Polizist in Paris unter Terrorverdacht festgenommen
Anti-Terror-Fahnder haben im Pariser Umland einen Polizeibeamten festgenommen, der eine terroristische Straftat vorbereitet und dafür unerlaubt Waffen hergestellt haben soll.
Der Mann sei wegen seiner terroristischen Bestrebungen und illegalen Waffenbesitzes in Untersuchungshaft genommen worden, teilte die Pariser Anti-Terror-Staatsanwaltschaft mit. Der 35-Jährige sei bereits Ende August auf offener Strasse festgenommen worden, hiess es von den Ermittlern.
Wie zunächst der Sender TF1 und weitere Medien berichteten, soll der Beamte Verbindungen zur rechtsextremen Szene haben und in Verdacht stehen, gewalttätige Angriffe auf staatliche Interessen und möglicherweise sogar auf Ordnungskräfte geplant zu haben.
Die Ermittler verdächtigten ihn, mit einem 3D-Drucker Waffen hergestellt zu haben. Sein Fahrzeug und seine Wohnung seien durchsucht worden, wobei Waffenteile gefunden worden seien.
Skandal mit Polizist bereits in der vergangenen Woche
Der Fall des unter Terrorverdacht stehenden Beamten folgt auf einen erst in der vergangenen Woche bekannt gewordenen Skandal bei der Gemeindepolizei im südfranzösischen Carcassonne. Eine durch eine Fehlbedienung aktivierte Körperkamera zeichnete Gespräche mehrerer Beamten auf, darunter rassistische, sexistische, homophobe und verschwörungsideologische Äusserungen. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein.
Für besonderes Aufsehen sorgte, dass einer der Beamten dem rechtspopulistischen Rassemblement National (RN) angehörte und beim Sicherheitsdienst der Partei eingesetzt war. Inzwischen wurde er aus der Partei ausgeschlossen. (dpa)
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