Haus eingestürzt: Vermisste 85-Jährige tot geborgen
Zwei Tage nach dem Teileinsturz eines Hauses im Stadtzentrum von Wien ist eine vermisste Frau tot aus den Trümmern geborgen worden. Suchhunde führten die Einsatzkräfte zu der 85-Jährigen, wie die Polizei mitteilte. Drei weitere Bewohner haben den Einsturz des mehr als 200 Jahre alten Gebäudes mit teils schweren Verletzungen überlebt.

In der Nacht auf Montag waren die hölzernen Deckenkonstruktionen von mehreren Stockwerken des Hauses eingebrochen. Eine 57 Jahre alte Frau wurde verschüttet und schwer verletzt. Sie konnte von einem Seilbergungs-Team aus den Trümmern gerettet werden. Ihr 60-jähriger Ehemann sowie eine 88-jährige Frau kamen mit leichteren Verletzungen davon.
Handysignal geortet
Zunächst waren die Einsatzkräfte davon ausgegangen, dass sich eine vierte Bewohnerin zum Zeitpunkt des Unglücks nicht in dem Haus unweit des Stephansdoms aufgehalten hatte. Doch nachdem die 85-Jährige an ihrem Zweitwohnsitz nicht angetroffen und das Signal ihres Mobiltelefons am Einsturzort geortet wurde, nahmen die Einsatzkräfte die Suche vor Ort wieder auf.

Am Dienstag waren zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort und arbeiteten sich durch die Trümmer des instabilen Gebäudes im historischen Stadtzentrum vor. Mit einem speziellen Saugbagger wurden Schutt und Ziegel entfernt. Heute nach Mitternacht wurde schliesslich die leblose Frau gefunden, wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur schilderte.
Wie es zu dem Einsturz kam, ist noch unklar. Fest steht, dass in dem Gebäude zuletzt Bauarbeiten durchgeführt worden waren. Die Ermittlungen seien noch im Gange, hiess es von der Polizei. (dpa)
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