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Bahn-Chaos in Deutschland: Das Wichtigste zum landesweiten Ausfall in 5 Punkten

Der Verkehr der Deutschen Bahn (DB) war am Dienstagabend und am Mittwochmorgen wegen einer Störung bundesweit eingestellt, auch Privatbahnen in mehreren Städten fielen aus. Die Schweiz hingegen war nicht betroffen. Das Wichtigste zum Bahn-Chaos in 5 Punkten.
Nichts ging mehr bei der Deutschen Bahn in der Nacht auf Mittwoch. (Bild: EPA)
Menschen stehen beim Informationsstand der Deutschen Bahn Schlange. (Bild: EPA)
Der Verkehr der Deutschen Bahn (DB) war am Dienstagabend und am Mittwochmorgen wegen einer Störung bundesweit eingestellt (Bild: AP)

Was ist passiert?

Für Passagiere der Deutschen Bahn war es eine Nacht des Chaos. Kurz vor Mitternacht stand der komplette Bahnverkehr in Deutschland wegen einer landesweiten Störung still, Reisende wussten nicht, wie es weiterging. Videos und Bilder in den sozialen Medien zeigen riesige Schlangen vor den Infoportalen der Deutschen Bahn.

Menschen stehen beim Informationsstand der Deutschen Bahn Schlange. (Bild: EPA)

Um 1 Uhr in der Nacht konnte die Störung dann behoben werden. «Der Verkehr läuft nun Schritt für Schritt wieder an», sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur DPA um diese Zeit. IT-Experten der DB hätten pausenlos an einer Lösung gearbeitet.

Betroffen war nicht nur der Zugverkehr. In einigen Städten fielen auch S-Bahnen aus, die von der Deutschen Bahn betrieben werden. Ebenso betroffen war der Güterverkehr, der vor allem abends und nachts unterwegs ist.

In Berlin war der Verkehr im gesamten S-Bahn-Netz eingestellt. Auch in Stuttgart hiess es in der Nacht: «Derzeit werden alle S-Bahnen im gesamten S-Bahn-Netz an den Bahnsteigen zum Halten gebracht.»

Der Verkehr der Deutschen Bahn (DB) war am Dienstagabend und am Mittwochmorgen wegen einer Störung bundesweit eingestellt (Bild: AP)

Auch verschiedene Privatbahnen waren betroffen. Das Unternehmen Metronom, das Nahverkehrszüge in Niedersachsen, Bremen und Hamburg betreibt, teilte mit, dass alle Züge auf allen Strecken betroffen waren.

Muss weiter mit Einschränkungen gerechnet werden?

Teils sollten die Probleme bis zum Berufsverkehr am Morgen anhalten. So teilte etwa die DB Regio Mitte auf der Plattform X mit, bis sich der Bahnverkehr wieder normalisiert habe, müsse heute mindestens bis 6 Uhr mit hohen Folgeverspätungen und kurzfristigen Fahrtausfällen gerechnet werden.

Auf der Regionalseite der DB für Nordrhein-Westfalen hiess es nach dem Ende der Störung: «Bis sich der Bahnverkehr wieder normalisiert hat, wird es jedoch noch einige Zeit dauern.» Man solle mit hohen Verspätungen und Ausfällen rechnen.

Was war die Ursache?

Die DB hat die Ursache der Störung nach Mitternacht identifiziert. Der «planmässige Tausch einer technischen Komponente» beim digitalen Bahnfunksystem GSM-R war Auslöser für die Probleme, wie der Chef der Infrastrukturgesellschaft DB InfraGo, Philipp Nagl, mitteilte. «Wie es dadurch genau zu der Störung kam, analysieren wir nun mit höchster Priorität.» Weitere Details nannte der bundeseigene Konzern nicht.

Wie reagierte die Deutsche Bahn?

Während des Stillstands gab es zum Teil kaum Auskünfte für Fahrgäste. Viele Reisende sassen durch den Ausfall fest. Zwar wurden laut einem Bahnsprecher Taxi- und Hotelgutscheine ausgegeben – in Frankfurt am Main berichteten Menschen aber zum Beispiel, es gebe in der ganzen Stadt gar kein Hotelzimmer mehr. Und: Ein ICE nach Mannheim und Stuttgart fuhr dort nahezu ohne Passagiere los. Niemand hatte den vielen Wartenden vor der Abfahrt Bescheid gegeben. Unter anderem am Berliner Hauptbahnhof beklagten Fahrgäste, dass es keine Auskünfte gab.

Die Deutsche Bahn liess noch in der Nacht verlauten: «Dort, wo es möglich war, wurden Aufenthaltszüge zur Verfügung gestellt.» Und: «Die DB entschuldigt sich bei den Reisenden für die Situation.» Man danke allen Fahrgästen für die Geduld.

War auch die Schweiz betroffen?

Nein, der Schweizer Zugverkehr war nicht von der Störung betroffen. Dies sagte SBB-Sprecher Moritz Weisskopf auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die SBB hätten mit der Deutschen Bahn in Kontakt gestanden.

(ome/watson.ch, mit Material der Nachrichtenagentur DPA)

 

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