• Freddy Kaiser, Mauren
    Freddy Kaiser: «Es wäre das falsche Signal, wenn ich jetzt den Kopf in den Sand stecken und schmollen würde.»  (Tatjana Schnalzger)

«Die Vorarlbergerstrasse hat für mich eine hohe Priorität»

Vorsteher Freddy Kaiser nimmt die Anliegen der Einwohner ernst und möchte an der Zentrumsgestaltung von Schaanwald dranbleiben.
Schaanwald. 

Der Landtag hat am Donnerstag den Verpflichtungskredit von 4,7 Millionen Franken für die Verlegung der Vorarlbergerstrasse in Schaanwald um das Mehrzweckgebäude Zuschg herum einstimmig abgelehnt. Einen Tag später präsentiert sich Vorsteher Freddy Kaiser sportlich: «Es wäre das falsche Signal, wenn ich jetzt den Kopf in den Sand stecken und schmollen würde. Das wäre nicht ich.» Der Schaanwald liege ihm am Herzen und in das Projekt habe er schon 25 Jahre investiert. Also möchte der Vorsteher die Sache nun lieber richtig und im Sinne der Bevölkerung anpacken.

Nach der Infoveranstaltung im Zuschg sei das Ergebnis im Landtag für ihn klar gewesen. «Ich finde es schade, dass sich die Befürworter zu wenig an der Diskussion beteiligt haben», blickt Kaiser zurück. Nachträglich hätten sich noch einige von ihnen per E-Mail oder Telefon bei ihm gemeldet. Aus diesen Meldungen und den Einwänden an der Informationsveranstaltung habe er die Erkenntnis gezogen, dass die Einwohner durchaus eine neue Lösung im Zentrum von Schaanwald wünschen, die in grösseren Dimensionen denkt – sie soll sich also auch mit dem Verkehr, dem Lärm und den Emissionen auseinandersetzen. 

Hauptstrasse unterhalb der Bahnlinie soll es richten
Eine Variante, in der Freddy Kaiser viel Potenzial erkennt, ist ein neuer Abschnitt der Hauptstrasse, die unterhalb der Bahnlinie und abseits des Zentrums verläuft. Statt eines Dorfzentrums würde er die bisherige Vorarlbergerstrasse bei dieser Variante sozusagen als «Anwohnerstrasse» aufrechterhalten. Den öffentlichen Verkehr würde er über die obere Strasse leiten, damit dieser bevorzugt wird. «Bei grösseren Veranstaltungen könnte man diesen Teil absperren und den gesamten Verkehr unterhalb der Bahnlinie vorbeischleusen», so Kaiser. Statt eines ständigen Dorfzentrums schwebt ihm nun ein solches vor, das, falls notwendig, aufgestellt wird. «Ich glaube, diese Idee könnte auf Akzeptanz stossen», meint der Vorsteher. Gerade im Rahmen der diskutierten S-Bahn habe die Gemeinde einige Bodenauslösungen getätigt, die ein Gespräch in diese Richtung legitimieren. Neben dem motorisierten Verkehr möchte Freddy Kaiser auch die Fahrradfahrer miteinbeziehen, insbesondere weil die Stadt Feldkirch einen Radweg bis nach Tisis entlang der Bahnlinie plant. Seine Empfehlung daher: «Ich bin vehement dafür, dass wir diesen übernehmen und fortführen.» In absehbarer Zeit möchte die Gemeinde einen Workshop für die «aufgestauten» Themen durchführen, um auch die Einwohner miteinzubeziehen.

Als Nächstes sollen Mängel am Zuschg behoben werden
Da die Verlegung der Vorarlbergerstrasse jetzt längere Zeit auf Eis gelegt ist, möchte Freddy Kaiser als nächsten Schritt, dass die Sanierungsmassnahmen richtig und zeitnah umgesetzt werden. Diese wurden in Ausblick auf das gescheiterte Projekt bislang zurückgestellt. «Gerade der gefährliche Einlenker zur Sägenstrasse muss behoben werden», betont der Vorsteher. Ausserdem ist das Gebäude, welches eine Ausnahmebewilligung erhalten hat, zu nahe an der Strasse gebaut, die Bushaltestelle daneben nicht optimal platziert und auch die Frischluftanlage des Saals ist zur Strasse hin ungelegen ausgerichtet. 
Die Aussage des stellvertretenden Regierungschefs Daniel Risch im Landtag, dass diese Mängel bekannt seien und behoben werden können, stimmt Freddy Kaiser zuversichtlich in seinem Vorhaben. Zudem wurden gerade Sanierungsarbeiten im hinteren Abschnitt der Vorarlbergerstrasse aufgenommen, im vorderen Teil sind sie vor einiger Zeit zu Ende gegangen. Der Vorsteher möchte auf die Regierung zugehen und dafür sorgen, dass es in das Budget der Landesrechnung aufgenommen wird. «Wenn das Mittelstück ansteht, werde ich das sicher ansprechen. Für mich hat die Vorarlbergerstrasse eine hohe Priorität», versichert er. (gk)

06. Sep 2019 / 22:52
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