Schwert-Attacke an Schule schockt ein ganzes Land
Schock kurz nach den Sommerferien: An einer Schule in Schweden hat eine Person mit einem Schwert mindestens zwei Menschen verletzt. Zu dem Vorfall kam es in der Stadt Fagersta nordwestlich von Stockholm. Der mutmassliche Täter - laut Medien ein Mann - befindet sich nach Angaben der Kommune in Polizeigewahrsam. Laut Boulevardmedien hat die Polizei dem Angreifer ins Bein geschossen. Es bestehe keine Gefahr für die Allgemeinheit, hiess es.

Einen endgültigen Überblick über die Anzahl der Verletzten sowie die Art und Schwere der Verletzungen gab es am frühen Abend noch nicht. «Wir haben zwei Schwerverletzte aufgenommen», sagte Jonas Cederberg, Gesundheitsdirektor der Region Västmanland, dem schwedischen Rundfunk. Eine weitere Person sei auf dem Weg, bei ihr sei die Lage noch unklar.
Schüler berichtet von dramatischen Szenen
Ein Schüler erzählte dem schwedischen Fernsehen, er habe gesehen, wie der Angreifer einen Mitschüler in den Arm gestochen habe. «Sein ganzer Arm war voller Blut, er sagte: Ruft die Polizei! Ruft die Polizei!» Plötzlich seien alle gerannt. «Ich fühle mich nicht sicher», sagte ein anderer Schüler. «Und ich bin traurig.»
Der Alarm war um 14.00 Uhr eingegangen. Medien berichteten von mehreren Rettungswagen und einem Polizeihubschrauber am Einsatzort. Die Polizei durchsuchte das Gebäude, befragte Zeugen und führte eine technische Untersuchung durch. «Wir werden auch prüfen, ob es möglicherweise Kameraaufnahmen gibt, die für die Ermittlungen hilfreich sein könnten», sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur TT.
Die Schülerinnen und Schüler, die sich nach der Tat noch in der Schule befanden, durften das Gebäude laut Medienberichten stundenlang nicht verlassen. Besorgte Eltern warteten auf dem Schulhof, manche weinten nach Angaben des Fernsehsenders SVT. «Man ist unruhig», sagte eine Frau, deren Tochter am Nachmittag in der Schule ausharren musste, einer Reporterin. Das Mädchen habe sehr viel Angst, es gehe ihr schlecht.
«Schreckliche Nachrichten»: Reaktionen auf den Angriff
Schwedens Regierungschef Ulf Kristersson schrieb in einer SMS an den Fernsehsender SVT, man wisse noch nicht, was hinter der Tat stecke, «aber wir wissen, dass die Polizei sehr intensiv arbeitet». Justizminister Gunnar Strömmer sagte dem schwedischen Fernsehen: «Die Regierung steht in engem Kontakt mit der Polizei und verfolgt die Entwicklungen laufend.»
Auch die Chefin der schwedischen Sozialdemokraten, Magdalena Andersson, kommentierte den Vorfall. Bei der Plattform X schrieb sie: «Schreckliche Nachrichten aus Fagersta. Meine Gedanken sind bei den Betroffenen und allen, die davon berührt sind.» Ganz Schweden stehe in dieser schweren Stunde an der Seite von Fagersta.
Bei der Schule handelt es sich den Angaben zufolge um eine weiterführende Schule in der Kommune Fagersta mit rund 500 Schülerinnen und Schülern. (dpa)
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