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Erdbeben in Venezuela: 32 Tote und Hunderte Verletzte ++ Schweiz schickt 80 Rettungskräfte

Zwei Beben innerhalb von nur 39 Sekunden: Viele Gebäude in Venezuela sind eingestürzt. Helfer suchen fieberhaft nach Verschütteten. Es werden zahlreiche Tote befürchtet.
In Caracas sind die Menschen verzweifelt. (Bild: Ariana Cubillos)
Ein verletzter Mann. Derweil geht die Suche nach den Verschütteten weiter. (Bild: Ariana Cubillos)
Suche nach Verschütteten. (Bild: Javier Campos)

11:33 Uhr

Donnerstag, 25. Juni

Bislang keine Schweizer Opfer – Bund entsendet 80 Rettungskräfte

Nach dem Mega-Beben in Venezuela steigen die Opferzahlen. Bislang liegen dem Aussendepartement EDA aber keine Informationen vor, dass auch Schweizerinnen und Schweizer betroffen wären. Die Abklärungen seien im Gang. Gemäss Register der Auslandschweizer sind rund 1000 Personen in Venezuela angemeldet. Auf Travel-Admin, der Reise-App des Bundes, haben sich allerdings nur fünf Schweizerinnen und Schweizer registriert.

Das Schweizer Botschaftspersonal sei wohlauf, teilt das Aussendepartement weiter mit. Die Botschaft bleibe am Donnerstag aus Sicherheitsgründen geschlossen. Den Schweizerinnen und Schweizern wird geraten, sich an die Anweisungen der venezolanischen Behörden zu halten. In dringenden Fällen könnten sie sich auch an die EDA-Helpline unter +41 800 24 7 365 und +41 58 465 33 33 wenden. Seit längerem rät das Aussendepartement von touristischen und anderen nicht dringenden Reisen nach Venezuela ab.

Bundespräsident Guy Parmelin hat Venezuela die Unterstützung der Schweiz angeboten. Nun sind die ersten Entscheide gefällt. Laut EDA werden die Rettungskette Schweiz mit 80 Mitgliedern und acht Suchhunden sowie 18 Tonnen Rettungsmaterial mobilisiert. Konkret geht es darum, Erdbebenopfer in den Trümmern zu suchen und zu bergen.

Wie die Schweizer Rettungskräfte schnellstmöglich nach Venezuela gelangen, wird derzeit abgeklärt. Der venezolanische Luftraum ist für die meisten europäischen Fluggesellschaften geschlossen. (jus)

11:26 Uhr

Donnerstag, 25. Juni

Deutschland schickt Bundeswehr nach Venezuela

Deutschland will bis zu sechs Bundeswehr-Flugzeuge ins Katastrophengebiet nach Venezuela schicken. Das hat Verteidigungsminister Boris Pistorius in Aussicht gestellt. Bundeswehrsoldaten bereiten sich auf den Einsatz vor, sagt er gegenüber «Bild». (dpa)

11:24 Uhr

Donnerstag, 24. Juni

Caritas Schweiz spricht 100'000 Franken für Nothilfe

Nach den schweren Erdbeben in Venezuela ist die Lage unüberschaubar, lässt aber Schlimmstes erahnen. Caritas Schweiz spricht 100'000 Franken für die Nothilfe. Derzeit klärt sie mit den Partnern des internationalen Caritas-Netzwerks vor Ort ab, was am dringendsten benötigt wird. Besonders betroffen sind die Hauptstadt Caracas und die nördliche Küstenregion - Gebiete, in denen die Menschen bereits massiv unter der anhaltenden wirtschaftlichen Krise, Ernährungsknappheit und der Hyperinflation leiden. Zahlreiche Gebäude sind eingestürzt und die öffentliche Infrastruktur wurde zerstört. Das genaue Ausmass der Schäden sowie die Anzahl Todesopfer und Verletzte ist noch nicht zu beziffern.

«Die Katastrophe trifft auf eine schwer gebeutelte Region; viele Menschen leben schon vor dem Beben in extremer Armut, mangelnder Ernährung und hatten keinen verlässlichen Zugang zu medizinischer Versorgung. Durch das verheerende Beben wird die Not nun noch verstärkt», sagt Rafael Filliger, Programmdirektor Venezuela von Caritas Schweiz. Vor Ort koordinieren die lokale Caritas und das internationale Caritas-Netzwerk die ersten Hilfsmassnahmen. Besonders dringend benötigt werden Trinkwasser, Nahrungsmittel, medizinische Versorgung und Notunterkünfte. (ots)

10:49 Uhr

Donnerstag, 25. April

Beben war auch in der Schweiz messbar

Die schweren Erdbeben in Venezuela seien auch in der Schweiz «deutlich registriert» worden. Dies teilt der Schweizerische Erdbebendienst auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. (fan)

10:41 Uhr

Donnerstag, 25. April

Schweiz bietet Hilfe an

Wie Bundespräsident Guy Parmelin auf X schreibt, stehe die Schweiz bereit, auf Anfrage Venezuelas nach den beiden schweren Erdbeben Hilfe zu leisten. «Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und allen Betroffenen. Wir sprechen unser aufrichtiges Beileid aus und wünschen den Verletzten eine schnelle Genesung», schreibt Parmelin. (fan)

09:35 Uhr

Donnerstag, 25. April

«Zum Glück hören wir noch lebende Menschen»

Der Bürgermeister des Bezirks Chacao in der Hauptstadt Caracas sagt in einem auf Instagram veröffentlichten Video, dass die Rettungskräfte noch Stimmen unter den Trümmern hören würden. «Zum Glück hören wir noch lebende Menschen, und wir werden sie retten», sagte Gustavo Duque. (hkl, watson)

07:55 Uhr

Donnerstag, 25. April

Augenzeugin aus Caracas

«Ich habe noch nie in meinem Leben so viel Angst gehabt, es war fürchterlich», berichtete eine 57-Jährige der Deutschen Presse-Agentur aus dem Osten von Caracas, die knapp 200 Kilometer von dem Epizentrum der Beben entfernt ist.

«Bei uns in der Nähe sind zwei Hochhäuser eingestürzt, am Nachbargebäude fehlen Wände», ergänzte sie. Ihr Hochhaus sei aber weitgehend verschont geblieben. In ihrer Wohnung seien Möbel umgestürzt und Bilder von den Wänden gefallen, alles sei voller Scherben.

Die Erschütterungen seien so stark gewesen, dass sie und ihr Mann zunächst gar nicht aus dem Zimmer gekommen seien. Zusammen mit Nachbarn seien sie dann schliesslich auf die Strasse gerannt. Zwei Anwohner hätten aus dem Aufzug befreit werden müssen. Nach den Beben sei stundenlang der Strom ausgefallen, auch das Mobilfunknetz habe nicht funktioniert. (dpa)

06:32 Uhr

Donnerstag, 25. April

32 Tote bestätigt – Opferzahl wird noch steigen

Bei zwei schweren Erdbeben sind in Venezuela mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen und 700 verletzt worden. Die amtierende Präsidentin Delcy Rodríguez erklärte, die Zahl der Opfer werde noch steigen. Die Beben liessen am Mittwochabend (Ortszeit) Gebäude einstürzen, Menschen flüchteten in Panik auf die Strassen.

In Caracas sind die Menschen verzweifelt. (Bild: Ariana Cubillos)

Allein in den relativ nahegelegenen Städten Puerto Cabello und San Felipe leben nach USGS-Angaben zusammen etwas mehr als 400'000 Menschen. Auch dort war vom Einsturz von Gebäuden und erheblichen Schäden die Rede - zunächst ohne nähere Angaben. Die automatische Modellrechnung der US-Erdbebenwarte basierend auf der Stärke des Bebens und der Nähe einiger Städte legte eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit von mehr als Tausend Todesopfern nahe.

Allein in der Stadt Tucacas an der Karibikküste würden 15 Menschen unter den Trümmern eines eingestürzten fünfstöckigen Gebäudes vermutet, sagte der Gouverneur des Bundesstaates Falcón, Víctor Clark, dem Fernsehsender VTV. Rund 22 Verletzte würden dort in Kliniken medizinisch versorgt. (dpa)

06:24 Uhr

Donnerstag, 25. April

USA wollen Venezuela schnell helfen – auch andere Länder kündigen Hilfe an

Nach den starken Erdbeben in Venezuela hat US-Präsident Donald Trump dem südamerikanischen Land schnelle Hilfe zugesichert. Er habe alle US-Behörden angewiesen, sich darauf vorzubereiten, schnell zu helfen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Die beiden Erdbeben seien von «massivem Ausmass» gewesen und hätten zu einer «verheerenden Zahl Toter» geführt, schrieb Trump. Er machte dabei keine Angaben dazu, auf welche Informationen sich seine Aussage zur Opferzahl stützte. Die Behörden in Venezuela machten dazu zunächst keine Angaben.

Ein verletzter Mann. Derweil geht die Suche nach den Verschütteten weiter. (Bild: Ariana Cubillos)

«Wir werden für unsere neuen und grossartigen Freunde da sein», schrieb er - wohl mit Blick auf die Übergangsregierung in Caracas. Weiter erklärte er in Bezug auf das wahrscheinliche Ausmass der Folgen: «Die ersten Berichte sind nicht gut!!!»

Der Präsident von El Salvador, Nayib Bukele, schrieb auf der Plattform X, es stünden 300 Rettungskräfte und Sanitäter sowie 50 Tonnen Hilfsgüter bereit, um in die venezolanische Hauptstadt Caracas gebracht zu werden.

Der Präsident der Dominikanischen Republik, Luis Abinader, erklärte spezialisierte Such- und Rettungsteams der Streitkräfte würden am Morgen nach Venezuela aufbrechen. Auch Brasilien signalisierte Hilfsbereitschaft. Rodríguez zufolge boten auch bereits andere Staaten Hilfe an. (dpa)

04:21 Uhr

Donnerstag, 25. April

Venezuelas Präsidentin ruft nach Erdbeben den Notstand aus

Wegen zwei starken Erdbeben mit massiven Schäden hat die Regierung in Venezuela den Notstand ausgerufen. Das kündigte die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez in einer Ansprache an. Sie sprach von einem «Vorfall mit schwerwiegenden Folgen».

«Wir haben es mit einer äusserst alarmierenden Situation zu tun», sagte Innenminister Diosdado Cabello im Fernsehen. Er rief die Menschen dazu auf, an sicheren Orten zu bleiben.«Wir haben es mit einer äusserst alarmierenden Situation zu tun», sagte Innenminister Diosdado Cabello im Fernsehen. Er rief die Menschen dazu auf, an sicheren Orten zu bleiben. (dpa)

00:49 Uhr

Donnerstag, 25. April

Starke Erdbeben erschüttern Venezuela

Zwei starke Erdbeben haben Venezuela erschüttert und Gebäude in der Hauptstadt Caracas zum Einsturz gebracht. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke des ersten Bebens mit 7,2 an, die des zweiten mit 7,5. Das Epizentrum des ersten Bebens lag etwa 28 Kilometer westlich der Gemeinde Morón an der Karibikküste des Landes und rund 168 Kilometer von Caracas entfernt. Es hatte eine Tiefe von 22 Kilometern. Das stärkere Nachbeben ereignete sich in einer Tiefe von zehn Kilometern, rund 16 Kilometer von Morón entfernt.

Zwischen beiden Erschütterungen lagen laut US-Erdbebenwarte USGS USGS nur 39 Sekunden. Eine Modellrechnung der US-Erdbebenwarte legte nahe, dass eine sehr hohe Opferzahl zu befürchten war.

Suche nach Verschütteten. (Bild: Javier Campos)

Die Beben gehören zu den stärksten, die Venezuela seit mehr als einem Jahrhundert getroffen haben. (dpa)

Artikel: http://www.vaterland.li/international/erdbeben-in-venezuela-tausende-tote-befuerchtet-art-741146

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