­
­
­
­

Kolumbien ruft nach Erdbeben mit 319 Toten Notstand aus

Das schwere Erdbeben in Kolumbien fordert immer mehr Opfer – inzwischen mehr als 300. Die Regierung will nun schneller Geld für Hilfe und Wiederaufbau mobilisieren.
Die Bergungsarbeiten dauern an. (Bild: AP)
Shakira besucht die Industrielle Bildungseinrichtung Carrasquilla nach dem heftigen Erdbeben. (Bild: EPA)

Bei dem schweren Erdbeben in Kolumbien ist die Zahl der Toten auf 319 gestiegen. Über 4500 Menschen wurden verletzt und 260 weitere gelten als vermisst, wie die Nationale Einheit für Katastrophenrisikomanagement (UNGRD) mitteilte.

Die Bergungsarbeiten dauern an. (Bild: AP)

Die Regierung hat für 15 betroffene Departamentos einen 30-tägigen Notstand ausgerufen. Damit kann sie unter anderem schneller Geld für Nothilfe und Wiederaufbau mobilisieren und staatliche Mittel umschichten. «Das Ausmass dieser Tragödie erfordert es, dass wir an mehreren Fronten gleichzeitig handeln: die Suche nach unseren Vermissten fortsetzen, uns um die Verletzten und Betroffenen kümmern, die lebenswichtige Infrastruktur wiederherstellen und bereits jetzt den Wiederaufbau der betroffenen Regionen vorbereiten», schrieb der erst seit zwei Wochen amtierende Präsident Abelardo De La Espriella auf der Plattform X.

Die sogenannte wirtschaftliche, soziale und ökologische Notstandserklärung erlaubt der Regierung zudem, vorübergehend Dekrete mit Gesetzeskraft zu erlassen, wie die Zeitung «El Tiempo» berichtete. Demnach werden die Kosten des Wiederaufbaus nach einer vorläufigen Schätzung des Nationalen Planungsamtes auf rund 40 Billionen kolumbianische Pesos (rund 11,3 Milliarden Euro) veranschlagt.

Shakira hilft beim Wiederaufbau

Am Montag hatte der aus Kolumbien stammende Weltstar Shakira das schwer betroffene Departamento Chocó an der Pazifikküste besucht und finanzielle Hilfe beim Wiederaufbau zerstörter Schulen versprochen. Ihrer Stiftung «Pies Descalzos» (Barfuss) seien bereits Spenden in Höhe von einer Million US-Dollar (864'000 Euro) für den Wiederaufbau zugesagt worden, sagte sie.

Shakira besucht die Industrielle Bildungseinrichtung Carrasquilla nach dem heftigen Erdbeben. (Bild: EPA)

Der Erdstoss der Stärke 7,4 hatte am 10. August vor allem Teile im Westen Kolumbiens hart getroffen. Besonders betroffen waren die Regionen Valle del Cauca mit der Grossstadt Cali, aber auch die Departamentos Chocó und Risaralda. Mehr als 31'000 Wohnhäuser wurden den Behörden zufolge zerstört, mehr als 163'000 beschädigt. Über 300 Gebäude stürzten ein.

 
Lädt

Schlagwort zu Meine Themen

Zum Hinzufügen bitte einloggen:

Anmelden

Schlagwort zu Meine Themen

Hinzufügen

Sie haben bereits 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

Entfernen

Um «Meine Themen» nutzen zu können, stimmen Sie der Datenspeicherung hierfür zu.

Kommentare
Keine Kommentare

    Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben

Kommentare hinzufügen

Ähnliche Artikel

AboVenezolanerin in Liechtenstein über Erdbeben

Zwischen Hoffnung und Ohnmacht

Rosana Noguera erlebt das Erdbeben in ihrem Heimatland Venezuela aus der Ferne – und fühlt sich doch mittendrin.
02.07.2026
Abo

Erdbeben in Venezuela: Für die Regierung kommt die grösste Gefahr nach der Katastrophe

Das Beben bringt in Venezuela nicht nur die Gebäude ins Wanken. Die Maduro-Nachfolgerin Delcy Rodríguez steht zunehmend unter Druck.
26.06.2026
Abo

Das waren die Jazztage 2026: Ein Fitnessprogramm im einzigartigen Musiklabor

Bereits zum 36. Mal gingen am Wochenende die Lichtensteiger Jazztage über die Bühnen. Einer der Headliner war am Samstag zur späten Stunde der Belgier Milow. Eine Reportage aus dem Städtli, wo man sich der Musik nicht entziehen konnte und wollte.
09.08.2026

Wettbewerb

3x2 Tickets pro Tag für «Die Rahmenhandlung» zu gewinnen
Die Rahmenhandlung

Umfrage der Woche

Soll Liechtenstein mehr gegen die Folgen von Hitze unternehmen?
­
­