Polizei nimmt Frau und Tochter des ecuadorianischen Bandenchefs «Fito» fest
Die kolumbianische Polizei hat nach eigenen Angaben die Ehefrau und die Tochter des berüchtigten ecuadorianischen Bandenchefs José Adolfo Macías Villamar, genannt «Fito», festgenommen. Die beiden Frauen seien in einem von der US-amerikanischen Bundespolizei FBI und den ecuadorianischen Behörden unterstützten Einsatz in Sabana de Torres im Nordosten Kolumbiens gefasst worden. In Ecuador würden sie wegen Geldwäsche gesucht. «Kolumbien wird kein sicherer Hafen für die Finanzen transnationaler krimineller Gruppen sein», teilte Präsident Abelardo de la Espriella am Sonntag (Ortszeit) auf X mit. Die beiden Frauen sollen der ecuadorianischen Justiz überstellt werden.

Macías Villamar war im Januar 2024 aus einem Gefängnis in Guayaquil entkommen. Seine Flucht löste in Ecuador die Verhängung des Ausnahmezustands aus. Es folgten schwere Gefängnisunruhen und Gewaltausbrüche. Bewaffnete Bandenmitglieder stürmten unter anderem während einer Live-Sendung einen Fernsehsender.
Macías Villamar wurde später wieder gefasst und in die USA ausgeliefert. Dort wird ihm der Import grosser Mengen Kokain vorgeworfen. Die von ihm geführte Bande «Los Choneros» wurde von den USA als terroristische Organisation eingestuft.
Ecuador kämpft gegen die eskalierende Drogen- und Bandenkriminalität. Nach Angaben des Innenministeriums erreichte die Mordrate im vergangenen Jahr mit rund 50 Tötungsdelikten je 100'000 Einwohner einen historischen Höchststand. (dpa)
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