Rechtspopulist Farage triumphiert, Schlappe für Labour ++ Britischer Premier Starmer weist Rücktrittsforderungen zurück
Erste Ergebnisse der Regional- und Kommunalwahlen in Grossbritannien deuten auf grosse Zugewinne für die Rechtspopulisten von Reform UK hin. Die regierende Labour-Partei von Premierminister Keir Starmer muss hingegen schwere Verluste hinnehmen.
Nach Auszählungen in 45 von 136 Bezirken der Kommunalwahl in England zeichnete sich ein deutlicher Erfolg für die Rechtspopulisten von Reform UK ab. Die Partei von Brexit-Vorkämpfer Nigel Farage errang aus dem Stand beinahe 400 Mandate, während Labour knapp 260 verlor. Auch die oppositionellen Konservativen mussten 170 Sitze in kommunalen Gremien abgeben.
Die Ergebnisse der Regionalwahlen in Schottland und Wales, die ebenfalls am Donnerstag abgehalten wurden, sollten erst im Laufe des heutigen Freitags feststehen. Doch auch hier muss Labour mit schweren Verlusten rechnen und könnte in seinen einstigen Hochburgen sogar auf Platz drei zurückfallen. Auf Kurs zur stärksten Kraft waren laut Umfragen die Unabhängigkeitsparteien SNP (Schottland) und Plaid Cymru (Wales). Zweitstärkste Kraft könnte in beiden Landesteilen Reform UK werden.

Bei den Wahlen zu den Regionalparlamenten in Schottland und Wales sollte die Auszählung erst an diesem Freitag beginnen. Auch dort wird mit einem desaströsen Ergebnis für Labour gerechnet. Umfragen zufolge waren dort die Unabhängigkeitsparteien SNP (Schottland) und Plaid Cymru (Wales) auf dem Kurs, stärkste Partei zu werden. Labour droht, auf den dritten Platz hinter Reform UK abzurutschen.
Britischer Premier Starmer weist Rücktrittsforderungen zurück
Der britische Premierminister Keir Starmer will trotz eines sich abzeichnenden Wahldebakels bei den britischen Kommunal- und Regionalwahlen nicht zurücktreten. «Ich werde nicht davonlaufen und das Land ins Chaos stürzen», sagte der Labour-Politiker in einem Interview mit dem Nachrichtensender Sky News nach Auszählung erster Ergebnisse der Kommunalwahl in England.
«Die Ergebnisse sind wirklich hart, ich will das nicht beschönigen», sagte der Premier. Er sei aber im Juli 2024 für eine fünfjährige Amtszeit gewählt worden und habe die Absicht, das durchzuziehen. Er wolle seine Partei auch in die nächste Parlamentswahl führen. (dpa)
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