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Deutschland mit Neuer und ohne Götze

Der zuletzt lange verletzte Bayern-Goalie Manuel Neuer steht im vorläufigen WM-Kader des DFB. Nicht im 27-Mann-Kader des Titelverteidigers steht der deutsche Rio-Held Mario Götze.
Manuel Neuer steht im vorläufigen DFB-Aufgebot für die WM in Russland (Archiv)
Manuel Neuer steht im vorläufigen DFB-Aufgebot für die WM in Russland (Archiv) (Bild: KEYSTONE/AP/MARTIN MEISSNER)

Bundestrainer Joachim Löw hat mit seinem 27 Spieler umfassenden Aufgebot für einige Überraschungen gesorgt. Nicht für den Titelverteidiger in Russland dabei sein wird Dortmunds Mittelfeldspieler Mario Götze. "In dieser Saison war er wahrlich nicht in der Form", so Löws Urteil. Der WM-Held der Deutschen von Brasilien 2014 steht ebenso wenig im Kader wie Bayerns Stürmer Sandro Wagner.

Zudem benannte Löw im deutschen Fussballmuseum in Dortmund auch den lange verletzten Kapitän Manuel Neuer als einen von vorerst vier Torhütern. Löw muss bis zum 4. Juni das Kader noch auf die Turniergrösse von 23 Profis reduzieren und dann auch einen Goalie streichen. "Ohne Spielpraxis in ein WM-Turnier zu gehen, ist nicht möglich", sagte Löw über Neuer, der seit Oktober 2016 nicht mehr für Deutschland gespielt hat. Just am Tag der Nomination absolvierte Neuer erstmals seit seinem Bruch im linken Mittelfuss im September 2017 wieder ein komplettes Mannschaftstraining bei Bayern München.

Ungeachtet der Debatte um die Fotos mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gehören Mesut Özil und Ilkay Gündogan wie erwartet zum DFB-Team. "Wir haben den Spielern zu verstehen gegeben, dass das keine glückliche Aktion war", sagte Löw. Beide hätten ihm zu verstehen gegeben, dass sie keine politische Botschaft hätten senden wollen. "Es ist eine Lehre für sie", sagte Löw und kündigte ein Gespräch im Trainingslager an.

Weiter Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme machen darf sich Nils Petersen. Der Freiburger Angreifer steht als Länderspielneuling im Aufgebot für das Turnier vom 14. Juni bis 15. Juli. Unerwartet war auch die Rückkehr von Leverkusens Verteidiger Jonathan Tah in das Aufgebot.

Am Mittwoch kommender Woche startet Löw mit seinem Kader ins Trainingslager in Eppan in Südtirol. Bis zum 7. Juni soll dort der Feinschliff für das ehrgeizige Unternehmen Titelverteidigung vorgenommen werden. Einen Tag später steht der letzte Test im Länderspiel gegen WM-Starter Saudi-Arabien in Leverkusen an.

Nach Russland bricht das DFB-Team am 12. Juni von Frankfurt aus auf. Am 17. Juni steht im Moskauer Luschniki-Stadion die erste Partie der Gruppe F gegen Mexiko an. Sechs Tage später kommt es in Sotschi zum Duell mit Schweden, am 27. Juni folgt in Kasan die Partie gegen Südkorea. (sda/dpa)

 
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