Nicht JD Vance: Neues Enthüllungsbuch verrät, wen Trump wirklich als seinen Nachfolger will
In den USA ist am Dienstag ein Buch der Journalisten Maggie Haberman und Jonathan Swan erschienen. Auf 500 Seiten beschreiben die «New York Times»-Reporter in «Regime Change», wie unkontrolliert Donald Trump seit Amtsantritt im Januar 2025 amtiert. Die wichtigsten - und skurrilsten - Enthüllungen über den US-Präsidenten.
Er schnauzte Vance wegen Iran-Krieg an
Die Fixierung des Präsidenten auf die Aussenpolitik ist auch intern umstritten. In langen Passagen schildern die Autoren, wie Trumps Stellvertreter JD Vance den Militärschlägen gegen den Iran skeptisch gegenüberstand. Er soll gesagt haben, Trump müsse sich stärker mit den Alltagssorgen der Amerikaner beschäftigen.
Der Präsident wiederum wollte von solchen Ratschlägen nichts wissen. «Ich weiss, was ich tue», soll Trump den jüngeren Vizepräsidenten angeblafft haben. Das war kein Einzelfall. Selbst seine hochrangigen Berater – die Autoren nennen den Finanzminister Scott Bessent – soll Trump vor Beginn des Iran-Krieges im Februar nicht über seine Pläne informiert haben.
Er greift in das Nachfolgerennen ein
Auch sonst scheint Trump mit seinem designierten Nachfolger unzufrieden zu sein. Die Buchautoren berichten über ein Essen mit Rupert Murdoch, an dem Trump den Medien-Baron direkt nach dessen Präferenz in der Präsidentenwahl 2028 fragte. «Ich glaube JD hat das Potential, Grosses zu leisten», soll Murdoch geantwortet haben. Aussenminister Marco Rubio wiederum sei brillant.
Auch Trump scheint Rubio zu bevorzugen. Haberman und Swan fragten ihn im Oval Office, ob er nicht Angst habe, dass sein Nachfolger die opulenten Dekorationen abhängen werde. «Die Kubaner lieben Gold», soll Trump geantwortet haben. Rubios Eltern stammen aus Kuba.

Er fragt bei Macron um Rat nach
In seinem Element scheint Trump dann zu sein, wenn er seiner Passion nachgehen und als Bauherr amtieren kann. Die Autoren berichten von einem Telefonat mit Emmanuel Macron, in dem Trump Frankreichs Präsidenten über den Arc de Triomphe ausfragte.
Trump wollte wissen, ob das Pariser Bauwerk, das er in Washington kopieren möchte, über eine Aussichtsplattform verfüge. «Ja», antwortete Macron. Worauf Trump fragte: «Sollten wir auch eine Aussichtsplattform haben? Könnte es gefährlich sein? Die Leute werfen dort Flaschen und ähnlichen Scheiss runter, oder?» Die Antwort von Macron ist nicht überliefert.
Er greift gerne zu Chips und Glacé
Das Buch wartet mit neuen Einblicken in das Privatleben des Präsidenten auf. Er sei schwerhörig, sagen die Autoren, und ständig müde. Seine Ernäherung allerdings habe Trump nicht umgestellt. So würden die Bediensteten in den privaten Räumen des Weissen Hauses häufig leere Chips-Tüten oder Glacé-Verpackungen finden – Spuren nächtlicher Snack-Attacken.
Er besteht auf Teppich im Badezimmer
Trump hat nicht nur das Oval Office umdekoriert. Auch seine privaten Räumlichkeiten im Obergeschoss des Weissen Hauses sehen nun anders aus. So beharrte der 80-Jährige darauf, dass in seinem persönlichen Badezimmer Teppich installiert werde. Das war einst, als Trump noch jung war, in Mode. Heute aber ist Teppich aus praktischen Gründen verpönt.
Trump ist das egal. Seine Bediensteten aber machten sich Sorgen über Schimmel, da der Präsident aus nicht nachvollziehbaren Gründen immer das halbe Badezimmer unter Wasser setzte, wenn er duschte. Also installierten sie eine zusätzliche Matte, die das gleiche Muster wie der Teppich besass, nötigenfalls aber getrocknet werden konnte.
Er will ständig gelobt werden
Der amerikanische Präsident ist überzeugt davon, eine historische Figur zu sein. Den beiden Journalisten berichtete er begeistert über einen Anlass, an dem er angeblich von einem Historiker im gleichen Atemzug mit Attila, Napoleon, Stalin, Hitler und Mao genannt worden sei. Die Macht dieser Herrscher und Massenverbrecher sei aber regional begrenzt gewesen, während Trump nun den ganzen Planeten kontrolliere, soll der Historiker gesagt haben.
Später stellt sich heraus: Der Trump-Fan war kein Historiker. Sondern der Caddie des südafrikanischen Golfspielers Gary Player. Trump störte sich nicht am fehlenden Handwerkszeug des Mannes. Er freute sich schlicht darüber, dass er nicht der einzige Mensch ist, der erkannt hat, dass er die ganze Welt auf den Kopf stellen kann.
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