Krieg in Nahen Osten: Alle Meldungen bis zum 5. April lesen Sie hier
22:25 Uhr
Sonntag, 5. April
Iranisches Geschoss abgefangen – vier Verletzte in den Emiraten
Am Hafen von Khor Fakkan in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist durch herabfallende Trümmer eines abgefangenen Projektils aus dem Iran ein Feuer ausgebrochen. Vier Menschen seien durch den Brand am Sonntag verletzt worden, teilte die Regierung des Emirats Schardscha mit. Es handle sich um drei pakistanische Staatsangehörige und eine Person aus Nepal. Eine der Personen sei schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht worden, die anderen hätten leichte bis mittelschwere Verletzungen erlitten.
Ob es sich bei dem abgefangenen Flugkörper um eine Rakete oder eine Drohne handelte, war zunächst unklar. (dpa)
20:58 Uhr
Sonntag, 5. April
Iranischer Minister: «Trumps Drohungen lassen uns kalt»
Der iranische Kulturminister Sajed Resa Salihi-Amiri hat sich unbeeindruckt von den Angriffsdrohungen von US-Präsident Donald Trump gezeigt. «Die iranische Gesellschaft schenkt seinen Äusserungen im Allgemeinen keine Beachtung, da sie der Ansicht ist, dass ihm persönliche, verhaltensbezogene und verbale Ausgeglichenheit fehlt und er ständig zwischen widersprüchlichen Positionen wechselt», sagte Salihi-Amiri am Sonntag im Interview der Nachrichtenagentur AP. Den US-Präsidenten bezeichnete er als eine «instabile, wahnhafte Figur.»
Es habe den Anschein, als sei Trump zu «einem Phänomen geworden, das weder Iraner noch Amerikaner vollständig durchleuchten können», fügte Salihi-Amiri hinzu. (dpa)
19:50 Uhr
Sonntag, 5. April
Trump gibt iranischer Führung Zeit bis Dienstagabend
US-Präsident Donald Trump hat der iranischen Führung mit heftigen Angriffen gedroht, sollte sie bis Dienstagabend nicht einlenken. Damit scheint die US-Regierung ihr Ultimatum an Teheran zur Öffnung der Strasse von Hormus bereits zum dritten Mal zu verschieben. «Wenn sie bis Dienstagabend nichts unternehmen, bleibt kein Kraftwerk und keine Brücke stehen», sagte Trump dem «Wall Street Journal».
In einem fast zeitgleich mit dem Interview veröffentlichten Post auf der Online-Plattform Truth Social nannte Trump die Angabe Dienstagabend, 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit, lieferte jedoch keinen Kontext. Es liegt nahe, dass er sich damit auf die Frist an Teheran bezieht - diese würde damit nach deutscher Zeit um 2.00 Uhr in der Nacht zu Mittwoch ablaufen. Sein voriges Ultimatum wäre genau 24 Stunden früher abgelaufen. (dpa)
15:49 Uhr
Sonntag, 5. April
Israel meldet Tötung eines weiteren Öl-Kommandeurs im Iran
Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge kürzlich einen hochrangigen Kommandeur des für die Revolutionsgarden wichtigen «Öl-Hauptquartiers» bei einem Luftangriff getötet. Diese Abteilung ermögliche den Revolutionsgarden die Fortsetzung ihrer Aktivitäten und ihres militärischen Aufbaus durch Gewinne aus Ölverkäufen, teilte das israelische Militär am Nachmittag mit. Gleiches gelte für Irans Verbündeten in der Region, darunter die libanesische Hisbollah und die Huthi-Miliz im Jemen, die ebenfalls Geld aus den Ölverkäufen erhielten.
Der Kommandeur des Öl-Hauptquartiers, Mohammad Resa Aschrafi Kahi, sei bereits am Freitag bei einem Bombardement der Luftwaffe in der Gegend der iranischen Hauptstadt Teheran ums Leben gekommen, hiess es in einer Mitteilung der Armee weiter. Er sei innerhalb des Öl-Hauptquartiers der Revolutionsgarden der Leiter des Handels gewesen. (dpa)
15:14 Uhr
Sonntag, 5. April
Trump: Geretteter Soldat schwer verletzt
Der nach dem Abschuss eines US-Kampfjets im Iran gerettete US-Waffenoffizier ist nach Angaben von Präsident Donald Trump schwer verwundet. In einem Post auf der Plattform Truth Social lobte Trump den Soldaten und alle an dem Spezialeinsatz Beteiligten für ihren Mut und kündigte für Montag (13.00 Uhr Ortszeit/19.00 Uhr MESZ) eine Pressekonferenz mit dem Militär im Weissen Haus an. (dpa)
14:38 Uhr
Sonntag, 5. April
«Öffnet diese verdammte Meerenge»: Trump mit neuerlichem Ultimatum an Iran
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran erneut mit verheerenden Angriffen auf Kraftwerke und Brücken gedroht, sollte Teheran die weitgehend für den Schiffsverkehr blockierte Strasse von Hormus nicht freigeben. «Am Dienstag wird es im Iran den «Kraftwerkstag» und den «Brückentag» in einem geben», schrieb Trump am Sonntag auf seiner Plattform Truth Social. «So etwas hat es noch nie gegeben!!! Öffnet die verdammte Meerenge, ihr verrückten Mistkerle, oder ihr werdet in der Hölle leben – ihr werdet sehen! Gelobt sei Allah.»
Trump hatte am Samstag bekräftigt, dass sein mehrfach verschobenes Ultimatum an den Iran am Montag ablaufe. «Erinnert euch daran, als ich dem Iran zehn Tage Zeit gab, ein Abkommen zu schliessen oder die Strasse von Hormus freizugeben. Die Zeit läuft ab – noch 48 Stunden, dann bricht die Hölle über sie herein», schrieb er auf Truth Social. (dpa)
14:25 Uhr
Sonntag, 5. April
Iran beschiesst Israel erneut mit Raketen
Nach neuen iranischen Raketenangriffen auf Südisrael hat es am frühen Nachmittag dort auch Einschläge gegeben. Sicherheitskräfte seien deshalb im Einsatz, teilten Israels Polizei und Armee mit. Israelische Medien meldeten, bei einem Angriff sei ein Industriegebiet in der Wüste Negev getroffen worden. Es ist den Angaben zufolge bereits das dritte Mal, dass das Gebiet seit Kriegsbeginn vor fünf Wochen unter Beschuss geraten ist. Den Berichten zufolge gab es lediglich geringe Schäden durch Splitter und eine Druckwelle.
Im israelischen Fernsehen verbreitete Aufnahmen zeigten dicke Rauchschwaden über dem Gebiet. (dpa)
14:00 Uhr
Sonntag, 5. April
Israel und Hisbollah greifen einander weiter an
Israels Armee greift eigenen Angaben zufolge erneut Ziele der Hisbollah in der libanesischen Hauptstadt Beirut an. Augenzeugen meldeten fünf heftige Bombardements in den als Dahija bekannten südlichen Vororten Beiruts. Die erste Angriffswelle begann demnach kurz nach Mitternacht (Ortszeit). Rauchwolken seien wiederholt in dem Gebiet aufgestiegen. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht.
Die Gegend gilt als Hochburg der Hisbollah, ist aber auch dicht besiedeltes Wohngebiet. Israels Armee hatte die Bewohner bereits mehrfach zur Flucht aufgerufen.
Die vom Iran unterstützte Hisbollah feuerte derweil wieder Geschosse auf Nordisrael. In einer Gegend in Galiläa gab es Berichten zufolge am frühen Nachmittag (Ortszeit) gleich mehrfach Raketenalarm. Auch in anderen Gebieten im Norden des Landes heulten nach Beschuss der libanesischen Miliz die Warnsirenen. Berichte über Schäden oder Opfer gab es zunächst nicht. (dpa)
12:07 Uhr
Sonntag, 5. April
Iranische Medien melden nach Rettungsaktion für Piloten zehn Tote
Bei Angriffen auf den Südwesten des Irans sind Medienangaben zufolge zehn Menschen getötet und sieben verletzt worden. Unter den Opfern seien auch zwei Touristen gewesen, berichtete die Seite Nurnews am Sonntag. Ob es sich um Iraner handelte oder andere Staatsangehörige, ging aus der Meldung nicht hervor, ebenso wenig wie der Grund für ihren Aufenthalt in der angegriffenen Gegend rund 580 Kilometer südlich von Teheran.
In der gleichen Gegend war auch der nach dem Abschuss eines Kampfjets vermisste und am Wochenende von Spezialkräften geborgene US-Offizier vermutet worden. Ob es einen Zusammenhang zwischen der Rettungsaktion für den Piloten und den Toten gab, ging aus der Nurnews-Meldung ebenfalls nicht hervor. (dpa)
10:18 Uhr
Sonntag, 5. April
Wieder Tote im Süden Libanons
Bei israelischen Luftangriffen hat es laut einem Medienbericht erneut Tote im Süden von Libanon gegeben. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete am Morgen sechs Todesopfer in dem Ort Kfar Hatta. Den Angaben zufolge soll es sich dabei um eine vertriebene Familie gehandelt haben.
Bei einem weiteren Luftangriff – ebenfalls im Südlibanon – seien am frühen Morgen mindestens drei Menschen getötet und weitere verletzt worden, berichtete die Nachrichtenagentur in einer weiteren Meldung. Die Angaben liessen sich nicht unabhängig überprüfen.
Israels Armee äusserte sich auf Anfrage zunächst nicht zu den Berichten. Im nördlichen Nachbarland Libanon geht sie derzeit eigenen Angaben zufolge auch am Boden gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz vor.
Die Hisbollah feuerte am Morgen wieder Raketen auf Nordisrael. Berichte über Schäden oder Opfer gab es zunächst nicht. (dpa)
07:31 Uhr
Sonntag, 5. April
«Wir haben ihn»: Zweiter Kampfjet-Pilot aus den USA gerettet
Das zweite Besatzungsmitglied des über dem Iran abgeschossenen Kampfjets ist laut US-Präsident Donald Trump gerettet und in Sicherheit. «Wir haben ihn», schrieb er auf seiner Plattform Truth Social in Grossbuchstaben.
Es sei eine der gewagtesten Such- und Rettungsaktionen des US-Militärs in der Geschichte der USA gewesen. Dutzende Kampfflugzeuge waren demnach im Einsatz. Der Soldat sei verletzt worden, aber es werde ihm gut gehen, schrieb Trump. Der Pilot des am Freitag abgeschossenen Kampfjets war laut übereinstimmenden Medienberichten bereits zuvor gerettet worden.
Der arabische Sender Al Jazeera zitierte einen US-Beamten, wonach es bei dem nächtlichen Rettungseinsatz des zweiten Besatzungsmitglieds zu einem «heftigen Feuergefecht» gekommen sei. Die den Revolutionsgarden nahestehende iranische Nachrichtenagentur Tasnim hatte von Luftangriffen in dem Gebiet berichtet, in dem sich der Vermisste befunden habe. Trump beschrieb den Einsatz mit dramatischen Worten: Der US-Soldat sei von «unseren Feinden gejagt worden», sie seien ihm stündlich näher gekommen.
«Er war nie wirklich allein», schrieb Trump weiter. Die Militärführung hätte seinen Standort in den Bergen «rund um die Uhr» überwacht und seine Rettung akribisch geplant. Hätte der Iran das Besatzungsmitglied zuerst gefunden, hätte Teheran dies nach Einschätzung von Experten als Druckmittel nutzen können. Iranische Medien hatten von hohen Geldsummen berichtet, die für die Ergreifung des US-Soldaten versprochen worden sein sollen. (dpa)
07:04 Uhr
Sonntag, 5. April
Kuwait wieder stärker unter Beschuss
Der Golfstaat Kuwait meldet nach Beschuss aus dem Iran schwere Schäden an Infrastruktur und Regierungsgebäuden. Nach Angaben des Energieministeriums wurden zwei Strom- und Entsalzungsanlagen durch iranische Drohnen erheblich beschädigt. Als Folge seien zwei Stromgeneratoren ausgefallen. Verletzte habe es nicht gegeben, hiess es. Beim Einschlag einer weiteren Drohne in einem Gebäude des Finanzministeriums sei ebenfalls erheblicher Sachschaden entstanden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Kuna unter Berufung auf das Ministerium.
Verletzte habe es auch dort nicht gegeben, hiess es. Nach Angaben des Informationsministeriums traf eine Drohne zudem eine Anlage des Ölkonzerns Kuwait Petroleum Corporation. Auch dabei habe es keine Verletzten gegeben.
Die Armee des Landes hatte zuvor einen erneuten Beschuss durch Raketen und Drohnen gemeldet. Die Luftabwehr war im Einsatz. Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe vor fünf Wochen feuert der Iran im Gegenzug Raketen und Drohnen auf Kuwait und andere Golfstaaten, die US-Militärbasen beherbergen. (dpa)
20:40 Uhr
Samstag, 4. April 2026
USA verhaften Nichte von getötetem General wegen Propaganda-Vorwürfen
Die US-Regierung hat mehreren ausländischen Staatsangehörigen mit Verbindungen zum iranischen Regime den Aufenthaltsstatus entzogen. Das gab das US-Aussenministerium unter Führung von Aussenminister Marco Rubio am Samstag bekannt. Hintergrund sind laut der Pressemitteilung deren mutmassliche Unterstützung für die iranische Führung und propagandistische Aktivitäten für das Mullah-Regime in den USA.
Im Fokus steht unter anderen Hamideh Soleimani Afshar, eine Nichte des getöteten iranischen «Schattengenerals» Qassem Soleimani. Sie und ihre Tochter wurden von Agenten festgenommen, nachdem ihr Status als dauerhafte Einwohnerinnen widerrufen worden war. Beide befinden sich derzeit in Gewahrsam der Einwanderungsbehörde ICE.
Den Angaben zufolge soll Afshar öffentlich Propaganda zugunsten des iranischen Regimes verbreitet haben. Dazu zählen unter anderem die Unterstützung der Islamic Revolutionary Guard Corps, die in den USA als Terrororganisation eingestuft ist, sowie das Billigen von Angriffen auf US-Soldaten im Nahen Osten. Afshar soll die USA unter anderem als «grossen Satan» bezeichnet haben.
Auch gegen weitere Personen ist die Trump-Regierung bereits vorgegangen: So wurde letzten Monat der Aufenthaltsstatus von Fatemeh Ardeshir-Larijani, Tochter eines hochrangigen iranischen Sicherheitsfunktionärs, sowie ihres Ehemanns aufgehoben. Beide wurden ausgewiesen und dürfen künftig nicht mehr in die USA einreisen.
Das US-Aussenministerium betonte, man werde nicht zulassen, dass Personen, die anti-amerikanische oder terroristische Regime unterstützen, im Land leben. (smr)
18:10 Uhr
Samstag, 4. April
Trump pocht auf sein Ultimatum – und droht dem Iran
US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit schweren Angriffen, sollte die Führung in Teheran sich nicht seinem Ultimatum zur Öffnung der Strasse von Hormus beugen. «Die Zeit läuft davon - 48 Stunden, bevor die Hölle über sie hereinbricht», schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Die Bedingungen seien erfüllt, wenn der Iran einem Abkommen zustimme oder die Strasse von Hormus öffne.
Trump hatte gedroht, falls der Iran die Meerenge nicht vollständig und «ohne Drohungen» für den Schiffsverkehr öffnen sollte, werde er iranische Kraftwerke zerstören lassen. Sein Ultimatum dafür verschob er vergangene Woche noch einmal. Bis zum 6. April (US-Ortszeit, Nacht zum 7. April deutscher Zeit) werde es keine Angriffe auf iranische Kraftwerke geben, kündigte der US-Präsident unter Verweis auf «sehr gute» Gespräche an. In den vergangenen Tagen gab es aber weiterhin heftige Angriffe beider Seiten. Der Schiffsverkehr durch die für den globalen Öl- und Gashandel wichtige Strasse von Hormus liegt weiterhin weitgehend still. (dpa)
16:04 Uhr
Samstag, 4. April
Erneut Schäden nach Raketenbeschuss aus dem Iran in Israel
Nach neuem Raketenbeschuss aus dem Iran hat es im Grossraum Tel Aviv in Israel am Nachmittag erneut Einschläge gegeben. In israelischen Medien verbreitete Videos zeigten Rauchschwaden, die über Häuser in zwei Tel Aviver Vororten aufstiegen. Medienberichten zufolge gab es bei dem iranischen Angriff Schäden unter anderem an Gebäuden. Der israelische Rettungsdienst verbreitete zudem Aufnahmen, auf denen brennende Autos zu sehen waren. Den Angaben zufolge wurde ein Mann durch eine Druckwelle leicht verletzt.
Israelischen Medienberichten zufolge setzte der Iran wie bereits bei Angriffen in der Mittagszeit erneut die international weitgehend geächtete Streumunition ein, die grosse Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern überzieht und besonders für Zivilisten gefährlich ist. (dpa)
15:28 Uhr
Samstag, 4. April
Meloni sichert Golfstaaten Unterstützung zu
Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat den Golfstaaten mit Blick auf iranische Vergeltungsangriffe Unterstützung zugesichert. Bei einem Besuch in Saudi-Arabien habe sie mit Kronprinz Mohammed bin Salman über Beistand bei der militärischen Verteidigung gesprochen, die Italien dem Königreich leiste, teilte ihr Büro am Samstag mit. Wie genau dieser Beistand aussieht, wurde nicht näher ausgeführt. Ausserdem hätten die beiden diplomatische Bemühungen für ein Ende des Krieges und des Kreislaufs der Gewalt in der Region besprochen, hiess es.

Von Saudi-Arabien reiste Meloni weiter nach Katar, wo sie Hilfe beim Wiederaufbau der durch iranische Angriffe beschädigten Energieanlagen zusagte. Die katarische Erdgasproduktion sei für die globale Energiesicherheit von entscheidender Bedeutung, sagte sie laut einer Mitteilung ihres Büros bei dem Treffen mit Emir Scheich Tamim bin Hamad Al Thani. Beide bekräftigten zudem die Notwendigkeit, die Strasse von Hormus wieder zu öffnen, die seit Wochen durch den Konflikt blockiert ist.
Meloni ist die erste Staat- oder Regierungschefin der EU, der G20 und der Nato, die seit Beginn des Krieges der USA und Israels gegen den Iran die Golfregion besucht. Sie begann ihren zweitägigen Besuch am Freitag in Saudi-Arabien und wird voraussichtlich auch die Vereinigten Arabischen Emirate besuchen. Der Besuch wurde aus Sicherheitsgründen nicht vorab angekündigt. (dpa)
14:44 Uhr
Samstag, 4. April
Irans Aussenminister warnt vor Folgen von Angriffen auf Atomkraftwerk
Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi hat dem Westen mit Blick auf einen weiteren Angriff auf das Atomkraftwerk Buschehr Doppelmoral vorgeworfen. «Erinnern Sie sich noch an die Empörung im Westen über die Kampfhandlungen in der Nähe des Kernkraftwerks Saporischschja in der Ukraine?», schrieb er am Samstag auf der Plattform X. Das iranische Atomkraftwerk Buschehr sei am Samstag schon zum vierten Mal von den USA bombardiert worden. Die Folgen einer möglichen Verstrahlung durch solche Angriffe würden das Leben in den Hauptstädten am Golf beenden und nicht in Teheran, schrieb Araghtschi. (dpa)
13:58 Uhr
Samstag, 4. April
Iranischer Aussenminister bekundet Bereitschaft zu Gesprächen
Der iranische Aussenminister Abbas Aragtschi hat die Bereitschaft seines Landes zu Gesprächen über eine Waffenruhe unter Vermittlung Pakistans bekräftigt. Die Position Teherans werde von den US-Medien falsch dargestellt, schrieb er am Samstag auf der Plattform X. Der Iran habe sich niemals geweigert, nach Islamabad zu reisen, um dort zu verhandeln. Wichtig seien Teheran allerdings «die Bedingungen für ein endgültiges und dauerhaftes Ende des uns aufgezwungenen illegalen Krieges». (dpa)
13:56 Uhr
Samstag, 4. April
Bahrain meldet acht Drohnenattacken binnen 24 Stunden
Der Golfstaat Bahrain ist binnen 24 Stunden von weiteren acht iranischen Drohnen angegriffen worden. Das Verteidigungsministerium des Landes teilte am Samstag auf der Plattform X mit, dass der Iran damit seit Kriegsbeginn 453 Drohnen und 188 Raketen gegen Bahrain eingesetzt habe. In dem kleinen Inselstaat am Golf hat die US-Marine einen wichtigen Stützpunkt. (dpa)
13:55 Uhr
Samstag, 4. April
Grenzübergang zwischen Iran und Irak nach Anschlag geschlossen
Ein Grenzübergang zwischen dem Irak und dem Iran ist nach einem tödlichen Anschlag vorübergehend geschlossen worden. Bei dem Anschlag auf den Grenzübergang Schalamtsche sei eine Person getötet und fünf weitere seien verletzt worden, sagte Omar al-Waeli, Leiter der irakischen Grenz- und Hafenbehörde am Samstag. Zu den Hintergründen des Anschlags machte er keine weiteren Angaben. Der Handels- und Personenverkehr an dem Grenzübergang, der für iranische Importe und iranische Pilger auf dem Weg zu den schiitischen Heiligtümern im Irak von entscheidender Bedeutung ist, wurde jedoch eingestellt. Die irakische Regierung teilte mit, dass sie Händler und Reisende auf alternative Grenzübergänge umleite. (dpa)
12:52 Uhr
Samstag, 4. April
Türkei: Zwei Schiffe passieren Strasse von Hormus
Zwei von insgesamt 15 Schiffen unter türkische Flagge, die in der Nähe der Strasse von Hormus auf die Durchfahrt warten, haben diese inzwischen passieren dürfen. Das sagte der türkische Verkehrsminister Abdülkadir Uraloğlu dem Sender CNN Türk. Eines der beiden Schiffe habe bereits am 13. März die Meerenge passiert, berichtet der Sender TRT unter Berufung auf das Ministerium. Für neun weitere Schiffe liefen Gespräche mit den zuständigen Behörden, um die Passage durch die strategisch wichtige Meerenge zu ermöglichen, sagte Uraloğlu. Die Verantwortlichen für vier weitere Schiffe hätten entschieden, dass diese vorerst vor Ort bleiben, darunter seien zwei schwimmende Kraftwerke.
Die Strasse von Hormus ist für den globalen Gas- und Öltransport sehr wichtig. Seit Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar kam die Schifffahrt durch die Meerenge weitgehend zum Erliegen. Die Energiepreise sind in der Folge weltweit stark gestiegen. Die Türkei verhält sich im Krieg zwischen Israel, den USA und dem Iran neutral und hat sich um eine diplomatische Lösung des Konflikts bemüht. (dpa)
12:50 Uhr
Samstag, 4. April
«Kritische» Suche nach US-Besatzungsmitglied im Iran
Die Suche nach dem vermissten Besatzungsmitglied eines abgeschossenen Kampfjets im Iran ist für die USA einer Expertin zufolge eine «kritische Mission», die die Haltung der US-Bevölkerung zum Krieg massgeblich beeinflussen könnte. Sollte der Iran das Besatzungsmitglied zuerst finden, wäre das «ein grosser Gewinn» für Teheran, sagte Laurel Rapp, Direktorin des Nordamerika-Programms der Denkfabrik Chatham House, der BBC. Der Iran hätte dann «ein sehr starkes Druckmittel».
Das Kampfflugzeug vom Typ F-15E war im Süden des Iran abgeschossen worden. Der Pilot konnte übereinstimmenden Medienberichten zufolge gerettet werden. Das vermisste Besatzungsmitglied soll der Waffensystemoffizier gewesen sein; dieser sitzt in der Regel auf dem hinteren Sitz im Cockpit. Die US-Regierung hält sich zu dem Zwischenfall weiterhin bedeckt, mindestens ein Flugzeug und zwei Hubschrauber sollen an einer Rettungsmission beteiligt sein. Medienberichten zufolge haben im Iran staatsnahe Sender dazu aufgerufen, das Besatzungsmitglied lebend zu fassen. Angeblich wurde eine Belohnung ausgerufen.
Sollte das Crew-Mitglied in Gefangenschaft geraten und sollten Bilder davon veröffentlicht werden, könnte das die ohnehin schon kritische Haltung der amerikanischen Öffentlichkeit zum Krieg weiter negativ beeinflussen, sagte Expertin Rapp: «Wenn solche Bilder auftauchen würden, hätte das aus amerikanischer Sicht eine enorm verändernde Wirkung.» US-Präsident Donald Trump hatte zuvor auf die Frage der britischen Zeitung «The Independent», was er tun würde, falls das vermisste Crew-Mitglied von Iranern gefangengenommen oder verletzt werden sollte, geantwortet: «Nun, das kann ich nicht kommentieren, weil - wir hoffen, dass das nicht passieren wird.» (dpa)
12:49 Uhr
Samstag, 4. April
Neuer Raketenbeschuss aus dem Iran auf Israel
Der Iran hat erneut Israel angegriffen. Unter anderem in der Küstenmetropole Tel Aviv mussten sich zur Mittagszeit etliche Menschen in Schutzräume begeben. Israels Polizei meldete mehrere Einschläge. Israelischen Medienberichten zufolge wurden in Vororten von Tel Aviv Wohnhäuser schwerbeschädigt und eine Frau leicht verletzt. Den Angaben zufolge setzte der Iran bei dem Raketenangriff erneut international weitgehend geächtete Streumunition ein. Israelische Medien meldeten zugleich, eine Drohne der Huthi-Miliz aus dem Jemen auf dem Weg in die Stadt Eilat sei abgefangen worden. (dpa)
11:18 Uhr
Samstag, 4. April
Iran meldet weiteren Angriff nahe Atomkraftwerk Buschehr
Der Iran hat einen weiteren Angriff auf die Umgebung des iranischen Atomkraftwerks Buschehr gemeldet. Dabei sei ein Wachmann getötet und ein Nebengebäude beschädigt worden, teilte die iranische Atomenergiebehörde am Samstag mit. Es ist das vierte Mal seit Beginn des Krieges, dass Buschehr oder das umliegende Gelände unter Beschuss geraten sind. Buschehr liegt rund 750 Kilometer südlich der iranischen Hauptstadt Teheran und wird mit russischer Technik betrieben. (dpa)
11:17 Uhr
samstag, 4. April
Iran meldet Angriffe auf Petrochemie
Der Iran hat Luftangriffe auf die Sonderwirtschaftszone der Petrochemie in Mahschahr gemeldet. Die Nachrichtenagentur Tasnim berichtete unter Berufung auf das Gouverneursamt, dass es drei Einschläge und heftige Explosionen gegeben habe. Getroffen wurden demnach die Petrochemieunternehmen Fadschr 1 und 2, Ridschal und Amirkabir. Es sei sehr wahrscheinlich, dass es Todesopfer und Verletzte gegeben habe. Israels Armee wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Angriff äussern. Tasnim berichtete unter Berufung auf den Sprecher für Notfallsituationen in der Sonderwirtschaftszone, dass eine vollständige Evakuierung aller aktiven Industrieeinheiten in der Region angeordnet worden sei.
Mahschahr ist eine Hafenstadt in der iranischen Provinz Chusesten nahe der Grenze zum Irak. Nach Angaben von Tasnim war auch der wichtige Grenzübergang Schalamtscheh in Chorramschahr Ziel eines amerikanisch-israelischen Luftangriffs. Es seien schwere Schäden entstanden. Es handelt sich um einen der wichtigsten Grenzübergänge für den Handel und Personenverkehr zwischen dem Iran und dem Irak. (dpa)
11:15 Uhr
Samstag, 4. April
Irans Parlamentspräsident deutet Angriffe auf weitere Meerenge an
Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf hat die Möglichkeit von Angriffen auf eine weitere strategisch wichtige Seestrasse im Nahen Osten angedeutet. In einem Beitrag auf der Plattform X stellte Ghalibaf am Samstag die Frage, wie viele Tank- und Containerschiffe durch die Meerenge Bab al-Mandab fahren und welche Länder und Unternehmen sie besonders viel nutzten. Sein Posting wurde von Beobachtern als versteckte Drohung aufgefasst, dass die Meerenge unter Beschuss genommen werden könnte. Sie verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und dem Indischen Ozean und ist einer der verkehrsreichsten Engpässe im globalen Handel, den mehr als ein Zehntel des weltweit auf dem Seeweg transportierten Öls und ein Viertel der Containerschiffe passieren.
Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz aus dem Jemen, der an die Meerenge Bab al-Mandab angrenzt, hat dort in der Vergangenheit schon Angriffe auf den internationalen Schiffsverkehr verübt. Der Iran hat bereits den Transport von Öl durch die Strasse von Hormus auf der gegenüberliegenden Seite der arabischen Halbinsel weitgehend blockiert, was die Kraftstoffpreise in die Höhe schnellen liess und die Weltwirtschaft erschütterte. Eine Unterbrechung des Transits durch die Strasse von Bab al-Mandab würde Reedereien zwingen, ihre Schiffe um das Kap der Guten Hoffnung an der Südspitze Afrikas zu leiten, was die Preise weiter in die Höhe treiben würde. (dpa)
09:49 Uhr
samstag, 4. April
Sanitäter: Mann bei iranischem Raketenangriff auf Israel verletzt
Bei einem iranischen Raketenangriff auf die israelische Stadt Bnei Brak hat ein Mann leichte Verletzungen erlitten. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom teilte am Samstag mit, der Mann werde in ein Krankenhaus gebracht. Den Angaben zufolge wurde er von Glassplittern verletzt. Unklar blieb zunächst, ob diese auf einen direkten Raketentreffer oder eine abgefangene Rakete zurückgingen. (dpa)
09:48 Uhr
samstag, 4. April
Israels Militär meldet Angriffe auf iranische Militär-Infrastruktur
Die israelische Luftwaffe hat nach Armeeangaben militärische Infrastruktur in der iranischen Hauptstadt Teheran angegriffen. Wie das israelische Militär am Samstag mitteilte, richteten sich die Luftangriffe gegen Lagerstätten für ballistische Raketen und Flugabwehrraketen. Bei den Angriffen am Freitag seien auch Standorte der Waffenproduktion sowie militärische Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen ins Visier genommen worden. (dpa)
09:47 Uhr
Samstag, 4. April
Zwei weitere Mitglieder der Volksmudschahedin im Iran hingerichtet
Im Iran sind zwei weitere Mitglieder der oppositionellen Organisation der Volksmudschahedin hingerichtet worden. Die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan berichtete am Samstag, die beiden Männer seien gehängt worden, nachdem sie der Mitgliedschaft in einer Terrorgruppe für schuldig befunden worden seien. Seit dem Beginn des Iran-Kriegs wurden bislang sechs Mitglieder der Exilgruppe hingerichtet. (dpa)
09:46 Uhr
Samstag, 4. April
Oracle-Gebäude in Dubai von Drohnentrümmern beschädigt
In den Vereinigten Arabischen Emiraten sind Gebäude von Trümmern herabstürzender Drohnen beschädigt worden. Die Behörden in der Metropole Dubai teilten mit, die Fragmente der bei einer Abfangaktion zerstörten Drohnen hätten die Fassaden zweier Gebäude in Mitleidenschaft gezogen, von denen eines dem US-Tech-Konzern Oracle gehöre. Opfer wurden zunächst nicht gemeldet. Die iranische Revolutionsgarde hatte Oracle und 17 weiteren US-Unternehmen gedroht und ihnen vorgeworfen, an «terroristischer Spionage» im Iran beteiligt zu sein. Bei vorangegangenen iranischen Drohnenangriffen waren Einrichtungen der Amazon Web Services (AWS) in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain beschädigt worden. (dpa)
08:49 Uhr
Samstag, 4. April
Pentagon-Daten: Rund 370 US-Militärangehörige im Iran-Krieg verletzt
Seit dem Beginn des US-israelischen Krieges gegen den Iran sollen in der Nahost-Region rund 370 US-Militärangehörige verletzt worden sein. Das ging mit Stand Freitag aus online verfügbaren Daten des Verteidigungsministeriums hervor. Unklar war, ob in der Zählung bereits mutmassliche Opfer im Zusammenhang mit dem von Teheran für sich reklamierten Abschuss zweier US-Kampfflugzeuge enthalten waren. Insgesamt schlüsselte das Pentagon 365 Verletzte auf, darunter 247 Soldaten des Heeres, 63 Angehörige der Marine, 19 US-Marines und 36 Angehörige der Luftwaffe. Die Zahl der Todesopfer wurde weiter mit 13 angegeben. (dpa)
08:19 Uhr
Samstag, 4. April
Kreise: Absturzursache bei zweitem US-Kampfflugzeug unklar
Der Absturz eines zweiten US-Kampfflugzeugs in der Region am Persischen Golf wird von den US-Behörden offenbar noch nicht eindeutig als Abschuss durch den Iran verbucht. Ein US-Vertreter, der anonym bleiben wollte, sagte der Nachrichtenagentur AP, es sei unklar, ob die Maschine des Typs A-10 wie von iranischen Staatsmedien behauptet von der Luftabwehr der Islamischen Republik abgeschossen worden sei oder aus anderen Gründen abstürzte.
Zuvor hatten iranische Staatsmedien am Freitag bereits den Abschuss eines Kampfjets des Typs F-15E vermeldet. In einer E-Mail des Pentagons, in die die AP Einblick erhielt, hiess es, das Militär sei über den Abschuss eines Kampfflugzeugs informiert worden. Israelische und US-Kreise bestätigten der Nachrichtenagentur AP anschliessend, dass ein Besatzungsmitglied bei einem Such- und Rettungseinsatz im Südwesten des Irans gerettet worden sei. (dpa)
06:34 Uhr
Samstag, 4. April
Australien: Tankstellen ohne Treibstoff
Der Krieg im Iran hat auch Auswirkungen im weit entfernten Australien. Mehr als 300 Tankstellen vor allem in ländlichen Regionen hätten derzeit weder Benzin noch Diesel, das erklärte der australische Energieminister Chris Bowen.
Derzeit würden Australiens Vorräte an Benzin, Diesel und Kerosin noch für rund einen Monat halten, sagte Bowen. Es seien jedoch mehr als 50 Schiffe mit Treibstofflieferungen auf dem Weg nach Australien. (has)
06:12 Uhr
Samstag, 4. April
Abgeschossener US-Jet im Iran setzt Trump unter Druck
Nach dem ersten feindlichen Abschuss eines US-Kampfjets im Iran seit Kriegsbeginn ist der Verbleib eines Besatzungsmitglieds ungewiss. Nach fünf Wochen Kampfhandlungen war es laut iranischen Angaben und US-Medienberichten nicht der einzige Rückschlag, den die Vereinigten Staaten am Freitag erlitten: Demnach traf der Iran auch ein US-Kampfflugzeug vom Typ A-10 in der Region des Persischen Golfs nahe der Strasse von Hormus.
Wie die Sender NBC News und CBS News unter Berufung auf US-Beamte berichteten, unterstützte die Maschine eine Such- und Rettungsmission, nachdem der Iran zuvor den Kampfjet vom Typ F-15E über seinem Territorium abgeschossen hatte. Der Pilot des Flugzeugs vom Typ A-10 schaffte es mehreren US-Medien zufolge, seine beschädigte Maschine in den Luftraum Kuwaits zu steuern und sich in Sicherheit zu bringen.
Der Iran traf nach Informationen von NBC News und der «Washington Post» auch zwei Black-Hawk-Hubschrauber, die demnach ebenfalls an den Such- und Rettungsmassnahmen beteiligt waren. Soldaten seien verletzt worden, konnten sich aber in Sicherheit bringen, hiess es.
Die Vorfälle stellen eine weitere Eskalation des von den USA und Israel begonnenen Krieges dar und zeigen: Der Iran ist immer noch dazu in der Lage, den Angreifern gefährlich zu werden. Präsident Donald Trump setzt das unter Druck. Er und sein Team hatten zuletzt den Eindruck erweckt, dass US-Flugzeuge in Irans Luftraum keine Angriffe mehr fürchten mussten. Die USA hätten die Lufthoheit erlangt, hiess es. Immer wieder suggerierte der Präsident: Die militärischen Fähigkeiten Teherans seien bereits nahezu vernichtet.
Wie Trump darauf reagiert
Die USA hielten sich nach den Rückschlägen zunächst sehr bedeckt. Eines der beiden Besatzungsmitglieder der Maschine vom Typ F-15E konnte übereinstimmenden Medienberichten zufolge nach dem Absturz gerettet werden.
Auf die Frage, was er tun würde, falls das noch gesuchte, andere Crew-Mitglied von Iranern gefangengenommen oder verletzt werden sollte, sagte Trump laut der britischen Zeitung «The Independent» in einem Telefoninterview: «Nun, das kann ich nicht kommentieren, weil – wir hoffen, dass das nicht passieren wird.» Etwaige Gespräche mit dem Iran sieht Trump durch den Absturz des Kampfjets NBC News zufolge nicht beeinflusst.
Der Präsident, der die US-Hauptstadt sonst freitags oft verlässt, um das Wochenende etwa in seinem Club Mar-a-Lago in Florida zu verbringen, bleibt laut seines offiziellen Terminplans an diesem Samstag in Washington. (dpa)
06:15 Uhr
samstag, 4. April
Dramatische Rettungsaktion: USA verlieren einen weiteren Kampfjet im Iran
Die US-Luftwaffe hat über iranischem Boden durch Abschuss einen weiteren ihrer schon beträchtlichen Verluste erlitten. Einer der beiden Amerikaner der F-15-Besatzung soll sich inzwischen in Sicherheit befinden.
06:14 Uhr
Samstag, 4. April
Schwere Angriffe auf Teheran
In der iranischen Hauptstadt Teheran kam es unterdessen am späten Freitagabend zu neuen schweren Angriffen. Anwohner im Norden der Stadt berichteten von massiven Explosionen, die ganze Gebäude zum Zittern gebracht hätten. Menschen seien in Panik auf die Strasse gelaufen. Einem örtlichen Medienbericht zufolge wurden Ziele im wohlhabenden Stadtteil Niawaran angegriffen.
Auch Bewohner des Westens der Stadt hätten einander nach den umfangreichen Angriffen angerufen, um sich gegenseitig zu versichern, dass sie noch am Leben seien, hiess es weiter. Augenzeugen sagten, es seien mehrere Einsatzwagen auf den Strassen gewesen und «überall Rauch».
Am Freitag war der letzte Tag der zweiwöchigen persischen Neujahrsferien, weswegen viele Menschen wieder in die Hauptstadt zurückgekehrt waren. «Nun aber packen sie und wollen wieder raus», sagte ein Bewohner Teherans.
Als Vergeltung für die amerikanisch-israelischen Angriffe nimmt der Iran immer wieder Ziele in den Staaten am Persischen Golf ins Visier, die Teheran für US-Verbündete hält. In der Nacht heulten etwa in Bahrain die Sirenen, die Bürger wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen.
In Dubai stürzten nach einem Einsatz der Luftabwehr Trümmer auf die Fassade eines Gebäudes im Stadtteil Dubai Marina. Es habe kein Feuer gegeben, niemand sei verletzt worden, hiess es. In Israel meldeten die Behörden nach einem Raketenbeschuss ebenfalls Schäden. (dpa)
23:31 Uhr
Freitag, 3. April
Iran: Haben weiteres US-Kampfflugzeug abgeschossen
Der Iran hat nach Angaben des Militärs ein weiteres US-Kampfflugzeug abgeschossen, dieses Mal über dem Persischen Golf. Die Luftabwehr habe ein Kampfflugzeug vom Typ A-10 in den südlichen Gewässern nahe der Strasse von Hormus ins Visier genommen und getroffen, berichtete die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf die Pressestelle der Armee. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.
Mehrere US-Medien berichten allerdings über ein zweites beschädigtes US-Flugzeug vom Typ A-10 - und verweisen dabei auf mehrere Details:
Die «New York Times» berichtet unter Berufung auf zwei US-Beamte, dass ein Kampfflugzeug dieses Typs am Freitag in der Region des Persischen Golfs in der Nähe der Strasse von Hormus abgestürzt sei. Der Pilot sei gerettet worden. Der Vorfall habe sich etwa zur selben Zeit ereignet, als auch ein US-Kampfflugzeug des Typs F-15E über dem Iran abgeschossen worden sei, hiess es. Nach Informationen des US-Sender CBS News ist während einer Rettungsmission für ein Besatzungsmitglied dieses über dem Iran abgeschossenen Kampfflugzeug eine Maschine vom Typ A-10 beschädigt worden. Laut «Washington Post» hat der Pilot des Flugzeugs vom Typ A-10 seine beschädigte Maschine zunächst in den Luftraum Kuwaits gesteuert und ist anschliessend gerettet worden.
Vor den Berichten zu dem zweiten beschädigten US-Flugzeug war bereits der Absturz des Kampfflugzeugs des Typs F-15E publik geworden. Eines der beiden Besatzungsmitglieder der Maschine wurde US-Medien zufolge von Spezialkräften gerettet, nach dem anderen wird demnach noch gesucht.
Der «Washington Post» zufolge wurden auch zwei Black-Hawk-Hubschrauber, die an den Such- und Rettungsmassnahmen beteiligt waren, vom Iran beschossen und getroffen. Personen an Bord seien dadurch verletzt worden, beide Maschinen hätten aber sicher zu ihrem Stützpunkt zurückkehren können, berichtete die Zeitung unter Berufung auf US-Beamte. (dpa)
20:27 Uhr
Freitag, 3. April
Renommierte Universität in Teheran getroffen
Bei den jüngsten Luftangriffen der USA und Israels auf den Iran ist erneut eine renommierte Universität in der Hauptstadt Teheran getroffen worden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim wurden bei der Attacke am Nachmittag (Ortszeit) das medizinische Forschungsinstitut sowie das Laborgebäude der Beheschti-Universität fast vollständig zerstört. Zudem sei auch das Studentenwohnheim auf dem Uni-Gelände stark beschädigt worden.
Zu möglichen Opfern gebe es vorerst keine Angaben, hiess es bei Tasnim weiter. In den vergangenen Wochen hatte es Medienberichten zufolge bereits Angriffe auf Universitäten in Teheran und anderen Städten gegeben. Nach iranischen Angaben waren etwa die Technische Universität Isfahan und die Universität für Wissenschaft und Technologie in Teheran Ziel israelisch-amerikanischer Angriffe. (dpa)
17:12 Uhr
Freitag, 3. April
USA bestätigen Abschuss von Kampfjet im Iran
Die US-Regierung hat übereinstimmenden Medienberichten zufolge bestätigt, dass ein Kampfflugzeug über dem Iran abgeschossen worden ist. Mehrere US-Medien berichteten zudem, dass eines der beiden Besatzungsmitglieder von US-Spezialkräften gerettet worden sei. Laut dem Portal «Axios», das sich auf einen israelischen Beamten und eine zweite mit der Lage vertraute Quelle berief, dauerte zudem die Suche nach dem zweiten Besatzungsmitglied an. Der TV-Sender CBS News berichtete ebenso über die Rettung eines Besatzungsmitglieds unter Berufung auf zwei US-Beamte.
Es wäre demnach der erste Verlust eines US-Kampfflugzeuges im Iran seit Kriegsbeginn am 28. Februar.
Mit Schleudersitz gerettet?
Zuvor hatten Irans Streitkräfte den Abschluss eines Kampfjets vom Typ F-35 gemeldet. Das Kampfflugzeug sei im zentralen Luftraum durch ein neues fortschrittliches Verteidigungssystem abgeschossen worden, hiess es in einer Erklärung der Revolutionsgarden. US-Medien hingegen berichteten, dass es sich bei dem Absturz um eine Maschine des Typs 15E handeln solle.
Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim hatte berichtet, ein amerikanischer Pilot, der sich mit einem Schleudersitz gerettet habe, sei gefangen genommen worden. Im staatlichen Rundfunk hatte es dagegen geheissen, das Schicksal der beiden US-Piloten sei unklar. (dpa)
16:22 Uhr
Freitag, 3. April
Trump spricht erneut von Öl-Übernahme
US-Präsident Donald Trump hat im Iran-Krieg eine mögliche Übernahme von Öl aus der Region ins Spiel gebracht. Mit ein bisschen mehr Zeit könne man problemlos «DIE STRASSE VON HORMUS ÖFFNEN, DAS ÖL NEHMEN, & EIN VERMÖGEN VERDIENEN», schrieb der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social. Genauere Angaben - etwa dazu, welche Ölvorkommen er meinen könnte - machte Trump nicht.
Anfang der Woche hatte er der britischen Zeitung «Financial Times» (FT) bereits gesagt: «Um ehrlich zu sein, am liebsten würde ich mir das Öl im Iran nehmen.» Für einen solchen Schritt müsste das US-Militär wohl die iranische Insel Charg im Persischen Golf einnehmen, über die etwa 90 Prozent der Erdölausfuhren des Landes abgewickelt werden.
Die Strasse von Hormus ist für den globalen Öltransport sehr wichtig. Seit Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar kam die Schifffahrt durch die Meerenge weitgehend zum Erliegen. Die Energiepreise schossen weltweit nach oben. (dpa)
14:16 Uhr
Freitag, 3. April
Viele Kollateralschäden bei gezielten Angriffen im Iran
Die meisten zivilen Todesopfer des Krieges im Iran sind nach Angaben einer Beobachterorganisation auf gezielte Angriffe der USA und Israels auf militärische und staatliche Ziele zurückzuführen. In der Umgebung dieser Orte seien besonders viele Tote gezählt worden, teilte die Organisation ACLED mit, die Daten zu bewaffneten Konflikten auswertet. Auf «wahlloses Bombardement» städtischer Wohngebiete seien die hohen zivilen Opferzahlen hingegen eher nicht zurückzuführen.
Der Iran hat seit Kriegsbeginn 1'973 Tote gemeldet. Allein bei einem Angriff, der am 28. Februar eine Schule in der Nähe eines Stützpunkts der Revolutionsgarde traf, wurden mehr als 160 Zivilisten getötet, die meisten davon Kinder. Auch in anderen Fällen mit zivilen Opfern seien Anlagen des iranischen Militärs oder Sicherheitsapparats in dicht besiedelten Gegenden angegriffen worden, teilte ACLED mit. Die Organisation dokumentierte weniger als 100 solcher Angriffe.
Am zweitmeisten zivile Opfer gab es dem Bericht zufolge durch gezielte Tötungen von Vertretern der iranischen Führung. ACLED teilte mit, es habe fast 50 Angriffe auf bestimmte Stockwerke mit schwerer Munition dokumentiert, die ganze Gebäude zerstört hätten. Fast 40-mal sei es zu Angriffen auf zivile Einrichtungen wie Sporthallen gekommen, die von den iranischen Sicherheitskräften genutzt wurden, wobei ebenfalls Zivilisten getötet worden seien. (dpa)
13:07 Uhr
Freitag, 3. April
Selenski: Ukraine will bei Öffnung der Strasse von Hormus helfen
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat die Unterstützung seines Landes bei der Sicherung der Schifffahrt durch die Strasse von Hormus angeboten. Selenski verwies auf die Erfahrung der ukrainischen Streitkräfte, trotz russischer Angriffe Schifffahrtsrouten auf dem Schwarzen Meer offen zu halten. «Wenn wir dazu aufgefordert werden, werden wir helfen», sagte Selenski, ohne näher darauf einzugehen, was diese Hilfe beinhalten könnte. «Die Meerenge muss wieder befahrbar gemacht werden.» Selenski hatte den Golfstaaten auch Hilfe bei der Abwehr iranischer Drohnen angeboten, mit denen die Ukraine aus dem Krieg mit Russland bereits Erfahrung hat. Vertreter der Ukraine sind bereits in die Region gereist, um als Berater zu fungieren. (dpa)
13:01 Uhr
Freitag, 3. April
Amnesty: Rekrutierung von Kindern im Iran ist Kriegsverbrechen
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat die Rekrutierung von Kindern für die Freiwilligen-Miliz Basidsch im Iran scharf verurteilt. Dies sei ein Kriegsverbrechen, teilte Erika Guevara-Rosas von Amnesty International am Freitag auf der Plattform X mit. Die Revolutionsgarde hatte kürzlich Kinder und Jugendliche ab einem Alter von zwölf Jahren zum Dienst bei den Basidsch-Milizen aufgerufen, die Kontrollposten betreiben und in der Vergangenheit Proteste brutal niedergeschlagen haben. Augenzeugenberichte und die eigene Analyse von Videoaufnahmen würden zeigen, dass bereits «Kindersoldaten an Kontrollposten und auf Patrouillen eingesetzt wurden», hiess es von Amnesty. Einige seien mit Waffen wie Kalaschnikow-Sturmgewehren ausgerüstet. (dpa)
13:00 Uhr
Freitag, 3. April
Gasanlage in Abu Dhabi nach Angriff Betrieb eingestell
In Abu Dhabi stellt nach offiziellen Angaben eine Gasanlage den Betrieb ein. Trümmerteile seien nach einer Luftverteidigungsaktion auf das Gelände der Habshan Gasanlage gefallen, teilte das staatliche Medium Abu Dhabi Media Office auf X mit. Es gebe keine Berichte über Opfer. Der Betrieb sei eingestellt worden, während die Behörden einen Brand bekämpften, hiess es weiter. Auch in der Region Adschban reagierten Behörden des Emirats auf herabfallende Trümmerteile, hiess es in einer weiteren Stellungnahme. (dpa)
10:40 Uhr
Freitag, 3. April
Entsalzungsanlage in Kuwait von iranischen Drohnen beschädigt
Nach einem iranischen Drohnenangriff auf eine Ölraffinerie in Kuwait ist am Freitag auch eine Entsalzungsanlage im Golfstaat getroffen worden. Die Attacke habe «erheblichen Schaden» an einigen Komponenten der Entsalzungsanlage verursacht, teilten die kuwaitischen Behörden mit. Die Anlagen wandeln das salzige Wasser des Persischen Golfs in Trinkwasser für die trockene Region um. Im Fall von Kuwait stammen etwa 90 Prozent des Trinkwassers aus der Meerwasserentsalzung. (dpa)
09:53 Uhr
Freitag, 3. April
Ex-CIA-Chef Burns: Krieg stärkt womöglich Hardliner im Iran
Der ehemalige CIA-Direktor William Burns hat vor den Folgen der US-israelischen Angriffe auf den Iran gewarnt. Dies sei ein Krieg, den die beiden Staaten aus eigenem Antrieb begonnen hätten und der letztlich möglicherweise nur die Hardliner innerhalb der Islamischen Republik gestärkt habe, sagte Burns in einem Podcast der Zeitschrift «Foreign Affairs». «Dies ist ein Regime, das in vielen Dingen unfähig ist, zum Beispiel in der Verwaltung seiner Wirtschaft, aber es ist darauf ausgelegt, sich selbst zu erhalten und sein eigenes Volk zu unterdrücken, und es ist darauf ausgelegt, selbst der Enthauptung seiner Führungsspitze zu widerstehen», sagte Burns, der unter Ex-Präsident Barack Obama im Vorfeld des Atomabkommens von 2015 heimlich mit den Iranern verhandelt hatte.
Burns widersprach auch der Einschätzung von US-Präsident Donald Trump, dass es durch die Luftangriffe, bei denen führende Politiker, darunter der Oberste Führer Ajatollah Ali Khamenei, getötet wurden, bereits einen «Regimewechsel» gegeben habe. «In mancher Hinsicht ist es sicherlich ein viel schwächeres Regime, aber es ist auch eines, das noch bösartiger und radikaler ist und, Sie wissen schon, weniger offen», sagte Burns. Er fügte hinzu, dass die iranische Theokratie glaube, «dass der Sieg das Überleben ist». «Ich habe lange Zeit geglaubt, dass dieses Regime auf einer Art Einbahnstrasse zu seinem letztendlichen Zusammenbruch ist, aber ich befürchte, dass wir in diesem Krieg diesen Zusammenbruch nicht beschleunigt, sondern eher ein wenig verlangsamt haben», sagte Burns. (dpa)
09:52 Uhr
Freitag, 3. April
Iran und Hisbollah feuern wieder Geschosse auf Israel
Israel ist am Morgen und in der Nacht erneut mit Raketen beschossen worden. In der Nacht wurde Berichten zufolge bei einem iranischen Angriff ein Haus in einem Vorort von Tel Aviv schwerbeschädigt. Auch in anderen Gegenden gab es Medien zufolge Einschläge. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim bestätigte den nächtlichen Raketenangriff auf Israel. Am Morgen heulten im Norden des Landes wegen Drohnen- und Raketenangriffen der libanesischen Hisbollah mehrfach die Warnsirenen. Die vom Iran unterstützte Miliz reklamierte Raketenangriffe für sich. Juden in Israel und weltweit feiern derzeit das einwöchige Pessachfest, das an den Auszug der Israeliten aus Ägypten und die Befreiung aus der Sklaverei erinnert.
Israel tötet Hisbollah-Mitglieder Israels Armee teilte am Morgen mit, sie habe rund 15 Mitglieder der Miliz bei einem Luftangriff im Südlibanon getötet. Diese hätten einen Raketenangriff auf Israel geplant. Das israelische Militär erneuerte zugleich einen Fluchtaufruf für die Bewohner der südlichen Vororte von Beirut. Die Armee werde dort weiter Infrastruktur der Hisbollah ins Visier nehmen, hiess es darin. Die dicht besiedelten Viertel gelten als Hochburg der Miliz. Hunderttausende Bewohner haben die Gegend infolge der israelischen Bombardements bislang verlassen. (dpa)
09:10 Uhr
Freitag, 3. April
Raffinerie in Kuwait von Drohnen getroffen
In Kuwait haben Drohnen am frühen Morgen die Mina Al-Ahmadi Raffinerie getroffen. Wie die staatliche Kuwait Petroleum Company (KPC) auf X mitteilte, seien in mehreren Betriebseinheiten Feuer ausgebrochen. Rettungskräfte seien im Einsatz, um die Brände zu löschen. Es gebe keine Berichte zu Opfern. KPC berichtete nicht, die Raffinerie abgeschaltet zu haben. Die Raffinerie war auch schon in der Vergangenheit Ziel von Angriffen geworden und vor zwei Wochen daher auch abgeschaltet worden. Die Anlage gehört zu den wichtigsten Ölraffinerien des Landes und auch der Golfregion. (dpa)
09:08 Uhr
Freitag, 3. April
Hormus-Resolution nach Widerstand von Veto-Mächten abgeschwäch
Eine geplante scharfe Resolution des UN-Sicherheitsrats zur Sicherung der Strasse von Hormus ist nach Widerstand der Veto-Mächte China, Russland, aber auch Frankreich deutlich abgeschwächt worden. In dem Textentwurf, der der Nachrichtenagentur AP vor der Abstimmung vorlag, wurden dem Einsatz militärischer Gewalt zum Schutz der Schiffe enge Schranken gesetzt. Zudem wurde die eigentlich auf Freitag angesetzte Abstimmung abgesagt. Vermutlich dürfte es am Samstag zu einem Votum kommen, hiess es aus UN-Kreisen. Im ersten Entwurf des derzeitigen Vorsitzlandes Bahrain war noch vom Einsatz «aller notwendigen Mittel» für den Schutz der kommerziellen Schifffahrt die Rede, eine Formulierung, die auch offensive Militäreinsätze eingeschlossen hätte. In dem endgültigen Text werden nur Verteidigungseinsätze autorisiert.
Konkret werden die Staaten ermächtigt, «alle notwendigen und den Umständen angemessenen Verteidigungsmassnahmen in der Strasse von Hormus und den angrenzenden Gewässern zu ergreifen», um die Durchfahrt zu sichern und Versuche, die internationale Schifffahrt zu behindern, «für einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten» abzuwehren. (dpa)
09:07 Uhr
Freitag, 3. April
Iran: Haben Kampfjet vom Typ F-35 abgeschossen
Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge einen Kampfjet vom Typ F-35 abgeschossen. Das Kampfflugzeug sei im zentralen Luftraum durch ein neues fortschrittliches Verteidigungssystem abgeschossen worden, hiess es in einer Erklärung der Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht. Von US-Seite gab es dafür zunächst keine Bestätigung. Es sei bereits der zweite Abschuss eines F-35, behaupteten die Revolutionswächter. «Aufgrund der völligen Zerstörung des Flugzeugs gibt es keine Informationen über das Schicksal des Piloten», hiess es in der Mitteilung. Es sei unwahrscheinlich, dass der Pilot überlebt habe. (dpa)
06:23 Uhr
Freitag, 3. April
Iranische Staatsmedien: Acht Tote bei Angriffen auf Autobahnbrücke
Bei Angriffen auf eine Autobahnbrücke im Iran sind laut Staatsmedien acht Menschen getötet worden. Zudem seien 95 Menschen verletzt worden, die sich am Donnerstag unter der Brücke und am Flussufer versammelt hätten, um den «Tag der Natur» zu begehen, hiess es in dem Bericht unter Berufung auf Behörden in der Provinz Albors. Iranische Regierungsvertreter verurteilten die Zerstörung ziviler Infrastruktur und erklärten, an der Brücke sei noch gebaut worden. Brücken in die Luft zu sprengen, «wird die Iraner nicht zur Kapitulation bewegen», schrieb Aussenminister Abbas Araghtschi am Donnerstagabend auf der Plattform X. Angriffe auf die zivile Infrastruktur zeigten lediglich «die Niederlage und den moralischen Zusammenbruch eines zerrütteten Gegners» auf. (dpa)
06:21 Uhr
Freitag, 3. April
Trump: Brücken als nächste Ziele im Iran, dann Kraftwerke
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran erneut mit härteren Angriffen auf die Infrastruktur des Landes gedroht. Das US-Militär habe noch nicht einmal damit begonnen, das zu zerstören, was im Iran noch übrig sei, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. «Brücken als Nächstes, dann Kraftwerke!» Er ergänzte: «Die neue Führung des Regimes weiss, was getan werden muss.» Und das müsse schnell geschehen. Es blieb zunächst unklar, was genau er damit meinte. Wahrscheinlich bezog er sich auf seine früheren Äusserungen, wonach sich die Führung in Teheran zur Beendigung des Kriegs auf einen Deal einlassen müsse, bevor es zu spät sei und nichts mehr vom Land übrig bleibe. (dpa)
20:04 Uhr
Donnerstag, 2. April
Trump zu zerstörter Brücke im Iran: Viel mehr wird folgen
Nach der Bombardierung einer wichtigen Autobahnbrücke bei Teheran hat US-Präsident Donald Trump dem Iran mit weiteren Angriffen gedroht. «Die grösste Brücke im Iran stürzt ein und wird nie wieder genutzt werden – es wird noch viel mehr folgen!», schrieb er auf der Online-Plattform Truth Social und postete ein kurzes Video dazu, das die zerstörte Brücke vor einem Bergmassiv und dichte Rauchschwaden zeigt. Der Iran sollte sich auf einen Deal einlassen, bevor es zu spät sei und nichts mehr übrig bleibe von dem Land, so Trump.
Es handelt sich um eine wichtige Autobahnbrücke in der Grossstadt Karadsch, einem Vorort westlich von Teheran. Iranische Medien hatten zuvor von dem Luftangriff berichtet. Über Opfer wurde zunächst nichts bekannt. Mit einer Höhe von 132 Metern war sie die höchste Brücke im Iran und eine wichtige Verbindungsroute für Pendler aus Karadsch in die Hauptstadt und Millionenmetropole Teheran.
Trump hatte zuvor weitere heftige Angriffe gegen den Iran angekündigt. «Wir werden sie in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen. Wir werden sie zurück in die Steinzeit versetzen, wo sie hingehören», sagte er in einer Rede an die Nation. Bei vielen Iranerinnen und Iranern, auch Regierungsgegnern, löste dies grosse Empörung aus. (dpa)
18:35 Uhr
Donnerstag, 2. April
Neuer Raketenangriff des Irans auf Tel Aviv
Der Iran hat Israel erneut mit Raketen angegriffen. Irans staatlicher Rundfunk berichtete von einer weiteren Angriffswelle auf die Küstenstadt Tel Aviv. In der Metropole sowie in Jerusalem gab es erneut Raketenalarm, Menschen eilten in Schutzräume.
Nach ersten Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom wurde aber niemand verletzt. Bei einem Raketenangriff der mit dem Iran verbündeten libanesischen Hisbollah-Miliz wurde nach Medienberichten in der Stadt Naharija im Norden Israels ein Kindergarten getroffen. Dabei gab es aber den Angaben zufolge keine Verletzten. (dpa)
17:36 Uhr
Donnerstag, 2. April
Ministerium: Rund 1350 Tote im Libanon durch israelische Angriffe
Israelische Angriffe im Zuge des wieder aufgeflammten Krieges mit der Schiitenmiliz Hisbollah haben seit dem 2. März mindestens 1345 Menschen im Libanon das Leben gekostet. Das teilte das libanesische Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Unter den Todesopfern seien 125 Kinder und mehr als 90 Frauen. Binnen 24 Stunden seien zuletzt 27 Menschen getötet und 105 weitere verletzt worden, erklärte das Ministerium. Insgesamt seien 4040 Menschen verletzt worden. Laut Ministerium sind unter den Toten auch 53 Mitarbeiter des Gesundheitswesens. (dpa)
16:06 Uhr
Donnerstag, 2. April
Wut nach Angriffen auf zivile Infrastruktur im Iran
Im Iran hat die Zerstörung ziviler Infrastruktur bei Anhängern der Regierung wie auch bei ihren Gegnern Wut und Fassungslosigkeit ausgelöst. Aussenamtssprecher Ismail Baghai kritisierte die Bombardierung des Pasteur-Instituts, eines Forschungszentrums für Biologie und Medizin in der Hauptstadt Teheran, scharf. «Herzzerreissend, grausam, verabscheuungswürdig und absolut empörend», schrieb er auf X. Es handle sich nicht nur um ein weiteres Kriegsverbrechen, sondern um «einen barbarischen Angriff auf grundlegende menschliche Werte».
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor weitere heftige Angriffe gegen den Iran angekündigt. «Wir werden sie in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen. Wir werden sie zurück in die Steinzeit versetzen, wo sie hingehören», sagte er in einer Rede an die Nation. Bei vielen Iranerinnen und Iranern, auch Regierungsgegnern, löste dies grosse Empörung aus.
Bewohner sind wütend auf Trump
In der Grossstadt Karadsch, einem Vorort westlich von Teheran, wurde unterdessen eine als «B1» bekannte Brücke einer Autobahn bei einem Luftangriff zerstört. Die Nachrichtenagentur Fars veröffentlichte ein Foto des zerbombten Abschnitts, der erst im vergangenen Sommer fertiggestellt worden war. Mit einer Höhe von 132 Metern war sie die höchste Brücke im Iran.
Auch Mohsen Borhani, Dozent für Strafrecht an der Universität Teheran, äusserte scharfe Kritik an der Zerstörung iranischer Infrastruktur. Den USA und Israel warf er vor, dort unter konstruierten Vorwänden anzugreifen. «Morgen werden sie sagen, Militärangehörige trinken Wasser. Und folglich muss man Staudämme und Entsalzungsanlagen bombardieren.» (dpa)
15:18 Uhr
Donnerstag, 2. April
Iran vollstreckt weiteres Todesurteil nach Massenprotesten
Im Iran ist ein weiteres Todesurteil im Zusammenhang mit den jüngsten Massenprotesten vollstreckt worden. Nach Angaben des offiziellen Justizportals wurde Amirhossein Hatami gehängt. Er soll zu einer Gruppe gehört haben, die in einen «militärisch klassifizierten Standort» der paramilitärischen Basidsch-Miliz in Teheran eingedrungen und dort Feuer gelegt haben soll.
Nach Justizangaben wurde das Todesurteil vom obersten Gericht überprüft und eine Revision als unbegründet abgelehnt. Unterstützer schrieben auf X, Hatami sei zum Zeitpunkt seiner Hinrichtung erst 18 Jahre alt gewesen und zu einem Geständnis gezwungen worden. Diese Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Im Iran sind in den ersten drei Monaten dieses Jahres nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Hengaw mindestens 160 Todesurteile vollstreckt worden.
Die iranische Justiz hatte am Dienstag angekündigt, die Todesstrafe künftig für mehr Delikte als bisher «ohne Gnade und Nachsicht» zu vollstrecken. Ausser Spionage für die USA, Israel oder andere «feindliche Staaten» sollen künftig auch Terrorhandlungen, die Zerstörung staatlicher Einrichtungen sowie Taten, die «Angst und Schrecken» in der Bevölkerung auslösen, mit der Todesstrafe geahndet werden.
Die Proteste wurden Ende Dezember zunächst durch eine Wirtschaftskrise ausgelöst. Rasch entwickelten sich die Demonstrationen jedoch zu politischen Aufständen gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik. Der Sicherheitsapparat ging brutal gegen die Proteste vor. Tausende Demonstranten wurden getötet. (dpa)
13:18 Uhr
Donnerstag, 2. April
Israel vermeldet: Mehrere Mitglieder der Hisbollah getötet
Israels Armee hat bei Angriffen am Boden, aus der Luft und vom Meer aus etliche Mitglieder der libanesischen Hisbollah getötet. In den vergangenen 24 Stunden seien mehr als 40 Mitglieder der vom Iran unterstützten Miliz im Nachbarland getötet worden, teilte das israelische Militär in einer Erklärung am Mittag mit. Aus Kreisen der Hisbollah hiess es ebenfalls, Dutzende Kämpfer seien bei Nahkämpfen mit israelischen Soldaten im Südlibanon ums Leben gekommen. (dpa)
11:55 Uhr
Donnerstag, 2. April
China macht USA für Blockade der Strasse von Hormus verantwortlich
China hat den USA und Israel die Hauptverantwortung für den weitgehenden Stopp der Schifffahrt durch die Meerenge von Hormus gegeben. «Die Hauptursache für die Unterbrechung der Schifffahrt in der Strasse von Hormus liegt in den illegalen Militäraktionen der USA und Israels gegen den Iran», sagte Aussenministeriumssprecherin Mao Ning am Donnerstag. Um die Sicherheit dort wieder herzustellen, müssten die Feindseligkeiten beendet werden. «Mit militärischen Mitteln lässt sich das Problem nicht grundlegend lösen», sagte sie.

Mao betonte, die Volksrepublik spreche mit allen Parteien über die Meerenge von Hormus. «Wir glauben, dass ein baldiger Waffenstillstand und die Wiederherstellung von Frieden und Stabilität in der Strasse von Hormus und den angrenzenden Gewässern ein gemeinsames Ziel der internationalen Gemeinschaft ist, und dass alle Seiten auf dieses Ziel hinarbeiten sollten», sagte sie. «Eine Eskalation des Konflikts liegt im Interesse keiner Partei.»
Der Iran hat nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe Ende Februar die Meerenge praktisch blockiert, durch die etwa ein Fünftel des weltweit gehandelten Rohöls verschifft wird, aber auch grosse Mengen verflüssigtes Erdgas und Düngemittel. Das trifft insbesondere asiatische Staaten, die in hohem Masse Öl und Gas aus der Golfregion importieren. Inzwischen lässt der Iran zwar wieder einige Schiffe durchfahren, beansprucht aber die Kontrolle bei der Auswahl der Schiffe und ihrer Ladung.
China und Pakistan haben vor wenigen Tagen einen Fünf-Punkte-Plan angekündigt. Dieser umfasst die sofortige Einstellung der Kampfhandlungen, den schnellstmöglichen Beginn von Friedensgesprächen, die Gewährleistung der Sicherheit ziviler Ziele und die Garantie der Sicherheit der Schifffahrt durch die Strasse von Hormus. (dpa)
10:25 Uhr
Donnerstag, 2. April
Iran kündigt weiteren Widerstand an
Der Iran lehnt eine Kapitulation im fast fünf Wochen andauernden Krieg mit den USA und Israel ab. Aussenamtssprecher Ismail Baghai sagte nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna, solange dieser Krieg andauere, werde sein Land den Widerstand fortsetzen. Der Iran werde den «bösartigen Kreislauf aus Krieg, Verhandlungen, Waffenstillstand und dann der Wiederholung desselben Musters nicht hinnehmen».
Baghai bezeichnete den anhaltenden Konflikt als «katastrophal nicht nur für den Iran, sondern für die gesamte Region und darüber hinaus». (dpa)
09:47 Uhr
Donnerstag, 2. April
Iran droht den USA mit härteren Angriffen
Der Iran droht Israel und den USA mit weiteren, noch härteren Angriffen. Ein Sprecher des Hauptquartiers der Streitkräfte sagte laut Nachrichtenagentur Isna, die Kenntnisse der Gegner über Irans militärische Fähigkeiten, Macht und Ausrüstung seien unvollständig. «Über unsere sehr umfangreichen und strategischen Kapazitäten wisst ihr nichts», so der Sprecher. (dpa)
07:20 Uhr
Donnerstag, 2. April
Trump: Das passiert, wenn Iran sein Uran einsetzt
US-Präsident Donald Trump hat die Bedeutung des wohl im Iran verschütteten hochangereicherten Urans heruntergespielt. Irans Atomanlagen seien bei den Luftangriffen im Juni vergangenen Jahres so hart getroffen worden, dass es Monate dauern würde, um auch nur in die Nähe des Urans zu gelangen, sagte er. Man beobachte dies mit Hilfe von Satelliten intensiv. Wenn man auch nur die geringste Bewegung der Iraner bemerke, würden sie «sehr hart» mit Raketen getroffen werden, sagte Trump. Die USA hielten alle Karten in der Hand, die Iraner hätten keine Handlungsmöglichkeiten, sagte er.
Das hochangereicherte Uran, das sich sehr tief unter Irans Atomanlagen befinden soll, nannte Trump dabei nicht direkt. Stattdessen sprach er von «nuklearem Staub» - einen Begriff, den er bereits zuvor für Irans Uran-Vorrat genutzt hatte.
Seit Tagen gibt es Berichte über eine mögliche Bodenoffensive des US-Militärs im Iran. Das «Wall Street Journal» etwa hatte jüngst unter Berufung auf US-Beamte berichtet, Trump prüfe zurzeit, wie gefährlich ein Militäreinsatz zur Bergung des Urans für die dafür nötigen Bodentruppen wäre.
07:16 Uhr
Donnerstag, 2. April
Donald Trump appelliert an Geduld der USA
In seiner Rede an die Nation zur Lage im Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump an die Geduld der US-Bürger appelliert. In diesem Zusammenhang rekapitulierte der Präsident die Dauer amerikanischer Einsätze während früherer Konflikte. «Der Erste Weltkrieg dauerte ein Jahr, sieben Monate und fünf Tage», sagte er. «Der Zweite Weltkrieg dauerte drei Jahre, acht Monate und 25 Tage.» Er erwähnte ausserdem Korea, Vietnam und den Irak. Im Vergleich dazu dauere der Einsatz im Iran erst 32 Tage, sagte Trump.
Der Einsatz sei «so mächtig, so brillant», dass «eines der mächtigsten Länder» «wirklich keine Bedrohung mehr» darstelle, behauptete er. Trump wiederholte in seiner Rede auch erneut die unbelegte Behauptung, Irans Militär sei «dezimiert» und sagte, die Bemühungen anderer Länder zur Sicherung der Strasse von Hormus «sollten einfach sein» - unabhängige Beobachtungsdaten stützen diese Aussagen jedoch nicht.
Auch wenn die Angriffe des Iran zurückgegangen sind, bleibt das iranische Militär dennoch ein hartnäckiger Gegner. Demnach ging die Zahl der Angriffe des Iran von fast 100 am 1. März auf höchstens 50 pro Tag seit dem 6. März zurück. Das zeigen unabhängige Daten des US-amerikanischen Gruppenprojekts Armed Conflict Location & Event Data (ACLED), das Konflikte weltweit erfasst.
Experten zufolge könnte der Rückgang der Angriffe auch ein Hinweis darauf sein, dass der Iran seine Raketen und Drohnen bewusst rationiert und nicht, dass ihm die Feuerkraft ausgeht.
Wie aus einer repräsentativen Umfrage der Nachrichtenagentur AP und des Forschungszentrums Norc hervorgeht, sind sechs von zehn US-Amerikaner der Meinung, Trumps Vorgehen im Iran sei zu weit gegangen. (dpa)
19:02 Uhr
Mittwoch, 1. April
Irans Aussenamtssprecher dementiert: Keine Bitte um Waffenruhe
Irans Aussenamtssprecher hat die Aussage von US-Präsident Donald Trump zurückgewiesen, wonach sein Land um eine Waffenruhe gebeten habe. Die Aussagen Trumps seien falsch und unbegründet, wurde Ismail Baghai vom Staatssender Irib zitiert.
«Das sind Täuschungen der USA, um ihre illegitime Kriegspolitik zu rechtfertigen», sagte Baghai laut dem Bericht. Der Iran sei derzeit feindlichen Angriffen ausgesetzt und werde seine Vergeltungsschläge weiterführen. Daher achte Teheran auch nicht auf solch irreführende und grundlose Äusserungen, sagte der Sprecher. (dpa)
18:25 Uhr
Mittwoch, 1. April
Medien: Grösster Raketenangriff auf Israel seit Kriegsbeginn
Der Iran hat Israel kurz vor Beginn des Pessach-Festes massiv mit Raketen angegriffen. Allein in Tel Aviv gab es nach Angaben von Augenzeugen sechsmal Raketenalarm innerhalb einer Stunde.
Die «Times of Israel» berichtete unter Berufung auf die Armee, dass es sich um den grössten iranischen Raketenangriff auf Israel seit Beginn des Krieges gehandelt habe. Etwa zehn ballistische Raketen seien auf Zentralisrael abgefeuert worden. Die meisten habe die Luftabwehr abgefangen. Einige Raketen habe man in freies Gelände einschlagen lassen. Die israelische Armee teilte mit, dass sie Angriffe auf Dutzende «Terrorziele» im Zentrum Teherans gestartet habe. (dpa)
15:29 Uhr
Mittwoch, 1. April
Trump: Iran bittet um Waffenruhe
Der Iran soll nach den Worten von US-Präsident Donald Trump um eine Waffenruhe gebeten haben. Der Republikaner schrieb auf der Plattform Truth Social, man werde darüber nachdenken, wenn die Strasse von Hormus frei passierbar sein werde. Bis dahin werde man den Iran in die «Steinzeit» bomben.

Trump schrieb die Bitte um eine Waffenruhe Irans «neuem Regime-Präsidenten» zu. Wen er genau damit meint, blieb unklar. Einen Namen nannte Trump nicht. Eine Bestätigung aus dem Iran lag zunächst nicht vor.
Trump will sich am Mittwochabend (US-Ostküstenzeit) mehr als vier Wochen nach Kriegsbeginn mit einer Rede an die eigene Nation wenden. (dpa)
13:39 Uhr
Mittwoch, 1. April
Israel: Haben hochrangigen Hisbollah-Kommandeur getötet
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben einen hochrangigen Kommandeur der Hisbollah in der libanesischen Hauptstadt Beirut getötet. Es soll sich dabei um den Kommandeur der «südlichen Front», Jusuf Ismail Haschem, gehandelt haben. Er habe eine zentrale Rolle in der Hisbollah gespielt. Die Schiitenorganisation äusserte sich zunächst nicht selbst. Libanesische Medien berichteten jedoch, die Hisbollah habe seinen Tod bestätigt.
Bei dem Angriff in der Nacht in einem Viertel am südlichen Stadtrand wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums insgesamt sieben Menschen getötet. 26 weitere Personen seien verletzt worden. Nach Angaben der Hisbollah war unter den Toten auch Mohammad Baqir Al-Nabulsi, ein bekanntes Hisbollah-Mitglied.
Der Angriff ereignete sich kurz nach Mitternacht. Eine dpa-Reporterin berichtete von mindestens drei Explosionen, die über der Hauptstadt zu hören gewesen seien. (dpa)
09:24 Uhr
Mittwoch, 1. April
Wieder Angriffe der Huthi-Miliz auf Israel
Die proiranische Huthi-Miliz im Jemen hat Israel wieder angegriffen. Israelische Streitkräfte hätten nach eigenen Angaben den Start einer Rakete vom Jemen aus in Richtung des Landes ausgemacht, hiess es am frühen Morgen. Luftverteidigungssysteme seien aktiv. Ein Sprecher der Miliz sagte im Huthi-nahen TV-Sender Al-Masirah, dass die Huthi einen Raketenangriff auf Israel gestartet hätten.
Zu Beginn des Iran-Kriegs hatte sich die Huthi-Miliz noch zurückgehalten. Seit dem Wochenende griffen die vom Iran unterstützten militanten Islamisten Israel mehrfach an. Die Miliz kündigte «volle und unerschütterliche Solidarität» mit Teheran an. (dpa)
06:37 Uhr
Mittwoch, 1. April
Trump: Sicherung der Strasse von Hormus ist «nicht unsere Aufgabe»
US-Präsident Donald Trump hat die Verantwortung für die Sicherung der Strasse von Hormus zurückgewiesen. Dies sei nicht die Aufgabe der USA, sagte er am Dienstag (Ortszeit). Trump erklärte, die USA würden «nichts damit zu tun haben», was in der Meerenge geschehe. Stattdessen sagte er Reportern, die Verantwortung, die wichtige Wasserstrasse offen zu halten, liege bei den Ländern, die auf sie angewiesen sind. Der Präsident sagte, es gebe «keinen Grund für uns, das zu tun». «Das ist nicht unsere Aufgabe. Das wird Frankreich übernehmen. Das werden diejenigen übernehmen, die die Meerenge nutzen», sagte Trump.
Zuvor hatte Trump US-Verbündete scharf kritisiert, weil sie die amerikanischen Bemühungen im Krieg gegen den Iran nicht stärker unterstützten. Er schätze, dass die USA ihre Angriffe auf den Iran in zwei bis drei Wochen beenden werden, sagte er weiter. (dpa)
06:10 Uhr
Mittwoch, 1. April
Trump: Ende der US-Angriffe im Iran in wenigen Wochen
Die USA werden ihre Angriffe im Iran nach Angaben von US-Präsident Donald Trump in zwei bis drei Wochen beendet haben. Er denke, sein Land werde noch «vielleicht zwei Wochen, vielleicht ein paar Tage länger» brauchen, sagte er im Weissen Haus.
Für ein Ende des US-Militäreinsatzes müsse es keinen Deal mit dem Iran geben. Das sei «irrelevant», da man dafür sorge, dass die Machthaber der Islamischen Republik keine Atomwaffen bauen könnten, sagte Trump. Andererseits könne es auch vor dem von ihm anberaumten Zeitraum für ein Ende der US-Angriffe eine Einigung geben, wenn der Iran dazu bereit sei, sagte Trump. Und wenn das Land später wieder in der Lage sein sollte, Atomwaffen zu entwickeln, werde es einen Präsidenten wie ihn geben, der wieder angreifen werde.
Trump bekräftigte, dass es nach dem Ende der US-Militäraktion Sache anderer Länder sein werde, Öltanker durch die Strasse von Hormus zu bekommen – als Beispiel nannte er etwa Frankreich. «Ich denke, es wird sehr sicher sein, aber wir haben damit nichts zu tun», sagte Trump. Chinesische Tanker etwa würden die Meerenge passieren und aufgefüllt werden und sich um sich selbst kümmern. «Wir haben keinen Grund, das zu tun.»
Der Iran hatte nach Beginn der amerikanischen und israelischen Angriffe mit Attacken und Drohungen dafür gesorgt, dass kaum noch Schiffe durch die Strasse von Hormus fahren. Die Meerenge ist ein zentraler Transportweg für Erdöl und Flüssiggas aus der Region. Deswegen führt die Blockade zu steigenden Energiepreisen rund um die Welt – und Sorgen um die Konjunktur. Die USA importieren verhältnismässig wenig Rohöl aus den Staaten des Persischen Golfs – doch steigende Weltmarktpreise treffen alle.
Der amerikanisch-israelische Krieg gegen den Iran befindet sich in der fünften Woche. Die US-Regierung hatte zu Beginn des Kriegs gesagt, dass der Einsatz zwischen vier und sechs Wochen dauern würde. (dpa)
05:56 Uhr
Mittwoch, 1. April
Kuwaits Flughafen von Drohnen angegriffen
Kuwait ist erneut unter Beschuss durch Drohnen geraten. Treibstofftanks am internationalen Flughafen seien getroffen worden, teilte die Zivilluftfahrtbehörde des Landes in der Nacht auf der Plattform X mit. Einsatzkräfte seien im Einsatz. Nach ersten Erkenntnissen sei durch den Beschuss nur Sachschaden entstanden. Berichte über Verletzte gebe es nicht.
Der Iran greift auch mehr als vier Wochen nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe gegen sich immer wieder seine benachbarten Golfstaaten, die US-Militärstützpunkte beherbergen, mit Raketen und Drohnen an. (dpa)
21:44 Uhr
Dienstag, 31. März
Nordisrael am Abend unter Dauerbeschuss der Hisbollah
Die libanesische Hisbollah feuert weiterhin Raketen und Drohnen auf Israel - in mehreren Gebieten im Norden des Landes haben am Abend immer wieder die Warnsirenen geheult. Betroffen war auch die Küstenstadt Haifa. Im westlichen Teil Galiläas gab es laut der Zeitung «Haaretz» innerhalb einer Stunde sechsmal Raketenalarm. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom meldete mehrere Verletzte in Nordisrael, darunter ein Kind, das leicht verletzt worden sei.
Israels Armee teilte auf Anfrage mit, die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz habe im Laufe des Tages Dutzende Drohnen und Raketen auf Israel gefeuert. Die Hisbollah reklamierte mehrere Angriffe auf Israel für sich.
Aus dem Libanon gab es derweil Berichte über Angriffe Israels. Über Opfer wurde zunächst nichts bekannt. Vor einem Bombardement in den südlichen Vororten von Beirut hatte das israelische Militär Menschen in einem Gebäude und angrenzenden Häusern aufgerufen, diese zu verlassen, da sie sich in der Nähe einer «Einrichtung der Hisbollah» befänden. Die dicht besiedelten Vororte im Süden Beiruts gelten als Hochburg der Miliz.
Israels Armee teilte am Abend mit, sie habe seit Anfang März mehr als 180 Raketenabschussrampen im Libanon zerstört. Nach Beginn des Iran-Kriegs vor einem Monat hatte auch die libanesische Hisbollah-Miliz ihre Angriffe auf Israel wieder aufgenommen, Israel reagierte mit heftigen Luftangriffen und Bodeneinsätzen in dem nördlichen Nachbarland. (dpa)
21:15 Uhr
Dienstag, 31. März
Netanjahu geht von Sturz der iranischen Führung aus
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu geht eigenen Angaben zufolge davon aus, dass Irans Regierung früher oder später stürzen wird. «Das Ayatollah-Regime im Iran ist schwächer denn je», sagte er in einer am Abend ausgestrahlten Videobotschaft und fügte hinzu: «Und ich sage Ihnen, früher oder später wird es stürzen.» Wann und wie genau sich ein Machtwechsel vollziehen könnte, liess er offen.
Der Kampf gegen die iranische Führung sei noch nicht vorbei, sagte Netanjahu zugleich. Der Iran kann demnach Israel noch immer bedrohen, allerdings nicht mehr seine Existenz gefährden. Teheran sei inzwischen etwa nicht mehr in der Lage, Zehntausende ballistische Raketen und Marschflugkörper auf Israel zu feuern.
Der israelische Regierungschef hatte sich bereits mehrfach direkt an das iranische Volk gewandt und dabei zum Sturz der Führung in Teheran aufgerufen. (dpa)
20:38 Uhr
Dienstag, 31. März
Votum für Todesstrafe: EU kritisiert geschlossen Israel
Die 27-EU-Staaten haben Israels Pläne zur Einführung der Todesstrafe für Terroristen scharf kritisiert. Die Verabschiedung des entsprechenden Gesetzes durch das israelische Parlament stelle einen schwerwiegenden Rückschritt gegenüber der bisherigen Praxis sowie gegenüber den eigenen Verpflichtungen Israels dar, teilte die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas im Namen der Mitgliedstaaten mit. Man sei zutiefst besorgt über den faktisch diskriminierenden Charakter des Gesetzes.
In der Erklärung von Kallas im Namen der 27 EU-Staaten wurde daran erinnert, dass es in Israel über lange Zeit ein faktisches Moratorium sowohl für Hinrichtungen als auch für die Verhängung der Todesstrafe gab. Damit habe das Land bislang in der Region eine Vorbildfunktion eingenommen - trotz eines komplexen Sicherheitsumfelds, heisst es in dem Text.
EU sieht Verpflichtungen aus Abkommen verletzt
Die EU fordere Israel weiter auf, an seiner bisherigen grundsätzlichen Haltung festzuhalten und seinen völkerrechtlichen Verpflichtungen sowie seinem Bekenntnis zu demokratischen Grundsätzen nachzukommen, wie das auch in den Bestimmungen des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel verankert sei, hiess es in der Erklärung weiter.
Die Todesstrafe stelle eine Verletzung des Rechts auf Leben dar und könne nicht vollstreckt werden, ohne zugleich gegen das absolute Verbot von Folter und anderer grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung zu verstossen. Zudem gebe es keine nachgewiesene abschreckende Wirkung der Todesstrafe und etwaige Justizirrtümer würden unumkehrbar gemacht. (dpa)
18:45 Uhr
Dienstag, 31. März
USA sehen entscheidende Tage im Iran-Krieg
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sieht die kommenden Tage im Krieg mit dem Iran als entscheidend an. «In nur einem Monat haben wir die Bedingungen festgelegt – die kommenden Tage werden entscheidend sein», sagte er bei einer Pressekonferenz in Washington. Hegseth betonte, er bevorzuge es, den Krieg mit einem Abkommen zu beenden. «In der Zwischenzeit werden wir mit Bomben verhandeln.»
Hegseth sagte, die neue iranische Führung sollte sich klüger verhalten als die alte und einem Abkommen zustimmen. US-Präsident Donald Trump sei dazu bereit. «Wenn der Iran nicht bereit ist, wird das US-Kriegsministerium mit noch grösserer Intensität weitermachen.»
Obwohl auch am Dienstag unter anderem Israel, Saudi-Arabien und Kuwait iranische Angriffe meldeten, bei denen es Verletzte und Schäden gab, bekräftigte Hegseth die Darstellung, der Iran sei militärisch am Ende. «Ja, sie feuern noch ein paar Raketen ab. Aber wir fangen sie ab.» Nie zuvor im Krieg sei die Zahl der vom Iran abgefeuerten Drohnen und Raketen so gering gewesen wie in den vergangenen 24 Stunden. (dpa)
14:27 Uhr
Dienstag, 31. März
Trump an Verbündete: «Holt euch euer eigenes Öl»
US-Präsident Donald Trump hat auf seiner Plattform Truth Social seinem Frust über die verbündeten Staaten Luft gemacht, die sich nicht an einem Einsatz in der Strasse von Hormus beteiligen wollen, aber über die hohen Benzinpreise klagen. «Holt euch euer eigenes Öl!», schrieb Trump am Dienstag.
«All jene Länder, die wegen der Strasse von Hormus kein Kerosin bekommen können – wie das Vereinigte Königreich, das sich geweigert hat, sich an der «Enthauptung» des Iran zu beteiligen –, habe ich einen Vorschlag: Erstens: Kauft bei den USA, wir haben genug davon. Und zweitens: Fasst endlich Mut, fahrt zur Strasse von Hormus und nehmt es euch einfach. Ihr müsst anfangen, zu lernen, wie man für sich selbst kämpft; die USA werden nicht mehr da sein, um euch zu helfen, genauso wie ihr nicht für uns da wart. Der Iran ist im Grunde genommen dezimiert worden. Der schwierige Teil ist geschafft.»
Konkret nahm Trump auch Frankreich ins Visier. In einem weiteren Beitrag auf Truth Social schrieb er: «Frankreich hat Flugzeugen, die mit Militärgütern beladen nach Israel fliegen wollten, den Überflug über französisches Hoheitsgebiet verweigert. Frankreich hat sich in Bezug auf den ‹Schlächter des Iran›, der nun erfolgreich ausgeschaltet wurde, sehr unkooperativ verhalten», schrieb Trump und fügte hinzu: «Die USA werden das nicht vergessen!» (dpa)
13:59 Uhr
Dienstag, 31. März
EU mahnt Vorbereitungen gegen mögliche Öl-Engpässe an
Die Europäische Kommission fordert die Mitgliedstaaten der EU auf, sich auf eine möglicherweise länger andauernde Störung des internationalen Energiehandels wegen des Iran-Kriegs vorzubereiten. Sie sollen rechtzeitig und koordiniert Vorkehrungen treffen, um die Versorgung mit Öl und raffinierten Erdölprodukten sicherzustellen, wie es in einer Mitteilung der Kommission heisst. Die Versorgungssicherheit der Europäischen Union sei weiterhin gewährleistet, teilte Energiekommissar Dan Jørgensen mit.
Die europäischen Energieminister wollten am Nachmittag in einer ausserplanmässigen Videokonferenz über die Sicherheit der Energieversorgung im Zusammenhang mit der Krise im Nahen Osten sprechen. Jørgensen rief die Teilnehmer davor laut EU-Kommission in einem Brief dazu auf, unter anderem Massnahmen in Betracht ziehen, um die Nachfrage nach Öl zu reduzieren - vor allem im Transportsektor. Dabei verwies er auf Empfehlungen der Internationalen Energieagentur (IEA). Diese schlägt etwa vor, Businessflüge zu reduzieren, Carsharing und den öffentlichen Nahverkehr zu fördern oder die Zufahrt für Autos in Grossstädten teils einzuschränken. Der Kommissar fordert die Mitgliedstaaten ausserdem auf, nicht dringende Wartungsarbeiten an Raffinerien zu verschieben und verstärkt Biokraftstoffe anstelle von Erdölprodukten zu nutzen. (dpa)
12:58 Uhr
Dienstag, 31. März
Ex-Aussenminister: Pharmaunternehmen im Iran bombardiert
Im Iran ist nach Worten des früheren Aussenministers Mohammed-Dschawad Sarif ein Pharmaunternehmen Ziel eines Angriffs geworden. «Nach einem Monat voller Kriegsverbrechen wurde heute die Firma Tofigh Daru Research & Engineering zum Ziel», schrieb der ehemalige Minister auf der Plattform X. «Die verzweifelten Angreifer – denen es nicht gelungen ist, ihre teuflischen Wahnvorstellungen zu verwirklichen – haben nun gezielt einen Hersteller von pharmazeutischen Wirkstoffen, darunter auch Krebsmedikamente, angegriffen.» Er veröffentliche dazu ein Foto, das ein zerstörtes und ausgebranntes Stockwerk der Einrichtung zeigt. (dpa)
12:23 Uhr
Dienstag, 31. März
Iran bestätigt Angriffe auf Militäreinrichtungen in Isfahan
Der Iran hat nächtliche Bombardierungen auf Militäreinrichtungen in der Provinz Isfahan bestätigt. «Derzeit liegen noch keine Informationen über das Ausmass der Schäden oder die Zahl der Toten und Verletzten dieser Angriffe vor», zitierte die iranische Nachrichtenagentur Isna den Vizegouverneur der Provinz, Akbar Salehi.
Die USA hatten einem Medienbericht zufolge einen massiven Angriff auf ein grosses Munitionsdepot in Isfahan ausgeführt. Dafür hätten sie in der Nacht eine grosse Menge bunkerbrechende Bomben mit einem Gewicht von jeweils rund 2.000 Pfund (etwa 900 Kilogramm) eingesetzt, berichtete das «Wall Street Journal» unter Berufung auf einen US-Beamten. (dpa)
11:10 Uhr
Dienstag, 31. März
Chinesische Schiffe durchfahren Strasse von Hormus
Drei chinesische Schiffe haben nach Angaben des Aussenministeriums in Peking die Strasse von Hormus passiert. Die vor kurzem erfolgte Durchfahrt sei mit den «zuständigen Parteien abgestimmt» worden, sagte Ministeriumssprecherin Mao Ning, ohne zu sagen, um wen es sich handelte. «Wir sind dankbar für die Unterstützung», erklärte sie und wiederholte Chinas Forderung nach einer sofortigen Waffenruhe, weil die Strasse von Hormus ein wichtiger Korridor für den Waren- und Energiehandel sei. (dpa)
11:08 Uhr
Dienstag, 31. März
Italien verweigert US-Militär Landung auf Stützpunkt
Italien hat mehreren US-Flugzeugen die Landung auf einem Stützpunkt auf der Mittelmeerinsel Sizilien für den Krieg gegen den Iran verweigert. Nach Informationen der Tageszeitung «Corriere della Sera» gab Verteidigungsminister Guido Crosetto dem US-Militär vor einigen Tagen keine Erlaubnis, den Militärflughafen Sigonella zu nutzen, um dann in den Nahen Osten weiterzufliegen. Aus dem Umfeld des Ministeriums in Rom wurde die Darstellung bestätigt.
Demnach wurde Italien von dem Vorhaben des US-Militärs erst informiert, als die Flugzeuge längst in der Luft waren. Zuvor habe niemand eine Genehmigung beantragt oder den Nato-Partner auch nur informiert, hiess es. Zudem sei unklar geblieben, um welche Art von Flügen es sich handle. Der Flugplatz Sigonella liegt in der Nähe von Catania im Osten von Sizilien. Dort befindet sich sowohl ein Stützpunkt der italienischen Luftwaffe als auch der US Navy. Das Gelände wird auch von der Nato genutzt, dem westlichen Verteidigungsbündnis. (dpa)
11:07 Uhr
Dienstag, 31. März
Benzinpreis in den USA überspringt wichtige Marke
Die Benzinpreise in den USA sind zum ersten Mal seit 2022 über einen Durchschnittspreis von vier Dollar pro Gallone gestiegen. Nach Angaben des Automobilclubs AAA vom Dienstag lag der US-Durchschnittspreis für eine Gallone Normalbenzin bei 4,02 Dollar. Das ist gut ein Dollar mehr als vor Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar. Weil es sich bei dem Preis um einen Durchschnittswert handelt, müssen Autofahrer in einigen US-Bundesstaaten schon seit einiger Zeit deutlich mehr als vier Dollar pro Gallone zahlen. Eine Gallone sind gut 3,78 Liter. Umgerechnet in Euro entspricht der aktuelle Durchschnittspreis in den USA also etwa 87 Eurocent pro Liter Benzin. Das ist zwar deutlich weniger als in Deutschland, doch die Marke von vier Dollar pro Gallone gilt in den USA als psychologisch wichtig.
Das letzte Mal, dass Autofahrer dort so viel an der Zapfsäule zahlten, war vor fast vier Jahren, nach Beginn des russischen Invasionskrieges gegen die Ukraine. Diesel kostet laut AAA derzeit durchschnittlich 5,45 Dollar pro Gallone, gegenüber etwa 3,76 Dollar pro Gallone vor Kriegsbeginn. Seit die USA und Israel am 28. Februar ihren gemeinsamen Krieg gegen den Iran begonnen haben, sind die Kosten für Rohöl - den Hauptbestandteil von Benzin und Diesel - in die Höhe geschnellt. (dpa)
11:06 Uhr
Dienstag, 31. März
Italien und Frankreich verurteilen Angriffe auf Blauhelme im Libanon
Italien und Frankreich haben Angriffe auf Soldaten der UN-Friedenstruppe Unifil im Libanon kritisiert. Die Blauhelmtruppe gerate zunehmend in Gefahr, erklärten Verteidigungsminister Guido Crosetto und seine französische Kollegin Catherine Vautrin am Dienstag nach einem Telefonat. Solche Vorfälle seien nicht hinnehmbar. Im Libanon sind seit Montag fünf Unifil-Soldaten getötet worden, wobei unklar blieb, ob die israelische Armee oder die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz dafür verantwortlich sind.
Crosetto und Vautrin betonten die strategische Bedeutung der Unifil und erklärten, die Stabilität des Libanon sei «ein unverzichtbarer Pfeiler für das Gleichgewicht im gesamten Mittelmeerraum». Die sich verschlechternde Sicherheitslage in dem Land sei zutiefst besorgniserregend. Italien und Frankreich wollten eng abgestimmt daran arbeiten, die Sicherheit des internationalen Personals, den Schutz des Friedens und die Unterstützung der libanesischen Regierung zu gewährleisten. (dpa)
10:20 Uhr
Dienstag, 31. März
Pakistanischer Aussenminister nach China gereist
Der pakistanische Aussenminister Ishaq Dar ist zu Gesprächen nach China abgeflogen. Der Chefdiplomat, der sich als Vermittler im Iran-Krieg ins Gespräch gebracht hat, sei von seinem chinesischen Kollegen Wang Yi eingeladen worden, teilte das Aussenministerium in Islamabad am Dienstag mit. Dar hatte am Sonntag baldige Gespräche zwischen dem Iran und den USA über ein Ende des Iran-Krieges angekündigt und gesagt, Pakistan werde Gastgeberland der Verhandlungen sein. Am Wochenende sprach er mit den Aussenministern der Türkei, Ägyptens und Saudi-Arabiens. (dpa)
10:19 Uhr
Dienstag, 31. März
Tote nach Angriff auf religiöse Anlage im Iran
Im Krieg der USA und Israels gegen den Iran sind Staatsmedien zufolge bei einem Luftangriff auf eine religiöse Anlage im Nordwesten des Landes drei Menschen ums Leben gekommen. Infolge der Attacke in der Stadt Sandschan seien zwölf weitere Menschen verletzt und in Kliniken gebracht worden, berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna. Bei der Bombardierung des Komplexes sollen dem Irna-Bericht zufolge ein Verwaltungsgebäude, ein Gästehaus, die Bibliothek sowie umliegende Gebäude beschädigt worden sein. Ein Video der Nachrichtenagentur zeigte ein völlig zerstörtes Gebäude, Trümmer und Rauch. Die Moschee selbst wurde den Aufnahmen zufolge nicht beschädigt. (dpa)
10:17 Uhr
Dienstag, 31. März
IWF: Iran-Krieg treibt Inflation und bedroht Lieferketten
Der Krieg im Nahen Osten hat nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) weitreichende Folgen für Energiehandel, globale Lieferketten und Finanzmärkte und belastet die Weltwirtschaft erheblich. In einem Blogbeitrag beschreibt der IWF den Konflikt als «globalen, aber asymmetrischen Schock», der vor allem über drei Kanäle wirkt: Energiepreise, Handel und Finanzbedingungen. Besonders gravierend sei die Störung der Energieversorgung. «Der Krieg verändert auch die Lieferketten für Güter des täglichen Bedarfs und kritische Produktionsmittel», betont der IWF. Die Umleitung von Tankern und Containerschiffen erhöhe die Fracht- und Versicherungskosten und verlängere die Lieferzeiten. Flugausfälle an wichtigen Drehkreuzen am Golf beeinträchtigten den globalen Tourismus und verkomplizierten den Handel.
Staaten, Unternehmen und Verbraucher spürten bereits die Auswirkungen dieser Lieferkettenprobleme. Insgesamt drohen laut IWF eine weltweit steigende Inflation und ein schwächeres Wachstum. Wie stark die Auswirkungen ausfallen, hänge von Dauer, Ausweitung und Zerstörungskraft des Konflikts ab. Klar sei aber schon jetzt: Die wirtschaftlichen Risiken nehmen zu. In Ländern, in denen die Menschen einen grossen Teil ihres Einkommens für Lebensmittel ausgeben – insbesondere in Afrika, Teilen des Nahen Ostens und Mittelamerika –, seien höhere Preise mit akuten sozialen und wirtschaftlichen Kosten verbunden. Aber auch in Europa würde ein weiterer energiebedingter Preisanstieg die bestehenden Belastungen durch die Lebenshaltungskosten noch verschärfen. (dpa)
10:15 Uhr
Dienstag, 31. März
Neue Preisregel an deutschen Tankstellen ab morgen
Kurz vor dem Osterreiseverkehr tritt morgen in Deutschland die neue Preisregel für Tankstellen in Kraft. Tankstellen dürfen ihre Preise dann nur noch einmal täglich erhöhen, und zwar um 12.00 Uhr. Das entsprechende Gesetz wurde im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Es tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft, also an diesem Mittwoch. Das Wirtschaftsministerium hatte zuvor mitgeteilt, die neue Regelung solle am 1. April in Kraft treten. Ziel ist es, stärkere Preisschwankungen zu begrenzen und für mehr Transparenz zu sorgen. Vorbild ist eine ähnliche Regel in Österreich. Preissenkungen sind immer möglich.
Wegen des Iran-Kriegs sind die Spritpreise deutlich gestiegen. Ob die neue Regelung preisdämpfend wirkt, ist umstritten. Verstösse gegen die neue Regel können mit einer Geldbusse bis zu 100.000 Euro geahndet werden. Teil des «Kraftstoffmassnahmenpakets» ist auch eine Verschärfung des Kartellrechts. Das Bundeskartellamt bekommt mehr Befugnisse gegen überhöhte Preise. (dpa)
09:54 Uhr
Dienstag, 31. März
Mehrere Einschläge nach iranischem Raketenangriff auf Israel
Nach einem neuen iranischen Raketenangriff auf Israel hat es nach Polizeiangaben mehrere Einschläge im Grossraum Tel Aviv gegeben. Polizei und Sprengstoffexperten arbeiteten an der Absicherung der Einschlagsorte, hiess es in der Mitteilung der Polizei. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom wurden sechs Menschen verletzt. Gebäude und Fahrzeuge seien beschädigt worden, berichteten israelische Medien. Das Nachrichtenportal «ynet» berichtete, Teheran habe erneut Streumunition eingesetzt. Im Umkreis der Stadt Tel Aviv hatte es zuvor Raketenalarm gegeben, Einwohner berichteten von Explosionsgeräuschen. Auch der staatliche Rundfunk im Iran berichtete von einer neuen Welle von Raketenangriffen auf Israel. (dpa)
09:00 Uhr
Dienstag, 31. März
Iran hängt erneut zwei Anhänger der Volksmudschahedin
Den zweiten Tag in Folge hat Irans Justiz zwei Dissidenten hinrichten lassen. Die beiden Männer Babak Alipur und Puja Ghobadi seien am frühen Morgen durch Erhängen exekutiert worden, teilte das Sprachrohr der iranischen Justiz, die Nachrichtenagentur Misan mit. Ihnen wurden Angriffe auf sensible Einrichtungen des Landes zur Last gelegt und sollen der im Iran verbotenen Oppositionsgruppe der Volksmuschahedin angehört haben. Die Exil-Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, das Herrschaftssystem im Iran zu stürzen. Im Ausland gründeten ihre Anhänger im Jahr 1981 den Nationalen Widerstandsrat. Die Organisation ist jedoch äusserst umstritten und wird innerhalb und ausserhalb des Iran auch von Oppositionellen grösstenteils abgelehnt.
Bereits am Montag waren zwei ihrer Anhänger im Iran hingerichtet worden. Seit Kriegsbeginn geht Irans Justiz mit äusserster Härte gegen Kritiker vor. (dpa)
08:49 Uhr
Dienstag, 31. März
Polen: Preisdeckelung für Treibstoff ist in Kraft Polens
In Polen gelten seit Dienstag von der Regierung täglich festgelegte Preisobergrenzen für Benzin und Diesel. Zudem wurde die Mehrwert- und Energiesteuer gesenkt, um den Verbrauchern Erleichterung zu schaffen. Nach Angaben des Energieministeriums darf der Liter Normalbenzin am Dienstag nicht mehr als 6,16 Zloty (umgerechnet etwa 1,44 Euro) kosten. Für den Liter Super liegt die Preisobergrenze demnach bei 6,76 Zloty (etwa 1,58 Euro), für Diesel bei 7,60 Zloty (etwa 1,77 Euro). Die Mitte-Links-Regierung von Ministerpräsident Donald Tusk reagiert mit einem Spritpreispaket auf die Folgen des Iran-Kriegs. Die neuen Gesetze sehen eine Senkung der Mehrwertsteuer für Treibstoffe von bislang 23 Prozent auf 8 Prozent vor.
Ausserdem erhält der Energieminister die Möglichkeit, bis Ende Juni die Höhe der Energiesteuer auf Treibstoff zu reduzieren. Die Regierung hat diese Steuer nun auf das nach EU-Recht zulässige Minimum von umgerechnet knapp sieben Cent pro Liter Benzin und Diesel gesenkt. Ebenfalls bis Ende Juni soll ein maximaler Kraftstoff-Einzelhandelspreis gelten, der täglich vom Energieminister auf der Grundlage der durchschnittlichen Grosshandelspreise und der Betriebskosten der grössten Lieferanten festgelegt wird. Verstösse können mit Geldbussen von umgerechnet bis zu 230.000 Euro geahndet werden. (dpa)
08:48 Uhr
Dienstag, 31. März
Drei weitere israelische Soldaten im Libanon getötet
Israel hat die Namen drei weiterer Soldaten mitgeteilt, die bei Kämpfen im Libanon getötet worden sind. Demnach handelt es sich um einen 22-jährigen Hauptmann und zwei 21-jährige Hauptfeldwebel. Zwei weitere Soldaten seien bei einem Vorfall im Süden des Libanons verletzt worden, einer davon schwer. Nach Beginn des Iran-Kriegs vor knapp einem Monat hatte auch die libanesische Hisbollah-Miliz ihre Angriffe auf Israel wieder aufgenommen, Israel reagierte mit heftigen Luftangriffen und Bodeneinsätzen in dem nördlichen Nachbarland. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte zuletzt gesagt, Israel wolle bis auf weiteres das Gebiet bis zum Litani-Fluss im Südlibanon kontrollieren. (dpa)
07:33 Uhr
Dienstag, 31. März
Trump teilt Video von mutmasslichem Angriff auf Isfahan
Ein von US-Präsident Donald Trump in den sozialen Medien geteiltes Video zeigt vermutlich einen Angriff etwas ausserhalb der iranischen Stadt Isfahan. In dem Video, das Trump am frühen Dienstagmorgen ohne Kommentar teilte, ist ein scheinbar grösserer Angriff zu sehen. Der Iran hat den Angriff bislang nicht offiziell bestätigt. Die belutschische Aktivistengruppe HalVash veröffentlichte dasselbe Video sowie weitere Aufnahmen aus dem Gebiet ausserhalb von Isfahan.
Tracking-Satelliten der US-Raumfahrtbehörde Nasa deuten darauf hin, dass sich die Explosionen in der Nähe des Berges Soffeh ereigneten, einem Gebiet, in dem militärische Stützpunkte vermutet werden. Die Videos zeigen gewaltige Feuerbälle und Sekundärexplosionen, wie sie typisch sind, wenn Munition in einem Brand detoniert. Isfahan beherbergt eine von drei Urananreicherungsanlagen, die während des zwölftägigen Krieges zwischen dem Iran und Israel im Juni von den USA bombardiert wurden. Ein Teil des hochangereicherten Urans des Iran soll dort eingeschlossen sein. (dpa)
07:32 Uhr
Dienstag, 31. März
Araghtschi: Angriffe auf Golfstaaten richten sich nur gegen die USA
Die iranischen Angriffe auf die Golfstaaten zielen nach Angaben von Aussenminister Abbas Araghtschi ausschliesslich auf das US-Militär ab. «Der Iran respektiert das Königreich Saudi-Arabien und betrachtet es als brüderliches Land», schrieb Araghtschi auf X und teilte ein Foto, das angeblich Schäden an einem amerikanischen Flugzeug auf dem Luftwaffenstützpunkt Prinz Sultan im Königreich zeigt. «Unsere Einsätze richten sich gegen feindliche Aggressoren, die weder Arabern noch Iranern Respekt entgegenbringen und keine Sicherheit gewährleisten können», betonte Araghtschi am Dienstag. «Höchste Zeit, die US-Truppen zu vertreiben», schrieb er weiter. (dpa)
06:29 Uhr
Dienstag, 31. März
Rubio: Nato darf «keine Einbahnstrasse sein»
US-Aussenminister Marco Rubio hat Spanien und andere Nato-Partner für mangelnde Unterstützung im Krieg gegen den Iran kritisiert – und eine spätere Neubewertung der Allianz durch die USA nahegelegt. Die USA müssten in einer Zeit, in der man die Verbündeten brauche, feststellen, dass Nato-Mitglied Spanien, zu dessen Verteidigung man sich verpflichtet habe, den Vereinigten Staaten die Nutzung seines Luftraums verweigere und damit prahle, sagte Rubio dem Sender Al Jazeera laut einer Mitschrift seines Ministeriums.
Er bemängelte zudem, dass die USA in Spanien und andernorts auf Widerstand bei der Nutzung von Stützpunkten gestossen seien. Die Nato sei nützlich für die USA, weil es dem Land ermögliche, Soldaten und militärische Ausrüstung an anderen Orten zu stationieren. Wenn es bei der Allianz aber nur darum gehe, dass die USA Europa im Falle eines Angriffs verteidigten, den Vereinigten Staaten aber die Nutzung von Stützpunkten verweigert werde, wenn sie es bräuchten, sei das keine gute Vereinbarung. Da falle es schwer, dabei zu bleiben und zu sagen, dass das gut für die USA sei, meinte Rubio weiter.
Nach dem Krieg müssten die USA all das neu bewerten, betonte er. Die Nato sei ein Bündnis und dürfe als solches «keine Einbahnstrasse sein». Rubio fügte hinzu: «Hoffen wir, dass wir das in Ordnung bringen können.» (dpa)
06:27 Uhr
Dienstag, 31. März
Angriff auf Synagoge bei Detroit: Attentäter von Hisbollah inspiriert
Der Angreifer einer Synagoge im US-Bundesstaat Michigan ist nach Angaben des FBI von der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz inspiriert gewesen. Er habe zudem möglichst grossen Schaden unter jüdischen Menschen anrichten wollen, teilte das FBI am Montag mit. Ayman G. nahm nur wenige Minuten vor dem Angriff auf die Synagoge ein Video auf, in dem er sagte, er wolle «so viele von ihnen töten, wie ich nur kann», wie Jennifer Runyan, die Leiterin des FBI in Detroit, mitteilte. Es handelte sich um einen «von der Hisbollah inspirierten Terrorakt, der gezielt auf die jüdische Gemeinschaft und die grösste Synagoge in Michigan abzielte», sagte Runyan.
Der mit einem Gewehr bewaffnete Mann war am 12. März mit einem Auto in das jüdische Gotteshaus in West Bloomfield in den Flur eines Bereichs für frühkindliche Bildung gerast und verletzte dabei einen Sicherheitsmitarbeiter. Er lieferte sich anschliessend einen Schusswechsel mit einem weiteren Sicherheitsmann. Als das Fahrzeug in Brand geriet, erschoss er sich schliesslich selbst. (dpa)
06:26 Uhr
Dienstag, 31. März
Bericht: Massiver US-Angriff auf Munitionsdepot in Isfahan
Die USA haben einem Medienbericht zufolge einen massiven Angriff auf ein grosses Munitionsdepot in der iranischen Stadt Isfahan durchgeführt. Dafür hätten sie in der Nacht eine grosse Menge bunkerbrechende Bomben mit einem Gewicht von jeweils rund 2000 Pfund (etwa 900 Kilogramm) eingesetzt, berichtete das «Wall Street Journal» unter Berufung auf einen US-Beamten. US-Präsident Donald Trump postete am Montagabend (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social einen Videoclip, der Explosionen zeigte. Er nannte dazu allerdings keinerlei Kontext. Der Zeitung zufolge handelte es sich dabei um ein Video des Angriffs in Isfahan. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Der 31 Sekunden lange Videoclip zeigt eine Reihe von Explosionen. Das könnte ein Indiz dafür sein, dass nach dem ursprünglichen Angriff dort gelagerte Munition explodierte. (dpa)
06:24 Uhr
Dienstag, 31. März
Trump: USA führen Gespräche mit Irans Parlamentspräsidenten
Die USA verhandeln nach Angaben von Präsident Donald Trump mit dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf. Der Präsident bestätigte die Gespräche mit Ghalibaf in einem Interview mit der «New York Post», das am Montag veröffentlicht wurde. Er sagte der Zeitung, dass er «in etwa einer Woche Bescheid geben» werde, als er gefragt wurde, ob der Parlamentspräsident jemand sei, mit dem die USA zusammenarbeiten könnten. Ghalibaf, ein 64-jähriger Pilot und ehemaliger Kommandeur der Revolutionsgarde, hat bestritten, dass es Gespräche mit den USA gegeben habe, trotz Berichten, wonach er als Verhandlungspartner Washingtons ins Gespräch gebracht worden sei. (dpa)
06:22 Uhr
Donnerstag, 31. März
Beschuss von Golfstaaten geht weiter - Iran warnt
Der Iran setzt seinen Beschuss benachbarter Golfstaaten fort. Das Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien meldete in der Nacht wiederholte Angriffe mit ballistischen Raketen. Die Geschosse seien von der Luftabwehr abgefangen und zerstört worden, hiess es. Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi schrieb kurz zuvor auf der Plattform X, sein Land betrachte das Königreich als brüderliche Nation. Es sei aber für Saudi-Arabien «höchste Zeit, die US-Streitkräfte des Landes zu verweisen».
Derweil meldete auch Kuwait Beschuss durch Raketen und Drohnen. Ebenso heulten in Bahrain in der Nacht wieder die Sirenen, wie das Innenministerium auf X mitteilte. In Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten trafen Trümmer nach einem Einsatz der Luftabwehr ein leerstehendes Gebäude und lösten einen Brand aus, wie die Behörden mitteilten. Vier Menschen in der Umgebung seien leicht verletzt worden. (dpa)
06:21 Uhr
Dienstag, 31. März
Irans Oberster Führer trauert um Marinekommandeur
Irans Oberster Führer Modschtaba Khamenei hat öffentlich den Tod des Marinekommandeurs der Revolutionsgarde beklagt. Aliresa Tangsiri sei für sein Land gestorben, schrieb Khamenei, damit das Militär «den Weg von Irans maritimer Autorität und des Widerstands stärker und entschlossener als in der Vergangenheit fortsetzen kann», hiess es in einer seltenen schriftlichen Stellungnahme von Khamenei seit seiner Ernennung zum Obersten Führer. Seit dem Tod seines Vaters Ajatollah Ali Khamenei war er nicht mehr öffentlich aufgetreten. Tangsiri wurde nach Angaben der Vereinigten Staaten und Israel in der vergangenen Woche bei einem israelischen Luftangriff getötet. Die iranische Revolutionsgarde bestätigte seinen Tod am Montag. (dpa)
06:19 Uhr
Dienstag, 31. März
Rubio: Strasse von Hormus wird «so oder anders» offen sein
US-Aussenminister Marco Rubio hat sich überzeugt gezeigt, dass die Strasse von Hormus wieder für den Schiffsverkehr geöffnet wird - «so oder anders». Entweder werde sich der Iran bereiterklären, «sich an internationales Recht zu halten» und die Meerenge nicht zu blockieren, sagte Rubio dem Sender Al Jazeera. «Oder eine Koalition von Nationen aus der ganzen Welt und der Region wird mit Beteiligung der Vereinigten Staaten dafür sorgen, dass sie offen ist». Rubio äusserte sich nicht weiter dazu, was genau er mit «dafür sorgen» meinte.
Falls der Iran die Meerenge weiter blockieren sollte, drohten Teheran «wirkliche Konsequenzen, nicht nur seitens der Vereinigten Staaten, sondern von Ländern in der Region und der Welt», sagte Rubio. Zugleich nannte er als zentrale Ziele der Kampfhandlungen die Zerstörung der Luftwaffe und Marine des Irans sowie eine erhebliche Reduzierung der Zahl der Raketen-Abschussrampen. Diese Ziele werde man in «Wochen und nicht Monaten» komplett erreichen - und dann vor der Frage der Meerenge von Hormus stehen, sagte der US-Aussenminister. (dpa)
06:17 Uhr
Dienstag, 31. März
Öltanker vor der Küste von Dubai beschossen
Ein riesiger kuwaitischer Öltanker ist vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate unter Beschuss geraten. Er sei Ziel eines iranischen Angriffs geworden, während vor dem Hafen von Dubai im Persischen Golf vor Anker lag, teilte die Kuwait Petroleum Corporation nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Kuna mit. Dabei brach ein Brand aus. Die Feuerwehr rückte aus, wie die Behörden in Dubai meldeten. Es habe aber keine Berichte über Verletzte gegeben. Die 24-köpfige Besatzung sei in Sicherheit.
Im Persischen Golf liegen wichtige Häfen und Verladestationen für den globalen Handel mit Öl und Gas. Von dort bringen Schiffe ihre Fracht über die strategisch wichtige Strasse von Hormus auf den Weltmarkt. (dpa)
20:52 Uhr
Montag, 30. März
Neuer Raketenangriff des Irans auf Israel
Israel hat am Abend einen erneuten Raketenangriff auf Israel gemeldet. Die israelische Armee wies die Bürger an, bis auf weiteres Schutzräume aufzusuchen. Im Grossraum Tel Aviv heulten Warnsirenen, Einwohner berichteten von Explosionsgeräuschen. Das Nachrichtenportal «ynet» teilte unter Berufung auf Rettungskräfte mit, es gebe keine Berichte über Verletzte. Eine Rakete sei offenbar in offenem Gelände niedergegangen. Es war der erste Raketenangriff aus dem Iran seit mehreren Stunden. Über die Zahl der abgefeuerten Raketen gab es zunächst keine Angaben. (dpa)
20:47 Uhr
Montag, 30. März
Angriffe auf Golfstaaten gehen weiter
Auch gut vier Wochen nach Beginn des Iran-Krieges gehen die Angriffe auf die Golfstaaten weiter. Bei einem Angriff auf eine Entsalzungsanlage in Kuwait wurde offiziellen Angaben zufolge ein Mensch getötet und ein Gebäude beschädigt. Bei einem weiteren Angriff seien zehn kuwaitische Soldaten verletzt worden, hiess es in einer Stellungnahme der Arabischen Liga. Iran bestritt nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim den Angriff auf die Entsalzungsanlage.
In den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden elf Raketen und 27 Drohnen abgefangen, wie das Verteidigungsministerium des Landes auf der Plattform X mitteilte. Auch Saudi-Arabien und Katar meldeten den Abschuss von Drohnen.
Bahrains Luftwaffe teilte mit, acht Raketen und sechs Drohnen in den vergangenen 24 Stunden abgefangen zu haben. Somit habe der Golfstaat seit Ausbruch des Iran-Krieges 182 Raketen und 398 Drohnen abgeschossen. (dpa)
19:26 Uhr
Montag, 30. März
Drei UN-Blauhelme binnen 24 Stunden im Libanon getötet
Im Libanon sind innerhalb von weniger als 24 Stunden drei Blauhelmsoldaten der Vereinten Nationen getötet worden. Die UN-Mission Unifil machte in ihrer Mitteilung keine Angaben darüber, welche Kriegspartei für den Tod der drei Soldaten verantwortlich war.
Das libanesische Militär meldete am Montag zudem den Tod eines eigenen Soldaten durch einen israelischen Angriff auf eine Armeestellung in der Küstenstadt Tyros. Mehrere weitere seien verletzt worden. Die israelischen Streitkräfte teilten ihrerseits mit, am Sonntag sei ein israelischer Soldat im Süden des Libanon getötet worden.
Der infolge des Iran-Kriegs wieder aufgeflammte Konflikt zwischen Israel und der vom Iran unterstützten libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah hat seit dem 2. März mehr als 1.200 Menschen im Libanon das Leben gekostet. Auch mindestens elf libanesische Soldaten sind durch israelische Angriffe ums Leben gekommen. Israel meldete sechs tote Soldaten. (dpa)
19:07 Uhr
Montag, 30. März
Iran: Derzeit keine Gespräche mit US-Regierung
Der Iran führt nach Angaben des Aussenministeriums derzeit keine Gespräche mit der US-Regierung. Aussenamtssprecher Ismail Baghai sagte laut Nachrichtenagentur Isna, der Iran habe über Vermittler wie Pakistan Botschaften erhalten. Die US-Seite habe dabei «überzogene, unrealistische und unvernünftige Forderungen» gestellt. Baghai stellte zugleich die Glaubwürdigkeit der US-Regierung infrage. Wenn Washington von Verhandlungen und Diplomatie rede, müsse man prüfen, wie ernst und glaubwürdig man solche Äusserungen überhaupt nehmen könne. (dpa)
19:04 Uhr
Montag, 30. März
Bewaffnete töten 73 Menschen in Goldmine im Südsudan
Im Südsudan haben Bewaffnete Regierungsangaben zufolge 73 Menschen in einer Goldmine getötet. Die Gewalttaten nahe der Ortschaft Jebel Iraq im Bundesstaat Central Equatoria seien am Samstag aufgrund eines Streits um den Goldabbau entbrannt, sagte Vizepräsident James Wani Igga. Mindestens 25 weitere Menschen seien bei dem «abscheulichen Massaker» verletzt worden, andere seien geflohen. «Während die Suche nach den Vermissten weitergeht, befürchten wir, dass die Opferzahlen noch steigen könnten», sagte Igga.
Welche Gruppe hinter dem Angriff steckt, blieb weiter unklar. Der Vizepräsident versprach, eine offizielle Untersuchung einzuleiten sowie Sicherheitsvorkehrungen an Bergbaustandorten und Handelszentren zu verbessern. Auch der Gouverneur des Bundesstaats Northern Bahr el Ghazal, Charles Madut, verurteilte die Tat. «Solch sinnlose Gewalt gegen unschuldige Zivilisten ist inakzeptabel und muss mit der ganzen Härte des Gesetzes geahndet werden», sagte Madut. (dpa)
19:01 Uhr
Montag, 30. März
Geschosse verfehlen Containerschiff vor Saudi-Arabien
Zwei Geschosse haben im Persischen Golf vor Saudi-Arabien ein Containerschiff verfehlt. Wie die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mitteilte, schlugen die beiden nicht näher beschriebenen Projektile innerhalb einer Stunde in der Nähe des Frachters ins Wasser. Die Seeleute seien wohlauf und Behörden hätten Ermittlungen eingeleitet. Nach UKMTO-Angaben ereignete sich der Zwischenfall 22 Seemeilen vor der Stadt Ras Tanura an der saudi-arabischen Küste.
Als Persischer Golf wird der Meeresabschnitt bezeichnet, in dem wichtige Häfen und Verladestationen Irans der Golfstaaten liegen und der vor der kritischen Strasse von Hormus liegt. Der von den USA und Israel angegriffene Iran hatte mit Angriffen und Drohungen die Schifffahrt in der Region nahezu zum Erliegen gebracht. (dpa)
18:29 Uhr
Montag, 30. März
Iran: US-Forderungen in 15-Punkte-Plan «äusserst überzogen»
Der Sprecher des iranischen Aussenministeriums hat einen von den USA vorgelegten 15-Punkte-Plan als unrealistisch zurückgewiesen. «Was uns mitgeteilt wurde – wie auch immer man es nennen mag, 15 Punkte oder mehr oder weniger – ist eine Reihe von äusserst überzogenen, unrealistischen und irrationalen Forderungen», sagte Esmail Baghaei am Montag bei einer Pressekonferenz. Er betonte, dass es bisher keine direkten Verhandlungen mit den USA gegeben habe.
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor nahegelegt, dass Teheran auf viele der US-Forderungen eingehen wolle. «Sie haben uns die meisten Punkte gegeben. Warum auch nicht?» Tatsächlich hat der Iran eigene fünf Forderungen vorgelegt. Pakistan will zwischen den beiden Staaten vermitteln. (dpa)
18:27 Uhr
Montag, 30. März
EU weitet Marineeinsatz im Nahen Osten aus
Die EU erweitert ihre Marineeinsätze im Roten Meer und westlichen Indischen Ozean, beteiligt sich aber vorerst nicht an Einsätzen in der Straße von Hormus. Künftig sollen Schiffe und Flugzeuge auch verdächtige Aktivitäten rund um Unterwasserinfrastruktur überwachen sowie Partner wie Dschibuti und die jemenitische Küstenwache unterstützen.
Die Missionen «Aspides» (Schutz von Handelsschiffen seit 2024) und «Atalanta» (Pirateriebekämpfung seit 2008) werden damit ausgeweitet. Deutschland beteiligt sich zwar an «Aspides», stellt aktuell aber kein Schiff.
Die Ausweitung steht laut Diplomaten nicht im Zusammenhang mit US-Forderungen, sondern dient auch der Beobachtung der russischen «Schattenflotte» und möglicher Sabotage an Unterwasserinfrastruktur. (dpa)
18:21 Uhr
Montag, 30. März
Mehrere Blauhelmsoldaten im Libanon nach Explosion verletzt
Erneut sind UN-Blauhelmsoldaten im Libanon-Konflikt zwischen Hisbollah und Israel zwischen die Fronten geraten. Bei einer Explosion wurden mehrere Unifil-Soldaten verletzt, ein Fahrzeug schwer beschädigt; zwei konnten zunächst nicht geborgen werden. Ein Team ist zur Evakuierung unterwegs. Es ist bereits der zweite Vorfall binnen 24 Stunden. Am Sonntag war ein indonesischer Soldat bei einer Explosion getötet worden. UNIFIL verurteilt Angriffe auf ihre Truppen als schweren Verstoss gegen das Völkerrecht. Hintergrund ist die Eskalation des Konflikts zwischen Hisbollah und Israel. (dpa)
18:15 Uhr
Montag, 30. März
Iraner per SMS zur Landesverteidigung aufgerufen
Viele Iraner sind per SMS aufgerufen worden, sich freiwillig zur Verteidigung ihres Landes zu melden und sich einer möglichen US-Bodenoffensive entgegenzustellen. In einer SMS, die der Nachrichtenagentur AP am Montag vorlag, hiess es, jene, die bereit seien, ihr Leben zu opfern, sollten sich über einen Link für den Kampf melden. Diese Freiwilligen könnten bald zum Einsatz kommen, hiess es in einer weiteren SMS. Ob die Nachrichten von einer Regierungsstelle abgeschickt worden waren, blieb allerdings zunächst unklar.
Im Iran wurden in der Vergangenheit mehrfach Freiwillige per SMS für regierungstreue Einheiten mobilisiert und Regierungsgegner mit Konsequenzen bedroht. Einige dieser Nachrichten stammen von der iranischen Revolutionsgarde. In anderen Fällen sind die Absender nicht zweifelsfrei zuzuordnen. (dpa)
17:45 Uhr
Montag, 30. März
Bewohner Teherans berichtet über Drohungen von Sicherheitskräften
Ein Bewohner Teherans hat der Nachrichtenagentur AP nach seiner Flucht aus der Heimat von den Verwüstungen durch US-israelische Luftangriffe und Drohungen der iranischen Sicherheitskräfte berichtet. «Es gab viele Explosionen», sagte der Mann, der aus Sorge um seine Angehörigen anonym bleiben wollte. In der Nähe seines Hauses sei ein Polizeirevier zerstört worden, und ein Verwandter habe seine Wohnung verlassen müssen, weil durch einen Angriff in der Nähe die Türen und Fenster des Apartments zu Bruch gegangen seien.
Der Mann berichtete weiter, in der Nacht des persischen Neujahrsfest hätten er und seine Nachbarn von ihren Fenstern und Balkonen aus Parolen gegen die iranische Führung gerufen. Sicherheitskräfte in der Gegend hätten daraufhin Warnschüsse in die Luft abgegeben. Der Iran hat mehrfach damit gedroht, auf jene zu schiessen, die sich an Anti-Regierungs-Demonstrationen beteiligen.
Die AP sprach mit dem Bewohner Teherans, kurz nachdem dieser die Grenze in die Türkei überquert hatte. Er sagte, er sorge sich um seine Familie und wolle in einigen Monaten wieder zurückkehren. (dpa)
17:53 Uhr
Montag, 30. März
Erneut iranisches Geschoss von Nato in der Türkei abgefangen
In der Türkei ist erneut ein aus dem Iran abgefeuertes Geschoss von einem Nato-Abwehrsystem abgefangen worden. Es sei in den türkischen Luftraum eingedrungen, teilte das türkische Verteidigungsministerium auf X mit. Alle notwendigen Massnahmen würden entschlossen und ohne zu zögern gegen jede Bedrohung des Staatsgebiets und des Luftraums des Landes ergriffen, hiess es. Wo genau die Rakete abgefangen wurde, sagte das Ministerium nicht.
Es ist bereits der vierte Vorfall dieser Art in den vergangenen Wochen. Die Nato hatte die bisherigen Abfang-Aktionen bestätigt.
Zuletzt war eine ballistische Rakete in den türkischen Luftraum eingedrungen und zerstört worden. Die iranische Führung dementierte bisher stets, die Türkei beschossen zu haben.
Die Türkei verhält sich im Krieg zwischen Israel, den USA und dem Iran neutral und hat sich lange um eine diplomatische Lösung des Konflikts bemüht. Das Land verstärkte zuletzt die Flugabwehr. Im Rahmen der Massnahmen der Nato werde ein Patriot-Raketenabwehrsystem in der osttürkischen Provinz Malatya für den Einsatz vorbereitet. (dpa)
14:57 Uhr
Montag, 30. März
Ein Toter bei Angriff auf Entsalzungsanlage in Kuwait
Bei einem Angriff auf eine Entsalzungsanlage in Kuwait sind offiziellen Angaben zufolge ein Mensch getötet und ein Gebäude beschädigt worden. Das Opfer sei indischer Staatsbürger, hiess es in einer Mitteilung des zuständigen kuwaitischen Ministeriums. Auf der Anlage befinde sich zudem ein Kraftwerk.
Kuwait, Saudi-Arabien und Katar verurteilten diesen und weitere Angriffe auf Kuwait als «abscheuliche Attacken» des Iran. Zehn kuwaitische Soldaten seien in einem separaten Angriff auf ein Militärlager verletzt worden, hiess es in einer Stellungnahme der Arabischen Liga. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete unter Berufung auf einen Militärsprecher, die Angriffe auf die Entsalzungsanlage seien von Israel durchgeführt worden. Dies sei unter dem Vorwand erfolgt, den Iran zu beschuldigen. (dpa)
14:21 Uhr
Montag, 30. März
Libanons Armee: Soldat bei israelischem Angriff getötet
Bei einem israelischen Angriff im Südlibanon ist ein Soldat der libanesischen Streitkräfte laut Armeeangaben getötet worden. Weitere seien verletzt worden, teilte die libanesische Armee mit. Israels Militär erklärte auf Anfrage, es gehe den Vorwürfen nach. In der Auseinandersetzung zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah ist die libanesische Armee keine Kriegspartei. Bei der jüngsten Eskalation wurden dennoch mehrere libanesische Soldaten getötet.
Nach Angaben der israelischen Armee wurde auch einer ihrer Soldaten im Südlibanon getötet. Der 19-Jährige kam demnach bereits am Sonntag ums Leben. Israelische Medien meldeten, er sei durch Raketenbeschuss der Hisbollah getötet worden.
In Nordisrael heulten am Nachmittag nach Raketenbeschuss durch die Hisbollah erneut die Sirenen. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht. Die Hisbollah reklamierte erneut mehrere Angriffe auf Israel und Stellungen des israelischen Militärs im Südlibanon für sich.
Aus libanesischen Sicherheitskreisen hiess es, das israelische Militär rücke weiter in Richtung des Litani-Flusses vor. Der Litani verläuft zum Teil nur wenige Kilometer von der Grenze zu Israel entfernt. An anderen Stellen fliesst er etwa 30 Kilometer weit im Landesinneren. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte kürzlich gesagt, Israel wolle bis auf weiteres das Gebiet bis zum Litani-Fluss im Südlibanon kontrollieren. (dpa)
14:00 Uhr
Montag, 30. März
Trump droht wieder mit Angriff auf iranische Energieanlagen
US-Präsident Donald Trump hat erneut mit Angriffen auf zivile Energieanlagen im Iran gedroht, sollte Teheran nicht bald in die Bedingungen für eine Waffenruhe einwilligen. «Die Vereinigten Staaten von Amerika führen ernsthafte Gespräche mit einer neuen und vernünftigeren Regierung, um unsere Militäroperationen im Iran zu beenden», schrieb Trump am Montag auf seiner Plattform Truth Social.
Es seien grosse Fortschritte erzielt worden, doch sollte wider Erwarten aus irgendeinem Grund in Kürze keine Einigung erzielt werden, «werden wir unseren schönen Aufenthalt im Iran damit beenden, dass wir alle ihre Kraftwerke, Ölquellen und die Insel Charg (und möglicherweise alle Entsalzungsanlagen!) in die Luft jagen und vollständig auslöschen, die wir absichtlich noch nicht angetastet haben», schrieb Trump. «Dies geschieht als Vergeltung für unsere vielen Soldaten und andere, die der Iran während der 47-jährigen ‹Schreckensherrschaft› des alten Regimes abgeschlachtet und getötet hat.» (AP/dpa)
11:58 Uhr
MOntag, 30. März
Videoaufnahmen zeigen Feuer an israelischer Ölraffinerie
In der nordisraelischen Stadt Haifa ist ein Feuer an einer Ölraffinerie ausgebrochen. Videoaufnahmen vom Montag zeigten Flammen an einem grossen Raffinerietank und schwarzen Rauch. Nach israelischen Angaben wurde der bereits zweite Brand an der Raffinerie seit Beginn des Iran-Kriegs von der Feuerwehr rasch gelöscht. Es war zunächst unklar, ob das Feuer von einem direkten Raketenangriff oder herabstürzenden Trümmerteilen verursacht wurde. Israel verfügt über lediglich zwei Raffinerien. (dpa)
10:23 Uhr
Montag, 30. März
Spanien sperrt Luftraum für Militärflüge im Iran-Krieg
Die spanische Regierung hat den Luftraum des Landes für alle Flugzeuge gesperrt, die mit dem Krieg der USA und Israels gegen den Iran in Verbindung stehen. Diese Massnahme «ist Teil der Entscheidung der spanischen Regierung, sich an diesem einseitig begonnenen Krieg, der gegen das Völkerrecht verstösst, nicht zu beteiligen und ihn nicht zu unterstützen», erklärte der stellvertretende Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo im Interview des Radiosenders «Cadena Ser».
Das Verbot betreffe nicht nur Starts von spanischem Boden, sondern auch den Überflug militärischer Flugzeuge, die etwa von Stützpunkten in Grossbritannien oder Frankreich aus operieren, hatten zuvor die Zeitung «El País» und die Nachrichtenagentur Europa Press unter Berufung auf die linksgerichtete Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez berichtet.
Madrid zählt in Europa zu den schärfsten Kritikern der militärischen Operationen der USA und Israels. Sánchez sagt immer wieder: «Nein zum Krieg!». Bereits kurz nach dem Beginn des Krieges hatte der sozialistische Politiker vor knapp einem Monat den USA die Nutzung der Militärbasen Rota und Morón für die Einsätze gegen den Iran untersagt. Diese Stützpunkte in Andalusien im Süden des Landes werden seit Jahrzehnten gemeinsam von Spanien und den USA betrieben. (dpa)
08:54 Uhr
Montag, 30. März
Bericht: Trump prüft Militäreinsatz zur Uran-Bergung im Iran
US-Präsident Donald Trump erwägt einem Medienbericht zufolge im Iran einen Militäreinsatz zur Bergung von rund 400 Kilogramm hochangereichertem Uran. Trump prüfe zurzeit, wie gefährlich dies für die dafür nötigen Bodentruppen wäre, zitierte das «Wall Street Journal» US-Beamte. Eine Entscheidung habe der Präsident noch nicht getroffen.
Trump stehe der Idee aber grundsätzlich offen gegenüber, da ein solcher Militäreinsatz dazu beitragen könnte, sein zentrales Ziel zu erreichen – nämlich den Iran daran zu hindern, jemals eine Atomwaffe herzustellen. Ein solcher Militäreinsatz wäre eine komplexe und riskante Mission, die die US-Streitkräfte wahrscheinlich mehrere Tage oder länger in dem Land durchführen müssten.
Bevor Israel und die USA bereits im Juni vergangenen Jahres Luftangriffe auf den Iran geflogen und dabei auch drei Atomanlagen bombardiert hatten, verfügte das Land nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) über mehr als 400 Kilogramm Uran mit einem Reinheitsgrad von 60 Prozent. Für den Bau von Atomwaffen sind mehr als 90 Prozent nötig.
Seit Tagen gibt es Berichte über eine mögliche Bodenoffensive des US-Militärs im Iran. Pakistan bemüht sich zwar um Vermittlung, bisher haben Washington und Teheran aber noch keine direkten Verhandlungen zur Beendigung des Kriegs aufgenommen. (dpa)
07:55 Uhr
Montag, 30. März
Trump spekuliert über Einnahme iranischer Öl-Insel Charg
Das US-Militär hat nach Angaben von Präsident Donald Trump im Iran mehrere wichtige Ziele angegriffen und zerstört. «Grosser Tag im Iran», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Viele seit langem verfolgte Ziele seien vom «grossartigen» US-Militär, dem besten und tödlichsten der Welt, ausgeschaltet und zerstört worden, erklärte er. Weitere Einzelheiten dazu nannte Trump jedoch nicht.
Gleichzeitig hat Trump über eine Einnahme der iranischen Insel Charg durch US-Truppen spekuliert. «Vielleicht nehmen wir Charg ein, vielleicht auch nicht. Wir haben viele Optionen», sagte er der «Financial Times» in einem Interview, das in der Nacht zum Montag veröffentlicht wurde. «Das würde auch bedeuten, dass wir eine Weile dort sein müssten.»
Die Insel im Persischen Golf ist der wichtigste Ölhafen der Islamischen Republik. Über das dortige Tankerterminal wurden vor dem Krieg fast die gesamten iranischen Rohölexporte abgewickelt. Auf eine Nachfrage zu den iranischen Verteidigungskapazitäten auf der Insel antwortete Trump: «Ich glaube nicht, dass sie irgendeine Verteidigung haben. Wir könnten sie sehr leicht einnehmen.» (dpa)
06:28 Uhr
Montag, 30. März
Iran-Krieg geht mit voller Wucht weiter – das Update aus der Nacht
Die USA und Israel setzen ihre massiven Angriffe im Iran in der nunmehr fünften Kriegswoche fort. Es werde «militärische Infrastruktur» in der iranischen Hauptstadt Teheran attackiert, teilte die israelische Armee am frühen Morgen ohne nähere Angaben mit.
Kurz zuvor hatte US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social geschrieben: «Grosser Tag im Iran». Das US-Militär habe «viele seit langem verfolgte Ziele» angegriffen und zerstört. Der Iran hatte wiederum flankiert von der von ihm unterstützten Huthi-Miliz im Jemen seine Gegenangriffe auf Israel und benachbarte Golfstaaten fortgesetzt. Unterdessen sagte Trump in einem Interview, er würde «am liebsten» das Öl aus dem Iran nehmen.
Die israelische Armee teilte in der Nacht mit, es seien zwei Drohnen aus dem Jemen abgefangen worden. Der Iran beschoss den Erzfeind Israel zudem erneut mit Raketen. Berichte über Einschläge oder Verletzte gab es nicht. Auch Kuwait und andere Golfstaaten gerieten wieder unter Beschuss durch den Iran.
Golfstaaten erneut unter Beschuss
Das Energieministerium in Kuwait meldete in der Nacht auf der Plattform X Schäden an einem Nebengebäude eines Stromkraftwerks und einer Entsalzungsanlage. Ein indischer Arbeiter sei ums Leben gekommen. Die Luftabwehr Saudi-Arabiens fing laut Verteidigungsministerium fünf ballistische Raketen ab. Auch Bahrain, Jordanien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate fingen laut dem arabischen Sender Al Jazeera Drohnen und Raketen ab.
Zugleich hält der Iran weiter faktisch die für den globalen Öl- und Gastransport wichtige Strasse von Hormus geschlossen. Auf die Frage, ob in den kommenden Tagen ein Waffenruheabkommen erzielt werden könne, das die Meerenge öffnen würde, lehnte es Trump gegenüber der «Financial Times» ab, Details zu nennen. «Wir haben noch etwa 3.000 Ziele übrig – wir haben 13.000 Ziele bombardiert – und noch ein paar Tausend Ziele vor uns», wurde er zitiert.
IAEA: Schwerwasserreaktor im Iran getroffen
Der iranische Forschungsreaktor Chondab wurde nach Erkenntnissen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) durch einen Beschuss stark beschädigt. Der früher Arak genannte Schwerwasserreaktor sei nicht mehr betriebsfähig, erklärte die Behörde mit Sitz in Wien auf der Plattform X. Sie berief sich dabei unter anderem auf Satellitenbilder und eigene Kenntnisse der Einrichtung. Die Anlage enthalte kein deklariertes Nuklearmaterial. Der Iran habe den Beschuss des Reaktors am 27. März gemeldet, hiess es.
Derweil heizte Trump Spekulationen über eine Bodenoffensive in der Islamischen Republik an. «Vielleicht nehmen wir die Insel Charg ein, vielleicht auch nicht. Wir haben viele Optionen», sagte er der «Financial Times». Über Charg wickelt der Iran etwa 90 Prozent seiner Erdölausfuhren ab. Das Pentagon habe die Entsendung von rund 10.000 Soldaten in die Region angeordnet, die für Eroberung und Sicherung von Land ausgebildet sind, schrieb die Zeitung.
Trump: Würde am liebsten das Öl im Iran nehmen
Ein Angriff auf Charg wäre riskant. Experten warnen, dass US-Soldaten nach einer möglichen Einnahme und Besetzung der Insel leichte Ziele für iranische Angriffe wären. «Um ehrlich zu sein, am liebsten würde ich mir das Öl im Iran nehmen», sagte Trump der Zeitung und fügte hinzu: «Aber einige dumme Leute in den USA sagen: «Warum tust du das?» Aber das sind dumme Leute.»
Trump hat dem Iran eine neue Frist gesetzt, um ein Abkommen zur Beendigung des von den USA und Israel begonnenen Krieges zu akzeptieren – andernfalls drohen US-Angriffe auf Irans Energiesektor. Die Frist läuft am 7. April um 2.00 Uhr MESZ ab. Trotz seiner Drohungen, die iranische Ölförderung einzunehmen, betonte Trump der Zeitung zufolge, dass die indirekten Gespräche zwischen den USA und dem Iran über pakistanische Vermittler gut vorankämen. Die Aussenminister Saudi-Arabiens, Ägyptens und der Türkei hatten am Sonntag in Islamabad über eine mögliche Deeskalation des Iran-Krieges gesprochen.
Israel will weiter in Südlibanon vordringen
Derweil wies Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die Armee an, weiter im Süden des Libanons vorzudringen. Bei einer Lagebesprechung im Norden sagte er, er habe jetzt angeordnet, den von ihm so bezeichneten «bestehenden Sicherheitsstreifen» weiter auszudehnen. Damit solle die Bedrohung durch die mit dem Erzfeind Iran verbündete Hisbollah-Miliz und der Abschuss von Raketen aus diesem Gebiet verhindert werden. «Wir sind entschlossen, die Lage im Norden grundlegend zu verändern», sagte Netanjahu weiter.
Viele Libanesen befürchten eine grossangelegte Bodeninvasion Israels mit anschliessender Besatzung im Süden des nördlichen Nachbarlandes Israels. Immer wieder geraten auch die Blauhelmsoldaten im Grenzgebiet zu Israel zwischen die Fronten. Bei der Explosion eines Geschosses in einer Stellung der UN-Friedenstruppen wurde ein Blauhelmsoldat getötet. Ein weiterer wurde bei dem Vorfall in Südlibanon schwer verletzt, teilte die UN-Beobachtermission Unifil mit. Es war demnach zunächst unklar, woher das Geschoss kam. (dpa)
22:01 Uhr
Sonntag, 29. März
Iran: Stromversorgung in Teheran wurde angegriffen
Aus dem Iran wurden am Abend (Ortszeit) erneut schwere Angriffe der USA und Israels gemeldet. Nach Angaben des iranischen Energieministeriums zielten die jüngsten Attacken auf Anlagen der Stromversorgung in der Hauptstadt Teheran. Infolgedessen kam es am Abend (Ortszeit) in verschiedenen Stadtteilen zu Stromausfällen. Einsatzteams seien in die betroffenen Gebiete entsandt worden, um die Versorgung so schnell wie möglich wiederherzustellen, berichtete der Staatssender Irib unter Berufung auf das Ministerium.
Die israelische Armee meldete unterdessen neue Angriffe auf Ziele der iranischen Führung in Teheran. Das Militär machte zunächst allerdings keine Angaben zu den genauen Zielen der abermaligen Angriffswelle. (dpa)
21:42 Uhr
Sonntag, 29. März
Roter Halbmond: Über 100'000 zivile Einrichtungen im Iran beschädigt
Bei den israelisch‑amerikanischen Angriffen im Iran sind nach jüngsten Angaben des Roten Halbmonds mehr als 100'000 zivile Einrichtungen beschädigt oder zerstört worden. Allein in der Hauptstadt Teheran wurden demnach fast 40'000 Wohngebäude und Geschäftseinheiten getroffen. Zudem seien in den vergangenen vier Wochen rund 600 Schulen und fast 300 Gesundheitszentren angegriffen worden, teilte der Rote Halbmond auf der Plattform X mit. Die Angaben lassen sich unabhängig nicht verifizieren.
Zur Zahl der Todesopfer gibt es keine aktuellen Angaben. Das iranische Gesundheitsministerium teilte Anfang der Woche mit, dass seit Kriegsbeginn am 28. Februar dieses Jahres mehr als 1.900 Menschen getötet worden seien, darunter 240 Frauen und über 200 Kinder. In derselben Zeitspanne seien zudem mehr als 24'800 Menschen verletzt worden. (dpa)
19:41 Uhr
Sonntag, 29. März
Verletzte bei iranischen Raketenangriffen auf Südisrael
Bei neuen iranischen Raketenangriffen auf Israel sind rund um die Wüstenstadt Beerscheva im Süden des Landes mehrere Menschen verletzt worden. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom meldete am Nachmittag (Ortszeit) elf Verletzte durch von Druckwellen umhergeschleuderte Gegenstände. Im Süden Israels gab es mehrfach Raketenalarm, in vielen Gegenden heulten Sirenen.
Nach einem Raketenangriff ebenfalls am Nachmittag (Ortszeit) brach ausserhalb von Beerscheva zudem ein grosser Brand in einer Chemiefabrik aus. Auf Fernsehbildern war eine riesige Rauchwolke zu sehen. Kurzzeitig bestand die Sorge, dass bei dem Brand gefährliche Stoffe austreten und eine Gefahr für die Bevölkerung ausgeht. Das israelische Umweltministerium gab jedoch nach Untersuchungen Entwarnung. (dpa)
15:31 Uhr
Sonntag, 29. März
Kuwait: Mehrere Drohnen abgefangen
Die kuwaitische Luftabwehr hat nach Angaben der Behörden des ölreichen Golfstaats mehrere Drohnen unschädlich gemacht. Es seien vier Drohnen abgefangen worden, die das Land am Sonntagmorgen attackiert hätten, hiess es. Bei einem Angriff auf den internationalen Flughafen der gleichnamigen Hauptstadt von Kuwait waren am Samstag Radarsysteme schwer beschädigt worden. (dpa)
15:16 Uhr
Sonntag, 29. März
Katarischer Sender meldet Angriff auf Büro in Teheran
Der katarische Fernsehsender Alaraby TV hat einen Angriff auf sein Bürogebäude in der iranischen Hauptstadt Teheran gemeldet. Nach dem Einschlag einer israelischen Rakete habe die Liveausstrahlung gestoppt werden müssen, teilte der Sender mit. Es seien erhebliche Schäden entstanden. In sozialen Medien veröffentlichte ein Mitarbeiter des Senders ein Video, in dem er die Schäden zeigte. Ausrüstung, Möbel und Trümmer lagen verstreut auf dem Boden. Auf der Strasse vor dem Gebäude waren Trümmerteile und beschädigte Fahrzeuge zu sehen. (dpa)
15:12 Uhr
Sonntag, 29. März
Vereinigte Arabische Emirate melden neue Angriffe
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben neue Angriffe auf den Golfstaat gemeldet. Das Verteidigungsministerium teilte am Sonntag mit, die Luftabwehr reagiere auf weitere Raketen- und Drohnenattacken. Lärm, der dabei zu hören sei, gehe auf Abfangbemühungen zurück. Binnen 24 Stunden seien 16 Raketen- und 42 Drohnenangriffe registriert worden. (dpa)
13:34 Uhr
Sonntag, 29. März
Saudi-Arabien meldet zehn abgefangene Drohnen
Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben mehrere Drohnenangriffe abgewehrt. Das Verteidigungsministerium teilte mit, am Sonntagmorgen seien zehn Drohnen abgefangen und zerstört worden. (has)
12:41 Uhr
Sonntag, 29. märz
Berichte: USA bereiten mögliche Bodenoffensive im Iran vor
Das US-Militär hat Medienberichten zufolge Pläne für einen möglichen Einsatz mit Bodentruppen im Iran vorbereitet. Die potenzielle Bodenoffensive soll kombinierte Einsätze von Truppen der regulären Infanterie und Spezialeinheiten vorsehen, jedoch nicht als vollständige Invasion angelegt sein, wie die «Washington Post» unter Berufung auf US-Beamte berichtete. Für einen solchen Einsatz wären demnach mehrere Wochen eingeplant.
Ein Bodeneinsatz würde eine Eskalation in eine gefährliche neue Phase des Konfliktes bedeuten, schreibt die Zeitung. Denn US-Soldaten würden am Boden erheblich mehr Gefahren ausgesetzt als bisher, wie etwa dem Beschuss durch iranische Drohnen und Raketen, Gefechten und improvisierten Sprengsätzen. Ob US-Präsident Donald Trump vorhat, die Pläne abzusegnen, war unklar.
Nach Angaben der Quellen der «Washington Post», die anonym über die hochsensiblen Militärpläne sprachen, laufen die Vorbereitungen für eine mögliche Offensive am Boden bereits seit Wochen.
US-Aussenminister Marco Rubio sagte zuletzt, die USA könnten ihre Kriegsziele auch ohne Bodentruppen erreichen. Kategorisch ausschliessen wollte Rubio den Einsatz von Bodentruppen aber nicht.
Auch das Portal «Axios» hatte vor wenigen Tagen von Militärplänen berichtet, die für einen «finalen Schlag» zur Beendigung des Kriegs gegen den Iran neben Bombardierungen den Einsatz von Bodentruppen vorsehen. Konkreter umfassen mögliche Szenarien «Axios» zufolge die Einnahme oder Blockade von strategisch wichtigen Inseln in der Strasse von Hormus wie Charg, wo der Iran einen Grossteil seiner Erdölausfuhren abwickelt.
Auch das «Wall Street Journal» hatte berichtet, dass es sich bei den bis zu 10.000 weiteren US-Soldaten, deren Entsendung in die Golf-Region derzeit erwogen werde, um Infanteristen handeln dürfte. (dpa)
06:42 Uhr
Sonntag, 29. März
EU-Mission warnt vor Huthi-Angriffen auf Schifffahrt
Die EU-geführte Marinemission «Aspides» warnt vor Angriffen der proiranischen Huthi-Miliz im Jemen auf die internationale Schifffahrt im Roten Meer und im östlichen Golf von Aden. Schiffe könnte dort erneut ins Visier geraten, teilte die Marinemission mit Sitz im griechischen Larissa mit. Reedereien, deren Schiffe sich in der Region befinden, werde empfohlen, besonders vorsichtig zu sein.
Am Samstag hatte die Huthi-Miliz ihre Raketenangriffe auf Israel wieder aufgenommen und ist damit an der Seite des Irans in den vor Monat von den USA und Israel begonnenen Krieg eingetreten. Der Iran blockiert seit Beginn des Krieges die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Strasse von Hormus. Die Preise für diese Energieträger sind in der Folge stark gestiegen.
Nun könnte nach Ansicht der Marinemission «Aspides» auch der Schiffsverkehr durch das Rote Meer und den Golf von Aden durch die Huthi-Miliz in Gefahr geraten. Schiffe mit Verbindungen zu Israel oder den USA sollten die Passage durch das Rote Meer und den Golf von Aden nach Möglichkeit meiden, hiess es.
Die Huthi-Miliz hatte bereits in der Vergangenheit im Roten Meer und dem sich südlich anschliessenden Golf von Aden immer wieder Handelsschiffe attackiert. Das Rote Meer und der Golf von Aden gelten als eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt. Sie liegen zwischen Nordostafrika und der Arabischen Halbinsel und bilden eine zentrale Verbindung zwischen dem Mittelmeer (über den Suezkanal) und dem Indischen Ozean. (dpa)
06:33 Uhr
Sonntag, 29. März
Iran droht mit Angriffen gegen israelische und US-Unis
Der Iran droht mit Angriffen gegen israelische und US-amerikanische Hochschuleinrichtungen als Vergeltung für mutmassliche Attacken gegen zwei iranische Universitäten. Wenn die US-Regierung wolle, dass ihre Universitäten in der Region von Vergeltungsmassnahmen verschont bleiben, müsse sie bis Montag 12 Uhr mittags Teheraner Zeit die Bombardierung von Universitäten verurteilen, zitierte die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Fars auf der Plattform X eine Erklärung der iranischen Elitestreitmacht. (dpa)
23:03 Uhr
Samstag, 28. März
Huthi-Miliz greift Israel zum zweiten Mal in Folge an
Die proiranische Huthi-Miliz im Jemen hat am Samstagabend Israel zum zweiten Mal in Folge angegriffen. Eine Drohne sei über der südisraelischen Stadt Eilat, ein Marschflugkörper vor Erreichen israelischen Territoriums abgefangen worden, berichtete die «Times of Israel» unter Berufung auf das Militär. Am Samstagmorgen hatte die jemenitische Miliz zum ersten Mal seit Beginn des Iran-Kriegs vor einem Monat eine Rakete auf Israel abgefeuert.
Auch dieses Geschoss war von der israelischen Luftabwehr unschädlich gemacht worden. Die Huthi-Miliz bestätigte in einer Erklärung den Angriff vom Abend. Ihre zweite Militäroperation des Tages habe aus «einer Salve von Marschflugkörpern und Drohnen» bestanden und sich gegen eine Reihe von strategischen und militärischen Zielen im Süden Israels gerichtet, teilte ihr Kommando in Sanaa mit. (dpa)
20:50 Uhr
Samstag, 28. März
Israel: Irans Waffenproduktion «in wenigen Tagen» zerstört
Das israelische Militär will nach Darstellung eines Sprechers die iranische Waffenproduktion «in wenigen Tagen» weitgehend zerstört haben. Die Streitkräfte würden in diesem Zeitraum «die Angriffe auf alle wichtigen Komponenten der (iranischen) Militärindustrie abschliessen», sagte Armeesprecher Effie Defrin am Abend (Ortszeit) vor Journalisten.
«Das bedeutet, dass wir den Grossteil der militärischen Produktionskapazitäten zerstören haben werden», fügte er hinzu. «Das Regime wird lange Zeit brauchen, um sie wieder herzustellen.» (dpa)
20:21 Uhr
Samstag, 28. März
Weitere US-Marinekräfte in Nahost-Region eingetroffen
Weitere US-Marinekräfte sind im Nahen Osten eingetroffen. Das amphibische Angriffsschiff «USS Tripoli» erreichte nach Angaben des hauptsächlich für den Nahen Osten zuständigen US-Regionalkommandos Centcom am Freitag dessen Einsatzgebiet. Es dient als Flaggschiff einer kombinierten Seestreitkraft mit etwa 3500 Einsatzkräften.
Die USA haben bereits Tausende Marinesoldaten in den Nahen Osten verlegt. Nach früheren US-Angaben befinden sich mehr als 50'000 Soldaten in der Region. (dpa)
17:34 Uhr
Samstag, 28. März
Fast 1200 Tote im Libanon
Einen Monat nach dem Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran hat die Zahl der Todesopfer im Libanon nach offiziellen Angaben an der Marke von 1200 gekratzt. Wie das Gesundheitsministerium in Beirut am Samstag mitteilte, kostete der infolge des Iran-Krieges, der am 28. Februar begann, seit dem 2. März wieder aufgeflammte Konflikt zwischen Israel und der Schiitenmiliz Hisbollah 1189 Menschen im Libanon das Leben. 3427 weitere Menschen seien verletzt worden. Binnen 24 Stunden seien zuletzt 47 Menschen getötet und 112 weitere verletzt worden. (dpa)
15:49 Uhr
Samstag, 28. März
Journalisten von Hisbollah-nahen Sendern bei Angriff Israels getötet
Bei einem israelischen Angriff im Südlibanon sind eine Reporterin und ein Reporter von zwei Hisbollah-nahen Fernsehsendern getötet worden. Der TV-Sender der proiranischen Hisbollah Al-Manar meldete, dass ihr langjähriger Korrespondent Ali Schuaib bei einem Angriff bei Dschesin im Süden des Landes ums Leben kam. Zudem berichtete der proiranische Sender Al-Majadin, der auch der Hisbollah nahe steht, dass bei dem Angriff ihre Reporterin Fatima Fatuni getötet wurde.

Das israelische Militär gab an, einen «gezielten» Angriff auf Schuaib verübt zu haben. Die Armee warf ihm vor, Mitglied der Hisbollah-Eliteeinheit Radwan gewesen zu sein. Er habe sich als «Journalist getarnt», hiess es. In dem Zuge habe er über Standorte von israelischen Truppen berichtet, die im Süden des Libanons im Einsatz waren. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Zu Fatuni äusserte sich das Militär zunächst nicht.
Der libanesische Informationsminister Paul Morcos verurteilte den Angriff scharf. Seinen Angaben zufolge ist dabei auch der Kameramann und Bruder Fatunis, Mohammed Fatuni, getötet worden. «Wir verurteilen auf das Schärfste Israels wiederholte und vorsätzliche Angriffe auf Journalisten», betonte Morcos. (dpa)
15:04 Uhr
Samstag, 28. März
VAE melden Dutzende Angriffe und sechs Verletzte
Bei Drohnen- und Raketenangriffen auf die Vereinigten Arabischen Emirate sollen mindestens sechs Menschen verletzt worden sein. Nach örtlichen Angaben wurde die Luftabwehr am Samstag gegen 20 ballistische Raketen und 37 Drohnen aktiv. (dpa)
14:37 Uhr
Samstag, 28. März
Sieben Verletzte bei Angriff nahe Jerusalem
Bei einem Raketenangriff auf die zentralisraelische Ortschaft Eschtaol in der Nähe von Jerusalem sollen mindestens sieben Menschen verletzt worden sein. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom teilte am Samstag mit, einige der Menschen seien durch die Explosion verletzt worden, andere bei dem Versuch, Schutzräume zu erreichen. (dpa)
13:20 Uhr
Samstag, 28. März
Irans Präsident droht mit Vergeltungsschlägen
Irans Präsident Massud Peseschkian hat mit harten Vergeltungsschlägen gegen Nachbarländer gedroht, falls die Infrastruktur oder Wirtschaftszentren im Land attackiert werden. In einer «Botschaft an die Länder der Region» schrieb Peseschkian auf der Plattform X: «Wenn ihr Entwicklung und Sicherheit wollt, lasst nicht zu, dass unsere Feinde den Krieg von eurem Boden aus führen.»
Zuvor hatten israelische und US-Luftstreitkräfte laut iranischen Angaben ihre Angriffe auf Stahlwerke sowie Anlagen der Rüstungs- und Energieinfrastruktur in mehreren iranischen Provinzen ausgeweitet.
Seit Beginn des Krieges am 28. Februar greift der Iran wiederum Ziele in arabischen Nachbarländern an. Die Führung in Teheran begründet dies unter anderem mit der Stationierung von US-Truppen in diesen Ländern. (dpa)
12:39 Uhr
Samstag, 28. März
Bahrain meldet mehr als 40 Luftangriffe in 24 Stunden
Bahrain hat innerhalb von 24 Stunden mehr als 40 Luftangriffe registriert. Die Luftabwehr habe auf 20 Raketen- und 23 Drohnenangriffe reagiert, teilte das Inselkönigreich am Samstag mit. Bahrain beheimatet die 5. Flotte der US-Marine. (dpa)
12:38 Uhr
Samstag, 28 .März
Kreise: Mehr als 20 US-Soldaten auf saudischem Stützpunkt verletzt
Bei iranischen Angriffen auf einen saudischen Luftwaffenstützpunkt sollen mehr als zwei Dutzend US-Soldaten verletzt worden sein. Zwei Personen mit Detailkenntnis berichteten der Nachrichtenagentur AP, bei einem Angriff auf die Prince Sultan Airbase am Freitag seien mindestens 15 Militärangehörige verletzt worden, fünf davon schwer. US-Behördenvertreter hatten zunächst von zehn Verletzten gesprochen, zwei davon schwer. (dpa)
12:20 Uhr
Samstag, 28. März
Pakistan lädt Aussenminister aus mehreren Ländern zu Gesprächen ein
In Bemühung um Deeskalation im Iran-Krieg hat Pakistans Regierung die Aussenminister Saudi-Arabiens, Ägyptens und der Türkei zu Beratungsgesprächen eingeladen. Pakistans Vize-Premierminister und Aussenminister Ishaq Dar werde den für Sonntag und Montag geplanten Besuch für ausführliche Gespräche darüber nutzen, wie der Konflikt in der Region entspannt werden könnte, teilte das pakistanische Aussenministerium mit.
Die Minister sollen demnach auch mit Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif zusammenkommen. Das ägyptische Aussenministerium teilte mit, Aussenminister Badr Abdel-Atti sei nach Islamabad gereist, um an einem Vier-Parteien-Ministertreffen teilzunehmen. Im Mittelpunkt der Gespräche stünden die jüngste Eskalation in der Region sowie Bemühungen zur Deeskalation.
Sharif erklärte am Samstag, in einem mehr als einstündigen Telefongespräch mit Irans Präsident Massud Peseschkian habe er «Pakistans starke Verurteilung der anhaltenden Angriffe Israels auf den Iran» bekräftigt und die Solidarität seines Landes mit dem iranischen Volk ausgedrückt. Er habe Peseschkian auch über Pakistans diplomatische Bemühungen informiert, in Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten, befreundeten Golfstaaten und weiteren islamischen Ländern, einen Dialog und Deeskalation in der Region zu erleichtern. (dpa)
10:54 Uhr
samstag, 28. März
Irna: Universitätsgebäude bei Luftangriff in Teheran beschädigt
Bei einem Luftangriff auf die iranische Hauptstadt Teheran sollen mehrere Gebäude der Universität für Wissenschaft und Technologie beschädigt worden sein. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete am Samstag unter Berufung auf die Pressestelle der Universität, es seien sowohl Forschungs- als auch Lehrgebäude getroffen worden. (dpa)
10:46 Uhr
Samstag, 28. März
Angriffe auf Golfstaaten gehen weiter
Auch vier Wochen nach Beginn des Iran-Krieges gehen die Angriffe auf die Golfstaaten weiter. Das Medienbüro der emiratischen Hauptstadt Abu Dhabi meldete, dass in Folge von herabfallenden Raketenteilen mehrere Brände entfacht worden seien. Dabei seien insgesamt sechs Menschen verletzt worden. Die Trümmerteile seien nach dem Abfangen ballistischer Raketen abgestürzt. Auch im Oman wurde ein Verletzter gemeldet. Zwei Drohnen hätten den Hafen von Salalah im Westen des Landes attackiert, meldet die omanische Nachrichtenagentur ONA. Dabei sei ein ausländischer Arbeiter verletzt worden. Zudem seien geringe Schäden entstanden.
Die kuwaitische Nachrichtenagentur Kuna berichtete unter Berufung auf die Luftfahrtbehörde, dass der Flughafen in der Hauptstadt Kuwait-Stadt von mehreren Drohnen angegriffen worden sei. Es habe keine Verletzten gegeben. Es sei jedoch ein erheblicher Schaden am Radarsystem des Flughafens entstanden. Nach Angaben des saudischen Verteidigungsministeriums wurde in der Nacht eine auf die Region der Hauptstadt Riad gerichtete ballistische Rakete abgefangen und zerstört. Ausserdem seien drei Drohnen abgefangen worden. (dpa)
08:23 Uhr
Samstag, 28. März
Israel meldet ersten Raketenbeschuss aus Jemen seit Beginn des Kriegs
Zum ersten Mal seit Beginn des Iran-Kriegs vor einem Monat ist israelischen Angaben nach aus dem Jemen eine Rakete auf Israel abgefeuert worden. Die Flugabwehr sei im Einsatz, teilte die israelische Armee am frühen Morgen auf Telegram mit. Die Rakete wurde Medienberichten zufolge erfolgreich abgefangen, Verletzte oder Schäden habe es nicht gegeben. (dpa)
06:33 Uhr
Samstag, 28. März
Rubio: Ziele ohne Einsatz von Bodentruppen erreichbar
US-Aussenminister Marco Rubio geht davon aus, dass die USA ihre Ziele im Iran-Krieg auch ohne den Einsatz von Bodentruppen erreichen werden. Das Militär liege vor dem Zeitplan zur Erreichung seiner Ziele - «und wir können sie ohne Bodentruppen erreichen», sagte er nach Ukraine-Gesprächen der Aussenminister der Gruppe wirtschaftsstarker Demokratien (G7) bei Paris. Rubio zeigte sich davon überzeugt, dass der Einsatz im Iran «in wenigen Wochen, nicht in Monaten» abgeschlossen werden könnte. Zugleich sagte Rubio, dass er einen Einsatz von Bodentruppen nicht kategorisch ausschliesse. Die USA würden sich diese Flexibilität vorbehalten, um Präsident Trump «maximale Handlungsfreiheit und maximale Möglichkeiten zu geben, sich auf Eventualitäten einzustellen». (dpa)
06:32 Uhr
Samstag, 28. März
Iran-Krieg lässt Düngerpreise steigen
Der Iran-Krieg zieht eine Gefahr für Bauern und Lebensmittelpreise rund um den Globus nach sich: Mineraliendünger hat sich auf den Weltmärkten seit Jahresbeginn um rund 30 bis 40 Prozent verteuert. Das sagt Philipp Spinne, der Geschäftsführer des Deutschen Raiffeisenverbands (DRV). Damit ist eine ähnliche Situation eingetreten wie im Februar 2022: «Die Weltmarktpreise für Stickstoffdünger nähern sich immer mehr dem Höchstniveau an, das wir zu Beginn des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine hatten», sagt Spinne. (dpa)
06:31 Uhr
Samstag, 28. März
US-Präsident nennt Strasse von Hormus «Strasse von Trump»
US-Präsident Donald Trump hat die Strasse von Hormus «Strasse von Trump» genannt. Auf einem Kongress in Miami sprach der Republikaner über den Verlauf des Iran-Kriegs und sagte: «Sie müssen die Strasse von Trump öffnen - ich meine Hormus.» Im Publikum wurde daraufhin gelacht. Trump ergänzte dann: «Entschuldigung - es tut mir so leid. So ein schlimmer Fehler.» Er schob nach, dass die «Fake News» berichten würden, dass er es aus Versehen gesagt habe. Er ergänzte: «Bei mir gibt es keine Versehen - zumindest nicht viele.» Einige Medien kamen anschliessend zur Einschätzung, dass er all dies scherzhaft gemeint habe. Trump kokettierte in der Vergangenheit immer wieder mit der Umbenennung etwa von Institutionen und setzte das zum Teil in die Tat um. So heisst das berühmte Kulturhaus Kennedy Center in Washington inzwischen Trump Kennedy Center. Er verfügte auch die Umbenennung des Golfs von Mexiko in «Golf von Amerika». (dpa)
06:29 Uhr
Samstag, 28. März
Trump kritisiert Merz für Haltung im Iran-Krieg
US-Präsident Donald Trump hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) für die ausbleibende Hilfe bei der Sicherung der Strasse von Hormus kritisiert. Der Republikaner attackierte bei einem Kongress in Miami im US-Bundesstaat Florida erneut zunächst die Nato-Verbündeten Frankreich und Grossbritannien - und kam dann auf Deutschland zu sprechen: «Der deutsche Bundeskanzler - das sind alles meine Freunde - Friedrich. Der deutsche Bundeskanzler, er sagte: «Das ist nicht unser Krieg».» Trump schob nach, dass dann der Ukraine-Krieg auch nicht der der USA sei. (dpa)
06:26 Uhr
Samstag, 28. März
Iran-Krieg: Erneuter Angriff nahe dem AKW Buschehr
Zum dritten Mal innerhalb der vergangenen zehn Tage hat die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) im Zuge des Iran-Kriegs einen Angriff nahe dem iranischen Atomkraftwerk Buschehr gemeldet. Es seien laut iranischen Angaben weder Schäden am im Betrieb befindlichen Reaktor noch eine Freisetzung von Strahlung gemeldet worden, teilte die IAEA in Wien am späten Abend auf der Plattform X mit. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi rief zu höchster Zurückhaltung in dem Konflikt auf, um einen nuklearen Unfall zu vermeiden.
Der Iran hatte bereits diese und vergangene Woche Geschoss-Einschläge auf dem Gelände des Atomkraftwerks Buschehr gemeldet. Schäden an der Anlage oder Verletzte gab es beide Male nicht. Darüber hinaus wurde am Freitag nach IAEA-Angaben der Schwerwasser-Forschungsreaktor Chondab (früher Arak) getroffen. Es bestehe kein Strahlungsrisiko, da die Anlage kein deklariertes Kernmaterial enthalte, hiess es. Zudem sei eine Stahlproduktionsfabrik in der Provinz Chuzestan angegriffen worden, die versiegelte radioaktive Quellen zur Messung verwende. Es sei jedoch auch hier zu keiner Freisetzung von Strahlung ausserhalb des Geländes gekommen. (dpa)
06:19 Uhr
Samstag, 28. März
Bericht: US-Verletzte bei iranischem Angriff in Saudi-Arabien
Zehn US-Einsatzkräfte sind nach einem Bericht des «Wall Street Journals» bei einem iranischen Angriff auf einen Luftwaffenstützpunkt in Saudi-Arabien verletzt worden. Sie befanden sich in einem Gebäude auf der Prince Sultan Airbase, das bei der Bombardierung getroffen wurde, wie die US-Zeitung unter Berufung auf US- und arabische Vertreter berichtete. Der Luftwaffenstützpunkt in Saudi-Arabien wird auch vom US-Militär genutzt. Bei dem Angriff wurden laut dem Zeitungsbericht auch amerikanische Tankflugzeuge beschädigt. (dpa)
06:17 Uhr
Samstag, 28. März
Trump stellt Unterstützung für Nato-Partner infrage
US-Präsident Donald Trump hat die Unterstützung anderer Nato-Partner durch die USA infrage gestellt. «Wir wären immer für sie da gewesen, aber jetzt, angesichts ihres Verhaltens, müssen wir das wohl nicht mehr, oder?», sagte Trump in Miami. Trump kritisierte das Bündnis scharf dafür, dass es den USA im Krieg mit dem Iran nicht zur Seite stehe. «Ich glaube, es war ein gewaltiger Fehler, dass die Nato einfach nicht da war.» Trump zufolge zahlen die USA Hunderte Milliarden Dollar jährlich für die Sicherheit der Verbündeten. «Warum sollten wir für sie da sein, wenn sie nicht für uns da sind?», fragte er. (dpa)
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