López Obrador ist neuer Präsident Mexikos
Dies teilte der Wahlrat am Sonntagabend (Ortszeit) mit. Damit wird er Amtsinhaber Enrique Peña Nieto ablösen.
Der Konservative Ricardo Anaya kam demnach auf 22,1 bis 22,8 Prozent und José Antonio Meade von der Regierungspartei PRI erreichte 15,7 bis 16,3 Prozent.
Stunden zuvor gab es bereits die Ergebnisse einer Nachwahlbefragung des Instituts Parametria. Demnach kam der ehemaligen Bürgermeister von Mexiko-Stadt, López Obrador, auf 53 bis 59 Prozent der Wählerstimmen. PAN-Kandidat Anaya erreichte 27 Prozent; der Kandidat der amtierenden Regierungspartei PRI, José Antonio Meade, kam auf 22 Prozent.
Kontrahenten geben auf
Anaya und Meade gestanden ihre Niederlage kurz nach Bekanntgabe der ersten Prognosen ein. Die Tendenzen seien nicht günstig, sagte Meade bei einer Pressekonferenz. "Weil ich an die Demokratie glaube, weil ich Demokrat bin, zeigen mir die Ergebnisse, dass die Tendenz zu Andrés Manuel López Obrador geht", sagte Anaya vor Unterstützern.
US-Präsident Donald Trump gratulierte umgehend dem linken Kandidaten Andres Manuel López Obrador zum Sieg bei der Präsidentschaftswahl in Mexiko. "Ich freue mich sehr darauf, mit ihm zusammenzuarbeiten", twitterte Trump am Sonntagabend (Ortszeit). "Es gibt viel zu tun, von dem sowohl die Vereinigten Staaten als auch Mexiko profitieren werden!"
Gratulationen über Twitter-Kanal
Boliviens sozialistischer Präsident Evo Morales schickte ebenfalls Glückwünsche über Twitter: "Wir sind uns sicher, dass seine Regierung eine neue Seite in der Geschichte der lateinamerikanischen Würde und Souveränität schreiben wird." Venezuelas umstrittener Präsident Nicolás Maduro beglückwünschte das Brudervolk Mexikos ebenfalls in einem Tweet.
Rund 89 Millionen Menschen waren wahlberechtigt. Nach einer ersten Schätzung des Wahlrats lag die Wahlbeteiligung bei rund 61 Prozent. Auch in der Hauptstadt Mexiko-Stadt konnte sich die Partei von López Obrador durchsetzen. Nach ersten Auszählungen wurde dort Claudia Sheinbaum zur neuen Bürgermeisterin gewählt. Sheinbaum ist die erste Frau, die in das Amt gewählt wurde. (sda/dpa)
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