«Entsetzlich»: Neun Tote nach Schüssen in Pennsylvania
Bei einer Gewalttat im US-Bundesstaat Pennsylvania sind acht Menschen getötet worden - zudem ist der Angreifer tot. Zu den acht Opfern zählen auch zwei Kinder und eine hochschwangere Frau. «Es war der schlimmste Tatort, den ich jemals miterlebt habe», sagte Polizeichef Rick Lorah. «Es war schrecklich.»
Die Tat spielte sich in der Kleinstadt Erie im Bundesstaat Pennsylvania ab. Die Stadt zählt etwas mehr als 90'000 Einwohner. Sie liegt an dem gleichnamigen See, durch den die Grenze zwischen den USA und Kanada verläuft.
Sieben der Opfer waren mit Täter verwandt
Wie die Polizei mitteilte, wurde sie am Freitagnachmittag wegen zwei abgegebener Schüsse verständigt. Vor Ort fanden die Beamten dann zwei erschossene Frauen ausserhalb eines Wohnhauses vor. Mithilfe von Drohnen und einem Roboter entdeckte die Polizei weitere Opfer innerhalb des Hauses, woraufhin Spezialkräfte die Räumlichkeiten stürmten. Dort fanden sie sechs weitere Opfer sowie den 45-jährigen Täter, der mutmasslich durch eine selbst zugefügte Schusswunde starb.
Die Hintergründe der Tat sowie das Motiv bleiben unklar. Polizeichef Lorah hob allerdings hervor, dass sieben der acht Opfer mit dem Täter verwandt waren. «Ich glaube, dass hier psychische Probleme eine Rolle spielen, aber ich halte es zum jetzigen Zeitpunkt noch für verfrüht, näher auf das Motiv einzugehen», sagte Lorah. «Es gibt keine Worte, die das Ausmass des Verlusts an Menschenleben hier angemessen beschreiben könnten.»

Eines der Opfer war im achten Monat schwanger
Unter den Opfern im Haus waren auch zwei Kinder; ein fünfjähriger Junge und ein einjähriges Mädchen. Zudem wurden in dem Haus neben dem Täter zwei Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 19 und 44 Jahren geborgen. Eine der beiden Frauen war im achten Monat schwanger. Die Frauen, die ausserhalb des Hauses gefunden wurde, waren 37 und 51 Jahre alt.
Am späten Nachmittag deutscher Zeit, rund 18 Stunden nach der Tat, hatte Pennsylvanias Gouverneur Josh Shapiro die Zahl der Todesopfer bekanntgegeben. Er habe mit der Bürgermeisterin der Stadt Erie, Daria Devlin, gesprochen und ihr nach dem tragischen Vorfall die volle Unterstützung zugesichert, teilte Shapiro auf der Plattform X mit.
Die Stadtverwaltung hatte die Tat zuvor als «entsetzliche Tragödie» bezeichnet und zugleich Entwarnung gegeben. «Wir sind uns bewusst, dass diese Nachricht bei unseren Einwohnern grosse Bestürzung und Trauer auslöst.» Der Schütze sei aber tot und es bestehe keine Gefahr für die Öffentlichkeit.
Wie Polizeichef Lorah weiter mitteilte, zeigen Kameraaufnahmen, wie die zwei Frauen ausserhalb des Hauses «verzweifelt» an die Tür klopfen und Nachbarn um Hilfe bitten. Auf den Aufnahmen erscheine es so, als seien aus dem Haus gedämpfte Schussgeräusche zu hören. Dann sei der Täter herausgekommen und habe die Frauen erschossen. Kein Polizist habe seine Waffe abgefeuert, sagte Lorah. (dpa)
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