• Raumentwicklungs Projekt Schellenberg
    Beurteilen die Lebensqualität in Schellenberg als «ziemlich hoch»: Gian Zech, Dominik Frommelt und Fabio Näscher (v.l.n.r.) von der Klasse 7Wb des Liechtensteinischen Gymnasiums.  (Tatjana Schnalzger)

Raum für Ideen

Wie sehen Jugendliche unsere Gemeinden? Die Klasse 7Wb des Gymnasiums Vaduz und die Stiftung zukunft.li erforschten die Raumplanung.
Schellenberg. 

Ende März erweckte die Stiftung zukunft.li mit ihrer Studie «Raumentwicklung Liechtenstein – Gestalten statt nur geschehen lassen» einige Aufmerksamkeit. Zwar äusserte sich Infrastrukturminister Daniel Risch noch zurückhaltend, doch das Thema  ist zurück auf der öffentlichen Agenda. 
Was aus der Studie nicht hervorgeht: Bereits im vergangenen Jahr hat die Stiftung zukunft.li mit Schülern des Liechtensteinischen Gymnasiums ein Projekt gestartet. «Raumentwicklung betrifft vor allem die jungen Menschen, denn Entscheidungen, die heute gefällt werden, wirken erst in 20 oder 30 Jahren. Darum hat uns die Meinung der jungen Menschen interessiert», sagt Peter Beck von der Stiftung zukunft.li. Die Schülerinnen und Schüler mussten sich Gedanken machen, was gute Raumplanung ausmacht. Die Grundlagen dafür erhielten sie im Unterricht und insbesondere an einem Vormittag an der Universität Liechtenstein im Institut für Architektur und Raumplanung. Mit diesem Wissen suchten sie in den Gemeinden nach guten und schlechten Beispielen für Raumplanung.


Welche Erkenntnisse gewann die Stiftung zukunft.li? «Vor unserem gemeinsamen Projekt war Raumentwicklung sicherlich noch kein grosses Thema bei den Schülerinnen und Schülern. Insbesondere unsere gemeinsamen Workshops haben aber gezeigt, dass das Interesse geweckt werden kann.» Spannend war dabei, dass die Anspruchshaltung  - wie auch bei den Erwachsenen – sehr hoch ist: »Ein eigenes Haus sowie ein eigenes Auto ist für viele ein selbstverständliches Ziel», sagt Peter Beck. «Zudem haben wir Lösungsansätze diskutiert, wie die Herausforderungen angegangen werden sollen. Diese unterscheiden sich teilweise von den Lösungen, welche von älteren Menschen gesehen werden. So sind beispielsweise der Ausbau des ÖV oder auch das Teilen von Gütern (Sharing) für die Schülerinnen und Schüler wichtige Elemente einer nachhaltigen Raumentwicklung».

Was den Jugendlichen in Schellenberg auffiel

Gian Zech, Dominik Frommelt und Fabio Näscher untersuchten die Raumentwicklung der Gemeinde Schellenberg und präsentierten die Ergebnisse Vorsteher Norman Wohlwend. «Er erkannte unsere Gründe, warum wir Beispiele als negativ empfinden. Auch bei den möglichen Lösungen stimmten wir mehr oder weniger überein». Allerdings seien diese meist nur schwer realisierbar, da sie sehr kostenintensiv oder nicht von solch grosser Bedeutung sind, dass sie sofort behoben werden müssen. 

Dorfplatz: «Eine Primarschule, eine Kirche, einen Dorfladen, einen Festplatz und das Gemeindehaus. Gute Raumplanung.»

Sport- und Freizeitanlage: «Zentrale Lage zwischen Vorder- und Hinterschellenberg. Sehr einladende Kulisse.»

Strassenzug «Platta»: «Strasse verläuft gerade, Häuser reihen sich akkurat daran.»

Quartier im unteren Schellenberg: «Die Strassen sind sehr verzweigt und die Häuser weisen grosse Unterschiede auf. Wirkt sehr chaotisch und unorganisiert.»

Deponie: «Der Sportplatz soll zur Erholung dienen, trotzdem hat man die Mülldeponie im Blick.»

Strasse «Loch»: «Nadelöhr, an dem Autos nicht kreuzen können».

17. Mai 2019 / 19:30
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