Nach Sturzflut: Sieben Goldsucher in Höhle in Laos eingeschlossen
Die Suche nach sieben in einer überfluteten Höhle in Laos feststeckenden Dorfbewohnern ist am Dienstag fortgesetzt worden. Eine beteiligte Rettungsorganisation teilte auf ihrer Facebook-Seite mit, dass nach möglichen Zugängen zur Höhle gesucht werde. Man bemühe sich darum, die eingeschlossenen Menschen zu orten. Der Zustand der Vermissten war zunächst unklar.
Die Dorfbewohner hatten die Höhle in der Provinz Xaisomboun des südostasiatischen Landes am 19. Mai betreten. Heftige Regenfälle lösten eine Sturzflut aus, die dazu führte, dass die Dorfbewohner nicht mehr aus der Höhle herauskonnten, wie Rettungsmannschaften aus Laos und Thailand mitteilten, die sich an dem Einsatz beteiligten.
Laut Rettungskräften ist es Tauchern gelungen, etwa 100 Meter in die schmale Höhle vorzudringen. Die Dorfbewohner könnten etwa 30 Meter hinter der Stelle feststecken, die aktuell noch von aussen erreichbar sei. Die Einsatzkräfte versuchten, Wasser abzupumpen, um die Suche zu erleichtern.
Rettungskräfte haben in den sozialen Medien mitgeteilt, dass sie es bei ihrem Einsatz mit gebirgigem Terrain und Starkregen zu tun hätten. Wie aus Videoaufnahmen hervorgeht, die Rettungskräfte im Internet veröffentlicht haben, kann der Höhleneingang nur durch einen steilen Aufstieg auf einer etwa vier Kilometer langen Strecke erreicht werden.
Bounkham Luanglath von einer beteiligten Rettungsorganisation aus Laos sagte der Nachrichtenagentur AP, dass die Höhle bei Einheimischen beliebt sei, die nach Gold suchten. Die Behörden hätten aber wiederholt vor Sicherheitsgefahren in der Höhle gewarnt.
Erst vor Kurzem hatte ein anderer Vorfall in einer Höhle für Schlagzeilen gesorgt – fünf italienische Taucher wurden tot aufgefunden, nachdem sie beim Tauchen in einer Unterwasser-Höhle der Malediven verschwanden. Ein maledivischer Militärtaucher, der an dem Bergungseinsatz beteiligt war, kam ums Leben. (dpa)
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