Der Mann für (fast) alle Fälle
«Was ist kaputt?» Diese Frage hört Andreas Marxer regelmässig von Kindern und Lehrpersonen, wenn er durch die Schule läuft. Ganz abwegig ist sie nicht. Denn wenn irgendwo etwas nicht funktioniert, ist der Hauswart bald zur Stelle. Ein Kind brachte ihm sogar einmal seine Drohne vorbei – in der Hoffnung, dass er auch sie wieder zum Laufen bringt.
Dabei ist Reparieren nur ein kleiner Teil seiner Arbeit. Andreas Marxer betreut sämtliche Gemeindeliegenschaften in Schellenberg, darunter auch einzelne Häuser und Wohnungen. Er kümmert sich um technische Anlagen, organisiert Handwerker, verwaltet Schlüssel, bestellt Material und sorgt gemeinsam mit dem Reinigungsteam dafür, dass alles funktioniert.
Vieles passiert, wenn keiner zuschaut
Sein Arbeitstag beginnt meist mit Mails und einem Rundgang. Was danach kommt? Schwer vorherzusagen. Vieles geschieht spontan und auf Abruf. Genau das gefällt ihm: «Kein Tag ist wie der andere.» Auch in der Schule läuft ein grosser Teil seiner Arbeit im Hintergrund. Beleuchtung, Heizung und Lüftung müssen funktionieren, Räume vorbereitet werden und Defekte behoben. Viele Reparaturen und Reinigungsarbeiten finden statt, wenn die Kinder längst wieder zu Hause sind. Besonders in den Sommerferien ist einiges los: Dann stehen grössere Reparaturen, oft gar Umbauten, sowie die Grundreinigung an. Und auch die Lehrpersonen hätten manchmal noch das eine oder andere Anliegen, verrät er mit einem Augenzwinkern.
Einen Ort kennen die Kinder übrigens meist nicht: die Technikräume. Dort verbirgt sich einiges von dem, was dafür sorgt, dass im Schulhaus alles läuft.
Nicht jedes Rätsel lässt sich lösen
Besonders freut sich Andreas Marxer, wenn er jemandem helfen oder etwas wieder zum Laufen bringen kann. Auch die Kinder bringen ihn immer wieder zum Schmunzeln. Vor allem dann, wenn sie etwas gemacht haben, das eigentlich nicht erlaubt war und sie sich hinterher mit besonders niedlichen Worten entschuldigen. Genau diese Mischung gefällt ihm an seinem Beruf: mit Menschen zu tun haben, technische Probleme lösen und nie genau wissen, was der nächste Tag bringt.
Nur ein Rätsel hat er bislang nicht gelöst: In der Saalküche verschwinden regelmässig die «Schellenberg»-Flaschenöffner. «Ich glaube, bald hat jeder Schellenberger so einen», sagt er und grinst.
Und während der Hauswart dafür sorgt, dass in der Schellenberger Schule alles funktioniert, wünscht er allen Erstklässlern vor allem dies: einen gelungenen Start und ganz lange Freude am Lernen.
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