In der Nähe seines Hotels: Explosionen in Damaskus während Macron-Besuch
Während eines Besuchs des französischen Präsidenten Emmanuel Macron haben mehrere Explosionen die syrische Hauptstadt Damaskus erschüttert. Sein Büro teilte mit, der Präsident sei in Sicherheit und setze seinen Besuch fort. Die syrischen Behörden äusserten sich nicht zu dem Vorfall.
Macron hatte gerade den Präsidentenpalast betreten, um sich mit dem syrischen Präsidenten Ahmad al-Scharaa zu treffen, als es in der Nähe des Hotels Four Seasons zu den Explosionen kam. Syrischen Medienberichten zufolge wohnt Macron während seines Aufenthalts in Damaskus in dem Hotel. Die staatlichen Medien berichteten, die beiden Explosionen im Zentrum der Hauptstadt seien durch Sprengsätze verursacht worden. Über dem Viertel stieg eine Rauchwolke auf.
Aufnahmen in den sozialen Medien zeigten ein brennendes Fahrzeug und Blutspuren auf der Strasse. Berichte über Opfer lagen nicht vor. Keine Gruppe reklamierte die Tat für sich. Erst vor wenigen Tagen war in einem Café nahe dem Justizpalast in Damaskus ein Sprengsatz gezündet worden. Mindestens zehn Menschen kamen ums Leben, 20 weitere wurden verletzt.
Frankreichs Präsident ist zu einem zweitägigen Besuch in Damaskus. Macron ist damit der erste Staatschef eines EU-Mitgliedstaats, der Syrien seit dem Sturz Baschar al-Assads besucht. Im Mittelpunkt der Reise stehen Gespräche über Syriens Wiederaufbau, wirtschaftliche Zusammenarbeit, Sicherheitsfragen und die zukünftige Rolle Frankreichs in der Region. Paris will sich früh als westlicher Partner des neuen Syriens positionieren und zugleich verhindern, dass Russland oder China dort zu grossen Einfluss gewinnen. (may/dpa)
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