Kampfjets krachen bei Flugshow zusammen – vier Piloten retten sich spektakulär
Zwei Jets der US-Marine sind bei einer Flugshow auf der Mountain Home Air Force Base im Westen des US-Bundesstaats Idaho zusammengestossen. Dabei haben sich vier Piloten rechtzeitig retten können (siehe Video (watson) unten).
Die Piloten katapultierten sich nach dem Zusammenprall mit dem Schleudersitz aus den Jets, wie Militärsprecherin Amelia Umayam hinterher mitteilte. Die Crewmitglieder seien in stabilem Zustand. Die Ursache des Absturzes werde untersucht.
Auf der Militärbasis rund 80 Kilometer südlich von Boise wurde niemand verletzt, sagte Kim Sykes, Marketingleiterin von Silver Wings of Idaho, die bei der Planung der Flugshow geholfen hatte. «Alle sind in Sicherheit, und das ist das Wichtigste», sagte Sykes. Der Rest der Flugshow wurde abgesagt.
Videos von Zuschauern zeigen, wie vier Fallschirme am Himmel aufgehen, während die Flugzeuge zu Boden stürzen und in Flammen aufgehen.
Dass beide Besatzungen sich retten konnten, sei bemerkenswert, erklärte Luftfahrtsicherheitsexperte Jeff Guzzetti. Möglich sei dies gewesen, weil die Flugzeuge beim Zusammenstoss scheinbar aneinander haften blieben, bevor sie abstürzten. Normalerweise hätten Piloten bei einer Kollision in der Luft kaum Möglichkeit, sich zu retten, sagte Guzzetti.
Die diesjährige «Gunfighter Skies»-Veranstaltung war die erste Flugshow auf der Basis seit 2018, als ein Drachenflieger-Pilot während einer Performance ums Leben kam. 2003 stürzte ein Thunderbird-Jet bei einem Manöver ab; der Pilot konnte das Flugzeug noch vom Publikum wegsteuern und katapultierte sich kurz vor dem Aufprall aus dem Schleudersitz. (dpa/chm)
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