Aktuelle Situation um die Trockenheit
Die derzeitige Trockenheit macht sich auch in den Fliessgewässern und im Grundwasser bemerkbar. Am Liechtensteiner Binnenkanal beträgt der Abfluss derzeit rund 4 m3/s, was für den Juni sehr tief, aber für die Gewässerökologie noch nicht kritisch ist. Ein Grossteil des Abflusses des Binnenkanals wird aus dem Grundwasser gespiesen, welches erst verzögert auf die Trockenheit reagiert. Heisst es in einer Mitteilung der Regierung. Gewässer, welche stärker vom Regen abhängig sind, wie z.B. der Scheidgraba oderdie Esche, können bei anhaltender Trockenheit jedoch rasch sehr tiefe Wasserstände und erhöhte Wassertemperaturen erreichen, was insbesondere für die Fische kritisch ist.
Beim Grundwasser zeigt sich derzeit folgende Lage: Die Quellschüttungen sind teils deutlich zurückgegangen und auch der Grundwasserstand liegt teils unter dem üblichen Niveau. Dank der leistungsfähigen Infrastruktur und des bestehenden landesweiten Verbundsystems ist die Wasserversorgung jedoch nicht beeinträchtigt. Dennoch ist ein sorgfältiger Umgang mit dem Wasser angezeigt.
Bei der Bewässerung von landwirtschaftlichen Kulturen sind die Vorgaben der Merkblätter "Wasserentnahme aus Fliessgewässern" und «Wasserbezug aus Hydranten» zu beachten. Die Merkblätter können auf der Internetseite www.llv.li abgerufen werden. Bei weiter anhaltender Trockenheit wird es aus gewissen Fliessgewässern nicht mehr möglich sein, Wasser zu entnehmen.
Es empfiehlt sich daher, vorbereitend bereits alternative Lösungen zu prüfen, wie z.B. Hydranten oder den Einsatz grösserer Schlauchlängen, um andere Fliessgewässer zu erreichen. Das Amt für Umwelt beurteilt die Situation fortlaufend und wird bei Bedarf entsprechend informieren. (red.)
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