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Cyberangriff auf Liechtenstein: 31'000 Datensätze betroffen

Die Regierung Liechtensteins meldet einen Angriff auf das Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen. Was steckt hinter dem Zugriff auf 31'000 Datensätze?
Beim Cyberangriff wurden personenbezogene Daten gestohlen. (Bild: Boris Bürgisser)

Das kleine Fürstentum Liechtenstein zwischen der Schweiz und Österreich ist Opfer eines umfangreichen Cyberangriffs geworden. Die Daten von 31'000 Menschen seien abgegriffen worden, teilte die Regierung mit. Sie habe einen Krisenstab unter der Leitung von Regierungschefin Brigitte Haas und Justizminister Emanuel Schädler einberufen.

Beim Cyberangriff wurden personenbezogene Daten gestohlen. (Bild: Boris Bürgisser)

Durch den Angriff sei der Schutz personenbezogener Daten verletzt worden, hiess es. Angegriffen wurde das «Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen». In solchen Dateien sind Namen und andere Details von Personen hinterlegt, die hinter Firmen, Stiftungen oder Treuhänderschaften stehen. Die Regierung führt dieses Verzeichnis nach eigenen Angaben, um Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu verhindern.

Reiches, kleines Land

Das Fürstentum mit rund 41'000 Einwohnern gehört gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Kopf zu den reichsten Ländern der Welt. Mit nur 160 Quadratkilometern ist es in etwa so gross wie Wuppertal, und damit eines der kleinsten Länder der Welt.

Einer der erfolgreichsten Wirtschaftszweige sind Finanz- und Bankdienstleistungen. Vor vielen Jahren haben vor allem Europäer dort Stiftungen und Konten zur Steuerhinterziehung missbraucht. 2017 wurde das Bankgeheimnis in Steuerangelegenheiten aber aufgehoben. (dpa)

Artikel: http://www.vaterland.li/international/cyberangriff-in-liechtenstein-krisenstab-reagiert-art-748929

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