Wie Trumps Budgetkürzungen Menschen extremen Durchfall verursachen
Im US-Bundesstaat Michigan grassiert derzeit ein Cyclosporiasis-Ausbruch – ein Jahr, nachdem die Regierung Trump Mittel für staatliche und lokale Gesundheitsbehörden gekürzt und deren Zuständigkeitsbereich eingeschränkt hat. Das berichtet der Guardian.
Infizierte Personen müssen wässrigen Durchfall sowie Appetit- und Gewichtsverlust erleiden. Nachdem die Bundesstaatsbehörden glauben, bei Salaten den möglichen Ursprung gefunden zu haben, stellt sich die Frage, wie es zu den über 2600 bekannten Fällen kommen konnte.
Budgetkürzungen verschlimmern Lage
Die Inkubationszeit bei Cyclosporiasis dauert etwa zwei Wochen. Zusammen mit Meldeverzögerungen macht dies eine Untersuchung sehr schwierig. Um Verbindungen zwischen einzelnen Fällen festzustellen, werden Betroffene interviewt. Die wenigsten wissen jedoch, was sie vor vier Wochen gegessen haben.
Die Budgetkürzungen der Trump-Administration hätten die bereits schwierige Lage noch verschlimmert. «Wenn man unterbesetzt ist, geschehen die Patientenbefragungen vielleicht erst nach sechs bis acht Wochen», meint Barbara Kowalcyk, Professorin der George-Washington-Universität gegenüber dem «Guardian».
Im März 2025 strich die Trump-Regierung 11.4 Milliarden Dollar Fördergelder für Gesundheitsbehörden. Zwar waren diese an Pandemie-Massnahmen zweckgebunden, sie stärkten jedoch die Kapazitäten der lokalen Gesundheitsämter.
Drei Monate später reduzierte die Regierung zudem das FoodNet-Programm auf lediglich zwei lebensmittelbedingte Erreger. FoodNet half dabei, Informationen über Bundesstaaten hinweg zu koordinieren. Cyclosporiasis fiel aus dem Programm. (nil/watson)
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