die Auswertung einer Gästebefragung und einer Umfrage unter den Standbetreibern aus. «Wir haben die Punkte mit Real und den anderen acht Vorstandsmitgliedern analysiert und dem Vorstand verschiedene Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt», berichtet Michela Schurte-Knöpfel, Leiter der Geschäftsstelle des Vereins. Auf jener Basis habe der Vorstand schliesslich einen Entscheid gefällt.

Genügend Platz zwischen den Ständen

Zuvorderst sieht dieser vor, dass im Weihnachtsdorf heuer keine Engpässe mehr drohen sollen. Wenn der Vaduzer Weihnachtsmarkt morgen seine Pforten öffnet, werden die Abstände zwischen den einzelne Ständen auf dem Peter-Kaiser-Platz «um ein Vielfaches breiter sein», berichtet Schurte-Knöpfel. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass sich die Nutzungsbewilligung durch die Regierungskanzlei in diesem Jahr aufgrund des kürzlichen Besuchs der Vorarlberger Landesregierung auf das halbe Areal beschränkt. «Die restlichen Stände», erklärt Schurte-Knöpfel, «laufen wieder hinein ins Städtle bis hin zum Eisplatz. Dies natürlich unter Berücksichtigung, dass den Geschäften nicht das Schaufenster mit Marktständen verbaut wird.» Womit auch dem zweiten grossen Kritikpunkt des vergangenen Jahres Rechnung getragen wäre.

«Mehrheit der Besucher hat es so gewünscht»

Die Überzeugung beim Verein ist gross, mit den geschilderten Massnahmen an den richtigen Stellschrauben gedreht zu haben. «Wir sind zuversichtlich, insbesondere weil dies die Mehrheit der Besucher so gewünscht hat», so Schurte-Knöpfel. Allerdings, weiss auch sie, werde sich die Wahrheit erst vor Ort zeigen. Respektive in der neuerlich geplanten Online­umfrage, an der jeder Besucher des Weihnachtsmarkts teilnehmen kann. «Den Link wird man ab dem kommenden Wochenende auf unserer Seite www.erlebevaduz.li finden.»
Positiven Anklang sollen freilich auch einige andere Änderungen finden, mit denen der Vaduzer Weihnachtsmarkt aufwartet. Das Rahmenprogramm für Kinder, berichtet Schurte-Knöpfel, sei merklich ausgebaut worden, die Weihnachtskutsche stehe aufgrund der grossen Nachfrage an beiden Tagen im Einsatz, und auch die musikalische Umrahmung durch diverse Chöre sei auf das ganze Wochenende ausgedehnt worden. «Wir möchten, dass unsere Besucher am Samstag wie am Sonntag das ganze Programm geboten bekommen.»

Standortmarketing gesteht Fehleinschätzung ein

Damit die aufwendigen Vorbereitungen fristgerecht abgeschlossen werden können, laufen die Aufbauarbeiten seit gut zwei Wochen. «Das fängt an beim Verlegen der Stromkabel und geht bis zum Anbringen der Beleuchtung», sagt Schurte-Knöpfel. Heute Freitag werden die Standbetreiber schliesslich damit beginnen können, sich vor Ort einzurichten.
Mit dabei ist dann auch wieder das Indienhilfswerk «Hilfe zur Selbsthilfe». Die Hilfsorganisation hatte 2018 keinen Stand erhalten, weil ihre Verkaufsartikel, gebrauchte Bücher, nicht den Kriterien des novellierten Stadtkonzepts entsprachen. An diesem, betont Michela Schurte-Knöpfel nun, werde grundsätzlich auch weiter festgehalten. Bezüglich gebrauchter Bücher im Speziellen habe sich der Standortmarketing-Vorstand im Zuge der Nachbesprechung aber nochmals Gedanken gemacht. «Er ist zum Schluss gekommen, dass es eine Fehlentscheidung war, gebrauchte Bücher nicht mehr zuzulassen.» (ob)

Hinweis
Eine Übersicht über das Programm des Vaduzer Weihnachtsmarkts (14./15. Dezember) finden Sie auf www.erlebevaduz.li.

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