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Rede zur Lage der Nation: Das sagt Donald Trump zum Krieg ++ Iran droht USA

Im Nahen Osten eskaliert die Lage weiter. Alle Neuigkeiten und Reaktionen zum Konflikt in unserem Newsblog.
von Onlineredaktion
Der Iran soll nach den Worten von US-Präsident Donald Trump um eine Waffenruhe gebeten haben. (Bild: Keystone)
Ein Reporter beim Ort des Angriffs. (Bild: AP)

13:18 Uhr

Donnerstag, 2. April

Israel vermeldet: Mehrere Mitglieder der Hisbollah getötet

Israels Armee hat bei Angriffen am Boden, aus der Luft und vom Meer aus etliche Mitglieder der libanesischen Hisbollah getötet. In den vergangenen 24 Stunden seien mehr als 40 Mitglieder der vom Iran unterstützten Miliz im Nachbarland getötet worden, teilte das israelische Militär in einer Erklärung am Mittag mit. Aus Kreisen der Hisbollah hiess es ebenfalls, Dutzende Kämpfer seien bei Nahkämpfen mit israelischen Soldaten im Südlibanon ums Leben gekommen. (dpa)

10:25 Uhr

Donnerstag, 2. April

Iran kündigt weiteren Widerstand an

Der Iran lehnt eine Kapitulation im fast fünf Wochen andauernden Krieg mit den USA und Israel ab. Aussenamtssprecher Ismail Baghai sagte nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna, solange dieser Krieg andauere, werde sein Land den Widerstand fortsetzen. Der Iran werde den «bösartigen Kreislauf aus Krieg, Verhandlungen, Waffenstillstand und dann der Wiederholung desselben Musters nicht hinnehmen».

Baghai bezeichnete den anhaltenden Konflikt als «katastrophal nicht nur für den Iran, sondern für die gesamte Region und darüber hinaus». (dpa)

09:47 Uhr

Donnerstag, 2. April

Iran droht den USA mit härteren Angriffen

Der Iran droht Israel und den USA mit weiteren, noch härteren Angriffen. Ein Sprecher des Hauptquartiers der Streitkräfte sagte laut Nachrichtenagentur Isna, die Kenntnisse der Gegner über Irans militärische Fähigkeiten, Macht und Ausrüstung seien unvollständig. «Über unsere sehr umfangreichen und strategischen Kapazitäten wisst ihr nichts», so der Sprecher. (dpa)

07:20 Uhr

Donnerstag, 2. April

Trump: Das passiert, wenn Iran sein Uran einsetzt

US-Präsident Donald Trump hat die Bedeutung des wohl im Iran verschütteten hochangereicherten Urans heruntergespielt. Irans Atomanlagen seien bei den Luftangriffen im Juni vergangenen Jahres so hart getroffen worden, dass es Monate dauern würde, um auch nur in die Nähe des Urans zu gelangen, sagte er. Man beobachte dies mit Hilfe von Satelliten intensiv. Wenn man auch nur die geringste Bewegung der Iraner bemerke, würden sie «sehr hart» mit Raketen getroffen werden, sagte Trump. Die USA hielten alle Karten in der Hand, die Iraner hätten keine Handlungsmöglichkeiten, sagte er.

Das hochangereicherte Uran, das sich sehr tief unter Irans Atomanlagen befinden soll, nannte Trump dabei nicht direkt. Stattdessen sprach er von «nuklearem Staub» - einen Begriff, den er bereits zuvor für Irans Uran-Vorrat genutzt hatte.

Seit Tagen gibt es Berichte über eine mögliche Bodenoffensive des US-Militärs im Iran. Das «Wall Street Journal» etwa hatte jüngst unter Berufung auf US-Beamte berichtet, Trump prüfe zurzeit, wie gefährlich ein Militäreinsatz zur Bergung des Urans für die dafür nötigen Bodentruppen wäre.

07:16 Uhr

Donnerstag, 2. April

Donald Trump appelliert an Geduld der USA

In seiner Rede an die Nation zur Lage im Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump an die Geduld der US-Bürger appelliert. In diesem Zusammenhang rekapitulierte der Präsident die Dauer amerikanischer Einsätze während früherer Konflikte. «Der Erste Weltkrieg dauerte ein Jahr, sieben Monate und fünf Tage», sagte er. «Der Zweite Weltkrieg dauerte drei Jahre, acht Monate und 25 Tage.» Er erwähnte ausserdem Korea, Vietnam und den Irak. Im Vergleich dazu dauere der Einsatz im Iran erst 32 Tage, sagte Trump.

Der Einsatz sei «so mächtig, so brillant», dass «eines der mächtigsten Länder» «wirklich keine Bedrohung mehr» darstelle, behauptete er. Trump wiederholte in seiner Rede auch erneut die unbelegte Behauptung, Irans Militär sei «dezimiert» und sagte, die Bemühungen anderer Länder zur Sicherung der Strasse von Hormus «sollten einfach sein» - unabhängige Beobachtungsdaten stützen diese Aussagen jedoch nicht.

Auch wenn die Angriffe des Iran zurückgegangen sind, bleibt das iranische Militär dennoch ein hartnäckiger Gegner. Demnach ging die Zahl der Angriffe des Iran von fast 100 am 1. März auf höchstens 50 pro Tag seit dem 6. März zurück. Das zeigen unabhängige Daten des US-amerikanischen Gruppenprojekts Armed Conflict Location & Event Data (ACLED), das Konflikte weltweit erfasst.

Experten zufolge könnte der Rückgang der Angriffe auch ein Hinweis darauf sein, dass der Iran seine Raketen und Drohnen bewusst rationiert und nicht, dass ihm die Feuerkraft ausgeht.

Wie aus einer repräsentativen Umfrage der Nachrichtenagentur AP und des Forschungszentrums Norc hervorgeht, sind sechs von zehn US-Amerikaner der Meinung, Trumps Vorgehen im Iran sei zu weit gegangen. (dpa)

19:02 Uhr

Mittwoch, 1. April

Irans Aussenamtssprecher dementiert: Keine Bitte um Waffenruhe

Irans Aussenamtssprecher hat die Aussage von US-Präsident Donald Trump zurückgewiesen, wonach sein Land um eine Waffenruhe gebeten habe. Die Aussagen Trumps seien falsch und unbegründet, wurde Ismail Baghai vom Staatssender Irib zitiert.

«Das sind Täuschungen der USA, um ihre illegitime Kriegspolitik zu rechtfertigen», sagte Baghai laut dem Bericht. Der Iran sei derzeit feindlichen Angriffen ausgesetzt und werde seine Vergeltungsschläge weiterführen. Daher achte Teheran auch nicht auf solch irreführende und grundlose Äusserungen, sagte der Sprecher. (dpa)

18:25 Uhr

Mittwoch, 1. April

Medien: Grösster Raketenangriff auf Israel seit Kriegsbeginn

Der Iran hat Israel kurz vor Beginn des Pessach-Festes massiv mit Raketen angegriffen. Allein in Tel Aviv gab es nach Angaben von Augenzeugen sechsmal Raketenalarm innerhalb einer Stunde.

Die «Times of Israel» berichtete unter Berufung auf die Armee, dass es sich um den grössten iranischen Raketenangriff auf Israel seit Beginn des Krieges gehandelt habe. Etwa zehn ballistische Raketen seien auf Zentralisrael abgefeuert worden. Die meisten habe die Luftabwehr abgefangen. Einige Raketen habe man in freies Gelände einschlagen lassen. Die israelische Armee teilte mit, dass sie Angriffe auf Dutzende «Terrorziele» im Zentrum Teherans gestartet habe. (dpa)

15:29 Uhr

Mittwoch, 1. April

Trump: Iran bittet um Waffenruhe

Der Iran soll nach den Worten von US-Präsident Donald Trump um eine Waffenruhe gebeten haben. Der Republikaner schrieb auf der Plattform Truth Social, man werde darüber nachdenken, wenn die Strasse von Hormus frei passierbar sein werde. Bis dahin werde man den Iran in die «Steinzeit» bomben.

Der Iran soll nach den Worten von US-Präsident Donald Trump um eine Waffenruhe gebeten haben. (Bild: Keystone)

Trump schrieb die Bitte um eine Waffenruhe Irans «neuem Regime-Präsidenten» zu. Wen er genau damit meint, blieb unklar. Einen Namen nannte Trump nicht. Eine Bestätigung aus dem Iran lag zunächst nicht vor.

Trump will sich am Mittwochabend (US-Ostküstenzeit) mehr als vier Wochen nach Kriegsbeginn mit einer Rede an die eigene Nation wenden. (dpa)

13:39 Uhr

Mittwoch, 1. April

Israel: Haben hochrangigen Hisbollah-Kommandeur getötet

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben einen hochrangigen Kommandeur der Hisbollah in der libanesischen Hauptstadt Beirut getötet. Es soll sich dabei um den Kommandeur der «südlichen Front», Jusuf Ismail Haschem, gehandelt haben. Er habe eine zentrale Rolle in der Hisbollah gespielt. Die Schiitenorganisation äusserte sich zunächst nicht selbst. Libanesische Medien berichteten jedoch, die Hisbollah habe seinen Tod bestätigt.

Bei dem Angriff in der Nacht in einem Viertel am südlichen Stadtrand wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums insgesamt sieben Menschen getötet. 26 weitere Personen seien verletzt worden. Nach Angaben der Hisbollah war unter den Toten auch Mohammad Baqir Al-Nabulsi, ein bekanntes Hisbollah-Mitglied.

Der Angriff ereignete sich kurz nach Mitternacht. Eine dpa-Reporterin berichtete von mindestens drei Explosionen, die über der Hauptstadt zu hören gewesen seien. (dpa)

09:24 Uhr

Mittwoch, 1. April

Wieder Angriffe der Huthi-Miliz auf Israel

Die proiranische Huthi-Miliz im Jemen hat Israel wieder angegriffen. Israelische Streitkräfte hätten nach eigenen Angaben den Start einer Rakete vom Jemen aus in Richtung des Landes ausgemacht, hiess es am frühen Morgen. Luftverteidigungssysteme seien aktiv. Ein Sprecher der Miliz sagte im Huthi-nahen TV-Sender Al-Masirah, dass die Huthi einen Raketenangriff auf Israel gestartet hätten.

Zu Beginn des Iran-Kriegs hatte sich die Huthi-Miliz noch zurückgehalten. Seit dem Wochenende griffen die vom Iran unterstützten militanten Islamisten Israel mehrfach an. Die Miliz kündigte «volle und unerschütterliche Solidarität» mit Teheran an. (dpa)

06:37 Uhr

Mittwoch, 1. April

Trump: Sicherung der Strasse von Hormus ist «nicht unsere Aufgabe»

US-Präsident Donald Trump hat die Verantwortung für die Sicherung der Strasse von Hormus zurückgewiesen. Dies sei nicht die Aufgabe der USA, sagte er am Dienstag (Ortszeit). Trump erklärte, die USA würden «nichts damit zu tun haben», was in der Meerenge geschehe. Stattdessen sagte er Reportern, die Verantwortung, die wichtige Wasserstrasse offen zu halten, liege bei den Ländern, die auf sie angewiesen sind. Der Präsident sagte, es gebe «keinen Grund für uns, das zu tun». «Das ist nicht unsere Aufgabe. Das wird Frankreich übernehmen. Das werden diejenigen übernehmen, die die Meerenge nutzen», sagte Trump.

Zuvor hatte Trump US-Verbündete scharf kritisiert, weil sie die amerikanischen Bemühungen im Krieg gegen den Iran nicht stärker unterstützten. Er schätze, dass die USA ihre Angriffe auf den Iran in zwei bis drei Wochen beenden werden, sagte er weiter. (dpa)

06:10 Uhr

Mittwoch, 1. April

Trump: Ende der US-Angriffe im Iran in wenigen Wochen

Die USA werden ihre Angriffe im Iran nach Angaben von US-Präsident Donald Trump in zwei bis drei Wochen beendet haben. Er denke, sein Land werde noch «vielleicht zwei Wochen, vielleicht ein paar Tage länger» brauchen, sagte er im Weissen Haus.

Für ein Ende des US-Militäreinsatzes müsse es keinen Deal mit dem Iran geben. Das sei «irrelevant», da man dafür sorge, dass die Machthaber der Islamischen Republik keine Atomwaffen bauen könnten, sagte Trump. Andererseits könne es auch vor dem von ihm anberaumten Zeitraum für ein Ende der US-Angriffe eine Einigung geben, wenn der Iran dazu bereit sei, sagte Trump. Und wenn das Land später wieder in der Lage sein sollte, Atomwaffen zu entwickeln, werde es einen Präsidenten wie ihn geben, der wieder angreifen werde.

Trump bekräftigte, dass es nach dem Ende der US-Militäraktion Sache anderer Länder sein werde, Öltanker durch die Strasse von Hormus zu bekommen – als Beispiel nannte er etwa Frankreich. «Ich denke, es wird sehr sicher sein, aber wir haben damit nichts zu tun», sagte Trump. Chinesische Tanker etwa würden die Meerenge passieren und aufgefüllt werden und sich um sich selbst kümmern. «Wir haben keinen Grund, das zu tun.»

Der Iran hatte nach Beginn der amerikanischen und israelischen Angriffe mit Attacken und Drohungen dafür gesorgt, dass kaum noch Schiffe durch die Strasse von Hormus fahren. Die Meerenge ist ein zentraler Transportweg für Erdöl und Flüssiggas aus der Region. Deswegen führt die Blockade zu steigenden Energiepreisen rund um die Welt – und Sorgen um die Konjunktur. Die USA importieren verhältnismässig wenig Rohöl aus den Staaten des Persischen Golfs – doch steigende Weltmarktpreise treffen alle.

Der amerikanisch-israelische Krieg gegen den Iran befindet sich in der fünften Woche. Die US-Regierung hatte zu Beginn des Kriegs gesagt, dass der Einsatz zwischen vier und sechs Wochen dauern würde. (dpa)

05:56 Uhr

Mittwoch, 1. April

Kuwaits Flughafen von Drohnen angegriffen

Kuwait ist erneut unter Beschuss durch Drohnen geraten. Treibstofftanks am internationalen Flughafen seien getroffen worden, teilte die Zivilluftfahrtbehörde des Landes in der Nacht auf der Plattform X mit. Einsatzkräfte seien im Einsatz. Nach ersten Erkenntnissen sei durch den Beschuss nur Sachschaden entstanden. Berichte über Verletzte gebe es nicht.

Der Iran greift auch mehr als vier Wochen nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe gegen sich immer wieder seine benachbarten Golfstaaten, die US-Militärstützpunkte beherbergen, mit Raketen und Drohnen an. (dpa)

21:44 Uhr

Dienstag, 31. März

Nordisrael am Abend unter Dauerbeschuss der Hisbollah

Die libanesische Hisbollah feuert weiterhin Raketen und Drohnen auf Israel - in mehreren Gebieten im Norden des Landes haben am Abend immer wieder die Warnsirenen geheult. Betroffen war auch die Küstenstadt Haifa. Im westlichen Teil Galiläas gab es laut der Zeitung «Haaretz» innerhalb einer Stunde sechsmal Raketenalarm. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom meldete mehrere Verletzte in Nordisrael, darunter ein Kind, das leicht verletzt worden sei.

Israels Armee teilte auf Anfrage mit, die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz habe im Laufe des Tages Dutzende Drohnen und Raketen auf Israel gefeuert. Die Hisbollah reklamierte mehrere Angriffe auf Israel für sich.

Aus dem Libanon gab es derweil Berichte über Angriffe Israels. Über Opfer wurde zunächst nichts bekannt. Vor einem Bombardement in den südlichen Vororten von Beirut hatte das israelische Militär Menschen in einem Gebäude und angrenzenden Häusern aufgerufen, diese zu verlassen, da sie sich in der Nähe einer «Einrichtung der Hisbollah» befänden. Die dicht besiedelten Vororte im Süden Beiruts gelten als Hochburg der Miliz.

Israels Armee teilte am Abend mit, sie habe seit Anfang März mehr als 180 Raketenabschussrampen im Libanon zerstört. Nach Beginn des Iran-Kriegs vor einem Monat hatte auch die libanesische Hisbollah-Miliz ihre Angriffe auf Israel wieder aufgenommen, Israel reagierte mit heftigen Luftangriffen und Bodeneinsätzen in dem nördlichen Nachbarland. (dpa)

21:15 Uhr

Dienstag, 31. März

Netanjahu geht von Sturz der iranischen Führung aus

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu geht eigenen Angaben zufolge davon aus, dass Irans Regierung früher oder später stürzen wird. «Das Ayatollah-Regime im Iran ist schwächer denn je», sagte er in einer am Abend ausgestrahlten Videobotschaft und fügte hinzu: «Und ich sage Ihnen, früher oder später wird es stürzen.» Wann und wie genau sich ein Machtwechsel vollziehen könnte, liess er offen.

Der Kampf gegen die iranische Führung sei noch nicht vorbei, sagte Netanjahu zugleich. Der Iran kann demnach Israel noch immer bedrohen, allerdings nicht mehr seine Existenz gefährden. Teheran sei inzwischen etwa nicht mehr in der Lage, Zehntausende ballistische Raketen und Marschflugkörper auf Israel zu feuern.

Der israelische Regierungschef hatte sich bereits mehrfach direkt an das iranische Volk gewandt und dabei zum Sturz der Führung in Teheran aufgerufen. (dpa)

20:38 Uhr

Dienstag, 31. März

Votum für Todesstrafe: EU kritisiert geschlossen Israel

Die 27-EU-Staaten haben Israels Pläne zur Einführung der Todesstrafe für Terroristen scharf kritisiert. Die Verabschiedung des entsprechenden Gesetzes durch das israelische Parlament stelle einen schwerwiegenden Rückschritt gegenüber der bisherigen Praxis sowie gegenüber den eigenen Verpflichtungen Israels dar, teilte die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas im Namen der Mitgliedstaaten mit. Man sei zutiefst besorgt über den faktisch diskriminierenden Charakter des Gesetzes.

In der Erklärung von Kallas im Namen der 27 EU-Staaten wurde daran erinnert, dass es in Israel über lange Zeit ein faktisches Moratorium sowohl für Hinrichtungen als auch für die Verhängung der Todesstrafe gab. Damit habe das Land bislang in der Region eine Vorbildfunktion eingenommen - trotz eines komplexen Sicherheitsumfelds, heisst es in dem Text.

EU sieht Verpflichtungen aus Abkommen verletzt

Die EU fordere Israel weiter auf, an seiner bisherigen grundsätzlichen Haltung festzuhalten und seinen völkerrechtlichen Verpflichtungen sowie seinem Bekenntnis zu demokratischen Grundsätzen nachzukommen, wie das auch in den Bestimmungen des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel verankert sei, hiess es in der Erklärung weiter.

Die Todesstrafe stelle eine Verletzung des Rechts auf Leben dar und könne nicht vollstreckt werden, ohne zugleich gegen das absolute Verbot von Folter und anderer grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung zu verstossen. Zudem gebe es keine nachgewiesene abschreckende Wirkung der Todesstrafe und etwaige Justizirrtümer würden unumkehrbar gemacht. (dpa)

18:45 Uhr

Dienstag, 31. März

USA sehen entscheidende Tage im Iran-Krieg

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sieht die kommenden Tage im Krieg mit dem Iran als entscheidend an. «In nur einem Monat haben wir die Bedingungen festgelegt – die kommenden Tage werden entscheidend sein», sagte er bei einer Pressekonferenz in Washington. Hegseth betonte, er bevorzuge es, den Krieg mit einem Abkommen zu beenden. «In der Zwischenzeit werden wir mit Bomben verhandeln.»

Hegseth sagte, die neue iranische Führung sollte sich klüger verhalten als die alte und einem Abkommen zustimmen. US-Präsident Donald Trump sei dazu bereit. «Wenn der Iran nicht bereit ist, wird das US-Kriegsministerium mit noch grösserer Intensität weitermachen.»

Obwohl auch am Dienstag unter anderem Israel, Saudi-Arabien und Kuwait iranische Angriffe meldeten, bei denen es Verletzte und Schäden gab, bekräftigte Hegseth die Darstellung, der Iran sei militärisch am Ende. «Ja, sie feuern noch ein paar Raketen ab. Aber wir fangen sie ab.» Nie zuvor im Krieg sei die Zahl der vom Iran abgefeuerten Drohnen und Raketen so gering gewesen wie in den vergangenen 24 Stunden. (dpa)

14:27 Uhr

Dienstag, 31. März

Trump an Verbündete: «Holt euch euer eigenes Öl»

US-Präsident Donald Trump hat auf seiner Plattform Truth Social seinem Frust über die verbündeten Staaten Luft gemacht, die sich nicht an einem Einsatz in der Strasse von Hormus beteiligen wollen, aber über die hohen Benzinpreise klagen. «Holt euch euer eigenes Öl!», schrieb Trump am Dienstag.

«All jene Länder, die wegen der Strasse von Hormus kein Kerosin bekommen können – wie das Vereinigte Königreich, das sich geweigert hat, sich an der «Enthauptung» des Iran zu beteiligen –, habe ich einen Vorschlag: Erstens: Kauft bei den USA, wir haben genug davon. Und zweitens: Fasst endlich Mut, fahrt zur Strasse von Hormus und nehmt es euch einfach. Ihr müsst anfangen, zu lernen, wie man für sich selbst kämpft; die USA werden nicht mehr da sein, um euch zu helfen, genauso wie ihr nicht für uns da wart. Der Iran ist im Grunde genommen dezimiert worden. Der schwierige Teil ist geschafft.»

Konkret nahm Trump auch Frankreich ins Visier. In einem weiteren Beitrag auf Truth Social schrieb er: «Frankreich hat Flugzeugen, die mit Militärgütern beladen nach Israel fliegen wollten, den Überflug über französisches Hoheitsgebiet verweigert. Frankreich hat sich in Bezug auf den ‹Schlächter des Iran›, der nun erfolgreich ausgeschaltet wurde, sehr unkooperativ verhalten», schrieb Trump und fügte hinzu: «Die USA werden das nicht vergessen!» (dpa)

13:59 Uhr

Dienstag, 31. März

EU mahnt Vorbereitungen gegen mögliche Öl-Engpässe an

Die Europäische Kommission fordert die Mitgliedstaaten der EU auf, sich auf eine möglicherweise länger andauernde Störung des internationalen Energiehandels wegen des Iran-Kriegs vorzubereiten. Sie sollen rechtzeitig und koordiniert Vorkehrungen treffen, um die Versorgung mit Öl und raffinierten Erdölprodukten sicherzustellen, wie es in einer Mitteilung der Kommission heisst. Die Versorgungssicherheit der Europäischen Union sei weiterhin gewährleistet, teilte Energiekommissar Dan Jørgensen mit.

Die europäischen Energieminister wollten am Nachmittag in einer ausserplanmässigen Videokonferenz über die Sicherheit der Energieversorgung im Zusammenhang mit der Krise im Nahen Osten sprechen. Jørgensen rief die Teilnehmer davor laut EU-Kommission in einem Brief dazu auf, unter anderem Massnahmen in Betracht ziehen, um die Nachfrage nach Öl zu reduzieren - vor allem im Transportsektor. Dabei verwies er auf Empfehlungen der Internationalen Energieagentur (IEA). Diese schlägt etwa vor, Businessflüge zu reduzieren, Carsharing und den öffentlichen Nahverkehr zu fördern oder die Zufahrt für Autos in Grossstädten teils einzuschränken. Der Kommissar fordert die Mitgliedstaaten ausserdem auf, nicht dringende Wartungsarbeiten an Raffinerien zu verschieben und verstärkt Biokraftstoffe anstelle von Erdölprodukten zu nutzen. (dpa)

12:58 Uhr

Dienstag, 31. März

Ex-Aussenminister: Pharmaunternehmen im Iran bombardiert

Im Iran ist nach Worten des früheren Aussenministers Mohammed-Dschawad Sarif ein Pharmaunternehmen Ziel eines Angriffs geworden. «Nach einem Monat voller Kriegsverbrechen wurde heute die Firma Tofigh Daru Research & Engineering zum Ziel», schrieb der ehemalige Minister auf der Plattform X. «Die verzweifelten Angreifer – denen es nicht gelungen ist, ihre teuflischen Wahnvorstellungen zu verwirklichen – haben nun gezielt einen Hersteller von pharmazeutischen Wirkstoffen, darunter auch Krebsmedikamente, angegriffen.» Er veröffentliche dazu ein Foto, das ein zerstörtes und ausgebranntes Stockwerk der Einrichtung zeigt. (dpa)

12:23 Uhr

Dienstag, 31. März

Iran bestätigt Angriffe auf Militäreinrichtungen in Isfahan

Der Iran hat nächtliche Bombardierungen auf Militäreinrichtungen in der Provinz Isfahan bestätigt. «Derzeit liegen noch keine Informationen über das Ausmass der Schäden oder die Zahl der Toten und Verletzten dieser Angriffe vor», zitierte die iranische Nachrichtenagentur Isna den Vizegouverneur der Provinz, Akbar Salehi.

Die USA hatten einem Medienbericht zufolge einen massiven Angriff auf ein grosses Munitionsdepot in Isfahan ausgeführt. Dafür hätten sie in der Nacht eine grosse Menge bunkerbrechende Bomben mit einem Gewicht von jeweils rund 2.000 Pfund (etwa 900 Kilogramm) eingesetzt, berichtete das «Wall Street Journal» unter Berufung auf einen US-Beamten. (dpa)

11:10 Uhr

Dienstag, 31. März

Chinesische Schiffe durchfahren Strasse von Hormus

Drei chinesische Schiffe haben nach Angaben des Aussenministeriums in Peking die Strasse von Hormus passiert. Die vor kurzem erfolgte Durchfahrt sei mit den «zuständigen Parteien abgestimmt» worden, sagte Ministeriumssprecherin Mao Ning, ohne zu sagen, um wen es sich handelte. «Wir sind dankbar für die Unterstützung», erklärte sie und wiederholte Chinas Forderung nach einer sofortigen Waffenruhe, weil die Strasse von Hormus ein wichtiger Korridor für den Waren- und Energiehandel sei. (dpa)

11:08 Uhr

Dienstag, 31. März

Italien verweigert US-Militär Landung auf Stützpunkt

Italien hat mehreren US-Flugzeugen die Landung auf einem Stützpunkt auf der Mittelmeerinsel Sizilien für den Krieg gegen den Iran verweigert. Nach Informationen der Tageszeitung «Corriere della Sera» gab Verteidigungsminister Guido Crosetto dem US-Militär vor einigen Tagen keine Erlaubnis, den Militärflughafen Sigonella zu nutzen, um dann in den Nahen Osten weiterzufliegen. Aus dem Umfeld des Ministeriums in Rom wurde die Darstellung bestätigt.

Demnach wurde Italien von dem Vorhaben des US-Militärs erst informiert, als die Flugzeuge längst in der Luft waren. Zuvor habe niemand eine Genehmigung beantragt oder den Nato-Partner auch nur informiert, hiess es. Zudem sei unklar geblieben, um welche Art von Flügen es sich handle. Der Flugplatz Sigonella liegt in der Nähe von Catania im Osten von Sizilien. Dort befindet sich sowohl ein Stützpunkt der italienischen Luftwaffe als auch der US Navy. Das Gelände wird auch von der Nato genutzt, dem westlichen Verteidigungsbündnis. (dpa)

11:07 Uhr

Dienstag, 31. März

Benzinpreis in den USA überspringt wichtige Marke

Die Benzinpreise in den USA sind zum ersten Mal seit 2022 über einen Durchschnittspreis von vier Dollar pro Gallone gestiegen. Nach Angaben des Automobilclubs AAA vom Dienstag lag der US-Durchschnittspreis für eine Gallone Normalbenzin bei 4,02 Dollar. Das ist gut ein Dollar mehr als vor Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar. Weil es sich bei dem Preis um einen Durchschnittswert handelt, müssen Autofahrer in einigen US-Bundesstaaten schon seit einiger Zeit deutlich mehr als vier Dollar pro Gallone zahlen. Eine Gallone sind gut 3,78 Liter. Umgerechnet in Euro entspricht der aktuelle Durchschnittspreis in den USA also etwa 87 Eurocent pro Liter Benzin. Das ist zwar deutlich weniger als in Deutschland, doch die Marke von vier Dollar pro Gallone gilt in den USA als psychologisch wichtig.

Das letzte Mal, dass Autofahrer dort so viel an der Zapfsäule zahlten, war vor fast vier Jahren, nach Beginn des russischen Invasionskrieges gegen die Ukraine. Diesel kostet laut AAA derzeit durchschnittlich 5,45 Dollar pro Gallone, gegenüber etwa 3,76 Dollar pro Gallone vor Kriegsbeginn. Seit die USA und Israel am 28. Februar ihren gemeinsamen Krieg gegen den Iran begonnen haben, sind die Kosten für Rohöl - den Hauptbestandteil von Benzin und Diesel - in die Höhe geschnellt. (dpa)

11:06 Uhr

Dienstag, 31. März

Italien und Frankreich verurteilen Angriffe auf Blauhelme im Libanon

Italien und Frankreich haben Angriffe auf Soldaten der UN-Friedenstruppe Unifil im Libanon kritisiert. Die Blauhelmtruppe gerate zunehmend in Gefahr, erklärten Verteidigungsminister Guido Crosetto und seine französische Kollegin Catherine Vautrin am Dienstag nach einem Telefonat. Solche Vorfälle seien nicht hinnehmbar. Im Libanon sind seit Montag fünf Unifil-Soldaten getötet worden, wobei unklar blieb, ob die israelische Armee oder die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz dafür verantwortlich sind.

Crosetto und Vautrin betonten die strategische Bedeutung der Unifil und erklärten, die Stabilität des Libanon sei «ein unverzichtbarer Pfeiler für das Gleichgewicht im gesamten Mittelmeerraum». Die sich verschlechternde Sicherheitslage in dem Land sei zutiefst besorgniserregend. Italien und Frankreich wollten eng abgestimmt daran arbeiten, die Sicherheit des internationalen Personals, den Schutz des Friedens und die Unterstützung der libanesischen Regierung zu gewährleisten. (dpa)

10:20 Uhr

Dienstag, 31. März

Pakistanischer Aussenminister nach China gereist

Der pakistanische Aussenminister Ishaq Dar ist zu Gesprächen nach China abgeflogen. Der Chefdiplomat, der sich als Vermittler im Iran-Krieg ins Gespräch gebracht hat, sei von seinem chinesischen Kollegen Wang Yi eingeladen worden, teilte das Aussenministerium in Islamabad am Dienstag mit. Dar hatte am Sonntag baldige Gespräche zwischen dem Iran und den USA über ein Ende des Iran-Krieges angekündigt und gesagt, Pakistan werde Gastgeberland der Verhandlungen sein. Am Wochenende sprach er mit den Aussenministern der Türkei, Ägyptens und Saudi-Arabiens. (dpa)

10:19 Uhr

Dienstag, 31. März

Tote nach Angriff auf religiöse Anlage im Iran

Im Krieg der USA und Israels gegen den Iran sind Staatsmedien zufolge bei einem Luftangriff auf eine religiöse Anlage im Nordwesten des Landes drei Menschen ums Leben gekommen. Infolge der Attacke in der Stadt Sandschan seien zwölf weitere Menschen verletzt und in Kliniken gebracht worden, berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna. Bei der Bombardierung des Komplexes sollen dem Irna-Bericht zufolge ein Verwaltungsgebäude, ein Gästehaus, die Bibliothek sowie umliegende Gebäude beschädigt worden sein. Ein Video der Nachrichtenagentur zeigte ein völlig zerstörtes Gebäude, Trümmer und Rauch. Die Moschee selbst wurde den Aufnahmen zufolge nicht beschädigt. (dpa)

10:17 Uhr

Dienstag, 31. März

IWF: Iran-Krieg treibt Inflation und bedroht Lieferketten

Der Krieg im Nahen Osten hat nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) weitreichende Folgen für Energiehandel, globale Lieferketten und Finanzmärkte und belastet die Weltwirtschaft erheblich. In einem Blogbeitrag beschreibt der IWF den Konflikt als «globalen, aber asymmetrischen Schock», der vor allem über drei Kanäle wirkt: Energiepreise, Handel und Finanzbedingungen. Besonders gravierend sei die Störung der Energieversorgung. «Der Krieg verändert auch die Lieferketten für Güter des täglichen Bedarfs und kritische Produktionsmittel», betont der IWF. Die Umleitung von Tankern und Containerschiffen erhöhe die Fracht- und Versicherungskosten und verlängere die Lieferzeiten. Flugausfälle an wichtigen Drehkreuzen am Golf beeinträchtigten den globalen Tourismus und verkomplizierten den Handel.

Staaten, Unternehmen und Verbraucher spürten bereits die Auswirkungen dieser Lieferkettenprobleme. Insgesamt drohen laut IWF eine weltweit steigende Inflation und ein schwächeres Wachstum. Wie stark die Auswirkungen ausfallen, hänge von Dauer, Ausweitung und Zerstörungskraft des Konflikts ab. Klar sei aber schon jetzt: Die wirtschaftlichen Risiken nehmen zu. In Ländern, in denen die Menschen einen grossen Teil ihres Einkommens für Lebensmittel ausgeben – insbesondere in Afrika, Teilen des Nahen Ostens und Mittelamerika –, seien höhere Preise mit akuten sozialen und wirtschaftlichen Kosten verbunden. Aber auch in Europa würde ein weiterer energiebedingter Preisanstieg die bestehenden Belastungen durch die Lebenshaltungskosten noch verschärfen. (dpa)

10:15 Uhr

Dienstag, 31. März

Neue Preisregel an deutschen Tankstellen ab morgen

Kurz vor dem Osterreiseverkehr tritt morgen in Deutschland die neue Preisregel für Tankstellen in Kraft. Tankstellen dürfen ihre Preise dann nur noch einmal täglich erhöhen, und zwar um 12.00 Uhr. Das entsprechende Gesetz wurde im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Es tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft, also an diesem Mittwoch. Das Wirtschaftsministerium hatte zuvor mitgeteilt, die neue Regelung solle am 1. April in Kraft treten. Ziel ist es, stärkere Preisschwankungen zu begrenzen und für mehr Transparenz zu sorgen. Vorbild ist eine ähnliche Regel in Österreich. Preissenkungen sind immer möglich.

Wegen des Iran-Kriegs sind die Spritpreise deutlich gestiegen. Ob die neue Regelung preisdämpfend wirkt, ist umstritten. Verstösse gegen die neue Regel können mit einer Geldbusse bis zu 100.000 Euro geahndet werden. Teil des «Kraftstoffmassnahmenpakets» ist auch eine Verschärfung des Kartellrechts. Das Bundeskartellamt bekommt mehr Befugnisse gegen überhöhte Preise. (dpa)

09:54 Uhr

Dienstag, 31. März

Mehrere Einschläge nach iranischem Raketenangriff auf Israel

Nach einem neuen iranischen Raketenangriff auf Israel hat es nach Polizeiangaben mehrere Einschläge im Grossraum Tel Aviv gegeben. Polizei und Sprengstoffexperten arbeiteten an der Absicherung der Einschlagsorte, hiess es in der Mitteilung der Polizei. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom wurden sechs Menschen verletzt. Gebäude und Fahrzeuge seien beschädigt worden, berichteten israelische Medien. Das Nachrichtenportal «ynet» berichtete, Teheran habe erneut Streumunition eingesetzt. Im Umkreis der Stadt Tel Aviv hatte es zuvor Raketenalarm gegeben, Einwohner berichteten von Explosionsgeräuschen. Auch der staatliche Rundfunk im Iran berichtete von einer neuen Welle von Raketenangriffen auf Israel. (dpa)

09:00 Uhr

Dienstag, 31. März

Iran hängt erneut zwei Anhänger der Volksmudschahedin

Den zweiten Tag in Folge hat Irans Justiz zwei Dissidenten hinrichten lassen. Die beiden Männer Babak Alipur und Puja Ghobadi seien am frühen Morgen durch Erhängen exekutiert worden, teilte das Sprachrohr der iranischen Justiz, die Nachrichtenagentur Misan mit. Ihnen wurden Angriffe auf sensible Einrichtungen des Landes zur Last gelegt und sollen der im Iran verbotenen Oppositionsgruppe der Volksmuschahedin angehört haben. Die Exil-Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, das Herrschaftssystem im Iran zu stürzen. Im Ausland gründeten ihre Anhänger im Jahr 1981 den Nationalen Widerstandsrat. Die Organisation ist jedoch äusserst umstritten und wird innerhalb und ausserhalb des Iran auch von Oppositionellen grösstenteils abgelehnt.

Bereits am Montag waren zwei ihrer Anhänger im Iran hingerichtet worden. Seit Kriegsbeginn geht Irans Justiz mit äusserster Härte gegen Kritiker vor. (dpa)

08:49 Uhr

Dienstag, 31. März

Polen: Preisdeckelung für Treibstoff ist in Kraft Polens

In Polen gelten seit Dienstag von der Regierung täglich festgelegte Preisobergrenzen für Benzin und Diesel. Zudem wurde die Mehrwert- und Energiesteuer gesenkt, um den Verbrauchern Erleichterung zu schaffen. Nach Angaben des Energieministeriums darf der Liter Normalbenzin am Dienstag nicht mehr als 6,16 Zloty (umgerechnet etwa 1,44 Euro) kosten. Für den Liter Super liegt die Preisobergrenze demnach bei 6,76 Zloty (etwa 1,58 Euro), für Diesel bei 7,60 Zloty (etwa 1,77 Euro). Die Mitte-Links-Regierung von Ministerpräsident Donald Tusk reagiert mit einem Spritpreispaket auf die Folgen des Iran-Kriegs. Die neuen Gesetze sehen eine Senkung der Mehrwertsteuer für Treibstoffe von bislang 23 Prozent auf 8 Prozent vor.

Ausserdem erhält der Energieminister die Möglichkeit, bis Ende Juni die Höhe der Energiesteuer auf Treibstoff zu reduzieren. Die Regierung hat diese Steuer nun auf das nach EU-Recht zulässige Minimum von umgerechnet knapp sieben Cent pro Liter Benzin und Diesel gesenkt. Ebenfalls bis Ende Juni soll ein maximaler Kraftstoff-Einzelhandelspreis gelten, der täglich vom Energieminister auf der Grundlage der durchschnittlichen Grosshandelspreise und der Betriebskosten der grössten Lieferanten festgelegt wird. Verstösse können mit Geldbussen von umgerechnet bis zu 230.000 Euro geahndet werden. (dpa)

08:48 Uhr

Dienstag, 31. März

Drei weitere israelische Soldaten im Libanon getötet

Israel hat die Namen drei weiterer Soldaten mitgeteilt, die bei Kämpfen im Libanon getötet worden sind. Demnach handelt es sich um einen 22-jährigen Hauptmann und zwei 21-jährige Hauptfeldwebel. Zwei weitere Soldaten seien bei einem Vorfall im Süden des Libanons verletzt worden, einer davon schwer. Nach Beginn des Iran-Kriegs vor knapp einem Monat hatte auch die libanesische Hisbollah-Miliz ihre Angriffe auf Israel wieder aufgenommen, Israel reagierte mit heftigen Luftangriffen und Bodeneinsätzen in dem nördlichen Nachbarland. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte zuletzt gesagt, Israel wolle bis auf weiteres das Gebiet bis zum Litani-Fluss im Südlibanon kontrollieren. (dpa)

07:33 Uhr

Dienstag, 31. März

Trump teilt Video von mutmasslichem Angriff auf Isfahan

Ein von US-Präsident Donald Trump in den sozialen Medien geteiltes Video zeigt vermutlich einen Angriff etwas ausserhalb der iranischen Stadt Isfahan. In dem Video, das Trump am frühen Dienstagmorgen ohne Kommentar teilte, ist ein scheinbar grösserer Angriff zu sehen. Der Iran hat den Angriff bislang nicht offiziell bestätigt. Die belutschische Aktivistengruppe HalVash veröffentlichte dasselbe Video sowie weitere Aufnahmen aus dem Gebiet ausserhalb von Isfahan.

Tracking-Satelliten der US-Raumfahrtbehörde Nasa deuten darauf hin, dass sich die Explosionen in der Nähe des Berges Soffeh ereigneten, einem Gebiet, in dem militärische Stützpunkte vermutet werden. Die Videos zeigen gewaltige Feuerbälle und Sekundärexplosionen, wie sie typisch sind, wenn Munition in einem Brand detoniert. Isfahan beherbergt eine von drei Urananreicherungsanlagen, die während des zwölftägigen Krieges zwischen dem Iran und Israel im Juni von den USA bombardiert wurden. Ein Teil des hochangereicherten Urans des Iran soll dort eingeschlossen sein. (dpa)

07:32 Uhr

Dienstag, 31. März

Araghtschi: Angriffe auf Golfstaaten richten sich nur gegen die USA

Die iranischen Angriffe auf die Golfstaaten zielen nach Angaben von Aussenminister Abbas Araghtschi ausschliesslich auf das US-Militär ab. «Der Iran respektiert das Königreich Saudi-Arabien und betrachtet es als brüderliches Land», schrieb Araghtschi auf X und teilte ein Foto, das angeblich Schäden an einem amerikanischen Flugzeug auf dem Luftwaffenstützpunkt Prinz Sultan im Königreich zeigt. «Unsere Einsätze richten sich gegen feindliche Aggressoren, die weder Arabern noch Iranern Respekt entgegenbringen und keine Sicherheit gewährleisten können», betonte Araghtschi am Dienstag. «Höchste Zeit, die US-Truppen zu vertreiben», schrieb er weiter. (dpa)

06:29 Uhr

Dienstag, 31. März

Rubio: Nato darf «keine Einbahnstrasse sein»

US-Aussenminister Marco Rubio hat Spanien und andere Nato-Partner für mangelnde Unterstützung im Krieg gegen den Iran kritisiert – und eine spätere Neubewertung der Allianz durch die USA nahegelegt. Die USA müssten in einer Zeit, in der man die Verbündeten brauche, feststellen, dass Nato-Mitglied Spanien, zu dessen Verteidigung man sich verpflichtet habe, den Vereinigten Staaten die Nutzung seines Luftraums verweigere und damit prahle, sagte Rubio dem Sender Al Jazeera laut einer Mitschrift seines Ministeriums.

Er bemängelte zudem, dass die USA in Spanien und andernorts auf Widerstand bei der Nutzung von Stützpunkten gestossen seien. Die Nato sei nützlich für die USA, weil es dem Land ermögliche, Soldaten und militärische Ausrüstung an anderen Orten zu stationieren. Wenn es bei der Allianz aber nur darum gehe, dass die USA Europa im Falle eines Angriffs verteidigten, den Vereinigten Staaten aber die Nutzung von Stützpunkten verweigert werde, wenn sie es bräuchten, sei das keine gute Vereinbarung. Da falle es schwer, dabei zu bleiben und zu sagen, dass das gut für die USA sei, meinte Rubio weiter.

Nach dem Krieg müssten die USA all das neu bewerten, betonte er. Die Nato sei ein Bündnis und dürfe als solches «keine Einbahnstrasse sein». Rubio fügte hinzu: «Hoffen wir, dass wir das in Ordnung bringen können.» (dpa)

06:27 Uhr

Dienstag, 31. März

Angriff auf Synagoge bei Detroit: Attentäter von Hisbollah inspiriert

Der Angreifer einer Synagoge im US-Bundesstaat Michigan ist nach Angaben des FBI von der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz inspiriert gewesen. Er habe zudem möglichst grossen Schaden unter jüdischen Menschen anrichten wollen, teilte das FBI am Montag mit. Ayman G. nahm nur wenige Minuten vor dem Angriff auf die Synagoge ein Video auf, in dem er sagte, er wolle «so viele von ihnen töten, wie ich nur kann», wie Jennifer Runyan, die Leiterin des FBI in Detroit, mitteilte. Es handelte sich um einen «von der Hisbollah inspirierten Terrorakt, der gezielt auf die jüdische Gemeinschaft und die grösste Synagoge in Michigan abzielte», sagte Runyan.

Der mit einem Gewehr bewaffnete Mann war am 12. März mit einem Auto in das jüdische Gotteshaus in West Bloomfield in den Flur eines Bereichs für frühkindliche Bildung gerast und verletzte dabei einen Sicherheitsmitarbeiter. Er lieferte sich anschliessend einen Schusswechsel mit einem weiteren Sicherheitsmann. Als das Fahrzeug in Brand geriet, erschoss er sich schliesslich selbst. (dpa)

06:26 Uhr

Dienstag, 31. März

Bericht: Massiver US-Angriff auf Munitionsdepot in Isfahan

Die USA haben einem Medienbericht zufolge einen massiven Angriff auf ein grosses Munitionsdepot in der iranischen Stadt Isfahan durchgeführt. Dafür hätten sie in der Nacht eine grosse Menge bunkerbrechende Bomben mit einem Gewicht von jeweils rund 2000 Pfund (etwa 900 Kilogramm) eingesetzt, berichtete das «Wall Street Journal» unter Berufung auf einen US-Beamten. US-Präsident Donald Trump postete am Montagabend (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social einen Videoclip, der Explosionen zeigte. Er nannte dazu allerdings keinerlei Kontext. Der Zeitung zufolge handelte es sich dabei um ein Video des Angriffs in Isfahan. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Der 31 Sekunden lange Videoclip zeigt eine Reihe von Explosionen. Das könnte ein Indiz dafür sein, dass nach dem ursprünglichen Angriff dort gelagerte Munition explodierte. (dpa)

06:24 Uhr

Dienstag, 31. März

Trump: USA führen Gespräche mit Irans Parlamentspräsidenten

Die USA verhandeln nach Angaben von Präsident Donald Trump mit dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf. Der Präsident bestätigte die Gespräche mit Ghalibaf in einem Interview mit der «New York Post», das am Montag veröffentlicht wurde. Er sagte der Zeitung, dass er «in etwa einer Woche Bescheid geben» werde, als er gefragt wurde, ob der Parlamentspräsident jemand sei, mit dem die USA zusammenarbeiten könnten. Ghalibaf, ein 64-jähriger Pilot und ehemaliger Kommandeur der Revolutionsgarde, hat bestritten, dass es Gespräche mit den USA gegeben habe, trotz Berichten, wonach er als Verhandlungspartner Washingtons ins Gespräch gebracht worden sei. (dpa)

06:22 Uhr

Donnerstag, 31. März

Beschuss von Golfstaaten geht weiter - Iran warnt

Der Iran setzt seinen Beschuss benachbarter Golfstaaten fort. Das Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien meldete in der Nacht wiederholte Angriffe mit ballistischen Raketen. Die Geschosse seien von der Luftabwehr abgefangen und zerstört worden, hiess es. Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi schrieb kurz zuvor auf der Plattform X, sein Land betrachte das Königreich als brüderliche Nation. Es sei aber für Saudi-Arabien «höchste Zeit, die US-Streitkräfte des Landes zu verweisen».

Derweil meldete auch Kuwait Beschuss durch Raketen und Drohnen. Ebenso heulten in Bahrain in der Nacht wieder die Sirenen, wie das Innenministerium auf X mitteilte. In Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten trafen Trümmer nach einem Einsatz der Luftabwehr ein leerstehendes Gebäude und lösten einen Brand aus, wie die Behörden mitteilten. Vier Menschen in der Umgebung seien leicht verletzt worden. (dpa)

06:21 Uhr

Dienstag, 31. März

Irans Oberster Führer trauert um Marinekommandeur

Irans Oberster Führer Modschtaba Khamenei hat öffentlich den Tod des Marinekommandeurs der Revolutionsgarde beklagt. Aliresa Tangsiri sei für sein Land gestorben, schrieb Khamenei, damit das Militär «den Weg von Irans maritimer Autorität und des Widerstands stärker und entschlossener als in der Vergangenheit fortsetzen kann», hiess es in einer seltenen schriftlichen Stellungnahme von Khamenei seit seiner Ernennung zum Obersten Führer. Seit dem Tod seines Vaters Ajatollah Ali Khamenei war er nicht mehr öffentlich aufgetreten. Tangsiri wurde nach Angaben der Vereinigten Staaten und Israel in der vergangenen Woche bei einem israelischen Luftangriff getötet. Die iranische Revolutionsgarde bestätigte seinen Tod am Montag. (dpa)

06:19 Uhr

Dienstag, 31. März

Rubio: Strasse von Hormus wird «so oder anders» offen sein

US-Aussenminister Marco Rubio hat sich überzeugt gezeigt, dass die Strasse von Hormus wieder für den Schiffsverkehr geöffnet wird - «so oder anders». Entweder werde sich der Iran bereiterklären, «sich an internationales Recht zu halten» und die Meerenge nicht zu blockieren, sagte Rubio dem Sender Al Jazeera. «Oder eine Koalition von Nationen aus der ganzen Welt und der Region wird mit Beteiligung der Vereinigten Staaten dafür sorgen, dass sie offen ist». Rubio äusserte sich nicht weiter dazu, was genau er mit «dafür sorgen» meinte.

Falls der Iran die Meerenge weiter blockieren sollte, drohten Teheran «wirkliche Konsequenzen, nicht nur seitens der Vereinigten Staaten, sondern von Ländern in der Region und der Welt», sagte Rubio. Zugleich nannte er als zentrale Ziele der Kampfhandlungen die Zerstörung der Luftwaffe und Marine des Irans sowie eine erhebliche Reduzierung der Zahl der Raketen-Abschussrampen. Diese Ziele werde man in «Wochen und nicht Monaten» komplett erreichen - und dann vor der Frage der Meerenge von Hormus stehen, sagte der US-Aussenminister. (dpa)

06:17 Uhr

Dienstag, 31. März

Öltanker vor der Küste von Dubai beschossen

Ein riesiger kuwaitischer Öltanker ist vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate unter Beschuss geraten. Er sei Ziel eines iranischen Angriffs geworden, während vor dem Hafen von Dubai im Persischen Golf vor Anker lag, teilte die Kuwait Petroleum Corporation nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Kuna mit. Dabei brach ein Brand aus. Die Feuerwehr rückte aus, wie die Behörden in Dubai meldeten. Es habe aber keine Berichte über Verletzte gegeben. Die 24-köpfige Besatzung sei in Sicherheit.

Im Persischen Golf liegen wichtige Häfen und Verladestationen für den globalen Handel mit Öl und Gas. Von dort bringen Schiffe ihre Fracht über die strategisch wichtige Strasse von Hormus auf den Weltmarkt. (dpa)

20:52 Uhr

Montag, 30. März

Neuer Raketenangriff des Irans auf Israel

Israel hat am Abend einen erneuten Raketenangriff auf Israel gemeldet. Die israelische Armee wies die Bürger an, bis auf weiteres Schutzräume aufzusuchen. Im Grossraum Tel Aviv heulten Warnsirenen, Einwohner berichteten von Explosionsgeräuschen. Das Nachrichtenportal «ynet» teilte unter Berufung auf Rettungskräfte mit, es gebe keine Berichte über Verletzte. Eine Rakete sei offenbar in offenem Gelände niedergegangen. Es war der erste Raketenangriff aus dem Iran seit mehreren Stunden. Über die Zahl der abgefeuerten Raketen gab es zunächst keine Angaben. (dpa)

20:47 Uhr

Montag, 30. März

Angriffe auf Golfstaaten gehen weiter

Auch gut vier Wochen nach Beginn des Iran-Krieges gehen die Angriffe auf die Golfstaaten weiter. Bei einem Angriff auf eine Entsalzungsanlage in Kuwait wurde offiziellen Angaben zufolge ein Mensch getötet und ein Gebäude beschädigt. Bei einem weiteren Angriff seien zehn kuwaitische Soldaten verletzt worden, hiess es in einer Stellungnahme der Arabischen Liga. Iran bestritt nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim den Angriff auf die Entsalzungsanlage.

In den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden elf Raketen und 27 Drohnen abgefangen, wie das Verteidigungsministerium des Landes auf der Plattform X mitteilte. Auch Saudi-Arabien und Katar meldeten den Abschuss von Drohnen.

Bahrains Luftwaffe teilte mit, acht Raketen und sechs Drohnen in den vergangenen 24 Stunden abgefangen zu haben. Somit habe der Golfstaat seit Ausbruch des Iran-Krieges 182 Raketen und 398 Drohnen abgeschossen. (dpa)

19:26 Uhr

Montag, 30. März

Drei UN-Blauhelme binnen 24 Stunden im Libanon getötet

Im Libanon sind innerhalb von weniger als 24 Stunden drei Blauhelmsoldaten der Vereinten Nationen getötet worden. Die UN-Mission Unifil machte in ihrer Mitteilung keine Angaben darüber, welche Kriegspartei für den Tod der drei Soldaten verantwortlich war.

Das libanesische Militär meldete am Montag zudem den Tod eines eigenen Soldaten durch einen israelischen Angriff auf eine Armeestellung in der Küstenstadt Tyros. Mehrere weitere seien verletzt worden. Die israelischen Streitkräfte teilten ihrerseits mit, am Sonntag sei ein israelischer Soldat im Süden des Libanon getötet worden.

Der infolge des Iran-Kriegs wieder aufgeflammte Konflikt zwischen Israel und der vom Iran unterstützten libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah hat seit dem 2. März mehr als 1.200 Menschen im Libanon das Leben gekostet. Auch mindestens elf libanesische Soldaten sind durch israelische Angriffe ums Leben gekommen. Israel meldete sechs tote Soldaten. (dpa)

19:07 Uhr

Montag, 30. März

Iran: Derzeit keine Gespräche mit US-Regierung

Der Iran führt nach Angaben des Aussenministeriums derzeit keine Gespräche mit der US-Regierung. Aussenamtssprecher Ismail Baghai sagte laut Nachrichtenagentur Isna, der Iran habe über Vermittler wie Pakistan Botschaften erhalten. Die US-Seite habe dabei «überzogene, unrealistische und unvernünftige Forderungen» gestellt. Baghai stellte zugleich die Glaubwürdigkeit der US-Regierung infrage. Wenn Washington von Verhandlungen und Diplomatie rede, müsse man prüfen, wie ernst und glaubwürdig man solche Äusserungen überhaupt nehmen könne. (dpa)

19:04 Uhr

Montag, 30. März

Bewaffnete töten 73 Menschen in Goldmine im Südsudan

Im Südsudan haben Bewaffnete Regierungsangaben zufolge 73 Menschen in einer Goldmine getötet. Die Gewalttaten nahe der Ortschaft Jebel Iraq im Bundesstaat Central Equatoria seien am Samstag aufgrund eines Streits um den Goldabbau entbrannt, sagte Vizepräsident James Wani Igga. Mindestens 25 weitere Menschen seien bei dem «abscheulichen Massaker» verletzt worden, andere seien geflohen. «Während die Suche nach den Vermissten weitergeht, befürchten wir, dass die Opferzahlen noch steigen könnten», sagte Igga.

Welche Gruppe hinter dem Angriff steckt, blieb weiter unklar. Der Vizepräsident versprach, eine offizielle Untersuchung einzuleiten sowie Sicherheitsvorkehrungen an Bergbaustandorten und Handelszentren zu verbessern. Auch der Gouverneur des Bundesstaats Northern Bahr el Ghazal, Charles Madut, verurteilte die Tat. «Solch sinnlose Gewalt gegen unschuldige Zivilisten ist inakzeptabel und muss mit der ganzen Härte des Gesetzes geahndet werden», sagte Madut. (dpa)

19:01 Uhr

Montag, 30. März

Geschosse verfehlen Containerschiff vor Saudi-Arabien

Zwei Geschosse haben im Persischen Golf vor Saudi-Arabien ein Containerschiff verfehlt. Wie die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mitteilte, schlugen die beiden nicht näher beschriebenen Projektile innerhalb einer Stunde in der Nähe des Frachters ins Wasser. Die Seeleute seien wohlauf und Behörden hätten Ermittlungen eingeleitet. Nach UKMTO-Angaben ereignete sich der Zwischenfall 22 Seemeilen vor der Stadt Ras Tanura an der saudi-arabischen Küste.

Als Persischer Golf wird der Meeresabschnitt bezeichnet, in dem wichtige Häfen und Verladestationen Irans der Golfstaaten liegen und der vor der kritischen Strasse von Hormus liegt. Der von den USA und Israel angegriffene Iran hatte mit Angriffen und Drohungen die Schifffahrt in der Region nahezu zum Erliegen gebracht. (dpa)

18:29 Uhr

Montag, 30. März

Iran: US-Forderungen in 15-Punkte-Plan «äusserst überzogen»

Der Sprecher des iranischen Aussenministeriums hat einen von den USA vorgelegten 15-Punkte-Plan als unrealistisch zurückgewiesen. «Was uns mitgeteilt wurde – wie auch immer man es nennen mag, 15 Punkte oder mehr oder weniger – ist eine Reihe von äusserst überzogenen, unrealistischen und irrationalen Forderungen», sagte Esmail Baghaei am Montag bei einer Pressekonferenz. Er betonte, dass es bisher keine direkten Verhandlungen mit den USA gegeben habe.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor nahegelegt, dass Teheran auf viele der US-Forderungen eingehen wolle. «Sie haben uns die meisten Punkte gegeben. Warum auch nicht?» Tatsächlich hat der Iran eigene fünf Forderungen vorgelegt. Pakistan will zwischen den beiden Staaten vermitteln. (dpa)

18:27 Uhr

Montag, 30. März

EU weitet Marineeinsatz im Nahen Osten aus

Die EU erweitert ihre Marineeinsätze im Roten Meer und westlichen Indischen Ozean, beteiligt sich aber vorerst nicht an Einsätzen in der Straße von Hormus. Künftig sollen Schiffe und Flugzeuge auch verdächtige Aktivitäten rund um Unterwasserinfrastruktur überwachen sowie Partner wie Dschibuti und die jemenitische Küstenwache unterstützen.

Die Missionen «Aspides» (Schutz von Handelsschiffen seit 2024) und «Atalanta» (Pirateriebekämpfung seit 2008) werden damit ausgeweitet. Deutschland beteiligt sich zwar an «Aspides», stellt aktuell aber kein Schiff.

Die Ausweitung steht laut Diplomaten nicht im Zusammenhang mit US-Forderungen, sondern dient auch der Beobachtung der russischen «Schattenflotte» und möglicher Sabotage an Unterwasserinfrastruktur. (dpa)

18:21 Uhr

Montag, 30. März

Mehrere Blauhelmsoldaten im Libanon nach Explosion verletzt

Erneut sind UN-Blauhelmsoldaten im Libanon-Konflikt zwischen Hisbollah und Israel zwischen die Fronten geraten. Bei einer Explosion wurden mehrere Unifil-Soldaten verletzt, ein Fahrzeug schwer beschädigt; zwei konnten zunächst nicht geborgen werden. Ein Team ist zur Evakuierung unterwegs. Es ist bereits der zweite Vorfall binnen 24 Stunden. Am Sonntag war ein indonesischer Soldat bei einer Explosion getötet worden. UNIFIL verurteilt Angriffe auf ihre Truppen als schweren Verstoss gegen das Völkerrecht. Hintergrund ist die Eskalation des Konflikts zwischen Hisbollah und Israel. (dpa)

18:15 Uhr

Montag, 30. März

Iraner per SMS zur Landesverteidigung aufgerufen

Viele Iraner sind per SMS aufgerufen worden, sich freiwillig zur Verteidigung ihres Landes zu melden und sich einer möglichen US-Bodenoffensive entgegenzustellen. In einer SMS, die der Nachrichtenagentur AP am Montag vorlag, hiess es, jene, die bereit seien, ihr Leben zu opfern, sollten sich über einen Link für den Kampf melden. Diese Freiwilligen könnten bald zum Einsatz kommen, hiess es in einer weiteren SMS. Ob die Nachrichten von einer Regierungsstelle abgeschickt worden waren, blieb allerdings zunächst unklar.

Im Iran wurden in der Vergangenheit mehrfach Freiwillige per SMS für regierungstreue Einheiten mobilisiert und Regierungsgegner mit Konsequenzen bedroht. Einige dieser Nachrichten stammen von der iranischen Revolutionsgarde. In anderen Fällen sind die Absender nicht zweifelsfrei zuzuordnen. (dpa)

17:45 Uhr

Montag, 30. März

Bewohner Teherans berichtet über Drohungen von Sicherheitskräften

Ein Bewohner Teherans hat der Nachrichtenagentur AP nach seiner Flucht aus der Heimat von den Verwüstungen durch US-israelische Luftangriffe und Drohungen der iranischen Sicherheitskräfte berichtet. «Es gab viele Explosionen», sagte der Mann, der aus Sorge um seine Angehörigen anonym bleiben wollte. In der Nähe seines Hauses sei ein Polizeirevier zerstört worden, und ein Verwandter habe seine Wohnung verlassen müssen, weil durch einen Angriff in der Nähe die Türen und Fenster des Apartments zu Bruch gegangen seien.

Der Mann berichtete weiter, in der Nacht des persischen Neujahrsfest hätten er und seine Nachbarn von ihren Fenstern und Balkonen aus Parolen gegen die iranische Führung gerufen. Sicherheitskräfte in der Gegend hätten daraufhin Warnschüsse in die Luft abgegeben. Der Iran hat mehrfach damit gedroht, auf jene zu schiessen, die sich an Anti-Regierungs-Demonstrationen beteiligen.

Die AP sprach mit dem Bewohner Teherans, kurz nachdem dieser die Grenze in die Türkei überquert hatte. Er sagte, er sorge sich um seine Familie und wolle in einigen Monaten wieder zurückkehren. (dpa)

17:53 Uhr

Montag, 30. März

Erneut iranisches Geschoss von Nato in der Türkei abgefangen

In der Türkei ist erneut ein aus dem Iran abgefeuertes Geschoss von einem Nato-Abwehrsystem abgefangen worden. Es sei in den türkischen Luftraum eingedrungen, teilte das türkische Verteidigungsministerium auf X mit. Alle notwendigen Massnahmen würden entschlossen und ohne zu zögern gegen jede Bedrohung des Staatsgebiets und des Luftraums des Landes ergriffen, hiess es. Wo genau die Rakete abgefangen wurde, sagte das Ministerium nicht.

Es ist bereits der vierte Vorfall dieser Art in den vergangenen Wochen. Die Nato hatte die bisherigen Abfang-Aktionen bestätigt.

Zuletzt war eine ballistische Rakete in den türkischen Luftraum eingedrungen und zerstört worden. Die iranische Führung dementierte bisher stets, die Türkei beschossen zu haben.

Die Türkei verhält sich im Krieg zwischen Israel, den USA und dem Iran neutral und hat sich lange um eine diplomatische Lösung des Konflikts bemüht. Das Land verstärkte zuletzt die Flugabwehr. Im Rahmen der Massnahmen der Nato werde ein Patriot-Raketenabwehrsystem in der osttürkischen Provinz Malatya für den Einsatz vorbereitet. (dpa)

14:57 Uhr

Montag, 30. März

Ein Toter bei Angriff auf Entsalzungsanlage in Kuwait

Bei einem Angriff auf eine Entsalzungsanlage in Kuwait sind offiziellen Angaben zufolge ein Mensch getötet und ein Gebäude beschädigt worden. Das Opfer sei indischer Staatsbürger, hiess es in einer Mitteilung des zuständigen kuwaitischen Ministeriums. Auf der Anlage befinde sich zudem ein Kraftwerk.

Kuwait, Saudi-Arabien und Katar verurteilten diesen und weitere Angriffe auf Kuwait als «abscheuliche Attacken» des Iran. Zehn kuwaitische Soldaten seien in einem separaten Angriff auf ein Militärlager verletzt worden, hiess es in einer Stellungnahme der Arabischen Liga. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete unter Berufung auf einen Militärsprecher, die Angriffe auf die Entsalzungsanlage seien von Israel durchgeführt worden. Dies sei unter dem Vorwand erfolgt, den Iran zu beschuldigen. (dpa)

14:21 Uhr

Montag, 30. März

Libanons Armee: Soldat bei israelischem Angriff getötet

Bei einem israelischen Angriff im Südlibanon ist ein Soldat der libanesischen Streitkräfte laut Armeeangaben getötet worden. Weitere seien verletzt worden, teilte die libanesische Armee mit. Israels Militär erklärte auf Anfrage, es gehe den Vorwürfen nach. In der Auseinandersetzung zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah ist die libanesische Armee keine Kriegspartei. Bei der jüngsten Eskalation wurden dennoch mehrere libanesische Soldaten getötet.

Nach Angaben der israelischen Armee wurde auch einer ihrer Soldaten im Südlibanon getötet. Der 19-Jährige kam demnach bereits am Sonntag ums Leben. Israelische Medien meldeten, er sei durch Raketenbeschuss der Hisbollah getötet worden.

In Nordisrael heulten am Nachmittag nach Raketenbeschuss durch die Hisbollah erneut die Sirenen. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht. Die Hisbollah reklamierte erneut mehrere Angriffe auf Israel und Stellungen des israelischen Militärs im Südlibanon für sich.

Aus libanesischen Sicherheitskreisen hiess es, das israelische Militär rücke weiter in Richtung des Litani-Flusses vor. Der Litani verläuft zum Teil nur wenige Kilometer von der Grenze zu Israel entfernt. An anderen Stellen fliesst er etwa 30 Kilometer weit im Landesinneren. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte kürzlich gesagt, Israel wolle bis auf weiteres das Gebiet bis zum Litani-Fluss im Südlibanon kontrollieren. (dpa)

14:00 Uhr

Montag, 30. März

Trump droht wieder mit Angriff auf iranische Energieanlagen

US-Präsident Donald Trump hat erneut mit Angriffen auf zivile Energieanlagen im Iran gedroht, sollte Teheran nicht bald in die Bedingungen für eine Waffenruhe einwilligen. «Die Vereinigten Staaten von Amerika führen ernsthafte Gespräche mit einer neuen und vernünftigeren Regierung, um unsere Militäroperationen im Iran zu beenden», schrieb Trump am Montag auf seiner Plattform Truth Social.

Es seien grosse Fortschritte erzielt worden, doch sollte wider Erwarten aus irgendeinem Grund in Kürze keine Einigung erzielt werden, «werden wir unseren schönen Aufenthalt im Iran damit beenden, dass wir alle ihre Kraftwerke, Ölquellen und die Insel Charg (und möglicherweise alle Entsalzungsanlagen!) in die Luft jagen und vollständig auslöschen, die wir absichtlich noch nicht angetastet haben», schrieb Trump. «Dies geschieht als Vergeltung für unsere vielen Soldaten und andere, die der Iran während der 47-jährigen ‹Schreckensherrschaft› des alten Regimes abgeschlachtet und getötet hat.» (AP/dpa)

11:58 Uhr

MOntag, 30. März

Videoaufnahmen zeigen Feuer an israelischer Ölraffinerie

In der nordisraelischen Stadt Haifa ist ein Feuer an einer Ölraffinerie ausgebrochen. Videoaufnahmen vom Montag zeigten Flammen an einem grossen Raffinerietank und schwarzen Rauch. Nach israelischen Angaben wurde der bereits zweite Brand an der Raffinerie seit Beginn des Iran-Kriegs von der Feuerwehr rasch gelöscht. Es war zunächst unklar, ob das Feuer von einem direkten Raketenangriff oder herabstürzenden Trümmerteilen verursacht wurde. Israel verfügt über lediglich zwei Raffinerien. (dpa)

10:23 Uhr

Montag, 30. März

Spanien sperrt Luftraum für Militärflüge im Iran-Krieg

Die spanische Regierung hat den Luftraum des Landes für alle Flugzeuge gesperrt, die mit dem Krieg der USA und Israels gegen den Iran in Verbindung stehen. Diese Massnahme «ist Teil der Entscheidung der spanischen Regierung, sich an diesem einseitig begonnenen Krieg, der gegen das Völkerrecht verstösst, nicht zu beteiligen und ihn nicht zu unterstützen», erklärte der stellvertretende Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo im Interview des Radiosenders «Cadena Ser».

Das Verbot betreffe nicht nur Starts von spanischem Boden, sondern auch den Überflug militärischer Flugzeuge, die etwa von Stützpunkten in Grossbritannien oder Frankreich aus operieren, hatten zuvor die Zeitung «El País» und die Nachrichtenagentur Europa Press unter Berufung auf die linksgerichtete Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez berichtet.

Madrid zählt in Europa zu den schärfsten Kritikern der militärischen Operationen der USA und Israels. Sánchez sagt immer wieder: «Nein zum Krieg!». Bereits kurz nach dem Beginn des Krieges hatte der sozialistische Politiker vor knapp einem Monat den USA die Nutzung der Militärbasen Rota und Morón für die Einsätze gegen den Iran untersagt. Diese Stützpunkte in Andalusien im Süden des Landes werden seit Jahrzehnten gemeinsam von Spanien und den USA betrieben. (dpa)

08:54 Uhr

Montag, 30. März

Bericht: Trump prüft Militäreinsatz zur Uran-Bergung im Iran

US-Präsident Donald Trump erwägt einem Medienbericht zufolge im Iran einen Militäreinsatz zur Bergung von rund 400 Kilogramm hochangereichertem Uran. Trump prüfe zurzeit, wie gefährlich dies für die dafür nötigen Bodentruppen wäre, zitierte das «Wall Street Journal» US-Beamte. Eine Entscheidung habe der Präsident noch nicht getroffen.

Trump stehe der Idee aber grundsätzlich offen gegenüber, da ein solcher Militäreinsatz dazu beitragen könnte, sein zentrales Ziel zu erreichen – nämlich den Iran daran zu hindern, jemals eine Atomwaffe herzustellen. Ein solcher Militäreinsatz wäre eine komplexe und riskante Mission, die die US-Streitkräfte wahrscheinlich mehrere Tage oder länger in dem Land durchführen müssten.

Bevor Israel und die USA bereits im Juni vergangenen Jahres Luftangriffe auf den Iran geflogen und dabei auch drei Atomanlagen bombardiert hatten, verfügte das Land nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) über mehr als 400 Kilogramm Uran mit einem Reinheitsgrad von 60 Prozent. Für den Bau von Atomwaffen sind mehr als 90 Prozent nötig.

Seit Tagen gibt es Berichte über eine mögliche Bodenoffensive des US-Militärs im Iran. Pakistan bemüht sich zwar um Vermittlung, bisher haben Washington und Teheran aber noch keine direkten Verhandlungen zur Beendigung des Kriegs aufgenommen. (dpa)

07:55 Uhr

Montag, 30. März

Trump spekuliert über Einnahme iranischer Öl-Insel Charg

Das US-Militär hat nach Angaben von Präsident Donald Trump im Iran mehrere wichtige Ziele angegriffen und zerstört. «Grosser Tag im Iran», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Viele seit langem verfolgte Ziele seien vom «grossartigen» US-Militär, dem besten und tödlichsten der Welt, ausgeschaltet und zerstört worden, erklärte er. Weitere Einzelheiten dazu nannte Trump jedoch nicht.

Gleichzeitig hat Trump über eine Einnahme der iranischen Insel Charg durch US-Truppen spekuliert. «Vielleicht nehmen wir Charg ein, vielleicht auch nicht. Wir haben viele Optionen», sagte er der «Financial Times» in einem Interview, das in der Nacht zum Montag veröffentlicht wurde. «Das würde auch bedeuten, dass wir eine Weile dort sein müssten.»

Die Insel im Persischen Golf ist der wichtigste Ölhafen der Islamischen Republik. Über das dortige Tankerterminal wurden vor dem Krieg fast die gesamten iranischen Rohölexporte abgewickelt. Auf eine Nachfrage zu den iranischen Verteidigungskapazitäten auf der Insel antwortete Trump: «Ich glaube nicht, dass sie irgendeine Verteidigung haben. Wir könnten sie sehr leicht einnehmen.» (dpa)

06:28 Uhr

Montag, 30. März

Iran-Krieg geht mit voller Wucht weiter – das Update aus der Nacht

Die USA und Israel setzen ihre massiven Angriffe im Iran in der nunmehr fünften Kriegswoche fort. Es werde «militärische Infrastruktur» in der iranischen Hauptstadt Teheran attackiert, teilte die israelische Armee am frühen Morgen ohne nähere Angaben mit.

Kurz zuvor hatte US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social geschrieben: «Grosser Tag im Iran». Das US-Militär habe «viele seit langem verfolgte Ziele» angegriffen und zerstört. Der Iran hatte wiederum flankiert von der von ihm unterstützten Huthi-Miliz im Jemen seine Gegenangriffe auf Israel und benachbarte Golfstaaten fortgesetzt. Unterdessen sagte Trump in einem Interview, er würde «am liebsten» das Öl aus dem Iran nehmen.

Die israelische Armee teilte in der Nacht mit, es seien zwei Drohnen aus dem Jemen abgefangen worden. Der Iran beschoss den Erzfeind Israel zudem erneut mit Raketen. Berichte über Einschläge oder Verletzte gab es nicht. Auch Kuwait und andere Golfstaaten gerieten wieder unter Beschuss durch den Iran.

Golfstaaten erneut unter Beschuss

Das Energieministerium in Kuwait meldete in der Nacht auf der Plattform X Schäden an einem Nebengebäude eines Stromkraftwerks und einer Entsalzungsanlage. Ein indischer Arbeiter sei ums Leben gekommen. Die Luftabwehr Saudi-Arabiens fing laut Verteidigungsministerium fünf ballistische Raketen ab. Auch Bahrain, Jordanien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate fingen laut dem arabischen Sender Al Jazeera Drohnen und Raketen ab.

Zugleich hält der Iran weiter faktisch die für den globalen Öl- und Gastransport wichtige Strasse von Hormus geschlossen. Auf die Frage, ob in den kommenden Tagen ein Waffenruheabkommen erzielt werden könne, das die Meerenge öffnen würde, lehnte es Trump gegenüber der «Financial Times» ab, Details zu nennen. «Wir haben noch etwa 3.000 Ziele übrig – wir haben 13.000 Ziele bombardiert – und noch ein paar Tausend Ziele vor uns», wurde er zitiert.

IAEA: Schwerwasserreaktor im Iran getroffen

Der iranische Forschungsreaktor Chondab wurde nach Erkenntnissen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) durch einen Beschuss stark beschädigt. Der früher Arak genannte Schwerwasserreaktor sei nicht mehr betriebsfähig, erklärte die Behörde mit Sitz in Wien auf der Plattform X. Sie berief sich dabei unter anderem auf Satellitenbilder und eigene Kenntnisse der Einrichtung. Die Anlage enthalte kein deklariertes Nuklearmaterial. Der Iran habe den Beschuss des Reaktors am 27. März gemeldet, hiess es.

Derweil heizte Trump Spekulationen über eine Bodenoffensive in der Islamischen Republik an. «Vielleicht nehmen wir die Insel Charg ein, vielleicht auch nicht. Wir haben viele Optionen», sagte er der «Financial Times». Über Charg wickelt der Iran etwa 90 Prozent seiner Erdölausfuhren ab. Das Pentagon habe die Entsendung von rund 10.000 Soldaten in die Region angeordnet, die für Eroberung und Sicherung von Land ausgebildet sind, schrieb die Zeitung.

Trump: Würde am liebsten das Öl im Iran nehmen

Ein Angriff auf Charg wäre riskant. Experten warnen, dass US-Soldaten nach einer möglichen Einnahme und Besetzung der Insel leichte Ziele für iranische Angriffe wären. «Um ehrlich zu sein, am liebsten würde ich mir das Öl im Iran nehmen», sagte Trump der Zeitung und fügte hinzu: «Aber einige dumme Leute in den USA sagen: «Warum tust du das?» Aber das sind dumme Leute.»

Trump hat dem Iran eine neue Frist gesetzt, um ein Abkommen zur Beendigung des von den USA und Israel begonnenen Krieges zu akzeptieren – andernfalls drohen US-Angriffe auf Irans Energiesektor. Die Frist läuft am 7. April um 2.00 Uhr MESZ ab. Trotz seiner Drohungen, die iranische Ölförderung einzunehmen, betonte Trump der Zeitung zufolge, dass die indirekten Gespräche zwischen den USA und dem Iran über pakistanische Vermittler gut vorankämen. Die Aussenminister Saudi-Arabiens, Ägyptens und der Türkei hatten am Sonntag in Islamabad über eine mögliche Deeskalation des Iran-Krieges gesprochen.

Israel will weiter in Südlibanon vordringen

Derweil wies Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die Armee an, weiter im Süden des Libanons vorzudringen. Bei einer Lagebesprechung im Norden sagte er, er habe jetzt angeordnet, den von ihm so bezeichneten «bestehenden Sicherheitsstreifen» weiter auszudehnen. Damit solle die Bedrohung durch die mit dem Erzfeind Iran verbündete Hisbollah-Miliz und der Abschuss von Raketen aus diesem Gebiet verhindert werden. «Wir sind entschlossen, die Lage im Norden grundlegend zu verändern», sagte Netanjahu weiter.

Viele Libanesen befürchten eine grossangelegte Bodeninvasion Israels mit anschliessender Besatzung im Süden des nördlichen Nachbarlandes Israels. Immer wieder geraten auch die Blauhelmsoldaten im Grenzgebiet zu Israel zwischen die Fronten. Bei der Explosion eines Geschosses in einer Stellung der UN-Friedenstruppen wurde ein Blauhelmsoldat getötet. Ein weiterer wurde bei dem Vorfall in Südlibanon schwer verletzt, teilte die UN-Beobachtermission Unifil mit. Es war demnach zunächst unklar, woher das Geschoss kam. (dpa)

22:01 Uhr

Sonntag, 29. März

Iran: Stromversorgung in Teheran wurde angegriffen

Aus dem Iran wurden am Abend (Ortszeit) erneut schwere Angriffe der USA und Israels gemeldet. Nach Angaben des iranischen Energieministeriums zielten die jüngsten Attacken auf Anlagen der Stromversorgung in der Hauptstadt Teheran. Infolgedessen kam es am Abend (Ortszeit) in verschiedenen Stadtteilen zu Stromausfällen. Einsatzteams seien in die betroffenen Gebiete entsandt worden, um die Versorgung so schnell wie möglich wiederherzustellen, berichtete der Staatssender Irib unter Berufung auf das Ministerium.

Die israelische Armee meldete unterdessen neue Angriffe auf Ziele der iranischen Führung in Teheran. Das Militär machte zunächst allerdings keine Angaben zu den genauen Zielen der abermaligen Angriffswelle. (dpa)

21:42 Uhr

Sonntag, 29. März

Roter Halbmond: Über 100'000 zivile Einrichtungen im Iran beschädigt

Bei den israelisch‑amerikanischen Angriffen im Iran sind nach jüngsten Angaben des Roten Halbmonds mehr als 100'000 zivile Einrichtungen beschädigt oder zerstört worden. Allein in der Hauptstadt Teheran wurden demnach fast 40'000 Wohngebäude und Geschäftseinheiten getroffen. Zudem seien in den vergangenen vier Wochen rund 600 Schulen und fast 300 Gesundheitszentren angegriffen worden, teilte der Rote Halbmond auf der Plattform X mit. Die Angaben lassen sich unabhängig nicht verifizieren.

Zur Zahl der Todesopfer gibt es keine aktuellen Angaben. Das iranische Gesundheitsministerium teilte Anfang der Woche mit, dass seit Kriegsbeginn am 28. Februar dieses Jahres mehr als 1.900 Menschen getötet worden seien, darunter 240 Frauen und über 200 Kinder. In derselben Zeitspanne seien zudem mehr als 24'800 Menschen verletzt worden. (dpa)

19:41 Uhr

Sonntag, 29. März

Verletzte bei iranischen Raketenangriffen auf Südisrael

Bei neuen iranischen Raketenangriffen auf Israel sind rund um die Wüstenstadt Beerscheva im Süden des Landes mehrere Menschen verletzt worden. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom meldete am Nachmittag (Ortszeit) elf Verletzte durch von Druckwellen umhergeschleuderte Gegenstände. Im Süden Israels gab es mehrfach Raketenalarm, in vielen Gegenden heulten Sirenen.

Nach einem Raketenangriff ebenfalls am Nachmittag (Ortszeit) brach ausserhalb von Beerscheva zudem ein grosser Brand in einer Chemiefabrik aus. Auf Fernsehbildern war eine riesige Rauchwolke zu sehen. Kurzzeitig bestand die Sorge, dass bei dem Brand gefährliche Stoffe austreten und eine Gefahr für die Bevölkerung ausgeht. Das israelische Umweltministerium gab jedoch nach Untersuchungen Entwarnung. (dpa)

15:31 Uhr

Sonntag, 29. März

Kuwait: Mehrere Drohnen abgefangen

Die kuwaitische Luftabwehr hat nach Angaben der Behörden des ölreichen Golfstaats mehrere Drohnen unschädlich gemacht. Es seien vier Drohnen abgefangen worden, die das Land am Sonntagmorgen attackiert hätten, hiess es. Bei einem Angriff auf den internationalen Flughafen der gleichnamigen Hauptstadt von Kuwait waren am Samstag Radarsysteme schwer beschädigt worden. (dpa)

15:16 Uhr

Sonntag, 29. März

Katarischer Sender meldet Angriff auf Büro in Teheran

Der katarische Fernsehsender Alaraby TV hat einen Angriff auf sein Bürogebäude in der iranischen Hauptstadt Teheran gemeldet. Nach dem Einschlag einer israelischen Rakete habe die Liveausstrahlung gestoppt werden müssen, teilte der Sender mit. Es seien erhebliche Schäden entstanden. In sozialen Medien veröffentlichte ein Mitarbeiter des Senders ein Video, in dem er die Schäden zeigte. Ausrüstung, Möbel und Trümmer lagen verstreut auf dem Boden. Auf der Strasse vor dem Gebäude waren Trümmerteile und beschädigte Fahrzeuge zu sehen. (dpa)

15:12 Uhr

Sonntag, 29. März

Vereinigte Arabische Emirate melden neue Angriffe

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben neue Angriffe auf den Golfstaat gemeldet. Das Verteidigungsministerium teilte am Sonntag mit, die Luftabwehr reagiere auf weitere Raketen- und Drohnenattacken. Lärm, der dabei zu hören sei, gehe auf Abfangbemühungen zurück. Binnen 24 Stunden seien 16 Raketen- und 42 Drohnenangriffe registriert worden. (dpa)

13:34 Uhr

Sonntag, 29. März

Saudi-Arabien meldet zehn abgefangene Drohnen

Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben mehrere Drohnenangriffe abgewehrt. Das Verteidigungsministerium teilte mit, am Sonntagmorgen seien zehn Drohnen abgefangen und zerstört worden. (has)

12:41 Uhr

Sonntag, 29. märz

Berichte: USA bereiten mögliche Bodenoffensive im Iran vor

Das US-Militär hat Medienberichten zufolge Pläne für einen möglichen Einsatz mit Bodentruppen im Iran vorbereitet. Die potenzielle Bodenoffensive soll kombinierte Einsätze von Truppen der regulären Infanterie und Spezialeinheiten vorsehen, jedoch nicht als vollständige Invasion angelegt sein, wie die «Washington Post» unter Berufung auf US-Beamte berichtete. Für einen solchen Einsatz wären demnach mehrere Wochen eingeplant.

Ein Bodeneinsatz würde eine Eskalation in eine gefährliche neue Phase des Konfliktes bedeuten, schreibt die Zeitung. Denn US-Soldaten würden am Boden erheblich mehr Gefahren ausgesetzt als bisher, wie etwa dem Beschuss durch iranische Drohnen und Raketen, Gefechten und improvisierten Sprengsätzen. Ob US-Präsident Donald Trump vorhat, die Pläne abzusegnen, war unklar.

Nach Angaben der Quellen der «Washington Post», die anonym über die hochsensiblen Militärpläne sprachen, laufen die Vorbereitungen für eine mögliche Offensive am Boden bereits seit Wochen.

US-Aussenminister Marco Rubio sagte zuletzt, die USA könnten ihre Kriegsziele auch ohne Bodentruppen erreichen. Kategorisch ausschliessen wollte Rubio den Einsatz von Bodentruppen aber nicht.

Auch das Portal «Axios» hatte vor wenigen Tagen von Militärplänen berichtet, die für einen «finalen Schlag» zur Beendigung des Kriegs gegen den Iran neben Bombardierungen den Einsatz von Bodentruppen vorsehen. Konkreter umfassen mögliche Szenarien «Axios» zufolge die Einnahme oder Blockade von strategisch wichtigen Inseln in der Strasse von Hormus wie Charg, wo der Iran einen Grossteil seiner Erdölausfuhren abwickelt.

Auch das «Wall Street Journal» hatte berichtet, dass es sich bei den bis zu 10.000 weiteren US-Soldaten, deren Entsendung in die Golf-Region derzeit erwogen werde, um Infanteristen handeln dürfte. (dpa)

06:42 Uhr

Sonntag, 29. März

EU-Mission warnt vor Huthi-Angriffen auf Schifffahrt

Die EU-geführte Marinemission «Aspides» warnt vor Angriffen der proiranischen Huthi-Miliz im Jemen auf die internationale Schifffahrt im Roten Meer und im östlichen Golf von Aden. Schiffe könnte dort erneut ins Visier geraten, teilte die Marinemission mit Sitz im griechischen Larissa mit. Reedereien, deren Schiffe sich in der Region befinden, werde empfohlen, besonders vorsichtig zu sein.

Am Samstag hatte die Huthi-Miliz ihre Raketenangriffe auf Israel wieder aufgenommen und ist damit an der Seite des Irans in den vor Monat von den USA und Israel begonnenen Krieg eingetreten. Der Iran blockiert seit Beginn des Krieges die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Strasse von Hormus. Die Preise für diese Energieträger sind in der Folge stark gestiegen.

Nun könnte nach Ansicht der Marinemission «Aspides» auch der Schiffsverkehr durch das Rote Meer und den Golf von Aden durch die Huthi-Miliz in Gefahr geraten. Schiffe mit Verbindungen zu Israel oder den USA sollten die Passage durch das Rote Meer und den Golf von Aden nach Möglichkeit meiden, hiess es.

Die Huthi-Miliz hatte bereits in der Vergangenheit im Roten Meer und dem sich südlich anschliessenden Golf von Aden immer wieder Handelsschiffe attackiert. Das Rote Meer und der Golf von Aden gelten als eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt. Sie liegen zwischen Nordostafrika und der Arabischen Halbinsel und bilden eine zentrale Verbindung zwischen dem Mittelmeer (über den Suezkanal) und dem Indischen Ozean. (dpa)

06:33 Uhr

Sonntag, 29. März

Iran droht mit Angriffen gegen israelische und US-Unis

Der Iran droht mit Angriffen gegen israelische und US-amerikanische Hochschuleinrichtungen als Vergeltung für mutmassliche Attacken gegen zwei iranische Universitäten. Wenn die US-Regierung wolle, dass ihre Universitäten in der Region von Vergeltungsmassnahmen verschont bleiben, müsse sie bis Montag 12 Uhr mittags Teheraner Zeit die Bombardierung von Universitäten verurteilen, zitierte die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Fars auf der Plattform X eine Erklärung der iranischen Elitestreitmacht. (dpa)

23:03 Uhr

Samstag, 28. März

Huthi-Miliz greift Israel zum zweiten Mal in Folge an

Die proiranische Huthi-Miliz im Jemen hat am Samstagabend Israel zum zweiten Mal in Folge angegriffen. Eine Drohne sei über der südisraelischen Stadt Eilat, ein Marschflugkörper vor Erreichen israelischen Territoriums abgefangen worden, berichtete die «Times of Israel» unter Berufung auf das Militär. Am Samstagmorgen hatte die jemenitische Miliz zum ersten Mal seit Beginn des Iran-Kriegs vor einem Monat eine Rakete auf Israel abgefeuert.

Auch dieses Geschoss war von der israelischen Luftabwehr unschädlich gemacht worden. Die Huthi-Miliz bestätigte in einer Erklärung den Angriff vom Abend. Ihre zweite Militäroperation des Tages habe aus «einer Salve von Marschflugkörpern und Drohnen» bestanden und sich gegen eine Reihe von strategischen und militärischen Zielen im Süden Israels gerichtet, teilte ihr Kommando in Sanaa mit. (dpa)

20:50 Uhr

Samstag, 28. März

Israel: Irans Waffenproduktion «in wenigen Tagen» zerstört

Das israelische Militär will nach Darstellung eines Sprechers die iranische Waffenproduktion «in wenigen Tagen» weitgehend zerstört haben. Die Streitkräfte würden in diesem Zeitraum «die Angriffe auf alle wichtigen Komponenten der (iranischen) Militärindustrie abschliessen», sagte Armeesprecher Effie Defrin am Abend (Ortszeit) vor Journalisten.

«Das bedeutet, dass wir den Grossteil der militärischen Produktionskapazitäten zerstören haben werden», fügte er hinzu. «Das Regime wird lange Zeit brauchen, um sie wieder herzustellen.» (dpa)

20:21 Uhr

Samstag, 28. März

Weitere US-Marinekräfte in Nahost-Region eingetroffen

Weitere US-Marinekräfte sind im Nahen Osten eingetroffen. Das amphibische Angriffsschiff «USS Tripoli» erreichte nach Angaben des hauptsächlich für den Nahen Osten zuständigen US-Regionalkommandos Centcom am Freitag dessen Einsatzgebiet. Es dient als Flaggschiff einer kombinierten Seestreitkraft mit etwa 3500 Einsatzkräften.

Die USA haben bereits Tausende Marinesoldaten in den Nahen Osten verlegt. Nach früheren US-Angaben befinden sich mehr als 50'000 Soldaten in der Region. (dpa)

17:34 Uhr

Samstag, 28. März

Fast 1200 Tote im Libanon

Einen Monat nach dem Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran hat die Zahl der Todesopfer im Libanon nach offiziellen Angaben an der Marke von 1200 gekratzt. Wie das Gesundheitsministerium in Beirut am Samstag mitteilte, kostete der infolge des Iran-Krieges, der am 28. Februar begann, seit dem 2. März wieder aufgeflammte Konflikt zwischen Israel und der Schiitenmiliz Hisbollah 1189 Menschen im Libanon das Leben. 3427 weitere Menschen seien verletzt worden. Binnen 24 Stunden seien zuletzt 47 Menschen getötet und 112 weitere verletzt worden. (dpa)

15:49 Uhr

Samstag, 28. März

Journalisten von Hisbollah-nahen Sendern bei Angriff Israels getötet

Bei einem israelischen Angriff im Südlibanon sind eine Reporterin und ein Reporter von zwei Hisbollah-nahen Fernsehsendern getötet worden. Der TV-Sender der proiranischen Hisbollah Al-Manar meldete, dass ihr langjähriger Korrespondent Ali Schuaib bei einem Angriff bei Dschesin im Süden des Landes ums Leben kam. Zudem berichtete der proiranische Sender Al-Majadin, der auch der Hisbollah nahe steht, dass bei dem Angriff ihre Reporterin Fatima Fatuni getötet wurde.

Ein Reporter beim Ort des Angriffs. (Bild: AP)

Das israelische Militär gab an, einen «gezielten» Angriff auf Schuaib verübt zu haben. Die Armee warf ihm vor, Mitglied der Hisbollah-Eliteeinheit Radwan gewesen zu sein. Er habe sich als «Journalist getarnt», hiess es. In dem Zuge habe er über Standorte von israelischen Truppen berichtet, die im Süden des Libanons im Einsatz waren. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Zu Fatuni äusserte sich das Militär zunächst nicht.

Der libanesische Informationsminister Paul Morcos verurteilte den Angriff scharf. Seinen Angaben zufolge ist dabei auch der Kameramann und Bruder Fatunis, Mohammed Fatuni, getötet worden. «Wir verurteilen auf das Schärfste Israels wiederholte und vorsätzliche Angriffe auf Journalisten», betonte Morcos. (dpa)

15:04 Uhr

Samstag, 28. März

VAE melden Dutzende Angriffe und sechs Verletzte

Bei Drohnen- und Raketenangriffen auf die Vereinigten Arabischen Emirate sollen mindestens sechs Menschen verletzt worden sein. Nach örtlichen Angaben wurde die Luftabwehr am Samstag gegen 20 ballistische Raketen und 37 Drohnen aktiv. (dpa)

14:37 Uhr

Samstag, 28. März

Sieben Verletzte bei Angriff nahe Jerusalem

Bei einem Raketenangriff auf die zentralisraelische Ortschaft Eschtaol in der Nähe von Jerusalem sollen mindestens sieben Menschen verletzt worden sein. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom teilte am Samstag mit, einige der Menschen seien durch die Explosion verletzt worden, andere bei dem Versuch, Schutzräume zu erreichen. (dpa)

13:20 Uhr

Samstag, 28. März

Irans Präsident droht mit Vergeltungsschlägen

Irans Präsident Massud Peseschkian hat mit harten Vergeltungsschlägen gegen Nachbarländer gedroht, falls die Infrastruktur oder Wirtschaftszentren im Land attackiert werden. In einer «Botschaft an die Länder der Region» schrieb Peseschkian auf der Plattform X: «Wenn ihr Entwicklung und Sicherheit wollt, lasst nicht zu, dass unsere Feinde den Krieg von eurem Boden aus führen.»

Zuvor hatten israelische und US-Luftstreitkräfte laut iranischen Angaben ihre Angriffe auf Stahlwerke sowie Anlagen der Rüstungs- und Energieinfrastruktur in mehreren iranischen Provinzen ausgeweitet.

Seit Beginn des Krieges am 28. Februar greift der Iran wiederum Ziele in arabischen Nachbarländern an. Die Führung in Teheran begründet dies unter anderem mit der Stationierung von US-Truppen in diesen Ländern. (dpa)

12:39 Uhr

Samstag, 28. März

Bahrain meldet mehr als 40 Luftangriffe in 24 Stunden

Bahrain hat innerhalb von 24 Stunden mehr als 40 Luftangriffe registriert. Die Luftabwehr habe auf 20 Raketen- und 23 Drohnenangriffe reagiert, teilte das Inselkönigreich am Samstag mit. Bahrain beheimatet die 5. Flotte der US-Marine. (dpa)

12:38 Uhr

Samstag, 28 .März

Kreise: Mehr als 20 US-Soldaten auf saudischem Stützpunkt verletzt

Bei iranischen Angriffen auf einen saudischen Luftwaffenstützpunkt sollen mehr als zwei Dutzend US-Soldaten verletzt worden sein. Zwei Personen mit Detailkenntnis berichteten der Nachrichtenagentur AP, bei einem Angriff auf die Prince Sultan Airbase am Freitag seien mindestens 15 Militärangehörige verletzt worden, fünf davon schwer. US-Behördenvertreter hatten zunächst von zehn Verletzten gesprochen, zwei davon schwer. (dpa)

12:20 Uhr

Samstag, 28. März

Pakistan lädt Aussenminister aus mehreren Ländern zu Gesprächen ein

In Bemühung um Deeskalation im Iran-Krieg hat Pakistans Regierung die Aussenminister Saudi-Arabiens, Ägyptens und der Türkei zu Beratungsgesprächen eingeladen. Pakistans Vize-Premierminister und Aussenminister Ishaq Dar werde den für Sonntag und Montag geplanten Besuch für ausführliche Gespräche darüber nutzen, wie der Konflikt in der Region entspannt werden könnte, teilte das pakistanische Aussenministerium mit.

Die Minister sollen demnach auch mit Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif zusammenkommen. Das ägyptische Aussenministerium teilte mit, Aussenminister Badr Abdel-Atti sei nach Islamabad gereist, um an einem Vier-Parteien-Ministertreffen teilzunehmen. Im Mittelpunkt der Gespräche stünden die jüngste Eskalation in der Region sowie Bemühungen zur Deeskalation.

Sharif erklärte am Samstag, in einem mehr als einstündigen Telefongespräch mit Irans Präsident Massud Peseschkian habe er «Pakistans starke Verurteilung der anhaltenden Angriffe Israels auf den Iran» bekräftigt und die Solidarität seines Landes mit dem iranischen Volk ausgedrückt. Er habe Peseschkian auch über Pakistans diplomatische Bemühungen informiert, in Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten, befreundeten Golfstaaten und weiteren islamischen Ländern, einen Dialog und Deeskalation in der Region zu erleichtern. (dpa)

10:54 Uhr

samstag, 28. März

Irna: Universitätsgebäude bei Luftangriff in Teheran beschädigt

Bei einem Luftangriff auf die iranische Hauptstadt Teheran sollen mehrere Gebäude der Universität für Wissenschaft und Technologie beschädigt worden sein. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete am Samstag unter Berufung auf die Pressestelle der Universität, es seien sowohl Forschungs- als auch Lehrgebäude getroffen worden. (dpa)

10:46 Uhr

Samstag, 28. März

Angriffe auf Golfstaaten gehen weiter

Auch vier Wochen nach Beginn des Iran-Krieges gehen die Angriffe auf die Golfstaaten weiter. Das Medienbüro der emiratischen Hauptstadt Abu Dhabi meldete, dass in Folge von herabfallenden Raketenteilen mehrere Brände entfacht worden seien. Dabei seien insgesamt sechs Menschen verletzt worden. Die Trümmerteile seien nach dem Abfangen ballistischer Raketen abgestürzt. Auch im Oman wurde ein Verletzter gemeldet. Zwei Drohnen hätten den Hafen von Salalah im Westen des Landes attackiert, meldet die omanische Nachrichtenagentur ONA. Dabei sei ein ausländischer Arbeiter verletzt worden. Zudem seien geringe Schäden entstanden.

Die kuwaitische Nachrichtenagentur Kuna berichtete unter Berufung auf die Luftfahrtbehörde, dass der Flughafen in der Hauptstadt Kuwait-Stadt von mehreren Drohnen angegriffen worden sei. Es habe keine Verletzten gegeben. Es sei jedoch ein erheblicher Schaden am Radarsystem des Flughafens entstanden. Nach Angaben des saudischen Verteidigungsministeriums wurde in der Nacht eine auf die Region der Hauptstadt Riad gerichtete ballistische Rakete abgefangen und zerstört. Ausserdem seien drei Drohnen abgefangen worden. (dpa)

08:23 Uhr

Samstag, 28. März

Israel meldet ersten Raketenbeschuss aus Jemen seit Beginn des Kriegs

Zum ersten Mal seit Beginn des Iran-Kriegs vor einem Monat ist israelischen Angaben nach aus dem Jemen eine Rakete auf Israel abgefeuert worden. Die Flugabwehr sei im Einsatz, teilte die israelische Armee am frühen Morgen auf Telegram mit. Die Rakete wurde Medienberichten zufolge erfolgreich abgefangen, Verletzte oder Schäden habe es nicht gegeben. (dpa)

06:33 Uhr

Samstag, 28. März

Rubio: Ziele ohne Einsatz von Bodentruppen erreichbar

US-Aussenminister Marco Rubio geht davon aus, dass die USA ihre Ziele im Iran-Krieg auch ohne den Einsatz von Bodentruppen erreichen werden. Das Militär liege vor dem Zeitplan zur Erreichung seiner Ziele - «und wir können sie ohne Bodentruppen erreichen», sagte er nach Ukraine-Gesprächen der Aussenminister der Gruppe wirtschaftsstarker Demokratien (G7) bei Paris. Rubio zeigte sich davon überzeugt, dass der Einsatz im Iran «in wenigen Wochen, nicht in Monaten» abgeschlossen werden könnte. Zugleich sagte Rubio, dass er einen Einsatz von Bodentruppen nicht kategorisch ausschliesse. Die USA würden sich diese Flexibilität vorbehalten, um Präsident Trump «maximale Handlungsfreiheit und maximale Möglichkeiten zu geben, sich auf Eventualitäten einzustellen». (dpa)

06:32 Uhr

Samstag, 28. März

Iran-Krieg lässt Düngerpreise steigen

Der Iran-Krieg zieht eine Gefahr für Bauern und Lebensmittelpreise rund um den Globus nach sich: Mineraliendünger hat sich auf den Weltmärkten seit Jahresbeginn um rund 30 bis 40 Prozent verteuert. Das sagt Philipp Spinne, der Geschäftsführer des Deutschen Raiffeisenverbands (DRV). Damit ist eine ähnliche Situation eingetreten wie im Februar 2022: «Die Weltmarktpreise für Stickstoffdünger nähern sich immer mehr dem Höchstniveau an, das wir zu Beginn des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine hatten», sagt Spinne. (dpa)

06:31 Uhr

Samstag, 28. März

US-Präsident nennt Strasse von Hormus «Strasse von Trump»

US-Präsident Donald Trump hat die Strasse von Hormus «Strasse von Trump» genannt. Auf einem Kongress in Miami sprach der Republikaner über den Verlauf des Iran-Kriegs und sagte: «Sie müssen die Strasse von Trump öffnen - ich meine Hormus.» Im Publikum wurde daraufhin gelacht. Trump ergänzte dann: «Entschuldigung - es tut mir so leid. So ein schlimmer Fehler.» Er schob nach, dass die «Fake News» berichten würden, dass er es aus Versehen gesagt habe. Er ergänzte: «Bei mir gibt es keine Versehen - zumindest nicht viele.» Einige Medien kamen anschliessend zur Einschätzung, dass er all dies scherzhaft gemeint habe. Trump kokettierte in der Vergangenheit immer wieder mit der Umbenennung etwa von Institutionen und setzte das zum Teil in die Tat um. So heisst das berühmte Kulturhaus Kennedy Center in Washington inzwischen Trump Kennedy Center. Er verfügte auch die Umbenennung des Golfs von Mexiko in «Golf von Amerika». (dpa)

06:29 Uhr

Samstag, 28. März

Trump kritisiert Merz für Haltung im Iran-Krieg

US-Präsident Donald Trump hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) für die ausbleibende Hilfe bei der Sicherung der Strasse von Hormus kritisiert. Der Republikaner attackierte bei einem Kongress in Miami im US-Bundesstaat Florida erneut zunächst die Nato-Verbündeten Frankreich und Grossbritannien - und kam dann auf Deutschland zu sprechen: «Der deutsche Bundeskanzler - das sind alles meine Freunde - Friedrich. Der deutsche Bundeskanzler, er sagte: «Das ist nicht unser Krieg».» Trump schob nach, dass dann der Ukraine-Krieg auch nicht der der USA sei. (dpa)

06:26 Uhr

Samstag, 28. März

Iran-Krieg: Erneuter Angriff nahe dem AKW Buschehr

Zum dritten Mal innerhalb der vergangenen zehn Tage hat die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) im Zuge des Iran-Kriegs einen Angriff nahe dem iranischen Atomkraftwerk Buschehr gemeldet. Es seien laut iranischen Angaben weder Schäden am im Betrieb befindlichen Reaktor noch eine Freisetzung von Strahlung gemeldet worden, teilte die IAEA in Wien am späten Abend auf der Plattform X mit. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi rief zu höchster Zurückhaltung in dem Konflikt auf, um einen nuklearen Unfall zu vermeiden.

Der Iran hatte bereits diese und vergangene Woche Geschoss-Einschläge auf dem Gelände des Atomkraftwerks Buschehr gemeldet. Schäden an der Anlage oder Verletzte gab es beide Male nicht. Darüber hinaus wurde am Freitag nach IAEA-Angaben der Schwerwasser-Forschungsreaktor Chondab (früher Arak) getroffen. Es bestehe kein Strahlungsrisiko, da die Anlage kein deklariertes Kernmaterial enthalte, hiess es. Zudem sei eine Stahlproduktionsfabrik in der Provinz Chuzestan angegriffen worden, die versiegelte radioaktive Quellen zur Messung verwende. Es sei jedoch auch hier zu keiner Freisetzung von Strahlung ausserhalb des Geländes gekommen. (dpa)

06:19 Uhr

Samstag, 28. März

Bericht: US-Verletzte bei iranischem Angriff in Saudi-Arabien

Zehn US-Einsatzkräfte sind nach einem Bericht des «Wall Street Journals» bei einem iranischen Angriff auf einen Luftwaffenstützpunkt in Saudi-Arabien verletzt worden. Sie befanden sich in einem Gebäude auf der Prince Sultan Airbase, das bei der Bombardierung getroffen wurde, wie die US-Zeitung unter Berufung auf US- und arabische Vertreter berichtete. Der Luftwaffenstützpunkt in Saudi-Arabien wird auch vom US-Militär genutzt. Bei dem Angriff wurden laut dem Zeitungsbericht auch amerikanische Tankflugzeuge beschädigt. (dpa)

06:17 Uhr

Samstag, 28. März

Trump stellt Unterstützung für Nato-Partner infrage

US-Präsident Donald Trump hat die Unterstützung anderer Nato-Partner durch die USA infrage gestellt. «Wir wären immer für sie da gewesen, aber jetzt, angesichts ihres Verhaltens, müssen wir das wohl nicht mehr, oder?», sagte Trump in Miami. Trump kritisierte das Bündnis scharf dafür, dass es den USA im Krieg mit dem Iran nicht zur Seite stehe. «Ich glaube, es war ein gewaltiger Fehler, dass die Nato einfach nicht da war.» Trump zufolge zahlen die USA Hunderte Milliarden Dollar jährlich für die Sicherheit der Verbündeten. «Warum sollten wir für sie da sein, wenn sie nicht für uns da sind?», fragte er. (dpa)

Artikel: http://www.vaterland.li/international/angriffe-auf-iran-alle-entwicklungen-im-ticker-art-721426

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