Unterzeichnung in der Schweiz: USA und Iran einigen sich auf einen Deal – und Trump feiert
Dieses Mal meinen es beide Seiten ernst: Am Wochenende gaben sowohl die USA als auch der Iran bekannt, dass sich die Kriegsparteien auf ein Friedensabkommen geeinigt hätten. Der Pakt soll bereits am Freitag in Genf unterzeichnet werden, wie es aus Verhandlungskreisen hiess. Aus Washington wird Vizepräsident JD Vance erwartet, aus Teheran der iranische Aussenminister Abbas Araghchi und Mohammad Bagher Ghalibaf, der Parlamentsvorsitzende. Der Text des Abkommens wurde vorerst nicht veröffentlicht, auch weil angeblich noch an einigen Details gefeilscht wurde.
Der amerikanische Präsident selbst verkündete den Durchbruch kurz vor 18 Uhr (Lokalzeit). Zu diesem Zeitpunkt stand Donald Trump der Kopf ganz woanders.
Denn am Sonntag feierte der Republikaner in Washington nicht nur seinen 80. Geburtstag. Beim Weissen Haus hatten sich auch einige Zehntausende Fans der Kampfsportart UFC versammelt, um sich auf einer eigens konstruierten Bühne auf dem «South Lawn» (Südrasen) sieben Mixed Martial Arts-Kämpfe anzuschauen. Die meisten dieser Kampfsport-Fanatiker schafften es zwar nicht in den abgesperrten Bereich auf dem Areal des Weissen Hauses, wo sich etwas mehr als 4000 Menschen um das Oktagon drängten. Aber das war ihnen egal. Sie jubelten bereits Stunden vor Beginn der Kämpfe so laut, dass sie auch im Arbeitszimmer des Präsidenten, dem Oval Office, zu hören waren.
Dort versuchte Trump am Nachmittag den Friedensplan zu retten, der nach erneuten israelischen Angriffen im Libanon auf der Kippe stand. Der amerikanische Präsident hielt mit Kritik am israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu nicht zurück. «Er ist ein sehr schwieriger Typ», sagte er im Gespräch mit der «New York Times». Auch warf Trump dem Verbündeten vor, dass er nicht genügend Dankbarkeit gegenüber dem grossen Verbündeten zeige.
Einige wichtige Punkte sind noch umstritten
Andere kritischen Stimmen wiesen darauf hin, dass es sich bei diesem Friedensabkommen höchstens um einen Zwischenschritt handle. Die Unterhändler beider Seiten sollen 60 Tage Zeit bekommen, um die noch offenen, komplexen Fragen zu beantworten.
Das betrifft nicht nur das iranische Waffenprogramm, sondern auch die Forderung Teherans nach einem kompletten Ende der Sanktionen. So behauptete der Iran bereits, dass das Land nach der Unterzeichnung am Freitag 12 Milliarden Dollar an bisher eingefrorenen Geldern zurückbekommen werde. «Das stimmt überhaupt nicht», sagte ein anonymer amerikanischer Regierungsangestellter dem Nachrichtenportal Axios. Der Iran werde das Geld erst zurückbekommen, wenn sich das Land an das Friedensabkommen halte.
Trump behauptete im Gespräch mit der «Times», diese offenen Fragen seien keine Stolpersteine. Auch wies er die Sichtweise von Kritikern zurück, der Friedenspakt gleiche dem Abkommen, das Präsident Barack Obama vor elf Jahren mit dem Iran ausgehandelt hatte. Er sagte: «Wir haben aus einer Position der Stärke heraus verhandelt», während Obama den Iran habe bestechen wollen.
Die nächsten Tage werden zeigen, ob diese Sichtweise Trumps der Realität entspricht. Der Präsident jedenfalls schien sich am Sonntagabend nicht allzu viel Sorgen zu machen; stattdessen genoss er, zusammen mit First Lady Melania Trump, das gut inszenierte Spektakel. Die Trumps sassen direkt am Oktagon, als Ehrengäste von UFC-Chef Dana White. Und obwohl den ganzen Tag über Gewitterwolken über die Hauptstadt gezogen waren, blieben die prognostizierten Stürme aus.
«Was für ein wunderbares Ereignis», sagt der Texaner
Immer wieder war beim Weissen Haus auch der tosende Jubel der Fans zu hören, die am «Fan Fest» die Kämpfe mitverfolgten. Logan aus Chicago zum Beispiel, der sagte: «Das ist ein einmaliges Erlebnis. Der 250. Geburtstag unseres Landes und der 80. Geburtstag unseres Präsidenten, da musste ich einfach hier sein.» Auch Alejandro, der zusammen mit seiner Frau extra aus Texas angereist ist, erwähnte im Gespräch mit CH Media den Geburtstag der USA. «Was für ein wunderbares Erlebnis», sagte er. Seine Frau allerdings scheint über die brutalen Kämpfe etwas weniger begeistert zu sein. Sie verzog bloss das Gesicht

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