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Schweizer Geisel freigelassen: Das sagt Ignazio Cassis

Das Aussendepartement in Bern bestätigt: Eine Schweizerin und eine Österreicherin, die vor mehr als einem Jahr in Niger entführt worden waren, sind freigelassen worden. Bundesrat Cassis nimmt Stellung.
(Bild: Keystone)

«Die Schweizerin, die am 13. April 2025 in Niger entführt wurde, ist frei. Sie wurde in Benghazi, Libyen von Schweizer Mitarbeitenden der Bundesverwaltung in Empfang genommen und medizinisch betreut», teilt das Aussendepartement (EDA) auf Anfrage mit: «Ihr geht es den Umständen entsprechend gut.» Die Frau befinde sich aktuell auf der Rückreise in die Schweiz.

«Ich bin erleichtert, dass die entführte Schweizerin nach mehr als eineinhalb Jahren wieder in Freiheit ist. Ich danke allen involvierten Stellen im In- und Ausland, die sich intensiv für die Freilassung eingesetzt haben», sagt Bundesrat Ignazio Cassis.

Das EDA hatte nach Bekanntwerden des Entführungsfalls eine Task Force gebildet, um die Freilassung der Geisel zu erreichen. Der Task Force gehörten unter anderem das Bundesamt für Polizei fedpol und der Nachrichtendienst an. Insbesondere mit Österreich tauschte sich die Schweiz von Anfang an regelmässig aus.

Das EDA bestätigt damti Meldungen von Donnestagmorgen, die der libysche Sender al-Masar verbreitete. Generalleutnant Saddam Khalifa Haftar habe sich auf Bitten der Familien für ihre Freilassung eingesetzt, teilte der Sender auf der Plattform X weiter mit.

In einem vom ostlibyschen Fernsehsender al-Masar ausgestrahlten Video wirkten die beiden Frauen erschöpft. Unter einem Porträt von Marschall Khalifa Haftar sitzend, bedankten sie sich auf Französisch bei ihren Befreiern. «Ich bin 69 Jahre alt. Ich wurde vor einem Jahr und sechs Monaten als Geisel genommen», sagte die Schweiezrin, die im Video auch ihren namen nannte. «Jetzt bin ich froh, frei zu sein, und danke Marschall Khalifa Haftar und seinem Sohn, General Saddam Haftar, für alles, was sie für meine Freilassung getan haben».

Auch die österreichische Geisel bedankte sich beim libyschen Marschall Khalifa Haftar und seinem Sohn Saddam.

Libyen ist seit dem Sturz von Machthaber Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 von Spaltungen geprägt. Zwei rivalisierende Regierungen ringen um die Macht: die von der UNO anerkannte Regierung von Abdelhamid Dbeibah mit Sitz in Tripolis und eine weitere im Osten des Landes, die vom mächtigen Marschall Khalifa Haftar und dessen Umfeld kontrolliert wird. (watson.ch, sbü.)

 
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