• Vaduzer Rheindamm
    Gibt viel zu Reden: Der Vaduzer Rheindamm.  (Daniel Schwendener)

«Werden es in Beratungen mit einbeziehen»

Die Gemeinde Vaduz hat auf das Schreiben der Wirtschaftskammer bezüglich der Rheindamm-Sperre reagiert.

Das Lager jener, die sich gegen einen für den motorisierten Verkehr gesperrten Vaduzer Rheindamm stellen, wächst. Mitte dieser Woche hat mit der Wirtschaftskammer Liechtenstein ein erster nationaler Akteur seine Ablehnung gegenüber dem Ansinnen der kommunalen Politik kundgetan. In einem auf Facebook veröffentlichten Brief an die Vaduzer Gemeinderäte  kritisierte der Wirtschaftsverband als Stimme des Gewerbes insbesondere das zusätzliche Verkehrsaufkommen, das eine Sperrung des Rheindamms in der Herrengasse hervorrufen würde und warnte vor den Konsequenzen eines Zwischenfalls auf der «Verkehrs-Aorta in Vaduz»: «Bei Unfällen, Bränden oder anderen Störungen, wie z. B. einem Leitungsbruch, würde für alle Verkehrsteilnehmer die notwendige Mobilität zusammenbrechen.»

Am Freitag hat die Gemeinde, die das Schreiben der Wirtschaftskammer per E-Mail erhalten hatte, in Person von Bürgermeister Manfred Bischof Stellung dazu genommen. Ob Herrengasse, Zollstrasse, Landstrasse oder Autobahnverbindung A13 – dass Zwischenfälle auf einer Hauptverkehrsachse zu Störungen des normalen Verkehrsablaufs führten, sei sehr oft der Fall, hält dieser ganz grundsätzlich fest. Vor diesem Hintergrund hat die Gemeinde im Rahmen ihrer Abklärungen denn auch dem Aspekt Herrengasse ihre Aufmerksamkeit gewidmet. «Im Falle einer möglichen Störung zwischen dem Adlerkreisel und der Feldstrasse», so Bischof, «haben wir Szenarien diskutiert und Massnahmen ausgearbeitet, welche wir derzeit mit den Landesbehörden sowie mit Liemobil besprechen.»

Bischof: «Genau dies ist der Prozess des Miteinanders»
Dass die Wirtschaftskammer in der laufenden Diskussion einen aktiven Part einnimmt, ist für den Bürgermeister im Sinne des gewählten Vorgehens: «Im Rahmen des von der Gemeinde gestarteten Beteiligungsprozesses kann sich jede Privatperson, jede Vereinigung, jede Unternehmung, sprich jede bzw. jeder, die oder der sich in den Prozess einbringen möchte, äussern.» Genau deshalb, so Moser, könne er auch nicht ganz nachvollziehen, weshalb die Wirtschaftskammer in ihrem Schreiben dazu aufrufe, Vernunft walten zu lassen und zu einer Politik des Miteinanders zurückzukehren. «Wir sind mitten im Beteiligungsprozess, in welchem die unterschiedlichen Positionen dargelegt und eingebracht werden können. Aus meiner Sicht ist genau dies der Prozess des Miteinanders.»

Im Zuge dessen versichert Bischof neuerlich, dass jede einzelne bei der Gemeinde eingegangene Meldung «in die Überlegungen mit aufgenommen» werde. Also auch jene der Wirtschaftskammer. Die Entscheidung über die für eine Sperrung notwendige Anpassung des Vaduzer Verkehrsrichtplans wird gemäss dem Bürgermeister nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen. «Ich gehe davon aus, dass wir in den kommenden Wochen die Beratungen im Gemeinderat führen werden.» (bo)

07. Feb 2020 / 22:25
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