• Kindergarten Triesen
    Der Kindergarten im Oberdorf

Einsatz für Kindergarten in Triesen

Gegen eine mögliche Schliessung des Kindergartens Kirche formiert sich Widerstand. Mehrere Triesner haben nun eine Unterschriftensammlung für den Erhalt des Kindergartens im historischen Oberdorf lanciert.
Triesen. 

Aufgrund der aktuellen Kinderzahlen und dem Beschluss im Quarter Maschlina/St. Wolfgang einen Kindergarten zu bauen, müsse ein anderer Kindergartenstandort geschlossen werden. Darum stehe der Kindergarten im Oberdorf möglicherweise vor der Schliessung, begründen die Initianten diesen Schritt. Sie haben sich nun in einem offenen Brief für den Erhalt des Kindergartens ausgesprochen und sammeln nun Unterschriften zuhanden des Gemeinde- und Schulrates.

Der offene Brief im Wortlaut:

WARUM ES WICHTIG IST, DEN KINDERGARTEN KIRCHE ZU ERHALTEN

Triesen als ein relativ stark zersiedeltes Dorf verfügt über mehrere Quartiere in denen sich das Dorfleben abspielt. Dabei spielt das Triesner Oberdorf eine sehr wichtige und auch historische Rolle, da sich dort die ganze Dorfgeschichte abspielte. Von demselben Wert ist auch der Kindergarten Kirche, in den Generationen von Kindern in den Kindergarten gehen durften, sei es bei Schwester Anna oder bei Coni. Es handelt sich um den ältesten Kindergarten in der Gemeinde. Nun steht genau dieser Kindergarten möglicherweise vor der Schliessung.

Die Gemeinde Triesen hat für CHF 3 Mio. einen Doppelkindergarten im Quartier Maschlina/St. Wolfgang  gebaut, was aufgrund der aktuellen Kinderzahlen gleichzeitig die Schliessung eines anderen Kindergartenstandortes erfordert.

Wir sprechen uns für den Erhalt des Kindergartens mit folgenden Argumenten aus:

Dezentrale Kindergärten sind für unsere Gemeinde sehr wichtig. Nur so können wir auch weiterhin möglichst vielen Kindern in Triesen einen Kindergartenweg (oder wenigstens einen Teilweg) zu Fuss ermöglichen. Mit einer Schliessung des Kindergarten Kirche wäre diese Möglichkeit für eine Vielzahl von Kindern nicht mehr gegeben und die Kinder würden mit Bussen in ein Aussenquartier befördert. Etliche Studien zeigen jedoch die Wichtigkeit eines Schulweges, sei es für die körperliche-, soziale sowie die geistige Entwicklung der Kinder. Der Schulweg ist ein wichtiges Stück Lebensweg. Auf dem Schulweg werden Erfahrungen gesammelt, Freundschaften geschlossen und die Kinder lernen Konflikte untereinander selbständig auszutragen. All diese wichtigen Erfahrungen wollen wir unseren Kindern auch weiterhin ermöglichen.

Die Gemeinde unterstützt jährlich die Aktion des Verkehrs-Club Liechtenstein «Zu Fuss zum Kindergarten». Es erscheint uns unglaubwürdig, wenn die Gemeinde solche Kampagnen unterstützt und die Kinder animiert, zu Fuss in den Kindergarten zu gehen, auf der anderen Seite aber Quartierkindergärten schliesst.

Kinderzahlen in den Quartieren sind erfahrungsgemäss Schwankungen unterworfen. Dies zeigte sich in Triesen in der Vergangenheit schon in verschiedenen Quartieren (Sand, Parganta). Es ist zu erwarten, dass dasselbe in einigen Jahren im Quartier Maschlina/St. Wolfgang eintreffen wird. Einen Doppelkindergarten am Ende des Dorfes mit Kindern zu füllen, die keinen Bezug zu diesem Quartier haben und mit dem Bus in den Kindergarten gefahren werden, finden wir falsch.

Wir appellieren an die Gemeinderäte und den Gemeindeschulrat, den Kindergarten Kirche nicht zu schliessen und den Kindergarten Maschlina/St. Wolfgang vorerst nur mit einer Gruppe zu führen. Falls die Kinderzahlen in Triesen, wie erwartet, in den nächsten Jahren steigen, steht einer Eröffnung der zusätzlichen zweiten Kindergartengruppe im Gebiet Maschlina/St. Wolfgang zu gegebener Zeit nichts mehr im Wege.

Wir bitten die Einwohnerinnen und Einwohner von Triesen Unterschriften zu sammeln, damit ein Kulturgut von Triesen nicht verschwindet und wir unseren Kindern heute und auch in Zukunft die Möglichkeit geben können, im historischen Triesner Oberdorf in den Kindergarten zu gehen und diesen Dorfteil zu beleben. Das Triesner Oberdorf, sein Kindergarten und vor allem die Kinder liegen uns am Herzen. 

https://rettet-den-kindergarten-kirche.jimdofree.com/

25. Mär 2019 / 14:59
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2 KOMMENTARE
Unfähig zu planen
Das sieht man ein weiteres Mals die Unfähigkeit der Schulratspräsidentin und Vorsteherkandidatin vernünftig vorauszuschauen und dementsprechend zu planen.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 27.03.2019 Antworten Melden
Unbedingt
Ich war auch bei Schwester Anna und freue mich dass der Kindergarten noch besteht-mit Regenwassergebühr finanzieren!!
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 25.03.2019 Antworten Melden

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